Finanzamt

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    • Hallo Ihr Lieben,

      ich möchte euch noch einiges fragen.

      Ich möchte im nächsten Jahr meine erste Steuererklärung in der Schweiz machen, brauche dafür noch einige Fakten. Ich lebe ja jeden Monat 2 Wochen bei meiner zu betreuenden Person im Haushalt und habe dort ein Zimmer+ Kost. Dafür zahle ich jeden Tag 33€. Ich bin also an mehr als 60 Tagen im Jahr in der Schweiz, und fahre pro Strecke 650km, also im Monat 1300km. Mein Arbeitgeber zahlt mir pauschal 250CHF für die Kosten des Benzins etc. Ich weiß, dass ich in Deutschland keine Einkommensteuererklärung machen muss, wohl muss ich dies aber für andere Einnahmen tun, die ich nicht habe. Ich muss nun dem deutschen FA melden, dass ich berufsbedingt in der Schweiz übernachte und auch dort die volle Quellensteuer bezahle. Mein Arbeitgeber hat zum FA in Basel für mich eine sogenannte GRE-3 geschickt, welche sowohl das deutsche FA als auch ich in Kopie erhalten werden. So weit so gut.
      Ich erhielt vom Grenzgängerverein ein Formular, welches sich :Arbeitsaufnahme als Grenzgänger-Angaben für steuerliche Zwecke" nennt. Dort gibt es ein paar Punkte, die ich nicht weiß, wie auszufüllen sind. Vielleich hat einer einen Link für mich, wo

      Nun die Fragen:
      muss ich eine sogenannte Anlage N-GRE ausfüllen?
      Kann ich, trotzdem ich 250CHF als Pauschale für Benzin bekomme, in der Steuererklärung das km-Geld ansetzen?
      Worunter fällt die Übernachtung in der Wohnung, unter "Doppelte Haushaltführung".
      Mache ich für Fahrten zu Schulungen in D und Reisekosten in D zu Vorstellungsgesprächen, die ich für die Schweizer Firma tätigte, eine Steuererklärung in D?
      Sind diese Schulungen, zu denen ich das Benzin selber zahlen musste abzusetzen unter: Fort- und Weiterbildung oder als Reisekosten?

      Ich werde mich noch intensiv selbst damit beschäftigen, freue mich jedoch schon einml über eine kurze INfo durch einen Wissenden. Vielleicht hat ja da jemand ad hoc Erfahrungen sammeln dürfen. Auch überlege ich natürlich, diese ganze Sache einem Steuerberater abzugeben, jedoch bleibe ich dann eher dumm.

      Vielen lieben Dank für Eure Aufmerksamkeit.

      LG






      Mein Ar
    • Hallo Shaktiji,

      ich gehe davon aus dass du momentan noch Grenzgänger bist, also sowohl einen Wohnsitz in der Schweiz als auch einen in Deutschland hast. Richtig?

      Das Formular N-GRE gilt meiner Meinung nach nur für Grenzgänger in Baden-Württemberg. Falls du nicht dort wohnst (wovon ich bei 650km einfache Fahrt ausgehe) kannst du dieses Formular ignorieren.

      Aus gerade eigener leidiger Erfahrung tu dir bitte einen Gefallen: nimm dir einen Steuerberater und mache die Erklärung mit ihm zusammen!
      Speziell die nicht grenznahen deutschen Finanzämter haben vom Thema 60-Tage Regel und DBA DE-CH meist keine Ahnung!
      Auch wenn du vielleicht etwas für den Steuerberater zahlen musst, aber du hast weniger Stress.

      Ein gestempeltes GRE-3 Formular ist schon mal ein guter Startpunkt, da das Schweizer Finanzamt dir damit bestätigt dass du 60 Tage hier verbracht hast. Wichtig wären noch plausible Unterlagen wie z.B. Kassenzettel, mit denen du nachweisen kannst dass du tatsächlich hier warst. Du kannst die monatliche Miete für die Wohnung in der doppelten Haushaltsführung absetzen.

