Die schlimmste Erfahrung meines Lebens

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    • Die schlimmste Erfahrung meines Lebens

      Hallo an alle,
      ich möchte nun nach einigem zeitlichen Abstand meine Erfahrungen mit der Eidgenossenschaft schildern.

      Würde ich nochmal in die Schweiz ziehen, NEIN.

      Ich spreche hier für Graubünden und Zürich. Wir haben in der Surselva an der Grenze zum Tessin gewohnt und es war landschaftlich mein Traum aber menschlich das abstossendste, was ich in meinem Leben erfahren musste.

      Ich fasse mich kurz:

      Einen Job zu finden ist für einen Deutschen (wenn er nicht Handwerker oder Arzt ist) nahezu unmöglich. Ein deutscher Arbeitgeber hat mir nach Monaten und hunderten Bewerbungen die Möglichkeit gegeben überhaupt einen Schritt in dieses Land zu setzen.

      Akzeptanz oder überhaupt erst einmal Toleranz erfährt man dort 0. Ich bin ein sehr zurückhaltender unaufdringlicher Mensch, der selbst andere Deutsche beschämend findet, die für den Ruf „fordernde Deutsche“ verantwortlich sind.

      Ein derart fremdenfeindliches Land habe ich noch nie erlebt. Dagegen ist das was man in D gewöhnt ist, wie mit Ausländern umgegangen wird harmlos.
      Portugiesen mögen die Schweizer auch nur wenn sie die Strassen reparieren. Nach der Arbeit ziehen die sich in ihre kleinen Viertel zurück, weil die Schweizer nichts mit ihnen zu tun haben wollen.
      Ist eine Portugiesin mit einem Schweizer verheiratet, benimmt sie sich derart abgehoben als hat sie dazu irgendein Recht und meint sie ist eine echte Schweizerin. Kriegt aber kaum ein deutsches Wort heraus, nur portugiesische Brocken. Aber egal, es geht um Deutschenhass und das muss ich auch so deutlich sagen.

      Die Mentalität der Schweizer lässt sich leicht beschreiben:
      Ausländer dürfen gern Urlaub machen und Geld ausgeben aber bleiben auf keinen Fall.
      Und das in einem Land das selbst über 20% Ausländeranteil hat.
      Der Hass bezog sich aber nicht ausschliesslich auf mich. Man hat ähnlich wie in Deutschland über die Trottel aus dem Nachbardorf geschimpft und die aus dem Unterland (Zürich etc) können auch gerne fernbleiben.

      Ich bin studierter Wirtschaftler mit einer Berufsausbildung im Tourismus und 0 festgelegt auf einen bestimmten Job. Habe Berufserrahrungen im Call Center, Regale auffüllen im Supermarkt, leitenden Positionen im Baumarkt, im Marketing riesiger Firmen wie Airbus also von unten bis nach oben. Alles Jobs vor, während und nach dem Studium, um nicht arbeitslos rumzusitzen, sondern etwas Geld zum studieren zu verdienen. Selbst das hat nicht eine Firma dazu bewogen mir auch nur ein einziges Vorstellungsgespräch anzubieten. Ich bin am Ende sogar so verzweifelt gewesen, weil ich unbedingt in dieser wunderschönen Gegend bleiben wollte, das ich mit meinen knapp 30 Jahren nochmal eine Ausbildung in einer aluminiumverarbeitenden Firma begonnen hätte. Nicht mal dafür wurde man genommen. Ja nicht einmal zum Schnee schieben am Lift wollte man einen Deutschen im Winter einstellen. Für die Spüle hätten sie mich evtl genommen, aber das wollte ich dann auch nicht mehr. Gebildete Menschen haben es dort sehr schwer und die Schweizer lassen es einen gerne spüren, dass sie dich schon deswegen nicht leiden können. Sie kennen dich nicht, aber wollen gleich klarstellen, dass man hier nichts ist. Dabei sind es doch die Schweizer selbst mit ihrem eidgenössischen Fachausweis, der nur in ser Schweiz etwas wert ist (um es mit ihren Worten zu sagen) und sonst nirgends auf der Welt.
      Und nein, die Schweizer sind nicht reich. Dort leben genauso viele Reiche wie in D. Man hat nur den Eindruck, dass sie reicher sind, weil selbst eine Putzfrau und Azubis mit Audi S3 und Mercedes rumfahren (immer das aktuelle Modell natürlich). Das was die Schweizer mehr verdienen, geben Sie auch mehr für Autos und Miete aus. Auch wieder so ein Stichwort auf das ich immer nur Ahnungslosigkeit zurückbekomme: Wenn ihr Deutsche so hasst, warum fährt dann die Mehrheit deutsche Autos? Bisschen schizophren oder?

