Deutschland vs Schweiz Gehalt, Löhne...

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Deutschland vs Schweiz Gehalt, Löhne...

      Guten Tag

      In Deutschland sind ja viele am Maulen dass der Mindestlohn und die Rente später mal nicht reichen. Wenn man sich mal bei Youtube den Film von Netto und Penny anguckt weiß man was hier los ist.

      Wie ist es in der Schweiz?

    • Sven. schrieb:


      Wie ist es in der Schweiz?
      Hallo Sven

      meinst du jetzt in Bezug auf Mindestlohn oder Arbeitsbedingungen im Einzelhandel?

      Mindestlohn gibt es hier nicht. Ich habe lange im Einzelhandel als gelernte Buchhändler bei einer grossen "Buchhandels"kette gearbeitet und verdient habe ich wenig im Vergleich zu anderen Löhnen. Mir hat es zum Leben gereicht. Es hiess immer Löhne wären Verhandlungssache....Ansonsten gab es immer mehr Druck von oben allerdings hatte meine ehemaligen null Führungsqualitäten.

      Während meines Studiums habe ich damm bei Denner geabeitet. Aushilfsweise, sonntags (in Liechtenstein hat er sonntags auf). Als Nebenjob war es vollkommen ok, sehr flexibel und die Bezahlung war ok (sonntags 25 Fr/h). 100% würde ich da aber nicht arbeiten wollen, das ist ein Knochenjob. Und die Arbeitszeiten waren teilweise länger als gesetzlich erlaubt.
    • Hallo Sven

      In Bezug auf die Arbeitsbedingungen und Öffnungszeiten, kommt es ganz auf den Kanton und Arbeitgeber an. Es gibt in der Schweiz jede Menge Kantone mit humanen Ladenöffnungszeiten, was für Arbeitnehmer im Einzelhandel (Schweiz: Detailhandel) deutlich angenehmer und Familienfreundlicher ist. In der Summe würde ich Entlohnung, Umgang und Arbeitsbedingung in der Schweiz besser einordnen und unterm Strich bleibt meistens mehr übrig. Gibt aber auch hier sicher Ausnahmen. Was aber definitiv schlechter ist, ist der Arbeitnehmerschutz. Ein so strenges Arbeitsrecht wie in Deutschland kennt die Schweiz nicht. Einen Arbeitnehmer zu kündigen ist in der Schweiz wesentlich einfacher und schneller passiert.

      Schöne Grüsse
      Maik
    • Meine Einschätzung ist, dass die Gehälter in Deutschland vs. Schweiz etwa gleich an zu sehen sind wenn man die hohen Lebenshaltungskosten bzw. die Kaufkraft mit einbezieht.

      Meine Bekannten und Freunde aus Deutschland meinen des Öfteren ich sei jetzt ein "gemachter Mann" da ich ja soviel in der Schweiz verdienen würde....
      Ich kann sie dann immer beruhigen, wenn ich Ihnen berichte, dass die hohen Lebenshaltungskosten den höheren Verdienst wieder auffrist :(

      Eine Vorstellung von den Schweizer Löhnen kannst Du evtl. hier bekommen:
      zeigdeinenlohn.ch
      lohnanalyse.ch/ch/loehne.html
      jobs.ch/de/lohn/
    • Hallo Sven,
      keine Ahnung ob das glaubhaft ist was man bei Youtube finden kann. Es gibt ja immer ein Motiv dafür wenn man eine Sache so darstellt. Ich selber gebe auf die Youtube und Internetberichte wenig.
      Meine Erfahrung dazu ist folgende: überall auf der Welt musst Du für Deinen Lohn arbeiten und jedes Land hat Vor- und Nachteile. Ich strebte nie Reichtum an, mir bedeutet Luxus wenig auch wenn ich das alles sehr gut kenne. Mir reicht eine Menge Geld um zu leben und ich besitze kein teueres Mobiltelefon, kein teueres Auto, keine teuere Innenstadtwohnung und auch besuche ich seltenst teuere Restaurants, Bars oder Nightclubs. All das habe ich irgendwann in meinem leben gesehn und erlebt.