      Übrigens: so lange du in Deutschland einen Wohnsitz hast, musst du dort auch eine Steuererklärung machen


      VG basileus
    • Hallo basileus,
      danke für deine ausführliche Antwort. Ich bin Grenzgänger, wohne 14 Tage im Haushalt meiner zu betreuenden Klientin, einer Seniorin, und fahre dann wieder nachhause. Ich habe also keinen Wohnsitz in der CH. Dass ich das N-GRE nicht benötige, habe ich schon geklärt beim Grenzgängerverein. Das mit dem Steuerberater habe ich mir schon überlegt, ist auch nicht so teuer, für beide will der 150€. Ich möchte trotz allem wissen, worum es bei diesme Thema geht, ich möchte einfach gerne die Dinge wissen. Mein Arbeitgeber hat in Basel das GRE3 beantragt und ich habe Formulare für das FA in D ausgefüllt, aus denen schon hervorgeht, dass ich über 100 Tage in der Schweiz bin. Ich habe ja meine Einsatzverträge, auf denen klipp und klar steht, von wann bis wann ich dort war. Ich glaube das reicht schon, denn ich kaufe fast nichts in der Schweiz und könnte es mit Kassenzetteln eh nicht nachweisen. Ich zahle für mein Zimmer in dem Haus der Seniorin mitsamt Kost 33CHF pro Tag, da kommt doch bei zwei Wochen ganz schön was zusammen. Kannst du mir sagen, was genau überhaupt in die deutsche kommt, mir wurde von einem Grenzgängerverein folgendes gesagt:


      Sie müssen nach dem DBA, Schweiz, Art. 15 a; Abs. 2 eine deutsche Steuererklärung machen.
      ( Anlage N - AUS , mit Gre 3 Nachweis und Schweizer Lohnausweis. )


      Mit dieser 0 - Stellung / Veranlagung zur Einkommenssteuer können sie dann beim Schweizer Steueramt, Fischmarkt 10 in Basel Die Tarifkorrektur des Jahres beantragen. Dort machen sie ihre Kosten der doppelten Haushaltsführung geltend.

      So, wie ich das lese, hört sich das gar nicht so schwer an, man muss es nur noch in die Tat umsetzen. So viele Dinge braucht man dafür nicht. eine Kollegin wird mir ijhre ausgefüllten Vordrucke zur Verfügunge stellen, damit ich ein wenig bei ihr abkupfern kann. Was er mit der 0-Stellung meint, verrstehe ich nicht gleich, aber google wird es mir sicher erzählen. Bitte sage mir mal, was du eine Reihenfolge vorschlägst, mit der ich , wenn es soweit ist, vorzugehen habe. Vielen herzlichen Dank für deine Mühe.

      LG

    • Hallo Shaktiji,

      im Normalfall kommt die Schweizer Steuererklärung vor der deutschen, d.h. du hast bis Ende März 2019 Zeit deine Steuererklärung CH zu machen. In deinem Fall musst du in der Schweiz gar keine Steuererklärung machen, sondern nur eine Tarifkorrektur anfordern. Ich habe damals ein paar Mails an das Steueramt Basel geschrieben und auch mit denen telefoniert. Die waren alle sehr freundlich und die Auskünfte waren hilfreich.

      Ich habe doppelte Wohnkosten, Fahrkosten nach Hause sowie auswärtige Verpflegung geltend gemacht beim Schweizer Finanzamt.
      Fahrkosten sind auf CHF 3'000 pro Jahr gedeckelt. Falls du unterjährig hier angefangen hast, musst du durch 12 teilen und dann mit der Anzahl der Monate multiplizieren.
      Auswärtige Verpflegung kann auch für die Anzahl der Monate angerechnet werden.
      Berufskosten sind mit CHF 4'000 als Pauschale im Quellensteuertarif abgegolten, aber man kann pro Wohnung ein Zimmer anrechnen lassen. Falls die Kosten höher sind, können sie abgezogen werden.

      Man reicht dann ein ausgefülltes Formular auf Tarifkorrektur ein (siehe: Formulare Quellensteuer Basel-Stadt) und bekommt dann eine Rechnung über die Höhe der noch zu bezahlenden Quellensteuer. Das geht normalerweise fix (innerhalb von einem Monat).