      Zurück zum Thema.
      Das Arbeitsamt in Ilanz hat sich von seiner herablassendsten Seite gezeigt in dem ich jede Woche 30 Minuten zu Ihnen hinfahren sollte für ein Gespräch das es immer noch keine Jobs für mich gibt, was ich bereits zuhause im Account nachlesen konnte. Es konnte mir nicht mal einen Job als Putzkraft anbieten. Freundlichkeit kennen Behörden Deutschen gegenüber nicht und ich rede hier nicht vom typisch deutschen Einwanderer der egal wo er hinkommt bevorzugt behandelt werden will. Ich bin extrem zurückhaltend und extrem integrationsbereit nur lassen die Bündner einen nicht.

      Der Ausländerausweis erinnert einen natürlich auch permanent an diesen Status, den man doch bitte nie vergessen sollte. Selbst für eine kleine Adressänderung kassiert die Gemeinde knapp 120 CHF und der damit verbundenen Neuausstellung dieses billigen Zettels. Statt einfach einen Aufkleber mit der neuen Adresse draufzukleben. Ja, viele beschreiben es passend, das es so wie in D zugeht und man wegen jeder Kleinigkeit zu den Ämtern muss. In der Anfangszeit behält man selten die erste Wohnung, weil sich vom Ausland aus nur schwer danach suchen lässt und man durchaus zuerst im Hotel wohnt um vor Ort weiter zu suchen.
      Über die hohen Lebenshaltungskosten habe ich mich nie beschwert, da die Qualität der Nahrungsmittel oft besser ist und man in der Regel auch gut verdient. Die Mieten in Zürich fressen den Grossteil des Gehalts natürlich wieder auf aber auch als Selbstständiger (was ich dann auch nach erfolgloser Jobsuche getan habe) kann man sich das Leben leisten, wenn es einem nicht an jeder Ecke versalzen werden würde.

      Als man später in einem Haus wohnte
      wurde permanent versucht einen anzuschwärzen, man würde nicht genehmigte Dinge am und im Haus machen etc. Ist natürlich nie der Fall gewesen aber die Amtsträger müssen trotzdem ausrücken und erneut nachhaken.
      Ja man kann sagen, die Schweizer suchen förmlich nach Dingen um dir als Ausländer das Leben schwer und die Heimreise leicht zu machen.
      Es mögen viele Schweizer nicht hören wollen, aber andere Erfahrungsberichte und meine eigenen zeigen das die Schweizer schlimmer sind als das was Deutschen immer unterstellt wird. Deutsche seien alle Nazis und hassen Ausländer. So schlimm habe ich es noch nie in D erlebt. Da geben mir etliche Migranten in D Recht, wenn ich denen meine Erfahrungen aus CH schildere.
      Eine Dame hatte es mal passend formuliert: Schweizer geben sich sehr kalt und man fühlt sich vom ersten Tage an unerwünscht.

      Um mir selbst klar zu machen, dass ich mir das nicht alles einbilde, habe ich mit einer Deutschen Sozialarbeiterin vom RAV gesprochen, die seit über 10 Jahren dort lebt und mit einem Schweizer verheiratet ist. Ihr Kommentar zu meinen Erlebnissen und wie sie das Leben in GR empfindet war: „Leben kann man es nicht nennen. Ich würde eher sagen aushalten.“ Die einzigen die vielleicht eine Chance auf Akzeptanz hätten sind die Kinder meiner Enkel, wenn meine Kinder Schweizer Bürger sind/werden.