      Es werden in Deutschland Gehälter bezahlt die liegen bei 130 TEU/anno und es werden in der Schweiz Gehälter bezahlt die liegen auch bei 150T CHF/Jahr. Frage ist, was ist man gewöhnt, was braucht man, wie viel muss man am Monatsende verdient haben. Es kann nicht meine Aufgabe sein zu überlegen warum die Verkäuferin die bis 20 Uhr arbeitet nur das im Monat verdient was ihr Kunde an einem halben Arbeitstag verdient.

      So hatte ich Gehälter als Student von 6,34 DM/Std und war damals glücklich auch am Samstag und Sonntag arbeiten zu dürfen
      In meinen 456 Tagen bei der 1. Luftlande Division war mein Gehalt 120 DM/Monat plus 20DM/Monat Fallschirmspringerzuschlag. Und ich hatte da eine brutal gute Zeit.
      So hatte ich Gehälter von 120 TEU/Jahr, musste aber jeden Tag 55-60 Grad Celsius Aussentemperatur ertragen können. Gut war, es war eine trockene Hitze.
      So hatte ich Gehälter von keine Ahnung wie viele Sterling, musste aber davon mehr als 30% für Miete in Central London abdrücken und 180 Sterling für meinen Parkplatz
      und so habe ich heute ein Gehalt in der Schweiz von dem ich sagen kann, dass es dem was ich in Deutschland in der Branche in dieser Augabe verdienen würde, netto etwas höher ist als selbiges Gehalt für diese Aufgabe in Deutschland. Nur bin ich ehrlich zu mir selbst und sage: mit meinem Alter wird mir in Deutschland niemand diesen Job geben. Folglich sage ich mir als Realist, dass ich in der Schweiz mit meinem Alter weit mehr verdiene als ich das jemals in Deutschland und u.U. in ganz Europa momentan und in der Zukunft erreichen kann. Dafür darf ich auch dann auch in der Schweiz so dann und wann am Wochenede und in der Nacht arbeiten oder übernehme zuverkässig die 24/7 Rufbereitschaft.

      In Summe habe ich im Leben gelernt, dass für mich nicht Geld wichtig ist sondern viel mehr Zufriedenheit, Spass am Leben, Realität, Gesundheit, mein Auto, mein Pass und meine Kreditkarte.

      Übrigens ist meine Erfahrung in der Schweiz auch die, dass die Lebenshaltungskosten gar nicht so dramatisch hoch sind, wenn man weiss mit Geld umzugehen, egal ob Euros, Franken, Sterling oder Dollar. So manches hat mich in der Schweiz überascht wie billig das hier zu kaufen ist im Vergleich zu Bayern.

      Beispiel: so kostete mein Smartphone ohne Vertrag, gebraucht 25€, es macht WhatsApp, Mail und telefoniert weltweit. Mein Bekannter hat das iPhone für 1000€ und der macht auch WhatsApp, Mail und telefoniert weltweit. Dazu hat er noch einen "all-inklusive" Handyvertrag für 60€/Monat und das über 24 Monate. Ich brauche sowas nicht, ergo habe ich auch nicht diese Ausgaben.

      Sicher sehen das viele Menschen ganz anders und auch dieses kann ich sehr gut verstehen.
    • Grüessech zsäme, also ich habe jetzt paar Wochen Bewerbungsprozess hinter mir, ich suche in der Schweiz nach einer Vakanz im ICT-Bereich, fazit bis jetzt, also suchen tut da keiner was,
      ein Fachkräftemangel sehe ich in der Schweiz auch nicht, die ICT-Stellen auf CH Jobbörsen sind auch naja ich will nicht sagen Mangelware aber ein Fachkräftemangel sieht anders aus, wenn ich auf Deutschland schaue wie manche Firmen sogleich MEHRERE suchen für die IT, schau ich mir CH Jobbörsen an könnte man meinen dass das halbe Land in Arbeitslosigkeit versinkt weil es so wenig Jobs gibt, gefühlt sehr wenig.

