Volksabstimmungen vom 24. November 2013

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Am Sonntag werden in der Schweiz, neben diversen Kantonalen Vorlagen, über drei Eidgenössische Vorlagen abgestimmt.

Autobahnvignette – 100 Franken

Es wird über die Änderung des Nationalstrassengesetztes abgestimmt. Diese Änderung sieht vor, dass der Preis für die Jahresvignette von 40.- CHF auf 100.- CHF angehoben wird. Neu soll eine Zweimonatsvignette für 40.- CHF eingeführt werden. Diese wird für unsere Freunde und Bekannten wichtig werden, die uns in der Schweiz besuchen wollen. Von den zusätzlichen Einnahmen, soll der Ausbau und Unterhalt von circa 400 Kilometern Strassen finanziert werden, die neu in das Nationalstrassennetz aufgenommen werden.

Laut Umfragen der SRG vom 13.November, wird es bei der Abstimmung spannend werden. Etwa 50 Prozent sind dafür, 46 Prozent gegen die Änderung des Gesetzes. Die restlichen 4 Prozent sind noch unentschlossen.

Familieninitiative

Bei der Volksinitiative der SVP wird gefordert, dass Eltern, die ihre Kinder selber betreuen, den gleichen oder höheren Steuerabzug geltend machen können wie Eltern, die ihre Kinder gegen Bezahlung betreuen lassen.

Bisher war es so, dass nur Eltern, die ihre Kinder in einer Kindertagesstätte oder Kindergrippe betreuen liessen, die Kosten dafür von der Steuer absetzen konnten. Die SVP möchte, dass auch Eltern die Ihre Kinder selbst betreuen, die Kosten absetzen können, auch wenn hierfür keine Kosten anfallen. Über Sinn oder Unsinn dieser Initiative wird ausgiebig diskutiert. Meiner persönlichen  Meinung nach, zielt die Familieninitiative eher darauf ab, das klassische Familienmodell mit klarer Rollenverteilung, dass sich eine Person um den Haushalt und eine Person um das Geldverdienen kümmert, zu stärken.

Trotz, dass die Initiative nur von der SVP und EVP unterstützt wird, scheint es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zu werden. Laut letzten Umfragen möchten 49 Prozent mit „Ja“ und 43 Prozent mit „Nein“ stimmen. Die restlichen 8 Prozent sind sich noch unschlüssig.

1:12 Initiative

Die Volksinitiative „Für gerechte Löhne“ verlangt, dass in einem Unternehmen, der höchste Lohn nicht mehr als das Zwölffache des niedrigsten bezahlten Lohn beträgt. Damit sollen die Löhne des Managements von einigen Grossunternehmen beschränkt werden.

Im Moment sieht es so aus, dass die Initiative scheitern wird. Laut der letzten Umfrage der SRG sind 54 Prozent gegen die Vorlage und lediglich 36 Prozent dafür. 10 Prozent sind sich noch unklar.

Die Probleme der Initiative scheinen, meiner Meinung nach, die unklare Formulierung und die zu strenge Deckelung zu sein. Dass die Schweizer gegen überrissene Gehälter und Boni sind, haben sie bei der „Abzocker Initiative“ von Thomas Minder gezeigt.