      Da muss ich der Schweiz ganz klar sagen, wenn ihr so einen Hass auf Ausländer habt, dann lasst verdammt nochmal keine ins Land. Ihr ruiniert damit Existenzen und es ist euch egal. Die Schweiz für mich in einem Wort: Nein (nett). Ekelhaft (ehrlich und direkt).
      Und die, die mich hier sofort zurechtweisen wollen: Nein das ist kein Einzelfall und ich bin bis heute mit Freunden aus Bad Ragaz, Zermatt und Landquart in Kontakt denen es exakt so ergeht.
      Die Moral von der Geschicht: Nie wieder Schweiz. Nach Deutschland zurück war nur ein Zwischenspiel um sich zu erholen und schliesslich in ein anderes Land zu gehen, das nicht so verschlossen und verbohrt ist.
    • puh, solche Geschichten wie Deine habe ich vor unserer Auswanderung in großen Mengen gelesen und hatte große Angst vor dem Schritt in dieses Land. Vor allem um meinen Sohn.
      Wir sind nun einen Monat hier und ich muss sagen das meine Erfahrungen ganz andere sind.
      Mein Mann wurde hier für einen Job geworben, wir sind nun ein halbes Jahr später nach gezügelt. Unsere Möbel mussten eine Nacht am Zoll stehen und als wir hier Freitag Abend angereist sind, hatten wir alles im Haus was man für eine Nacht ohne Möbel braucht. Matratzen, Gläser, Lampen, Getränke, Kerzen, Lappen, Geschrirrtuch....und das alles unaufgefordert von den Nachbarn und Vermietern. Jede Behörde war bisher extrem freundlich zu mir. Mein Sohn wurde im Kindergarten mehr als herzlich aufgenommen und war in dem einen Monat nun schon mit vier seine Schweizer Spielgefähten verabredet.
      Er freut sich ganz doll auf die Schule und auch hier wurden wir super herzlich begrüßt.
      Mein Mann fühlt sich sehr wohl auf der Arbeit und wird auch hier sehr herzlich aufgenommen, Wir leben hier allerdings im Rheintal. St. Gallen, mein Mann arbeitet in Liechtenstein und wir fahren 10 Minuten nach Österreich. Ich hoffe sehr das es mit den positiven Erfahrungen so bleibt, denn ich habe mich in der kurzen Zeit schon sehr in das Land verliebt und auf den Heimaturlaub nächste Woche freue ich mich bei weitem nicht so wie ich gedacht hätte.

      Bist Du nun wieder in Deutschland? Ich hoffe für Dich das Du bald wieder glücklich bist mit Land und Leutem!
    • Hallo Kathrin,
      natürlich bin ich glücklich, weil ich eine unerträgliche Situation nicht aussitze und bis ans Ende meiner Tage wie Dreck behandelt werde möchte, nur um am Ort X, Y bleiben zu können.
      Wie gesagt, mir hat es die Situation etwas erleichtert, das selbst eigene schweizer Landsleute (Züricher) in Graubünden ungern gesehen sind. Kein Wunder das man über das Bergvolk sagt, die sind alle zurückgeblieben. Mit diesem Benehmen kommt man nur zu diesem Urteil.
      Die jungen machen natürlich ihre Eltern nach ohne zu wissen warum man überhaupt die anderen hasst.
      Zu der Sozialarbeiterin muss ich noch korrigieren, sie ist bereits seit 30 Jahren dort. Kann den Beitrag aber nicht bearbeiten.
      Ich habe sogar Romanischkurse besucht um diese praktisch tote Sprache zu erlernen und Integrationsbereitschaft zu zeigen. Hat keinen aus der Region interessiert. Der Besuch des Nachbarn hat beim Familienfest erstmal schön an unsere Hauswand gepisst und alles solche Kleinigkeiten von den Degondas, Berthers, Derungs, Deflori. und wie sie nicht alle hiessen, wo jeder mit jedem verwandt ist.
      Ich hatte mir sehr viel von dem Land versprochen, da ich bereits einige Jahre zuvor in St Moritz im Hotel gejobbt habe. Eben mit dem Unterschied Saisonstelle. Heisst, danach ist der wieder weg. Daher waren alle recht freundlich zu mir.
      Egal wie tief man sich bückte, es reiche immer noch nicht und das nehme ich dem Land für immer übel. Steuern, OKV etc alles bezahlt und auch dort eingekauft und nicht wie die eigentlich über die Deutschen schimpfenden Schweizer immer schön nach Lindau oder Konstanz rüberfahren um billig einzukaufen. Und immer schön Grenzpaket nutzen um keine Steuern zahlen zu müssen. Dafür ist D immer gut genug gewesen.
      Diese Arroganz der Schweizer hat ohnehin einen Dämpfer bekommen als schliesslich der Franken nicht mehr an der Euro gekoppelt war und so die Löhne und Preise über Nacht richtig teuer geworden sind. Habe daher rechtzeitig das Land verlassen, da diese Nation meinen Beitrag nicht verdient hat und lasse mich nicht von diesen Menschen kaputt machen. Die 4 Sprachregionen mögen sich ja untereinander nicht mal. Wie sollen die auch andere mögen? Und wenn sie einem mal das Gefühl von mögen geben wollten, war es eh nur oberflächlich. Wenn es drauf ankam war keiner da.
      Eine C Bewilligung ist schon schwierig, eine B fast ausgeschlossen und eine Staatsbürgerschaft sowieso nicht, da man allen ernstes dem ganzen Dorf in den ..... kriechen muss, weil die Bewohner entscheiden ob du würdig bist einer von ihnen zu werden. Das hat mit leben und leben lassen und freier Entfaltung nichts zu tun. Als Ausländer wirst du dein Leben lang Ausländer in der Schweiz bleiben, genau wie deine Kinder und Enkel. Die Urenkel schaffen es vielleicht. Als Trost für die Schweiz sei erwähnt, das es wohl so extrem schlimm wie ich es erlebt habe nur in Graubünden sein soll.
      Dir viel Glück, das es dir besser ergeht und du nicht das Pech hast wie einige Bekannte, die nach etlichen Jahren wohnhaft in der Schweiz wegen plötzlicher Arbeitslosigkeit und schwieriger Neujobsuche nach wenigen Monaten des Bezugs von Sozialleistungen des Landes verwiesen wurden. All die Jahre des Einzahlens in die Sozialkassen für die Katz. Interessiert das den Kanton? Sind ja Ausländer.
      Zum Glück bin ich nicht alleine mit derartigen Erlebnissen, sodass ich nicht an meiner Gesundheit zweifeln muss.
    • Ich finde den Bericht sehr pauschalisierend.
      Nur weil man in einer abgelegenen Gemeinde schlechte Erfahrungen gesammelt hat, muss man nicht behaupten, dass die Schweizer generell ausländerfeindlich sind.

