Wagnis Jobwechsel?!?

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    • Wagnis Jobwechsel?!?

      Nach vier Jahren bei denen ich erfolglos auf Jobsuche war (aus der Not heraus wurde mein Verkäuferinnen-Nebenjob zu meinem Hauptberuf), habe ich nun endlich ein verlockendes Angebot bekommen. Wie ihr euch gut denken könnt ist es aus der Schweiz, sonst würde es ja keinen Sinn machen hier zu posten! ;)
      Ich könnte ab 1. Juli in meinem eigentlichen Berufsfeld arbeiten. Beim Probearbeiten konnte ich schon einen ganz guten Eindruck gewinnen und das Gehalt scheint mir auch in Ordnung. Allerdings mache ich mir Sorgen wegen der für mich undurchsichtigen Besteuerung und den Vorauszahlungen. Auf den Punkt gebracht: Auf den ersten Blick könnte ich mit meinem Gehalt in Deutschland gut über die Runden kommen, bin mir aber unsicher, ob es tatsächlich so rosig aussieht, wenn sämtliche Steuern, die KV (ca. 500€), Miete, etc. abgezogen werden.
      Ich würde am Liebsten in die Schweiz ziehen, dann müsste ich mir keinen Kopf um die fälligen Vorauszahlungen machen. Mein Arbeitgeber sagt, dass ich in der Schweiz wohnen könnte, aber jedes Wochenende nach Deutschland rüber muss. Finde ich etwas seltsam, nachdem andere doch auch ganz in die Schweiz ziehen und nicht jedes Wochenende auf die deutsche Seite rüber müssen. Habe ich da was verpasst?!? :?:
      Eine andere Sache, die mir Kopfzerbrechen bereitet ist, dass ich ein Basisgehalt bekomme zuzüglich Spesen, die in der Schweiz steuerfrei sind. Ich nehme mal stark an, da in Deutschland alles doppelt und dreifach versteuert wird, dass ich da sicher Nachzahlungen irgendeiner Art tätigen muss?!? Weiß da jemand bescheid? :?:
      Der Job ist wirklich mein Traumjob, aber finanziell ist es für mich ein Riesenwagnis, da ich ein Apartment und den Umzug finanzieren, sowie ein Auto leasen muss und alles aus dem Nichts heraus.
    • Hallo Cori

      Es ist verständlich, dass du kritisch bist. Wie du richtig erkennst sind die Lebenshaltungskosten in der Schweiz bedeutend höher als in Deutschland. Um auszurechnen ob es sich für dich finanziell lohnt würde ich mir dafür einen genauen Budgetplan aufstellen. Wenn du dazu Hilfe brauchst, helfen wir dir gern weiter. Danach kannst du entscheiden, ob am Ende genug für dich übrig bleibt. Als Grenzgänger zahlst du, zusätzlich zur Schweizer Quellensteuer, auch Einkommenssteuer in Deutschland. Die bereits in der Schweiz bezahlte Quellensteuer kannst du dabei aber anrechnen.

      Neben der beruflichen und finanziellen Komponente würde ich mir auch genau überlegen ob der Rest auch zu dir passt. Was nützt es dir, wenn du im Beruf glücklich bist, dafür privat unglücklich sein könntest. Die Schweiz solltest du auch als Land mögen. Die Mentalität ist mit deutschen Verhaltensweisen nicht zu vergleichen. Wenn du dich ausgiebig mit der Schweiz beschäftigt hast und für dich unabhängig vom Beruf sagen kannst, dass du dort leben möchtest kannst du weiter mit dem Gedanken spielen.

      Ob der Arbeitgeber der richtige ist steht dabei auf einem anderen Blatt. Was mich persönlich besonders stutzig macht ist, dass dein Arbeitgeber verlangt, dass du als Grenzgänger tätig sein musst. Der Grund leuchtet mir nicht ein und ich kann auch keinen nachvollziehbaren Grund finden. Diesen würde ich unbedingt erfragen. Wenn du selbst entscheidest, dass du als Grenzgänger leben und arbeiten möchtest dann gut. Aber wenn der Arbeitgeber, dass von dir verlangt, wäre es schon für mich ein Grund dort abzusagen.

      Nicht bös sein. Ich möchte nur nicht, dass du dich auf etwas einlässt, was du später bereuen könntest.

      Schöne Grüss
      Maik
    • Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort!
      Zwischenzeitlich habe ich den Job angenommen. Ich springe einfach ins kalte Wasser und schaue was passiert. Beruflich ist es die Herausforderung auf die ich gewartet habe und privat tut es mir ganz gut wenn ich einen Tapetenwechsel vollziehe! Hier bin ich weder beruflich noch privat glücklich, da passt der Ortswechsel eigentlich ganz gut. ;)

      Gut zu wissen, dass ich generell nicht Grenzgängerin sein muss. Mal abwarten wie sich alles so entwickelt und ob ich den kompletten Schritt über die Grenze wage. :)
    • Hallo Cori,

      ich habe auch gewagt , bis jetzt ist alles gut gegangen und habe es noch nicht bereut.
      Hab jetzt auch meine eigene Wohnung in der Schweiz.
      So langsam kommt es auch mit dem Anschluss und Bekanntenkreis.

      Wünsch Dir viel Glück und das alles gut geht. :thumbup:

      Lg
    • Kein Problem Ron. Leider weiss ich auch nicht was aus der Geschichte von @Cori geworden ist. Mit etwas Glück merkt sie aber, dass du diesen Thread ausgegraben hast und antwortet darauf.