Auswanderung in die Schweiz ohne Job, Zusammenziehen mit Freund

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    • Auswanderung in die Schweiz ohne Job, Zusammenziehen mit Freund

      Hallo liebe Leute

      Ich bin froh, auf dieses Forum gestossen zu sein und hoffe, hier kann mir jemand etwas Klarheit schaffen! :)

      Ich werde im laufe des Aprils zu meinem Freund ziehen und habe dann leider noch keinen Job (meinen jetzigen Arbeitsvertrag kündige ich zum 31. März). Auf diversen Seiten stehen viele Tipps und Anleitungen wie man vorgehen soll. Manche Dinge sind allerdings etwas unklar, da das Eine ohne das Andere nicht geht.

      Ich würde also wie folgt vorgehen:

      1)
      - beim Amt für Migration als Nichterwerbstätige anmelden (Bewilligung B für die Dauer von 2-5 Jahren scheint möglich)
      - eine Bewilligung für Stellensuchende gilt lediglich für eien begrenzte Zeit, da ich aber duerhaft bei meinem Freund wohnen möchte ist dies wahrscheinlich nicht zutreffend
      - dort wird Gesuch A1 ausgefüllt

      2)
      - Eröffnung eines Bankkontos
      - Anmeldung bei der Krankenkasse incl. Unfallschutz (die benötigen Adresse, Einreisetag, Kopie der Aufenthaltsbewilligung und ein Bankkonto)

      3) Anmeldung Gemeinde Einwohnerkontrolle - innert der ersten 14 Tage nach Einreise! (mit Gesuch A1, Anmeldung Krankenkasse, Zusicherung der Bewilligung, Passfoto)

      Gerne höre ich von Euch, ob das so realitätsnah ist. :)


      Vielen lieben Dank und schöne Grüsse
      Aladin

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Aladin ()

    • Hallo Aladin

      Eine B-Bewilligung ohne Erwerbstätigkeit ist in erster Linie für Vermögende und Rentner gedacht. Und leider nur realistisch, sofern genug Erspartes/Einkünfte vorhanden sind, welche dich für diesen Zeitraum ohne zusätzliche Erwerbstätigkeit und ohne fremde Hilfe gut leben lässt. Wie viel dafür notwendig ist, hängt von den jeweiligen Lebenshaltungskosten der Region und den Vorgaben des Kantons ab. Ansonsten bleibt dir nur die Bewilligung für Stellensuchende, diese kann im günstigsten Fall auf bis zu 12 Monate verlängert werden. Wenn du dann in dieser Zeit eine Stelle findest, kannst du eine neue Bewilligung beantragen.

      Alle anderen Punkte sehen soweit gut aus. Sonst kann ich dir noch unsere Checkliste für die Auswanderung ans Herz legen.

      Viel Erfolg und schöne Grüsse
      Maik
    • Hallo Maik

      Danke vielmals für Deine Antwort und entschuldigung, dass ich so lange nicht online war - ich hatte doch noch etwas mehr zu tun als mir lieb war. ;) Deine Checkliste habe ich schon soweit abgearbeitet! Alles was ich in die Wege leiten konnte, habe ich getan und der Rest muss sich (hoffentlich positiv) ergeben.

      Grösste Sorge macht mir wirklich die Jobsuche. Ich habe wirklich Angst, dass ich nach der Bewilligungszeit wieder ausgeschafft werde und alles ganz schnell wieder vorbei ist. :( Ich habe eine Adresse vor Ort von der Ausländervermittlung erhalten, wo ich mich dran wenden werde. Aktuell laufen zwei Bewerbungen - mehr ist momentan leider nicht ausgeschrieben.

      Bzgl. der Bewilligung: Kann man irgendwo in Erfahrung bringen, wieviel Erspartes da nötig wäre? Leider finde ich da nichts und wahrscheinlich erfährt man erst vor Ort ob es reicht oder die Bestätigung reicht, dass man kein Sozialfall wird, da der Partner auch erstmal für einen aufkommen kann.

      Ich werde jetzt Anfang April einreisen und mich bei der Einwohnerkontrolle melden. Eine Krankenkasse habe ich bereits kontaktiert und mich informiert. Ich habe auch schon eine Offerte vorliegen welche ich mitnehmen werde.