      Ich lebe jetzt seit über einem Jahr in der Schweiz und hatte vor der Auswanderung auch meine Bedenken bzgl. der Einstellung der Schweizer gegenüber Deutschen.
      Aber ich habe bis jetzt nur positive Erfahrungen gesammelt. Egal ob im Beruf, Alltag oder Freizeit. Die Schweizer sind mir gegenüber stets freundlich und aufgeschlossen. Abneigung habe ich bis jetzt noch keine erfahren. Eher im Gegenteil. Ich hatte schon mehrfach das Gefühl, dass mein Gegenüber noch freundlicher und aufgeschlossener war, sobald meine deutsche Herkunft herausgekommen war.

      Bei dieser Schilderung stellen sich mir mehrere Fragen:
      - Wie sah die Vorbereitung auf die Auswanderung aus? Wie oft wurde die Schweiz und insbesondere Graubünden besucht?
      - Wann/wie wurde nach einer Arbeitsstelle gesucht?
      - Was waren die Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche? Wenn man sich ein paar Tage Zeit nimmt, kann man sich mehrere Wohnungsbesichtigungen in diese Zeit legen.
      - Wieso ist das Erlangen der B-Bewilligung fast ausgeschlossen? Mit Mietvertrag und Arbeitsvertrag sollte das reibungslos über die Bühne gehen.

      Über meine Erlebnisse und Erfahrungen zu meiner Auswanderung berichte ich nun in meinem Blog.

    • Gelöschter Benutzer schrieb:



      Wie gesagt, mir hat es die Situation etwas erleichtert, das selbst eigene schweizer Landsleute (Züricher) in Graubünden ungern gesehen sind. Kein Wunder das man über das Bergvolk sagt, die sind alle zurückgeblieben. Mit diesem Benehmen kommt man nur zu diesem Urteil.
      lach....die Zürcher sind fast nirgendwo gern gesehen.....und die Basler mögen die Zürchr auch nicht und umgekehrt. Und die Bayern mögen die Schwaben nicht usw. Und wenn es hart auf hart kommt, halten sie doch zusammen. Ich wollte auch nie nach Zürich, ich habe 2 Wochen vor der Bewerbung im Raum Zürich gesagt, niemals ZH. Jetzt bin ich da gelandet. Und ich bin positiv überrascht. Und ja manches stört mich an den Zürchern. Aber hey....in meinem Heimatland hat mich auch manches gestört.

      Du hast anscheinend einen Haufen negativer Erfahrungen gemacht, die dich geprägt haben.

      Allerdings habe ich noch nie gehört, dass man als EU Bürger mit (unbefristeten) Arbeitsvertrag und Wohnung Probleme hat eine B-Bewilligung zu bekommen.