      Ich glaube wir sind in einem Land in Grösse und Dimension von 80 Millionen Einwohnern doch eine andere Dimension für sich, wenn man sich von einem 80 Millionen Einwohner Land auf ein Land mit 8 Millionen konzentriert hab ich zumindest das Gefühl, dass da kaum Jobs sind, ich hatte ja mal hier irgendwo das Beispiel mit dem Automarkt aufgeführt, in Deutschland bei Autoscout24 hast du super Auswahl, viel Auswahl vor allem, auf CH Automarkt Apps, also da wird man regelrecht aufgefordert das Auto aus DE zu importieren, so wenig ist die Auswahl.

      Tja und der Bewerbungsprozess, bis jetzt regnets Absagen und ich weiss wie man eine CH Bewerbung bzw. Dossier macht und auf welche Sachen man achten sollte.

      "Es wird viel in der ICT gesucht" sieht definitv anders aus, da soll mir keiner was vom Bären erzählen.

      Die Schweiz sucht nicht viel in der ICT, was sie suchen sind wohl "Exoten", also Spezialisten, die widerrum naja wenn ich ein gebürtiger Schweizer wäre mit 1A Englisch und Französisch Kenntnissen wäre ich schon gestern nach Kanada ausgewandert, so siehts auch aus, die Schweiz sucht Spezialisten, die CH eigenen Spezialisten bleiben aber nicht in CH, es gibt auch eine verdeckte Auswanderung aus der Schweiz.

      Die Enttäuschung für mich ist erstmal gross, natürlich laufen noch einige Bewerbungen bei mir aber die würde ich am liebsten schon selber absagen nach dem Motto "ah ich weiss schon, Absage ge?"
      das fühl ich jetzt schon, auch da wird man absagen.

      Die Schweiz hat das gleiche Problem wie Deutschland, wer Spezialisten sucht, sucht ewig.
    • Negativ, als IT Ingenieur und mit weltweiter Erfahrung und neben bussines-level Englisch, Bayrisch auch noch gebrochenes Hochdeutsch und langer Erfahrung mit Intelsat in NA kann ich Dir berichten, dass meine Bazahlung in der Schweiz selbst die sehr gute Bezahlung in Dubai, hier arbeite ich steuerfrei, übersteigt. Keine Ahnung was der Deutsche Markt anbietet. Aber in Deutschland gibt es nur SAP. Firmen wie Cisco, Dell, HP, Juniper, Sophos oder Check Point kennt Deutschland nicht. Im Bereich der CA ist niemand in Deutschland, für Symantec spielt Deutschland keine Rolle. usw. Das ist bedingt dadurch, dass diese Firmen Englisch sprechen, damit Ihren Sitz in UK, den Service in Portugal oder Irland machen und was gross eine Rolle spielt ist Indien. Die Schweiz als neutrales Land ist hier im Sicherheitsbereich - Du als ITler verstehst was System Security, Fiber Secure, Encryption, Transfer Roles oder Dinge wie Secure Phone, QNX oder Linux ist. Und genau damit verdienst Du hier als Fachingenieur echt richtig Geld.

      Kommst Du aus der Windows Welt oder der GUI App Welt so hast Du hier wenig Markt denke ich. Die Windowsboxen machen bei uns externe Dienstleister nach Vorgabe und Remote und die sitzen irgendwo 24/7 Indien und arbeiten für 20 CHF/Monat.
    • Sven. schrieb:

      Ok das sind ja geteilte Meinungen.
      was erwartest du in von einem Forum? Du wirst immer geteilte Meinungen finden. Nur weil hier Menschen, die in die Schweiz ausgewandert sind oder mit dem Gedanken spielen....heisst das ja nicht, dass die alle gleicher Meinung sind.