      Im Mai wollten wir dann meine Sachen aus Deutschland holen. Etwas bammel habe ih schon, dass nicht alles in den Kombi passt. Hat da jemand Erfahrung mit? Wieviel geht rein in einen Kombi? Bis jetzt habe ich ca. 6 Umzugskarton der Grösse X und noch diverse Tüten mit Kleidung. :) Zum Vergleich habe ich bereits diverse Anfragen für Umzugsunternehmen gestellt.


      Schöne Grüsse
      Aladin
    • Hallo Aladin

      Welche Ausbildung hast du und in welchen Beruf wirst du eine Stelle suchen?

      Genaue Zahlen zum Ersparten gibt es leider nicht, wird durchaus auch von Kanton zu Kanton sehr unterschiedlich geregelt. Da kannst du eigentlich nur beim Amt für Migration deines zukünftigen Wohnkantons direkt nachfragen und hoffen, dass sie dir genaueres sagen können. Kommt sehr auf die regionalen Lebenshaltungskosten an und die können in der Schweiz je nach Region sehr unterschiedlich sein. Pro Monat solltest du aber wahrscheinlich schon 3'000 Franken auf der Seite haben. Ist aber nur eine Schätzung von mir!

      Zum Umzug: Es gibt auch die Möglichkeit eines Teilumzuges, dann kannst du immer wieder etwas mitnehmen und musst nicht alles auf einer Fahrt dabeihaben. Dabei musst du dem Zoll vorher auf einer Umzugsliste angeben, was du insgesamt mitnehmen möchtest. Im Anschluss hättest du bis zu 2 Jahre Zeit alles nachzuholen.

      FAQ Umzugsgut - Schweizer Zoll

      Schöne Grüsse
      Maik
    • Hallo Maik

      Ich bin Verwaltungsfachangestellte und habe zuletzt als Assistentin geschafft. Im Kanton Graubünden hat es da leider nicht so viele Angebote aber jedes was in Frage kommt wird genutzt! Ich bin aber auch sehr flexibel - Hauptsache erstmal einen Job, sei es als Verkäuferin oder was auch immer. Vielleicht kann ich mich auch bei der RAV mal schlau machen und wie gesagt, den Kontakt von EURES hab ich auch noch. Daumen drücken!

      OK, dann werde ich mal abwarten, was das Amt für Migration sagt. Ich hatte auch schon 3500 im Monat eingeplant, war ich ja gar nicht so schlecht! :)

      Stimmt, ein Teilumzug wäre auch eine Idee. Ich wollte meinem Freund nur ersparen die Srecken zweimal zu fahren. Aber wir werden sehen. Wahrscheinlich mache ich mir im Vorfeld einfach zuviele Gedanken. :)


      Viele liebe Grüsse
      Aladin
    • Hallo Aladin

      Wie sieht es bei dir mit Sprachen aus? In deinem Job wäre es wahrscheinlich noch gut noch eine zweite Landessprache zu können. Die richtige Einstellung hast du ja bereits. ;)

      Sich zusätzlich über RAV und EURES schlau zu machen halte ich auch für eine gute Idee. Ich drück dir die Daumen und ja man macht sich sicher zu viele Gedanken. Das wird schon.

      Schöne Grüsse
      Maik :CH:
    • Hallo Maik

      Das ist leider das "Problem" - ich bin eine richtige Niete in Sprachen. :(
      Hat es mal eine interessante Stelle ausgeschrieben, wird meist italienisch oder französich verlangt. Leider kann ich nur noch ein wenig englisch aber ich bleibe am Ball und hoffe, ganz bald eine Stelle zu finden! :)

      Noch eine kurze Frage zum Umzug/Zollangelegenheit.

      Ich habe eben hier etwas im Forum gestöbert und nun bin ich irritiert, ob ich meinen Umzug überhaupt anmelden muss wenn ich keinerlei Möbel, Wertgegenstände, etc. einführen würde. Ich habe lediglich Bücher, CDs, DVDs, Klamotten, Dekoartikel, eine Velo, etc.

      Wäre halt praktisch, da sich Freunde angeboten haben meine 15 Kisten und das Velo mit dem Transporter in die Schweiz zu fahren - was leider nur am Wochenende ginge.


      Danke nochmals für Deine lieben Worte
      und liebe Grüsse
      Aladin
    • Hallo Aladin

      Die fehlenden Sprachkenntnisse werden es dir sicher nicht einfacher machen, aber es gibt durchaus auch Stellen, wo diese nicht verlangt werden. Ich drück dir die Daumen.