      Ansonsten um es auf Schweizer Art zu sagen: Du bist/warst freiwillig da....es steht dir frei da zu leben, wo du möchtest.

      Alles Gute!
    • Hallo,
      man braucht keine Zweifel an meinen Aussagen zu hegen. Keine Ahnung wo du wohnst aber erstens reicht 1 Jahr nicht aus um vom Gegenteil meiner Schilderungen auszugehen und zweitens hätte man gewusst, dass ich bereits einige Jahre vor der Auswanderung in St Moritz gearbeitet habe, wenn man den Text gelesen hätte.
      Wenn man ein, entschuldigt die Ausdrucksweise, gewöhnlicher Handwerker oder Arbeiter ist, ist es um Welten einfacher einen Job zu finden, als ein Wirtschafts-Akademiker. Wie tief meine Ansprüche am Ende gesunken sind habe ich ausführlich berichtet.
      Bei IKEA Dietlikon habe ich es ähnlich erlebt. Zwar deutlich besser als in GR aber immer noch nicht fair und ich verlange nahezu nichts. Hätte mich auch mit dem Mindestlohn für Ungelernte zufrieden gegeben aber wenn auch das nicht reicht und andere Gründe herbeigezaubert werden, dann ist da was nicht in Ordnung.
      Mietrecht ist ebenfalls eine Katastrophe, da ein Vermieter dir jederzeit einseitig kündigen kann und du nicht sicher sein kannst, in einer Wohnung länger bleiben zu können. Vertragsfreiheit gut und schön, aber das macht das Leben nicht einfacher.
      Ich habe sogar mit dem Gemeindepräsident gesprochen und der hat mich in allen Punkten bestätigt. Die Region beschwert sich, dass die Leute weggehen aber Fremde wollen sie nicht.
      Daher freu dich, wenn es bei dir scheinbar super läuft, aber das muss erstens nicht so bleiben und zweitens habe ich die andere Seite gesehen.
    • Ich kann Dir hiermit bestätigen ..dass ich auch meine Probleme hatte.Und das nur von Deutschen in der Schweiz !! zu 70 Prozent bin ich aber zufrieden und es liegt bestimmt nicht immer nur an denen.Ich habe den Job jetzt gewechselt.Es ist nicht einfach gewesen.Aber ich sehe mich nicht als Opfer..sondern kann mich verändern und an der Situation arbeiten.Ich arbeite jetzt fast nur mit Schweizer zusammen..und ja man muss flexibel sein.Ich sehe mich auch mal von weitem an und hinterfrage mich.
      Ich empfinde..dass Du das ggf überhaupt nicht in Erwägung ziehst..weil Du die Fragen am Ende ja belanglos und unsinnig findest.Schade.

      Auch hört man keinerlei positives aus Deinen Sätzen herraus.
      Vielleicht magst Du mir meine Fragen beantworten...damit man besser verstehen kann.

      Wo wohnst Du denn jetzt?Hast Du es durchgezogen und wohnst wieder in Deutschland.Das wurde noch nicht von Dir beantwortet...meine ich.

      Wieso ist die Erlangung einer Bewilligung ausgeschlossen??Bin Du nicht aus der EU?

      Gruss Manou
    • @Gelöschter Benutzer Dann verstehe ich nicht, wieso du hier überhaupt einen Beitrag verfasst, wenn du nicht bereit bist für eine offene Diskussion. So funktioniert nun mal ein Forum. Hier geht es um den Austausch...
      Um die ganzen negativen Erfahrungen ansatzweise zu verstehen finde ich meine Fragen berechtigt und nicht belanglos.
      Aber Manou hat das ja wohl schon richtig gedeutet.

      Über meine Erlebnisse und Erfahrungen zu meiner Auswanderung berichte ich nun in meinem Blog.

