Kosten für den Umzug Einflussfaktoren und Finanzierung

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Kosten für den Umzug Einflussfaktoren und Finanzierung
Bilderquelle: Pexels „cottonbro"

Ein Umzug von Deutschland in die Schweiz ist mit diversen Kosten verbunden. Wie teuer es für Auswanderer tatsächlich wird, hängt von mehreren Faktoren ab. Welche das sind und wie sich der Umzug in das neue Leben finanzieren lässt, wird in diesem Beitrag thematisiert.

Umzugskosten nicht unterschätzen

Umzugskosten im vierstelligen Bereich sind keine Seltenheit. Insbesondere bei Beauftragung eines professionellen Umzugsunternehmens summieren sich die Ausgaben schnell auf mehr als 1.500 Euro. Wie die Umzugsstudie 2020 der Umzugs-Plattform Movu aufzeigt, gaben rund ein Viertel der Befragten an, dass sie zwischen 501 und 2.000 Schweizer Franken (CHF) für ihren Umzug (inklusive Umzugsfirma, Reinigungskosten, Neuanschaffungen) ausgegeben haben. Das entspricht einem Kostenrahmen zwischen rund 483 Euro und 1.928 Euro. 23 Prozent schätzten, dass ihr Umzug zwischen 2.001 und 4.000 Schweizer Franken kostet und 14 Prozent gehen von 4.001 bis 6.000 Schweizer Franken aus. Sieben Prozent der Befragten dehnen Ihre Schätzung sogar auf 8.000 Franken aus. Auch für Deutsche dienen diese Zahlen als Orientierung.

Soll oder kann eine solche Summe nicht durch Rücklagen gedeckt werden, ist eine Finanzierung eine denkbare Option. Ratenkredite sind für Verbraucher eine empfehlenswerte Variante, weil diese durch fixe Raten monatlich abgezahlt werden und die Laufzeiten häufig individuell planbar sind. „Da ein Umzugskredit in der Regel nicht zweckgebunden ist, können Kreditnehmerinnen und Kreditnehmer die Darlehenssumme grundsätzlich für alles verwenden, beispielsweise für die Provision der Maklerin oder des Maklers, die Kaution für die Wohnung oder neue Einrichtungsgegenstände“, fügt die auxmoney GmbH hinzu, mit dessen Kreditvermittlung Verbraucher ihren Umzug finanzieren können, ohne direkt mit einer Bank kommunizieren zu müssen. Kreditanfragen sind heute bequem über das Internet kostenlos möglich. Durch einen Vergleich von effektivem Jahreszins sowie dem Service der Finanzdienstleister lässt sich das fairste Kreditangebot ermitteln.

Einflussfaktoren für die Umzugskosten 

Da beim Auswandern von Deutschland in die Schweiz nicht selten größere Distanzen überwunden werden müssen, wird der Transport kostspieliger und das wiederum treibt die Gesamtkosten in die Höhe. Insbesondere bei einem professionell organisierten Umzug ist ein sorgfältiger Blick auf die potenziellen Ausgaben wichtig, um den Bedarf an Erspartem beziehungsweise Fremdkapital realistisch einzuschätzen. Neben der Fahrtstrecke spielen zwei wesentliche Faktoren eine maßgebliche Rolle: 

  • Die Wohnsituation: Liegt die neue Wohnung in der Schweiz zum Beispiel im dritten Stock, benötigt die Umzugsfirma wesentlich mehr Zeit für den Transport des Inventars als bei einer Wohnlandschaft im Erdgeschoss. Je zeitaufwändiger der Umzug, desto höher die Kosten. Zudem nimmt die Distanz zwischen Parkplatz und Wohnungseingang Einfluss auf die Rechnung der Umzugsfirma. Ist die Parksituation schwierig und müssen die Umzugshelfer die Möbel und Umzugskartons vom Transportfahrzeug über eine gewisse Strecke in das Gebäude transportieren, kann sich auch das auf die Kosten auswirken.
  • Das Inventar: Je mehr Einrichtungsgegenstände von den Profis abgebaut und verstaut werden müssen, desto teurer wird der Umzug. Auch die Menge an Umzugskartons sowie die Art des Mobiliars sind entscheidend. Sperrige Güter und umständliche Abbauarbeiten erhöhen den Zeitaufwand des Umzugsunternehmens. Erledigen Auswanderer möglichst viele Vorarbeiten selbst, lässt sich der finanzielle Aufwand senken. Auch gründliches Ausmisten vor dem Umzug ist sinnvoll, um für keine unnötigen Gegenstände zu zahlen, die in der Schweiz sowieso niemand benötigt.

Umzug mit Profis

Umzug ohne Profis – typische Kosten

Wer die Umzugskosten auf ein Minimum reduzieren möchte, organisiert den Umzug von Deutschland in die Schweiz ohne professionelle Unterstützung. Womöglich können Verwandte und Freunde als Umzugshelfer einspringen und stehen als kostenlose Unterstützung zur Verfügung. Das entlastet die Haushaltskasse erheblich. Doch auch in diesem Fall entstehen unvermeidbare Kosten, die vorab kalkuliert werden sollten:

  • Transportfahrzeuge
  • Kraftstoff
  • Evtl. Parkgebühren
  • Kosten für die Einrichtung einer Halteverbotszone
  • Umzugsmaterialien (Karton, Klebeband usw.)
  • Verpflegung der Umzugshelfer
  • Reinigungskosten 

Beim Mieten von Umzugswagen sind die Kosten konkret zu klären. Kilometerpauschalen sind ebenso möglich wie die Vorgabe, dass die Fahrzeuge vollgetankt wieder zurückgebracht werden müssen. Elementar ist, dass die Größe stimmt: Stellt sich am Tag des Umzugs heraus, dass der Transporter nicht reicht, kann es kurzfristig unnötig teuer werden. Als Orientierung gelten pro Wohnraum etwa zehn Kubikmeter Ladefläche.

Halteverbotszonen beziehungsweise Parkverbotsschilder organisieren

Die Bedeutung der Beantragung einer Halteverbotszone für den Umzugstag wird oft vergessen und treibt die Umzugskosten ungeahnt in die Höhe, weil Umzugshelfer durch fehlende Parkplätze deutlich weiter laufen müssen. Insbesondere in Städten und stark frequentierten Straßen ist die Halteverbotszone wichtig. In der Schweiz fallen dafür – abhängig vom Kanton – zwischen fünf und 100 Franken an.

Auswanderer sollten sich frühzeitig um die Organisation der Parkzonen kümmern. Laut der Information auf der Internetpräsenz des Sicherheitsdepartements der Stadt Zürich nimmt beispielsweise dort die Stadtpolizei Reservierungen von Parkfeldern entgegen. Die Kantonspolizei Basel berechnet pro Parkverbotsschild 10 Franken bei Selbstabholung und 50 Franken bei Lieferungsauftrag. 

Bilderquelle: Pexels (Bild 1: „cottonbro“ / Bild 2: RODNAE Productions)