Folge 2 von "Schweizer Spezialitäten, die du probiert haben solltest"

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In dieser Videoreihe nehme ich euch mit auf eine kleine kulinarische Tour durch die Schweiz. Für jeden Kanton werde ich euch eine Spezialität vorstellen, die ihr meiner Meinung nach probiert haben solltet. Im ersten Teil waren wie hauptsächlich in der Deutschschweiz unterwegs. Jetzt nehmen wir uns noch die restlichen Kantone, den Tessin sowie die Westschweiz vor. Und da gibt es ein paar echte Geheimtipps.

Im Folgenden findet ihr den Inhalt des Videos auch in Textform. Unterhaltsamer und Bildreicher ist natürlich das Video.

Freiburg

Soupe du Chalet oder auch Bergsuppe ist eine bekannte Spezialität aus dem Kanton Freiburg bzw. Fribourg. Lauch, Zwiebel, Spinat, Kohlrabi und Karotten bilden hier die Basis. Hörnli, Bohnen und Teigwaren, je nach Rezept manchmal auch Kartoffeln, sorgen für das nötige Sättigungsgefühl. Geriebener Gruyère Käse darf natürlich in einem Fribourger Gericht nicht fehlen.

St. Gallen

Rheintaler Ribel war früher ein Hauptnahrungsmittel im Kanton St. Gallen. Heutzutage hat es aber an Bekanntheit eingebüsst. Optisch ist es schon recht speziell. Er wird aus einer traditionellen Maissorte im Rheintal hergestellt und ähnlich wie Polenta gekocht, muss aber länger quellen. Im Anschluss wird der Ribelmais in einer Pfanne geröstet. Manche essen den Ribel zusammen mit Käse, Apfelmuss, Zwetschgenkompott oder Milchkaffee. Die Möglichkeiten sind hier sehr vielfältig.

Graubünden

Capuns sind eine echte und schmackhafte Bündner Spezialität. Bündnerfleisch und Salsiz (ebenfalls eine luftgetrocknete Bündner Rohwurst) geben den Teig-Päckchen den würzigen Geschmack. Eingewickelt wird der Teig in Mangoldblätter und im Wasser gekocht. Zum Schluss werden die Capuns noch mit Käse bestreut.

Aargau

Im Kanton Aargau geniesst die Mohrrübe einen hohen Stellenwert. Was sich auch in vielen Aargauer Rezepten zeigt. Am bekanntesten ist wohl die saftige Aargauer Rüeblitorte. Diese Kuchenspezialität wird, wie der Name schon sagt, aus geriebenen Karotten zubereitet. Überzogen wird der Kuchen mit einer Zuckerglasur. Zum Schluss wird das Gebäck noch kleinen Marzipanmöhren als Highlight verziert. Optisch schon ein kleines Kunstwerk.

Thurgau

Bleiben wir beim Kuchen. Was das Rüebli im Aargau ist, ist der Apfel im Thurgau. Auch hier hat der Kuchen eine unverwechselbare Optik. Der Thurgauer Apfelkuchen wird mit halben, eingeschnittenen Äpfeln verziert. Diese dienen aber nicht nur der Verzierung, sondern lassen ihn besonders fruchtig schmecken. Puderzucker darf auch hier nicht zu kurz kommen.

Tessin

Übers Tessin selbst könnte man natürlich locker eine Folge füllen. Das liegt natürlich auch an der kulturellen Nähe zu Italien. Polenta klingt vielleicht im ersten Moment nicht besonders aufregend und gibt es auch in anderen Ländern und Regionen. Ist aber für mich typisch für den Tessin, sehr speziell und vor allem in der Anwendung sehr vielseitig. Sie taugt als sehr gute Beilage und auch locker als Hauptgang. Die Basis ist immer einfach nur Maisgries und Wasser.

Waadt

Papet Vaudois gehört zu meinen Lieblingsgerichten und muss daher hier unbedingt hinein. Prägend für dieses Gericht ist die Waadländer Saucisson. Eine sehr stark gewürzte Westschweizer Rohwurst, welche einfach nur knapp unter dem Siedepunkt ziehen gelassen wird. Auch die Beilage, eine Mischung aus Lauch und Kartoffeln in Sahnesause ist ein Gedicht. Sollte meiner Meinung nach unbedingt probiert Mal werden, wenn man nicht gerade Vegetarier ist.

Wallis

Bei Cholera denken die meisten wahrscheinlich nicht zuerst an diese Walliser Spezialität. Wie viele traditionelle Rezepte ist dieser Gemüsekuchen aus der Resteverwertung entstanden. Der Volksmund sagt, dass das Gericht in Zeit um 1830 zur Choleraepedemie entstand. Viele Walliser trauten sich damals nicht mehr auf die Strasse und taten einfach die Zutaten, die sie üblicher Weise zu Hause hatten in einen Mürbeteig und schoben den gefüllten Gemüsekuchen in einen Ofen. Zu den Bestandteilen gehört jede Menge Lauch, Kartoffeln vom Vortag, Walliser Bergkäse, Äpfel und Ei.

Neuenburg

Jacquerie neuchâteloise ist ein nahrhafter Eintopf nach Neuenburger Art aus Hähnchen, Speck, Sauerkraut, Zwiebeln, Sardellen und natürlich lokalem Weisswein. Je nach Rezept kommen zum Teil sogar auch noch Schnecken zum Einsatz. Spätestens da merkt man die die Nähe zu Frankreich. Mein Fall ist das zwar nicht, aber eine echte Spezialität.

Genf

Spätestens hier spürt man die Nähe zu Frankreich. Die Wahl auf ein Gericht war aber auch nicht leicht. Schlussendlich habe ich mich für Gratin de Cardon genevois entschieden, einem klassischem Gratin aus Genf, dessen Hauptzutat Cardons sind. Bei Cardon, auch Kardy genannt, handelt es sich um ein distelähnliches Gemüse, dass an Artischocke erinnert. Kardy wird bei diesem Gericht mit Béchamelsauce übergossen und mit Käse gratiniert.

Jura

Toétché Jurassien ist schwer auszusprechen und etwas Besonderes. Toétché Jurassien, auch Sankt-Martinskuchen genannt, ist ein salziger Kuchen mit Hefeteig und einer Creme aus Voll- und Sauerrahm, sowie etwas Safran. Der Kuchen besticht durch seinen charakteristischen Geschmack zwischen sauer und salzig.

Hier gehts zum ersten Teil der Serie "Schweizer Spezialitäten, die du probiert haben solltest". So wie ich euch kenne, habt ihr auch noch jede Menge weitere leckere Spezialitäten auf Lager. Schreibt sie mir doch bitte auf YouTube in die Kommentare. Wenn euch das Video gefallen hat, würde ich mich über ein Like und ein Abo freuen.