    • Das sind nunmal meine Eindrücke von dort und daran gibt es keinen Grund zum zweifeln. Wenn es für Deutsche, die dort seit Jahrzehnten leben nur ein „aushalten“ ist, dann kann es sicher nicht an mir gelegen. Ich habe mich verbogen für dieses Land. Habe mich an jeder Ecke zurückgenommen um nicht aufzufallen, weil es nunmal eine Ablehnung gegen Deutsche in dem entsprechenden Kanton gibt. Da können die Zweifler sich das schön reden wie sie wollen, aber das ist einfach so! Habe ausreichend eingewanderte Deutsche kennengelernt, die sich schlecht beha deln, ausgrenzen und als störend behandelt werden und sich trotzdem einreden wie schön es doch ist. Was nützt die Landschaft wenn ich mit Menschen zusammenleben muss, bei denen ich nicht willkommen bin. Wollte wie beschrieben sogar mit Anfang 30 nochmal eine Ausbildung anfangen nur um dort bleiben zu können. Man wollte die Ausländer einfach nur weghaben und es ist traurig, dass sich das hier niemand vorstellen kann und jeder auf der Rosawolke schwebt, der dort hingezogen ist, weil er dort viel Geld verdient. Ich bin nicht wegen der Kohle dorthin gegangen, sondern eben wegen der Berge und der scheinbar gelasseneren Mentalität wie ich sie in meiner Saisonstelle in St Moritz erlebt habe. Nur wird dort temporär arbeiten und dort leben wollen nicht gleichermassen akzeptiert. Hätte man meine Texte gelesen, wüsste man das auch.
      Ich wohne nicht mehr in D und werde auch nicht mehr dorthin gehen, weil es schlichtweg kein Vorankommen in diesem Land gibt und man in etlichen Freiheiten eingeschränkt ist.
      Wem es in der Schweiz gut ergeht, der hat Glück gehabt. Wer mir erzählen will in Graubünden willkommen zu sein, das kann ich schwer glauben. Aber Geld trocknet ja bekanntlich viele Tränen.
    • Noch einen Satz zu S. Oliver. Ich finde keinen guten Ansatz für eine Diskussion, wenn man den Verfasser in seinen Aussagen anzweifelt. Das ist nämlich eine typisch deutsche Angewohnheit. Wenn man so etwas nicht erlebt hat, dann kann es so etwas nicht geben. Das verstehe ich eben nicht unter einer Diskussion. Und ja, die Fragen sind belanglos, wenn man vom Grunde her anders (deutlich schlechter) behandelt wird als Landsleute. Ich denke einfach wir reden auf verschiedenen Ebenen und da fällt es schwer so etwas zu verstehen, wenn man es selbst nicht erlebt hat.
      Es freut mich für diejenigen die dort ihr Land gefunden haben aber es muss auch gestattet sein ein paar unangenehme Wahrheiten anzusprechen.
    • Gelöschter Benutzer schrieb:

      Das sind nunmal meine Eindrücke von dort und daran gibt es keinen Grund zum zweifeln. Wenn es für Deutsche, die dort seit Jahrzehnten leben nur ein „aushalten“ ist, dann kann es sicher nicht an mir gelegen.
      ja es deine Eindrücke, deine Empfindungen. Was mich persönlich stört, ist dass du verlangst, dass man deine Eindrücke ernst nimmt (ist auch richtig so) auf der andere Seite pauschalisierst du aber sehr. Wenn es nicht passt und du dich nicht wohlfühlst....klar das hat immer 2 Seiten. Es ist aber dein Leben, dein Glück...Du hast jetzt auch was geändert und bist wieder weggezogen.

      Und sorry, aber wenn man es hier nur "aushält" wegen des Geldes, entschuldige aber dann ist man selbst schuld. Es ist doch keiner gezwungen hierher auszuwandern und dann auch hier zu bleiben!

      Mir bleiben viele offenen Frage, aber da du auf mich wirkst, als möchtest du diese eh nicht beantworten, spare ich sie mir.

      Ich wünsche dir, da ss du irgendwann deine Erfahrungen reflektieren und verarbeiten kannst, damit es dir woanders womöglich nicht wieder gleich ergeht.

      Alles Gute.
    • Ich zweifel deine Erfahrungen gar nicht an, liningmydreams. Das habe ich nie geschrieben.
      Ich versuche sie nur zu verstehen. Und dazu wäre die Beantwortung einfachster Fragen sehr hilfreich.
      Und das finde ich eher typisch Deutsch. Thesen aufstellen und jegliche Diskussion dazu ausschliessen. Da fangen bei mir dann doch die Zweifel an.

      Jedem seine Erfahrung! Ich fühle mich hier pudelwohl und bin froh, dass die negativen Berichte über die Schweizer in Bezug auf ihre Gastfreundschaft, die ich im Vorfeld der Vorbereitung auf meine Auswanderung gelesen habe, alle samst sich nicht bewahrheitet habe.

      Über meine Erlebnisse und Erfahrungen zu meiner Auswanderung berichte ich nun in meinem Blog.