      Für die deutsche Steuererklärung hast du ja Zeit bis Ende Mai, bzw mit Verlängerung auch bis September. Dort rein kommen deine Einkünfte welche du Anfang 2018 noch in Deutschland gemacht hast, also die Gehälter bis zu deinem Umzug. Dafür solltest du von deinem damaligen deutschen Arbeitgeber eine Lohnsteuerbescheinigung erhalten haben. In die Anlage N-AUS trägst du deinen Schweizer Arbeitslohn ein (umgerechnet mit dem Jahresmittelkurs CHF<->EUR), welchen dir das Schweizer Finanzamt oder das deutsche Finanzamt mitteilen kann. Dazu kommt dann das vom Basler Steueramt gestempelte GRE-3 Formular sowie dein Schweizer Lohnausweis.
      Wenn in deinem Fall alles durchgeht, musst du eventuell für deine Gehälter in Deutschland (also alles was du vor dem Arbeitswechsel in die Schweiz verdient hast) noch ein paar Euro Lohnsteuer und Soli nachzahlen, da das Schweizer Gehalt deinen Grenzsteuersatz erhöhen wird.

      Aus meiner Sicht macht der Vorschlag vom Grenzgängerverein bzgl der Reihenfolge wenig Sinn, da die Schweiz früher eine Steuererklärung haben will als Deutschland.
      Ich habe das GRE-3 zusammen mit der Tarifkorrektur eingereicht und dieses dann bei meiner deutschen Steuererklärung mit eingereicht.

      0-Stellung bedeutet dass du auf dein in der Schweiz verdientes Gehalt keine deutsche Lohnsteuer zahlen musst. Das deutsche Finanzamt würde also dein GRE-3 Formular anerkennen (du hast berufsbedingt mehr als 60 Tage in der Schweiz verbracht) und möchte auf dein Schweizer Gehalt keine Lohnsteuer haben. Dafür musst du dann eine Tarifkorrektur in der Schweiz machen, d.h. die Differenz bzgl ermässigter Quellensteuer (4,5% für Grenzgänger) und voller Quellensteuer (individuell, je nach Gehalt) nachzahlen.

      Ich hoffe ich konnte dir damit etwas helfen.


      VG basileus
    • wow. du bist toll, vielen lieben dank für deine ausführliche antwort, die ich mir erst mal reinziehen muss, um zu verstehen, was du da alles sagst. ich arbeite momentan wieder und werde am 10.10. nahc hause fahren, wo ich mir alles ausdrucke und es nochmal aufmerksam lesen werde. Was ich aber schon jetzt nicht verstehe ist, was du meinst mit deinem letzten Satz: Dafür musst du dann eine Tarifkorrektur in der Schweiz machen, d.h. die Differenz bzgl ermässigter Quellensteuer (4,5% für Grenzgänger) und voller Quellensteuer (individuell, je nach Gehalt) nachzahlen.

      ermässigte Quellensteuer - volle Quellensteuer??? Ist es mit 4,5% nicht abgegolten??? Ich weiß n icht, was du damit genau meinst, denn ich ahbe noch nie in der Schweiz gearbeitet, also alles totales Neuland. Übrigenst bin ich nicht umgezogen, sondern lebe weiterhin in D und arbeite in der CH. Ach, ich werde noch mehrere Leben haben, um alles zu verstehen.
    • Hi Shaktiji,

      die ermässigte Quellensteuer ist schnell erklärt. Wenn du Grenzgänger bist (also mit G-Bewilligung) behält dein Schweizer Arbeitgeber die ermässigte Quellensteuer in Höhe von 4,5% von deinem Bruttolohn ein. Das dient dazu dass die Schweiz zumindest ein paar Franken von deiner Arbeit hier hat. Als normaler Grenzgänger versteuerst du deinen Lohn (also Einkommenssteuer und Solidaritätszuschlag) ja in Deutschland. Wäre sonst blöd für die Schweiz, da du hier zwar arbeiten würdest, aber nicht einen Franken Steuer bezahlst. Die 4,5% kannst du aber in deiner deutschen Steuererklärung angeben (doppelt Steuern bezahlen muss man nicht)

      Im Falle eines Aufenthaltes (B-Bewilligung) bezahlst du die volle Quellensteuer, welche abhängig ist vom Kanton sowie von der Höhe deines Gehaltes. Für Basel kannst du die aktuellen Tarife hier (klick) anschauen (unter Tarife Wegleitung und Tarife zur Quellenbesteuerung (PDF, 2.0 MB, nicht barrierefrei))
      Dein Arbeitgeber kümmert sich da aber automatisch drum, da er die Quellensteuer abführen muss an die Steuerverwaltung.



