QuickZoll: Die Schweiz führt Zoll-App ein

Der Schweizer Zoll wird nach und nach digitaler. Privatpersonen, die in die Schweiz einreisen, können mit der neuen App "QuickZoll" ihre eingeführten Waren selbstständig und damit auch ausserhalb der Öffnungszeiten verzollen. Durch die Eigenverzollung entfallen Wartezeiten am Zoll und der Zwang diesen zu den Öffnungszeiten zu passieren. Abgabefreie Privateinfuhren müssen auch weiterhin nicht angemeldet werden. Mit Hilfe der App lässt sich leicht prüfen ob Wertfreigrenzen und Freimengen eingehalten worden sind. Zusätzlich finden sich in der App jede Menge nützliche Informationen für den Weg über die Grenze. Aber die App hat auch ihre Tücken.

Quick Zoll: Die Schweiz führt Zoll-App ein

Kein reduzierter Mehrwertsteuersatz

„QuickZoll“ verrechnet nur einen einheitlichen Mehrwertsteuersatz von 7,7 Prozent. Wer Lebensmittel, Büchern oder Medikamenten verzollen möchte, zahlt somit einen Aufpreis. Für diese gilt sonst ein reduzierter Mehrwertsteuersatz von 2,5 Prozent. Wer den reduzierten Mehrwertsteuersatz will, muss damit weiterhin an den Schalter.

Kleines Zeitfenster

Mit der App können Waren frühestens 48 Stunden vor dem Grenzübertritt angemeldet werden. Zusätzlich muss für die Einreise in die Schweiz ein Zeitfenster von zwei Stunden festgelegt werden. Die Abgaben müssen beim Grenzübertritt bezahlt sein und bisher funktioniert die Bezahlung ausschliesslich mit Kreditkarte.

Nachbesserung in Sicht

Aufgrund der bisher sehr eingeschränkten Nutzungsmöglichkeiten und des sehr engen Zeitfensters ist die App bisher noch für wenige Nutzer sinnvoll. Die Zollverwaltung hat aber bereits angekündigt, dass die App auf Grundlage von Kundenrückmeldungen weiter verbessert und ausgebaut wird. Der Schweizer Zoll geht, meiner Meinung nach, mit dem vorantreiben der Digitalisierung den richtigen Weg.

Download von QuickZoll

QuickZoll ist für die Betriebssysteme Apple iOS und Android verfügbar und kann kostenlos heruntergeladen werden.