      Bei 15 Kisten würde ich den Umzug dennoch anmelden. Dies geht doch dann doch über 1-2 Koffer hinaus, welche man bei einer normalen Reise auch bei sich hätte.

      Schöne Grüsse
      Maik
    • Hallo Maik

      Wahrscheinlich hast Du Recht bzgl. dem Zoll. Noch habe ich ja etwas Zeit das zu organisieren.

      So, gestern habe ich mich nun also im Kanon angemeldet. Ich hatte alles dabei, was man verlangte und so ging es recht schnell und problemlos. :)

      Ein Bankkonto, Krankenkasse kann ich aber dennoch erst eröffnen, sobald mir die Bewilligung vorliegt.

      Ich habe meine Bewerbungsunterlagen bei einer Personalvermittlung vorbeigebracht (die waren etwas kurz angebunden aber vielleicht ist das ja so). Und bei der RAV habe ich für nächste Woche einen Termin.

      In der Zwischenzeit waren wieder zwei Stellen drin, wo ich mich sofort beowrben habe. Jetzt werde ich mich mal an Initiativbewerbungen machen, bei Firmen, wo dies laut Internetseite auch erwünscht ist.


      Viele liebe Grüsse
      Aladin
    • Hallo Aladin

      Krankenversicherung sollte eigentlich auch schon vor Erhalt der Bewilligung funktionieren, da du die Beiträge seit der Einreise eh nachreichen müsstest, sparst du in der Zwischenzeit eh kein Geld. Die Bewilligung kannst du ja nachreichen.

      Bei der Personalvermittlung kommt es sicher auch darauf an, ob du ein Profil erfüllst, welches sie gut vermitteln können. Hast du es auch bei der Adecco versucht? Von denen hatte ich bisher viel Positives gehört.

      Ansonsten kann ich dir nur weiterhin die Daumen drücken, aber bei deinem Engagement ist es wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit und dem nötigen Quäntchen Glück.

      Schöne Grüsse
      Maik
    • Hallo Mike

      Mit der Bewilligung ging jetzt doch ganz schnell. :)

      Ich war jetzt auch bei der RAV. Die Dame bei der Anmeldung war sehr nett und hat sich eine Stunde Zeit genommen. Nächste Woche habe ich dann den ersten Beratungstermin dort.

      Wie hier schon öfters geschrieben wurde, muss man im Monat zehn Bewerbungen in regelmässigen Abständen dokumentieren und einreichen. Ich habe viele Adressen zu Job-Suchmaschinen bekommen und alle Personalvermittler im Kanton.

      Was das Zügeln betrifft, habe ich mich jetzt dazu entschieden meine Kartons per Zügelunternehmen zu transportieren. Ich habe sechs Unternehmen angeschrieben. Vier deutsche und zwei schweizer Unternehmen. Bisher habe ich nur zwei Rückmeldungen erhalten. Beide liegen ungefähr vom Preis her ähnlich. Mal sehen.

      Noch eine Frage bzgl. deutschem Personalausweis. Es ist doch richtig, dass ich den bei der Botschaft umschreiben lassen muss (schon allein wg. der neuen Adresse) oder kommt das über Deutschland?!
      Wie schaut es aus, wenn ich jetzt bald verreisen muss? Ich müsste z.B. nochmals nach deutschland wg. dem Umzug.


      Danke nochmals und liebe Grüsse
      Aladin
    • Guten Morgen Aladin,

      den Personalausweis "schreibst" du mit der Abmeldung in Deutschland um. Da kommt dann ein Aufkleber drauf "kein Hauptwohnsitz in der BRD"
      deine Adresse steht dann im Ausländerausweis der Schweiz. Verreisen ist kein Problem, du darfst reisen wann und wohin du willst, das hat nichts
      mit deinem "Ausländerstatus" in der Schweiz zu tun.
      Zur Botschaft musst du, wenn du in der Schweiz wohnst und einen neuen Perso brauchst, sonst eigentlich nicht.

      Wie das mit RAV weiter geht, würde mich interessieren, man hört da so verschiedenes, deshalb würde mich deine Erfahrung interessieren.