      In deinem Fall ist es etwas komplizierter: du bist Grenzgänger (mit G-Bewilligung), d.h. dein Arbeitgeber behält die ermässigte Quellensteuer in Höhe von 4,5% ein.

      Da du (vermutlich) unter die 60-Tage Regel nach Artikels 15a Abs.2 DBA DE/CH fällst, fällt die Steuerhoheit an den Tätigkeitsstaat (in deinem Fall die Schweiz).

      Du musst also jetzt die Differenz zwischen voller Quellensteuer (individuell verschieden, siehe oben) und den 4,5% nachzahlen, brauchst aber keine Lohnsteuer mehr in Deutschland abführen. Im Normalfall ist die Steuerlast in der Schweiz niedriger als in Deutschland, d.h. du sparst einiges.
      (WICHTIG: falls du unterjährig hier angefangen hast reichen 5 Tage pro Monat, d.h. wenn du im September angefangen hast reichen sogar 20 Tage (4 Monate x 5 Tage) für die Erreichung der 60-Tage Regel).



      VG basileus
    • Guten Morgen lieber basileus,

      ich falle nicht unter die 60 Tage Regel, da ich 168 Tage in der Schweiz bin. Ich arbeite immer im 2 Wochen Rhythmus bei einer Seniorin. Vielleicht ist es da sinnvoll, deine gute Erklärung nochmal zu überdenken und anders zu verfassen. Ansonsten bin ich begeistert, wie gut du dich mit diesen Themen auskennst. Daumen hoch für dich...Vielen lieben Dank...Was bedeutet für dich "unterjährig"....diese Fachausdrücke verstehe ich als Laie nicht gleich
    • basileus schrieb:



      Aus gerade eigener leidiger Erfahrung tu dir bitte einen Gefallen: nimm dir einen Steuerberater und mache die Erklärung mit ihm zusammen!
      Speziell die nicht grenznahen deutschen Finanzämter haben vom Thema 60-Tage Regel und DBA DE-CH meist keine Ahnung!
      Auch wenn du vielleicht etwas für den Steuerberater zahlen musst, aber du hast weniger Stress.
      Hast Du einen Tipp worauf man beim Steuerberater achten sollte?

      Ich fange ja auch unterjährig, nämlich morgen in Zürich an. D.h. von den maximal 66 noch verbleibenden Arbeitstagen in diesem Kalenderjahr, muss ich nur 15 Tage gesamt (5 Tage pro Monat) in der Schweiz nachweisen, um unter die 60 Tage Regelung zu fallen?

      Wenn ich die G-Bewilligung erhalte und mein Arbeitgeber nur die 4,5% Quellsteuer pro Monat abführt, melden sich die Schweizer Behörden automatisch oder bin ich selbst dafür verantwortlich bis zum März des folgenden Kalenderjahres die Steuererklärung einzureichen? Und was ist mit den deutschen Behörden bis Ende des Jahres? Oder wickelt man dies dann mit der deutschen Steuererklärung ab?

      Hattest Du den Fall, dass Du den Schweizer Quellsteuerausgleich getätigt hast und dann das deutsche Finanzamt von dir trotzdem die Lohnsteuer als Grenzgänger nachgefordert hat? Du hattest ja weiter oben im Text erwähnt, dass vom timing her erst die Schweizer dran sind und dann die Deutschen.
    • Shaktiji schrieb:

      Guten Morgen lieber basileus,

      ich falle nicht unter die 60 Tage Regel, da ich 168 Tage in der Schweiz bin. Ich arbeite immer im 2 Wochen Rhythmus bei einer Seniorin. Vielleicht ist es da sinnvoll, deine gute Erklärung nochmal zu überdenken und anders zu verfassen. Ansonsten bin ich begeistert, wie gut du dich mit diesen Themen auskennst. Daumen hoch für dich...Vielen lieben Dank...Was bedeutet für dich "unterjährig"....diese Fachausdrücke verstehe ich als Laie nicht gleich
      Hallo Shaktiji,

      wieso sollte die 60-Tage Regel denn nicht für dich gelten? 60 Tage ist die Untergrenze, d.h. wenn du noch mehr Tage berufsbedingt in der Schweiz verbringst: umso besser