      Und übrigens auch in der Schweiz gibt es geteilte Meinungen unter Schweizern. Es ist nicht alles gold, was glänzt. Es gibt hier sehr gut Verdienende, gut Verdienende, schlecht Verdienende.....wie in Deutschland auch.
    • Jap, in der Schweiz hast du auch schlecht verdienende, wenn nicht sogar arbeitsuchende, auf deutschland-deutsch arbeitslose.
      Meine Bekannte im Kanton Neuchâtel muss mit 1900 CHF netto im Monat auskommen, 500 CHF davon geht für eine 1,5 Zimmer Altbauwohnung ausserhalb von Neuchâtel in einem sehr kleinen Vorort.
      Ein Vorort weiter leben ihre Eltern die sie auch finanziell unterstützen.
    • Insofern in den letzten 2 Jahren mindestens 12 Monate lang Beiträge eingezahlt worden sind. Als Basis für die Auszahlung gilt der sogenannte versicherte Verdienst. Dieser wird von der Arbeitslosenkasse normalerweise aufgrund der Einkommen der letzten sechs Monate festgesetzt. Aus dem versicherten Verdienst wird ein Taggeld berechnet, das je nach persönlichen Verhältnissen 70% oder 80% des versicherten Verdienstes beträgt.
    • ITMensch schrieb:

      Grüessech zsäme, also ich habe jetzt paar Wochen Bewerbungsprozess hinter mir, ich suche in der Schweiz nach einer Vakanz im ICT-Bereich, fazit bis jetzt, also suchen tut da keiner was,
      ein Fachkräftemangel sehe ich in der Schweiz auch nicht, die ICT-Stellen auf CH Jobbörsen sind auch naja ich will nicht sagen Mangelware aber ein Fachkräftemangel sieht anders aus, wenn ich auf Deutschland schaue wie manche Firmen sogleich MEHRERE suchen für die IT, schau ich mir CH Jobbörsen an könnte man meinen dass das halbe Land in Arbeitslosigkeit versinkt weil es so wenig Jobs gibt, gefühlt sehr wenig.

      Ich glaube wir sind in einem Land in Grösse und Dimension von 80 Millionen Einwohnern doch eine andere Dimension für sich, wenn man sich von einem 80 Millionen Einwohner Land auf ein Land mit 8 Millionen konzentriert hab ich zumindest das Gefühl, dass da kaum Jobs sind, ich hatte ja mal hier irgendwo das Beispiel mit dem Automarkt aufgeführt, in Deutschland bei Autoscout24 hast du super Auswahl, viel Auswahl vor allem, auf CH Automarkt Apps, also da wird man regelrecht aufgefordert das Auto aus DE zu importieren, so wenig ist die Auswahl.

      Tja und der Bewerbungsprozess, bis jetzt regnets Absagen und ich weiss wie man eine CH Bewerbung bzw. Dossier macht und auf welche Sachen man achten sollte.

      "Es wird viel in der ICT gesucht" sieht definitv anders aus, da soll mir keiner was vom Bären erzählen.

      Die Schweiz sucht nicht viel in der ICT, was sie suchen sind wohl "Exoten", also Spezialisten, die widerrum naja wenn ich ein gebürtiger Schweizer wäre mit 1A Englisch und Französisch Kenntnissen wäre ich schon gestern nach Kanada ausgewandert, so siehts auch aus, die Schweiz sucht Spezialisten, die CH eigenen Spezialisten bleiben aber nicht in CH, es gibt auch eine verdeckte Auswanderung aus der Schweiz.

      Die Enttäuschung für mich ist erstmal gross, natürlich laufen noch einige Bewerbungen bei mir aber die würde ich am liebsten schon selber absagen nach dem Motto "ah ich weiss schon, Absage ge?"
      das fühl ich jetzt schon, auch da wird man absagen.

      Die Schweiz hat das gleiche Problem wie Deutschland, wer Spezialisten sucht, sucht ewig.
      Hallo ITMensch,

      ich glaube du warst im Netzwerkbereich tätig, richtig? Ich arbeite im IT-Bereich, war dort selber bis vor kurzem Manager bei einem Outsourcer, und ich kann dir sagen: du bekommst hier sehr viel einfacher einen Job als in Deutschland. Natürlich musst du dich dafür in deinem Gebiet auskennen, aber davon gehe ich jetzt mal aus.

      Meine Vermutung ist eher dass du dich direkt bewirbst und dadurch eventuell in irgendwelche Fettnäpfchen trittst. Hast du denn auch schon Bewerberbungen über Headhunter versuchst? Das ist der bessere Einstieg für einen Job in der Schweiz, da diese die Gehälter kennen und auch Ansprechpartner auf seiten HR haben.