      Liebe Grüsse
      Beate
    • Hallo Batschy/Beate

      Willkommen bei mir und danke auch Dir für die Informationen! :)

      Da ich an einem Wochenende in die Schweiz eingereist bin, habe ich mich nur per Post abmelden können. Läuft das dann da ähnlich? ich kann mir nicht vorstellen, dass mir das Einwohnermeldeamt einen Aufkleber zuschickt, den ich dann selbst drauf kleben darf (das ist doch eine Amtshandlung)?!
      Bisher habe ich meine Abmeldebestätigung noch nicht bekommen, das ist jetzt sicher schon zwei Wochen her aber wahrscheinlich dauert es immer so lang, bis alles geprüft und bearbeitet ist. Vielleicht rufe ich am Montag mal dort an. Mein jetziger Perso wäre nämlich noch bis Januar 2019 gültig.
      Also kann ich mit meinem jetzigen Ausweis (ohne Aufkleber) per Flugzeug verreisen? Im System müsste ja dann sicher auftauchen, dass der ausweis nicht gültig, etc. ist. Da muss ich dann sicher doch den Ausländerausweis vorzeigen?!

      So, nun zu meinen Erfahrungen mit dem RAV.
      Der Beratungstermin war recht angenehm und war schneller vorbei als angedacht.
      Die Formalitäten wurden kurz erläutert.
      Ich habe dort noch einen Gutschein für deren Internetportal bekommen, wo man schon noch andere Firmen/Stellenangebote findet. Der Bearbeiter fand meine Unterlagen gut, hat aber sehr wenige Jobaussichten in meiner Sparte. Sobald Angebote reinkommen, werden diese mit meinem Profil abgeglichen und wenns passt ein Kontakt hergestellt.
      Wie oben schon geschrieben, muss ich zehn Bewerbungen im Monat nachweisen und die Abgabefrist einhalten, sonst bin ich beim RAV endgültig raus und bekomem von dort keine Hilfe mehr.
      Alle vier bis acht Wochen bekomme ich dann einen Termin für ein weiteres Beratungsgespräch, also ähnlich alles wie in DE.

      Ein Unterscheid jedoch machen die Personalvermittler. In DE, so kenne cih es von Bekannten, geht man hin, gib seinen Lebenslauf ab und die suchen quasi, paralell zur Arbeitsagentur nach passenden Stellen. Hier bewirbt man sich auf alle Stellen die passen können selbst über den Personalvermittler.


      Viele liebe Grüsse
      Aladin
    • Aladin schrieb:


      Mein jetziger Perso wäre nämlich noch bis Januar 2019 gültig.
      Also kann ich mit meinem jetzigen Ausweis (ohne Aufkleber) per Flugzeug verreisen? Im System müsste ja dann sicher auftauchen, dass der ausweis nicht gültig, etc. ist. Da muss ich dann sicher doch den Ausländerausweis vorzeigen?!
      Hallo Aladin

      Bezüglich der Abmeldung in Deutschland können dir hier sicher andere User mehr Informationen geben.

      Dein Ausweis bleibt aber weiterhin gültig. Du wechselt ja "nur" den Wohnsitz nicht aber die Staatsbürgerschaft. Auf Flugreisen nehme ich nur meinen Personalausweis oder Pass (F. Liechtenstein) mit. Mein Ausländerausweis liegt eigentlich immer in meinem Auto, den habe ich bis jetzt nur gebraucht, wenn ich am Zoll etwas stempeln wollte. Ansonsten habe ich ja einen gültigen Ausweis dabei mit dem ich mich jederzeit ausweisen kann. (mein Arbeitgeber hat damals noch eine Kopie des Ausländerausweises gebraucht sonst habe ich den seit September 17 noch nie gebraucht).


      Für deine Stellensuche wünsche ich dir viel Erfolg. Irgendwann klappt es. (vor einem Jahr bin ich an der Stellensuche auch fast verzweifelt).

      Liebe Grüsse

      Monika
    • Hallo Ihr Lieben

      Ich bin gerade total verzweifelt und ich hoffe hier kann mir jemand einen Rat geben.

      Ich in seit fast sechs Monaten hier mit der Bewilligung L zur Stellensuche, leider habe ich bisher immer noch nichts gefunden.