      VG basileus
    • Druschii schrieb:

      basileus schrieb:

      Aus gerade eigener leidiger Erfahrung tu dir bitte einen Gefallen: nimm dir einen Steuerberater und mache die Erklärung mit ihm zusammen!
      Speziell die nicht grenznahen deutschen Finanzämter haben vom Thema 60-Tage Regel und DBA DE-CH meist keine Ahnung!
      Auch wenn du vielleicht etwas für den Steuerberater zahlen musst, aber du hast weniger Stress.
      Hast Du einen Tipp worauf man beim Steuerberater achten sollte? Sehr gute Frage. Ich habe einfach im Internet nach Steuerberatern gesucht. Es gibt von der Datev einen Suchdienst für Steuerberater in Deutschland. Einfach bei Google "bundesweiter steuerberater suchdienst" eingeben.
      Alternativ hier
      (ich hoffe der Link funktioniert). Ich habe noch die Einschränkung gemacht auf "Fachberater für Internationales Steuerrecht".
      Hier im Dreiländereck war allerdings das Problem dass die sehr gut bewerteten Steuerberater alle keine Klienten mehr annehmen. Du musst also eventuell etwas weiter weg suchen. Habe mir allerdings gedacht dass es mehr Sinn macht einen Steuerberater zu nehmen der in BaWü sitzt, da diese sich mit den Schweizer Spezialiäten gut auskennen.

      Ich fange ja auch unterjährig, nämlich morgen in Zürich an. D.h. von den maximal 66 noch verbleibenden Arbeitstagen in diesem Kalenderjahr, muss ich nur 15 Tage gesamt (5 Tage pro Monat) in der Schweiz nachweisen, um unter die 60 Tage Regelung zu fallen? --> richtig. Wichtig ist der Zusatz "berufsbedingt" im DBA. Am besten mit dem Steuerberater vorab klären.




      Wenn ich die G-Bewilligung erhalte und mein Arbeitgeber nur die 4,5% Quellsteuer pro Monat abführt, melden sich die Schweizer Behörden automatisch oder bin ich selbst dafür verantwortlich bis zum März des folgenden Kalenderjahres die Steuererklärung einzureichen? Und was ist mit den deutschen Behörden bis Ende des Jahres? Oder wickelt man dies dann mit der deutschen Steuererklärung ab? Die Schweizer Behörden melden sich nicht von selbst. Du musst dich beim zuständigen Steueramt melden. Ich hatte das gemacht, da ich die Frist bis Ende März nicht verpassen wollte. Das gestempelte GRE-3 Formular brauchst du so oder so für deine deutsche Steuererklärung, d.h. du bist eh in Kontakt mit der Schweizer Steuerverwaltung.


      Hattest Du den Fall, dass Du den Schweizer Quellsteuerausgleich getätigt hast und dann das deutsche Finanzamt von dir trotzdem die Lohnsteuer als Grenzgänger nachgefordert hat? Du hattest ja weiter oben im Text erwähnt, dass vom timing her erst die Schweizer dran sind und dann die Deutschen.
      Genau das ist mein Fall. Deshalb lieber gleich einen Steuerberater nehmen, da er den genauen Ablauf kennt (z.B. ob man doch erst auf den Steuerbescheid aus Deutschland wartet) und auch die ganzen gesetzlichen Regelungen dazu.



      VG basileus

    • Shaktiji schrieb:

      âch ok, danke. ich habe das dann eben nicht gleich kapiert. sorry. und was meinst du mit unterjährig?
      Kein Problem :)

      unterjährig = du arbeitest nicht das ganze Jahr in der Schweiz (also nicht alle 12 Monate)
      Ein Beispiel: du hast von Januar bis Juni in Deutschland gearbeitet und fängst am 01.07. in der Schweiz an. Damit bekommst du von Juli bis Dezember dein Gehalt in der Schweiz. Du hast also kein volles Jahr hier gearbeitet, sondern unterjährig (= 6 Monate)


      VG basileus