Arbeiten vom Homeoffice in Deutschland bei Schweizer Unternehmen?

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    • Arbeiten vom Homeoffice in Deutschland bei Schweizer Unternehmen?

      Hallo zusammen,

      ich habe eine Frage zur Arbeitstätigkeit in der Schweiz als Deutscher und hoffe mir kann hier jemand gute Tipps geben.

      Ich habe relativ unverhofft die Möglichkeit u.U. für ein Schweizer Unternehmen tätig zu werden. Die Tätigkeit würde komplett aus dem Homeoffice heraus erfolgen. Das klassische Modell des Grenzgängers trifft also schonmal nicht zu, da ich zur Arbeit keinen Fuß auf Schweizer Boden setzen würde.

      Das Unternehmen möchte mich gerne als freien Mitarbeiter anstellen. Es wäre allerdings prinzipiell eine Vollzeittätigkeit, bei der ich nur für dieses eine Unternehmen arbeite. Also die klassische Scheinselbständigkeit, auf die ich mich nicht einlassen mag. Das Unternehmen sagt, dass es nicht so ohne weiteres möglich ist als Schweizer Unternehmen Nicht-Staatsbürger dauerhaft anzustellen. Deshalb sei dieses Modell gewählt worden.

      Die erste Frage wäre ob das überhaupt korrekt ist und ob es wirklich so schwierig ist einen deutschen Staatsbürger in der Schweiz fest anzustellen?
      Die zweite Frage wäre wie man die oben beschriebene Tätigkeit am besten rechtssicher gestalten könnte? Gibt es eine Art „Grenzgänger-Regelung“ für Personen, die komplett aus dem Homeoffice in Deutschland arbeiten? Wie wäre in solchen Fällen die Situation bzgl. Steuern und Sozialabgaben?

      Vielen Dank im Voraus für die Hilfe!
    • Hallo terra

      also zum rechtlichen wie sich das mit Homeoffice verhält, kann ich dir nix sagen.

      terra schrieb:


      Das Unternehmen sagt, dass es nicht so ohne weiteres möglich ist als Schweizer Unternehmen Nicht-Staatsbürger dauerhaft anzustellen. Deshalb sei dieses Modell gewählt worden.
      Diese Aussage des Unternehmens halte ich aber für Blödsinn.....oder ist die Stelle beim Geheimdienst oder Militär?
      Sorry ich bin als Nicht-Schweizerin dauerhaft beim Kanton angestellt, das war überhaupt kein Problem. Und es gibt auch Deutsche, die unbefristete Verträge haben und auch beim Kanton angestellt sind. (Vorher habe ich in der Schweiz in einem Unternehmen gearbeitet in dem auch viele Deutsche waren).

      viele Grüsse

      Monika
    • Servus Terra,

      zur ersten Frage:
      - das Unternehmen muss in der Bewilligung des Formular A1 EU-27/EFTA Staatsangehörige begründen. Formular A1 ist Dein Gesuch Ausländerbewilligung. Ich habe eben diesen Prozess durchlaufen.
      Heisst anders gesagt: warum kann ein Schweizer Staatsbürger diese Tätigkeit nicht machen und den Schweizer Arbeitsmarkt entlasten? Das Schweizer Unternehmen muss dieses im Formular A1 begründen.

      zur zweiten Frage:
      - nach dem was ich in meinem Berufsleben gesehen habe und da war auch viel Homeoffice dabei, ist folgendes anzumerken: das Unternehmen soll dir einen Arbeitsvertrag anbieten. Danach ist Dir bekannt was die faktische Offerte des Unternehmens ist und das kann vor Deiner Unterschrift gut und gerne mit dem Unternehmen diskutiert und geändert werden. Jetzt vorab ohne schriftliches Arbeitsangebot - dieses Angebot wird auch "Offer Letter" genannt - ist alles andere nur Spekulation und derer schliesse ich mich nicht an.

      Ich kenne das so, dass das Unternehmen auf Dich zugeht und Dir sagt: "Hier haben Sie den "offer letter" und dieser ist für beide Seiten x-Tage gültig.

      Ich drücke Dir die Daumen

      Koadl
    • terra schrieb:

      Das Unternehmen möchte mich gerne als freien Mitarbeiter anstellen. Es wäre allerdings prinzipiell eine Vollzeittätigkeit, bei der ich nur für dieses eine Unternehmen arbeite. Also die klassische Scheinselbständigkeit, auf die ich mich nicht einlassen mag. Das Unternehmen sagt, dass es nicht so ohne weiteres möglich ist als Schweizer Unternehmen Nicht-Staatsbürger dauerhaft anzustellen. Deshalb sei dieses Modell gewählt worden.
      Grundsätzlich ist es kein Problem EU-Bürger in der Schweiz einzustellen, möglicherweise möchte es das Unternehmen vermeiden die freie Stelle vorab beim RAV melden zu müssen.
      Hilfreich wäre es zu wissen um was für eine Anstellung es sich handelt, Journalisten z.B. werden öfters als "freie Mitarbeiter" eingestellt oder auch im Aussendienst ist das teilweise anzutreffen (nicht mehr ganz so oft wie noch vor einigen Jahren).

      terra schrieb:

      Die zweite Frage wäre wie man die oben beschriebene Tätigkeit am besten rechtssicher gestalten könnte? Gibt es eine Art „Grenzgänger-Regelung“ für Personen, die komplett aus dem Homeoffice in Deutschland arbeiten? Wie wäre in solchen Fällen die Situation bzgl. Steuern und Sozialabgaben?
      Da wird es etwas kniffliger und wieder stellt sich die Frage was den der Auftrag ist?
      Rechtlich handelt es sich eher um einen Arbeitsauftrag der nach Deutschland vergeben wird und nicht um eine Anstellung im klassischen Sinne, dementsprechend müssten keine Sozialabgaben etc. von Seiten des Unternehmens getätigt werden, dies wäre dann Sache des beauftragten in Deutschland.
      Aufgrund der wenigen Informationen, kann man hier kaum eine verlässliche Aussage tätigen, in diesem Fall, würde ich aber dringend empfehlen dies vorab genau mit den Deutschen sowie den Schweizer Behörden abzuklären.

      Was die rechtliche Situation bzgl. Sozialabgaben und Steuern, mit einem "Offer Letter" des Unternehmens zu tun hat, erschliesst sich mir irgendwie nicht wirklich...

      Koadl schrieb:

      Ich kenne das so, dass das Unternehmen auf Dich zugeht und Dir sagt: "Hier haben Sie den "offer letter" und dieser ist für beide Seiten x-Tage gültig.
      Aber kaum aus der Schweiz.
      In der Schweiz ist das eher unüblich zumindest ausserhalb des höheren Kaders und/oder von gewissen Headhunter. (Bezugnehmend auf die 100% Homeoffice gehe ich jetzt einfach mal nicht von höherem Kader aus?)
      Üblicherweise wird man zum Gespräch bzw. zu Gesprächen eingeladen in welchen die Konditionen erläutert und Lohnverhandlungen geführt werden, danach wird (beiderseitiges Interesse vorausgesetzt) der Vertrag basierend auf den Verhandlungen zur Unterzeichnung versandt oder vor Ort unterzeichnet.

      Gruss