    • Um dem ganzen ein Ende zu bereiten nochmals Glückwunsch an diejenigen die in der CH ihr Land gefunden haben. Wollte lediglich meine Erfahrungen niederschreiben um das alles mal konzentriert loszuwerden.
      Ich habe nicht zu einer Diskussion aufgerufen und finde es schade, dass man nicht seine Erfahrungen schildern kann ohne ungläubiges Kontra. Nehmt es doch einfach hin, dass nicht alle Schweizer so sind wie ihr sie vielleicht erlebt habt. Ausserdem reden wir hier aneinander vorbei wenn es heisst das niemand gezwungen wird hierher auszuwandern. Was hat das mit dieser Haltung gegenüber Ausländern zu tun? Soll das eine Rechtfertigung dafür sein. Ich wandere nicht aus weil ich Langeweile habe und ich hätte mir viele schlimme Erlebnisse sparen können, wenn die Schweiz nach aussen das leben würde, was nach innen gedacht wird und sie keine Ausländer ins Land lassen. Dann würden keine Träume zerstört werden. Und noch ein wichtiger Fakt am Ende: Wer der Meinung ist eine Auswanderung über Monate oder gar Jahre zu planen, der sollte es bleiben lassen. Dann ist kein ernsthafter Wille dahinter.
    • Sorry...aber..warum beantwortest Du mir nicht meine Fragen...Ich habe ganz normal gefragt und möchte bitte verstehen...was Du genau meinst...

      Nein Du hast nicht zu einer Diskussion aufgerufen.Stimmt.Aber das hier ist ein Forum...und dieses lebt von Fragen und Antworten stellen.Damit scheinst Du nicht ganz glücklich zu sein...
      Gerade habe ich eine Bekannte getroffen..welche in Ilanz Graubünden sehr glücklich war und gerne wieder zurück will.So verschieden kanns sein.

      Sag mir doch mal 2 tolle Dinge...die Dir wiederfahren sind...weil gute Dinge gibts immer...oder?
    • Auch wenn es "livingmydreams" im Forum nicht mehr ausgehalten hat, möchte ich meinen Senf doch noch dazu geben. Besonders dieses Zitat treibt mich dazu.

      Gelöschter Benutzer schrieb:


      Und noch ein wichtiger Fakt am Ende: Wer der Meinung ist eine Auswanderung über Monate oder gar Jahre zu planen, der sollte es bleiben lassen. Dann ist kein ernsthafter Wille dahinter.
      Ich glaube da ist bei "livingmydreams" wohl völlig etwas daneben gegangen, mit dieser Einstellung....
      An 1. Stelle sollte immer zuerst der Job stehen, dann gibt es Aufenthaltsbewilligung und Wohnung. So ist es in den meisten Ländern. Genau das Bedarf einer sehr gründlichen Planung.

      Wie Manou es schon geschrieben hat, ich bin die jenige, die sich in Graubünden sehr wohl gefühlt hat. Dort hatte ich meine beste Lebensqualität überhaupt. Mehr Freizeit, weniger Geld, dafür sehr viel schöne Natur um mich herum.
      Nachdem ich mittlerweile im 3. Kanton gelandet bin. Gerade wieder auf Jobsuche bin, die 4. Stelle in der Schweiz seit ich hier lebe und nicht alles ganz rund läuft, muss ich sagen, dass ich mir trotz allem eine Rückkehr nach Deutschland nicht vorstellen kann!
      Ich möchte eine bessere Lebensqualität. Mir geht es nicht, darum viel Geld zu verdienen.
      Zunächst war Norwegen meine Wahl für die Auswanderung. Nach reiflicher Überlegung und jahrelanger Vorbereitung (mehrere Sprachkurse und Berufsanerkennung) habe ich mich für die Schweiz entschieden.

      Eine Auswanderung ist kein Pappenstiel, dazu gehört jede Menge Planung. Das wissen die meisten Leute hier im Forum. Und wie schon des öfteren hier erwähnt wurde, es zwingt uns niemand hier bleiben zu müssen. Wir sind freiwillig in dieses Land gekommen und können auch wieder gehen, wenn wir es nicht "aushalten"!!!