      Da meine Bewilligung (wurde von Anfang an für sechs Monate ausgestellt, incl. der bewilligungsfreienzeit) anfangs Oktober abläuft habe ich fristgerecht in der letzten Woche meine Verlängerung beantragt. Tage später kam Post vom Migrationsamt, dass diese Abgelehnt wird, da eine Zeit von sechs Monaten zur Stellensuche ausreichend ist, laut Gesetz. Ich bin erstmal aus allen Wolken gefallen, da ich immer davon ausging, dass bis zu einem Jahr kein Problem sei und ich bis dahin sicher schon einen Job haben werde.

      Weiter stand drin, dass ich auch keinen Nachweis über meine Arbeitsbemühungen eingereicht habe. Dies konnte ich aber mittlerweile belegen, da ich von Anfang an beim RAV gemeldet war.

      Jetzt habe ich Zeit bis Mitte nächster Woche laut Sachbearbeiter entweder einen Arbeitsvertrag vorzulegen oder Einspruch zu erheben. Weiter teilte der Sachbearbeiter mir noch meine sonstigen Möglichkeiten mit.

      1) Privatie sein, 2) gemeinsame Kinder haben 3) Heiraten

      Da 1 und 2 wegfallen, kommt für uns nur Punkt 3 in Frage. Heiraten wollen wir sowieso und so haben wir beim Zivilstandamt alles in die Wege geleitet, sprich, meine Unterlagen kommen in den nächsten zwei Wochen hier an. Dann könnten wir das Gesuch in die Wege leiten und einen Ehetermin vereinbaren. Im Schreiben stand aber auch drin, dass ich bis zum Tag der Eheschliessung aber auch eine gültige Aufenthaltsbewilligung benötige.

      Nach Rücksprache mit dem Sachbearbeiter vom Migrationsamt, der trotz allem sehr freundlich ist, wäre eine Verlängerung jetzt doch nur noch Möglich mit einem Arbeitsvertrag?! Und was ist nun aus seiner Möglichkeit mit dem Heiraten geworden?!
      Ich sagte ihm, dass ich im Internet gesehen habe, dass man ein Gesuch zur Vorbereitung der Ehe stellen kann, darauf meinte er, dass das stimmt, er das aber prüfen müsse. Im schlimmsten Fall müsste ich ausreisen und zur Hochzeit wieder einreisen.

      Die Frage ist, ohne Bewilligung kann ich doch die Ehe gar nicht vorbereiten bzw einen Termin zur Eheschliessung machen oder? Ich bin gerade echt sehr traurig, denn ich weiss gar nicht wohin ich soll wenn ich ausreisen muss (erst hiess es übrigens für 6 Monate dann für 2 und jetzt wieder für 3) - ich blicke da gar nicht durch.

      Anfang nächster Woche habe ich übrigens noch einen Vorstellungstermin im Service und noch über zehn offene Bewerbungen. Bis Mitte der Woche benötige ich aber einen Vertrag oder ich muss Einspruch erheben, oder vielmehr mein Partner muss das Gesuch zur Vorbereitung der Ehe stellen.....

      Was soll ich tun? Hat einer Tipps für mich?


      Liebe Grüsse
      Aladin
    • Hallo Aladin

      Oh, das ist wirklich nicht schön und tut mir leid für dich.

      Auf die Verlängerung auf bis zu 12 Monate kann man sich leider nicht verlassen. Da hierfür eine ein Nachweis erbracht werden muss, dass der Stellensuchende weiterhin eine Stelle sucht und eine begründete Aussicht besteht, dass der Stellensuchende eine Beschäftigung finden wird. Da bei der ersten Ablehnung der Nachweis fehlte, würde ich unbedingt Einspruch einlegen, mit dem Hinweis auf deine Bemühungen zur Jobsuche und die angestrebte Eheschliessung.

      Wie seine deine Ersparnisse aus, könntest du damit vielleicht eine Aufenthaltsbewilligung ohne Erwerbstätigkeit beantragen? Vielleicht bringt dir dieser Weg etwas Zeit. Gute Infos dazu findest du auch in diesem Thema: Steuer für Wochenaufenthalter

      Schöne Grüsse und alles Gute
      Maik
    • Hallo Maik

      Danke vielmals für Deine schnelle Rückmeldung mit Deinen Tipps!

      Die Nachweise hatte ich dem Sachbearbeiter schon geschickt, werde ich aber gerne nochmals beim Einspruch geltend machen. Der Sachbearbeiter meinte nämlich die Bemühungen wären irrelevant, nur ein fester Vertrag würde jetzt noch etwas bringen. Vielleicht ist diese erste Ablehnung auch einfach nur Angstmacherei?!

