Steuern, Quellensteuer, .... ich blick es nicht

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    • Steuern, Quellensteuer, .... ich blick es nicht

      Hallo zusammen,

      ich werde mich wohl in den nächsten Monaten in Richtung Schweiz orientieren. Jobaussichten sind in meiner Branche zum Glück sehr gut.
      Jetzt habe ich eine blöde Frage - einfach weil ich es nicht verstehe und auch i Internet keine brauchbaren Informationen gefunden habe.

      Thema Quellensteuer:
      Müsste ich Quellensteuer und normale Steuern (wie ein Schweizer) zahlen? Oder nur Quellensteuer? Ab einem Gehalt von 120000 CHF wird man wohl besteuert wie ein Schweizer Bürger? D.h. keine Quellensteuer mehr?
      Ich checke es einfach nicht. Wie war das bei euch?

      Viele Grüße
    • Hallo Pippilotte

      Ich finde, die Informationen hier und im Internet sind eigentlich sehr gut.
      Aber hier dann noch mal eine kurze Zusammenfassung:
      _mit der B-Bewilligung zahlst zu in den ersten 5 Jahren nur die Quellensteuer.
      _die Quellensteuer richtet sich nach deinem Wohn-Kanton
      _die Quellensteuer wird direkt vom Lohn abgezogen
      _wenn du über 120'000 CHF verdienst, musst du eine Steuererklärung abgeben und dann wirst du "normal" besteuert
      _wenn man einmal eine Steuerklärung abgegeben hat, ist man verpflichtet jedes Jahr eine abzugeben
      _nach 5 Jahren erhält man in der Regel die C-Bewilligung und wird dann "normal" besteuert.
      _"normal" besteuert heisst:
      _man zahlt Bundessteuer, Kantonale Steuer und Gemeinde Steuer
      _die Steuer wird nicht direkt vom Gehalt abgezogen, sondern als Vorrauszahlung bzw. nach dem Einreichen der Steuererklärung per Rechnung in einem Betrag gezahlt.

      Da ich zur Zeit noch der Quellensteuer unterliege kann ich zu den Zahlungsbedingungen bei der "normalen" Steuer nichts genaues sagen.
      Vielleicht springt mir da mal ein C'ler zur Seite ;)

      Über meine Erlebnisse und Erfahrungen zu meiner Auswanderung berichte ich nun in meinem Blog.

    • Der Begriff „Quellensteuer“ besagt ja nur, dass das Einkommen „an der Quelle“ besteuert wird. Heisst: Der Arbeitgeber führt die Steuer ans Steueramt ab - so wie in Deutschland bei Angestellten auch. Um die Dinge zu vereinfachen, gibt es in den jeweiligen Kantonen einen einheitlichen Quellensteuersatz.
      Und wenn du im Folgejahr eine Steuererklärung machst, dann wird das nochmals auf der Grundlage deines individuellen Steuersatzes (der sich aus Einkommen minus Abzügen unter Berücksichtigung von Kanton und Wohnort etc) nachgerechnet. Entweder bekommst du dann etwas raus, oder du musst nachzahlen. Selbes Prinzip und sehr ähnliches Verfahren wie in Deutschland. Ich habe bislang immer Geld zurück bekommen.

      Mit C-Bewilligung oder wenn man mit B-Bewilligung mit einem Schweizer verheiratet ist, entfällt die Quellensteuer. Das heisst im wesentlichen: Der Arbeitgeber leistet keine monatlichen Vorauszahlungen mehr ans Steueramt, sondern man muss selber zusehen, dann man die Beträge für die Steuerrechnung im nächsten Jahr beiseite legt. Zum Beispiel auf einem separaten Unterkonto bei der Bank. Die Berechnung erfolgt wieder auf Basis des individuellen Steuersatzes (Einkomen minus Abzüge usw).

      Alles kein Hexenwerk, es klingt immer nur so verwirrend, wenn man zuvor in Deutschland angestellt war.

      LG
      Carina
    • S.Oliver schrieb:

      Da ich zur Zeit noch der Quellensteuer unterliege kann ich zu den Zahlungsbedingungen bei der "normalen" Steuer nichts genaues sagen.

      Vielleicht springt mir da mal ein C'ler zur Seite ;)
      Ich bin nicht mehr Quellensteuerpflichtig (Ausweis C) und bei mir ist gerade die Steuerrechnung "Staats- und Gemeindesteuern" für 2018 eingetroffen. Diese Rechnung ist eine sogenannte Akontorechnung mit Fälligkeit 31.12.2018. Als Berechnungsgrundlage wurden die Angaben aus dem vorherigen Jahr herangezogen. Soweit ich den Text auf der Rückseite verstehe, wäre auch eine Zahlung in mehreren Raten möglich. Im Allgemeinen zahlt man die Steuerrechnung aber im Ganzen bis Ende Dezember ein. Einen Zinssatz für Vorauszahlung gibt es Aufgrund der aktuellen Zinslage nicht. Die definitive Abrechnung erfolgt dann im folgenden Jahr.

      Schöne Grüsse
      Maik