      Ich glaube die Zeiten zum Auswandern sind härter geworden, waren vor 10 oder 20 Jahren besser. Da waren gut ausgebildete (deutsche) Fachkräfte gefragt, nicht nur in der Schweiz, auch in den Skandinavischen Ländern. Heute wartet niemand mehr auf uns Deutsche.
      Meine Erfahrungen in der heutigen Zeit sind, dass man sich schon unter Wert verkaufen muss, um einen Job zu bekommen überall, auch in Deutschland. Wohl bemerkt in meinem Beruf und als Frau Ü50. Allerdings haben es auch Schweizer Eidgenossen nicht einfach in diesem Alter. Das Arbeitsamt bietet sogar extra Kurse an, um diese Leute wieder in Arbeit zu bringen. Im Schweizer TV habe ich Diskussionsrunden darüber verfolgt.
      Es brodelt auch hier in der Schweiz unter der Oberfläche. Nicht so gewaltig wie in Deutschland, aber es brodelt.

      Ausländerfeindlichkeit habe ich in der ganzen Zeit nur einmal erfahren. Am Telefon wurde ich vor einigen Wochen von einer Schweizerin aufs übelste beschimpft. Ich war schockiert über diese Äusserung. Mit Hilfe meiner Schweizer Kolleginnen, habe ich keinen grösseren Schaden genommen.
      Mit Behörden habe ich auch keine schlechten Erfahrungen gemacht, im Gegenteil. Ich war sogar erstaunt, dass sich ein Herr vom Arbeitsamt bei mir entschuldigt hat. Weil ich den Kanton gewechselt habe, muss der Antrag auf Arbeitslosengeld erneut ausgefüllt werden, wie bei Erstantragstellung.

      Bei allem was ich nun in der Schweiz (rein beruflich) erlebt habe, kamen schon Selbstzweifel in mir auf, ob es richtig war mich für dieses Land zu entscheiden. Allerdings waren es nicht die Schweizer Eidgenossen und ihr Verhalten mir gegenüber, die mich ins Grübeln gebracht haben. Es waren "zugewanderte", die mir diese Zweifel bereitet haben...

      Mich würde interessieren, in welches Land es ehemals "livingmydreams" nun gezogen hat? In Deutschland hat er es nach seiner Rückkehr auch nicht ausgehalten oder er hat sich schnell erholt von den Strapazen der Schweiz.
      Wir werden es nicht mehr erfahren, schade eigentlich...
      Andererseits ist er noch jung. Ich gönne ihm die Möglichkeit sich auszuprobieren. Seinen Platz zu finden irgendwo in der grossen Welt, wo auch immer.
      Viel Glück und Erfolg!

      Ich bin froh, dass es dieses Forum gibt. Wo man jede Menge Tipps bekommt, gute und auch schlechte Erfahrungen teilen/diskutieren kann.

      Danke Euch Allen
    • ... ohne Nachtreten zu wollen ... aber wenn man im eigenen Post schon 2-3 mal erwähnt das man wissenschaftlicher Akademiker ist, dann könnte es auch sein das die persönliche Einstellung nicht passt und man damit auch sonst prahlt. Unter anderem auch so etwas gefällt dem Gegenüber nicht. Man schreibt wie man ist ;)

      VG
      T.
    • Den ganzen Frust hätte sich der Thread-Eröffner sparen können, wenn er vor seiner Auswanderung die Jobchancen als Akademiker in seiner Branche ausgelotet hätte. Er ist ja noch jung und das muss er wohl jetzt unter dem Punkt Lebenserfahrung abhaken.

      Auf der anderen Seite muss man ihm in gewissen Dingen recht geben. Wenn es um Jobs geht kann einem als Ausländer in der Schweiz schon so manches in Punkto Diskriminierung wiederfahren. Das fängt an bei der kategorischen Nichtanerkennung deutscher Diplome (im medizinischen Bereich eher nicht, aber geisteswissenschaftliche und pädagogische schon!), über Lohndiskriminierung (Ausländer werden oft schlechter bezahlt) und pauschale Abqualifizierung wenn man kein Schweizer ist bzw. ein Schweizer Diplom in der Tasche hat usw.

      Soll heissen: man muss sich hier in der Schweiz genauso im Job durchbeissen wie überall auf diesem Planeten. Wenn man in einem Land nicht heimisch ist, ist es um so schwieriger. Das ist nicht`s für sensible und man braucht auf jeden Fall ein dickes Fell!
      • auch im medizinischen...meine Anerkennung hat 600 Stutz gekostet.Und meine Palliativzertifizierung habe ich garnicht erst anerkennen lassen.Das wäre teuer gekommen....
      und beruflich ist es kein Zuckerschlecken...das ist wahr.
      Allerdings hätte ich mir in Deutschland nicht in 18 Monaten einen Kleinwagen zusammen sparen können.
      Also so schlecht verdient man als Ausländer dann auch nicht.
      Gruss Honigbiene