Rentner in die Schweiz holen

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    • Rentner in die Schweiz holen

      Hallo :)

      Ich habe mich jetzt eine Weile auf dieser tollen Homepage :thumbup: umgeschaut, leider aber nichts zu meiner Frage gefunden.
      Daher erlaube ich mir, ein eigenes Thema mit der Frage zu eröffnen.

      Ich bin Schweizerin und seit 6 Jahren mit einem Deutschen Schweiz-Auswanderer liiert.
      Er und seine Schwester wohnen beide seit 10-7 Jahren im Engadin, Graubünden.

      Nun ist leider der Vater verstorben und die Mutter fühlt sich sehr alleine in Deutschland zurückgelassen. Sie ist Rentnerin, 67 Jahre alt.

      Kann mir jemand sagen, wie es sich verhält, wenn man als Rentner auswandert?
      Ich finde dazu leider wenig bis gar nichts im Netz.

      Rentenbezüge werden von DE auch in die Schweiz ausgezahlt. Aber wie steht es mit der Bewilligung? Wäre da ebenfalls eine B Bewilligung treffend? Ich kenne das Beantragen von Bewilligungen nur in Zusammenhang mit einer Arbeitsstelle in der Schweiz.
      Ist es überhaupt realistisch, in der Schweiz mit hohen Lebenserhaltungskosten von einer Deutschen Rente zu leben? Oder greifen da auch noch die Sozialleistungen der Schweiz?
      In die Zukunft geblickt, wäre ein Aufenthalt in einem Schweizer Pflegeheim von einer Deutschen Versicherung gedeckt? Oder müsste man dafür eine eigene Versicherung in der Schweiz abschliessen?

      Bin da mit allem etwas überfragt. Hat jemand da Erfahrungswerte?

      Wenn die Pläne konkreter werden, werde ich mich sicher noch mit den Gemeinden, Bund und Versicherungen selbst auseinandersetzen, nur wollte ich im Voraus etwas recherchieren, doch Google hat mich etwas im Stich gelassen. :/

      Danke fürs Lesen und eventuelle Tipps!

      Liebe Grüsse aus dem wunderschönen Engadin

      P.S. Nicht alle Schweizer sind gegen Ausländer, obwohl es mit den Abstimmungen etwas den Anschein hatte. Lasst euch nix einreden, wir freuen uns über euch Deutsche und wenn wir ehrlich sind, würde vieles hier ohne euch nicht funktionieren. Mehr Vielfalt braucht das Land! :thumbsup:
    • Hoi Babuschkina

      Die Problematik ist mir auch schon durch den Kopf gegangen. Ab einem gewissen Alter stellt sich die Frage: Was macht man als Auswanderer mit den Eltern? Gerade wenn nur ein Kind vorhanden ist, wird es in Zukunft schwierig.

      Ich finde es super, dass du dich als Schwiegertochter so intensiv dich damit beschäftigst. Ist nicht selbstverständlich. :thumbsup:

      Was prinzipiell funktioniert ist Familiennachzug. Dann müsste die Mutter deines Mannes zu euch ziehen und ihr müsstet nachweisen, dass der Wohnraum bei euch gross genug ist. Die genauen Bestimmungen hängen vom Kanton ab. Geht aber mehr darum nicht mit 3 Leuten in einer 2.5 Zimmer Wohnung zu hausen. Link: Familiennachzug Graubünden

      Die zweite und wahrscheinlich bessere Variante ist, dass die Mutter deines Mannes ganz normal einwandert. Das geht auch ohne Job, allerdings müssen die Rente und Ersparnisse nachweislich für den Lebensunterhalt reichen. Anspruch auf soziale Hilfen oder Unterstützung besteht nicht. Sie kann für den erwerbslosen Aufenthalt eine Genehmigung für 5 Jahre beantragen. Vergleichbar mit der Aufenthaltsbewilligung B. Nach Ablauf der 5 Jahre wird die Situation erneut geprüft und wenn weiterhin alle Kriterien erfüllt sind wird die Bewilligung um weitere 5 Jahre verlängert.

      Folgende Voraussetzungen gelten dafür:
      • Mindestalter ist 55 Jahre
      • ausreichend finanziellen Mittel
      • Enge Beziehungen zu nahen Verwanden in der Schweiz oder es bestand bereits ein längeren Aufenthalt in der Schweiz
      Zum Thema Pflege würde ich am besten bestehende Versicherungen oder einen Aussendienstmitarbeiter direkt kontaktieren. Vielleicht gibt es eine Möglichkeit mit Zusatzversicherungen Lücken zu schliessen. Im gleichen Atemzug würde ich mit der bestehenden Krankenversicherung prüfen, ob Versicherungslücken für den Fall von Krankheit oder Unfall bestehen.

      Alternative, die ich mir für meine Eltern überlegt habe, wäre dass sie auf deutscher Seite Grenznah zur Schweiz wohnen. Kommt darauf an, wie weit es für euch zur Grenze ist und ob es mit 67 überhaupt eine Alternative ist. Wahrscheinlich für euch die schlechteste Variante.

      Danke für dein P.S. :)

      Schöne Grüsse
      Maik

      Noch was zum Lesen: In der Schweiz leben mehr Rentner als in Mallorca