      Koadl schrieb:

      Negativ, als IT Ingenieur und mit weltweiter Erfahrung und neben bussines-level Englisch, Bayrisch auch noch gebrochenes Hochdeutsch und langer Erfahrung mit Intelsat in NA kann ich Dir berichten, dass meine Bazahlung in der Schweiz selbst die sehr gute Bezahlung in Dubai, hier arbeite ich steuerfrei, übersteigt. Keine Ahnung was der Deutsche Markt anbietet. Aber in Deutschland gibt es nur SAP. Firmen wie Cisco, Dell, HP, Juniper, Sophos oder Check Point kennt Deutschland nicht. Im Bereich der CA ist niemand in Deutschland, für Symantec spielt Deutschland keine Rolle. usw. Das ist bedingt dadurch, dass diese Firmen Englisch sprechen, damit Ihren Sitz in UK, den Service in Portugal oder Irland machen und was gross eine Rolle spielt ist Indien. Die Schweiz als neutrales Land ist hier im Sicherheitsbereich - Du als ITler verstehst was System Security, Fiber Secure, Encryption, Transfer Roles oder Dinge wie Secure Phone, QNX oder Linux ist. Und genau damit verdienst Du hier als Fachingenieur echt richtig Geld.

      Kommst Du aus der Windows Welt oder der GUI App Welt so hast Du hier wenig Markt denke ich. Die Windowsboxen machen bei uns externe Dienstleister nach Vorgabe und Remote und die sitzen irgendwo 24/7 Indien und arbeiten für 20 CHF/Monat.
      Da stimme ich Koadl zu. Man sollte schon ein entsprechendes Wissen in seinem Gebiet haben. Dann bekommt man hier auch problemlos eine Stelle.

      Wobei ich die Windows-Sache so nicht unterschreiben würde. Wir hatten im Outsourcing auch Leute im WIN-Bereich, allerdings sollte man dort zumindest wissen wie man eine Active Directory betreibt und Systeme standardisiert ausrollt. Das ist für einen MSCE aber überhaupt kein Problem.

      PS: Juniper, Dell und HP gibt es sehr wohl in Deutschland, allerdings haben die fast alle nur noch Account Leute. Techniker will von diesen Firmen keiner mehr bezahlen in Deutschland, weil Offshore ja so viel günstiger ist... (Vorsicht, Ironie)
    • basileus schrieb:

      Hallo ITMensch,
      ich glaube du warst im Netzwerkbereich tätig, richtig? Ich arbeite im IT-Bereich, war dort selber bis vor kurzem Manager bei einem Outsourcer, und ich kann dir sagen: du bekommst hier sehr viel einfacher einen Job als in Deutschland. Natürlich musst du dich dafür in deinem Gebiet auskennen, aber davon gehe ich jetzt mal aus.

      Meine Vermutung ist eher dass du dich direkt bewirbst und dadurch eventuell in irgendwelche Fettnäpfchen trittst. Hast du denn auch schon Bewerberbungen über Headhunter versuchst? Das ist der bessere Einstieg für einen Job in der Schweiz, da diese die Gehälter kennen und auch Ansprechpartner auf seiten HR haben.

      Da stimme ich Koadl zu. Man sollte schon ein entsprechendes Wissen in seinem Gebiet haben. Dann bekommt man hier auch problemlos eine Stelle.
      Wobei ich die Windows-Sache so nicht unterschreiben würde. Wir hatten im Outsourcing auch Leute im WIN-Bereich, allerdings sollte man dort zumindest wissen wie man eine Active Directory betreibt und Systeme standardisiert ausrollt. Das ist für einen MSCE aber überhaupt kein Problem.

      PS: Juniper, Dell und HP gibt es sehr wohl in Deutschland, allerdings haben die fast alle nur noch Account Leute. Techniker will von diesen Firmen keiner mehr bezahlen in Deutschland, weil Offshore ja so viel günstiger ist... (Vorsicht, Ironie)



      Hallo Basileus :),
      vielen Dank für deine Informationen.