      Auch dass mein Freund nicht für mich bürgen könne ist komisch, das hatte ich mal wo gelesen. Das würde wohl nur gehen, wenn ich kein bisschen Geld hätte, so der Sachbearbeiter.

      Etwas gespart hatte ich schon aber ob das reicht für eine Bewilligung ohne Erwerbstätigkeit?! Das kann einem ja auch keiner genau sagen. Ist das denn dann nicht die Bewilligung L oder wie würde die dann heissen? Wieviel Geld würde man denn da brauchen, ca.?

      Mein Vorstellungsgespräch lief übrigens ganz gut. Einen Vertrag werde ich bis diese Woche aber nicht erhalten, sollte es klappen. Und auch dass Arbeitsbeginn erst im Dezember wäre wurde vom Sachbearbeiter bemängelt und er ist nicht sicher, ob das langt.


      Danke in jedem Fall - ich werde berichten.
      Aladin
    • Hallo Maik

      Habe jetzt erst gesehen, dass Du einen Link geschickt hattest. ;)

      Also, bzgl der Berechnung pro Monat:

      Unter Nr. 1 ist der Grundbedarf für den Lebensunterhalt aufgeführt:
      1 Person CHF 1013

      Dann folgt Nr. 2 Ergänzungsbedarf für den Lebensunterhalt:
      1 Person CHF 241

      Dann folgt Nr. 3 Wohnungskosten (monatlich):
      Hier überweise ich meinem Freund monatlich die Miete (incl. sonstige Abgaben)

      Nr. 4 Krankenversicherung :
      habe ich selbstverständlich auch incl. Unfalldeckung

      Nr. 5 Weitere finanzielle Verpflichtungen:
      habe ich keine

      Nr. 6 Lohngestehungskosten:
      Erwerbungskosten (pro erwerbstätiger Person pauschal CHF 250 pro Monat bei Vollzeit)


      > Demnach müsste ich das jeden Monat stemmen können, ohne Erwerbstätigkeit. Das habe ich ja bisher auch so gemacht, warum war dann von vornherein keine Bewilligung ohne Erwerbstätigkeit möglich? Die vom Einwohneramt sagte direkt, dass es eine Bewilligung L wird.

      Wie lange müssten die Ersparnisse denn ausreichen? 1 Jahr, 2 Jahre, fünf Jahre? Da hat es ja bei B verschiedene Bewilligungen.

      Ich werde das mal beim Sachbearbeiter ansprechen, bevor ich es beim Einspruch erwähne.


      Danke nochmals für Deine Hilfe
      Aladin
    • Hallo zusammen

      So, ich hab jetzt die endgültigen Infos vom Amt und muss mich bis morgen melden:

      > Die Verlängerung der Bewilligung L ist nur noch mit einem Vertrag möglich, bis Morgen bzw. Ende Monat.
      > Das Positive ist: Ausreisen müsste ich nicht und könnte noch für 90 Tage als Tourist bleiben
      - ich müsste mich allerdings hier abmelden und klären, ob die Krankenkasse dann doch noch gilt
      - ich müsste klären, ob ich mich irgendwo in DE ohne Wohnsitz anmelden muss (habe gelesen, dass dies bei drei Monaten gar nicht unbedingt nötig ist.
      > Das mit der Bewilligung B ohne Erwerbstätigkeit würde nicht gehen, da die finanziellen Mittel ein Leben lang ausreichen müssen. Ausnahmen machen da wohl nur Studenten und andere Gruppen.

      Tja, Gesuch zurückziehen oder doch den Einspruch wagen?!

      Wenn alles gut läuft habe ich ab nächster Woche einen Vertrag....Daumen drücken.


      Viele Grüsse
      Aladin
    • Hallo Aladin

      Danke für das Reinstellen der Rückmeldungen vom Amt. Da werden andere mit einem ähnlichen Problem dankbar sein. Bei einem Aufenthalt von unter 3 Monaten bist du nicht meldepflichtig, ist innerhalb des Schengenraums für EU-Bürger meines Wissens gültig. Mein Bauchgefühl sagt Einspruch wagen, wenn das noch möglich ist.

      Ich drück dir die Daumen. :thumbsup:

      Schöne Grüsse
      Maik