      Ja mittlerweile bin ich auf meinem Gebiet sehr gut, ist aber eine sehr "exotische" Landschaft, da ich bei der Deutschen Bahn beschäftigt bin, Bahnnetzwerk, das können in der Schweiz nur eine Hand voll Arbeitgeber anbieten, an erster Stelle die SBB CFF FFS, gefolgt von der BLS AG beispielsweise.

      Jetzt habe ich aber entdeckt, dass die Deutsche Bahn auch in der Schweiz vertreten ist und das sogar nicht nur in Basel zwischen Badischer Bahnhof und SBB Bahnhof, nein sie ist mehr vertreten in CH als ich dachte.

      Aktuell werden für die Standorte Muttenz und Glattbrugg (ZH) stark rekrutiert bei Deutsche Bahn, werde mich hier intern versetzen lassen, ob Muttenz oder Glattbrugg als Standort erstmal mir egal, aber ich würde wohl Glattbrugg vorziehen als Standort. Die DB Versetzung ist wohl so das Beste für mich, so kann ich meine eigene Berufserfahrung in der Bahn Branche aufrecht erhalten.

      Mit DB als sehr grosser Arbeitgeber hat man natürlich grosse Möglichkeiten, aber auch diese sind beschränkt, Bahnbranche, sich damit bei Banken oder Pharma Branche bewerben wäre in meiner Situation wohl nicht fördernd.

      Mit Spezialisierung in der Bahnbranche bezweifle ich, dass mir Recruiter helfen können, die hätten kaum Arbeitgeber auf dieser Ebene mit denen sie zusammen arbeiten können, zumal diese Arbeitgeber (SBB, BLS, ....) Direktbewerbungen vorziehen, das schreiben sie auch auf ihren Webseiten schwarz und fett.

      Bin erstmal so froh, muss keine Bewerbungen mehr schreiben.
      Und die Konditionen bei DB sind ein Traum, in DE und auch in CH, die bieten Generalabonnement Öv Schweiz für Mitarbeiter an.
    • Hallo ITMensch,
      wenn du dich intern bei der DB versetzen lassen kannst ist das umso besser. Dort musst du dich nicht extern bewerben und man kennt dich.

      Zum Thema Muttenz vs Glattbrugg:
      PRO Muttenz: Grenznähe (gehört fast zu Basel), günstigere Mieten
      CON Muttenz: höhere Steuern in BS+BL, Weg in die Berge ist länger

      PRO Glattbrugg: niedrigere Steuern, mehr Möglichkeiten zum Ausgang in Zürich, Zürisee
      CON Glattbrugg: höhere Mieten, Lebenshaltungskosten höher (schnell zum Einkaufen über die Grenze ist nicht)

      Am Ende musst du das aber selber entscheiden, also welche Kriterien für dich wichtig sind.


      Ist schön dass die SBB und BLS auf Ihren Webseiten schreiben, dass sie Direktbewerbungen vorziehen, aber meine persönliche Erfahrung ist eine ganz andere. Habe in den letzten vier Monaten zwei Angebote der SBB via Headhunter bekommen und eins via Personalvermittlung. Natürlich möchte kein Arbeitgeber gerne die zusätzlichen Vermittlungsgebühren der Headhunter bezahlen, aber wenn man via Direktbewerbung keine geeigneten Kandidaten findet bleibt oft nichts anderes übrig.

      GA Schweiz hat jeder Mitarbeiter der SBB auch ;) Ich hatte ehemalige Kollegen die sich ein GA 1. Klasse vom Arbeitgeber haben bezahlen lassen, einfach als Voraussetzung für den Wechsel. Es geht also immer etwas wenn die Firma einen unbedingt möchte.


      Der grosse Vorteil bei der DB Schweiz ist für dich dass du dann hier schauen kannst nach Alternativen. Eine Bewerbung mit B-Bewilligung und Wohnsitz in der Schweiz wird sicher eher angeschaut als eine Direktbewerbung aus Deutschland. Für den neuen Arbeitgeber bedeutet dies nämlich weniger administrativen Aufwand, da du alle notwendigen Bewilligungen schon hast und vermutlich auch vorhast länger hier zu wohnen.


      VG basileus