Das ewige Mysterium bezüglich der Abmeldung in Deutschland

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    • Das ewige Mysterium bezüglich der Abmeldung in Deutschland

      Hallo,

      aus einer Sache werde ich einfach niemals schlau:

      Braucht man für die Anmeldung in der Schweiz (B-Bewilligung) eine Abmeldebestätigung aus Deutschland?!

      Bisherige Erkenntnisse:

      - Ein guter Freund hat vor 2 Jahren keine Abmeldebestätigung aus Deutschland gebraucht als der nach Thurgau umgezogen ist
      - Mein Rechtsanwalt hat mir gesagt, dass aktuell bspw. im Kanton Zürich keine Abmeldebestätigung benötigt wird, es aber vorkommen kann, dass in Sankt Gallen, etc. eine Abmeldung benötigt wird
      - Manche hier im Forum schreiben, dass sie eine Abmeldebestätigung vorlegen mussten
      - Bei der Gemeinde wo ich meinen Mietvertrag unterschreibe (Kanton Zürich) wurde mir gesagt, dass man Perso, Passbild, Arbeitsvertrag und Mietvertrag braucht für die Anmeldung. Von einer Abmeldebestätigung wurde nichts erwähnt

      Was gilt denn nun?! :)

      Ist das russisches Roulette, ob man eine Abmeldung vorlegen muss oder nicht?

      Für manche, die noch Verbindungen in DE haben ist so eine Abmeldung/Nicht-Abmeldung ziemlich relevant...
    • Hoi ihr

      es ist tatsächlich Kantonsabhängig. Jeder Kanton kann es selbst bestimmen.
      Wir im Aargau benötigten eine Abmeldung aus Deutschland. Also ruf einfach in deiner zuständigen Gemeinde an und frag nach, das ist der sicherste Weg.


      Liebe Grüsse
      Kerstin
    • Hallo Dennis

      Von St. Gallen habe ich auch schon gehört, dass du dort einige Gemeinden eine Abmeldung verlangen. Da man bei deiner Gemeinde nichts von einer Abmeldebestätigung gesagt hat, wirst du diese auch nicht brauchen, sonst hätten sie es erwähnt. Die Schweizer Behörden sind da sehr zuverlässig.

      Schöne Grüsse
      Maik
    • Da es im internationalen Verhältnis eigentlich keine Vereinbarungen bezüglich Wohnsitze gibt, sollte die Vorlage einer Abmeldung nicht nötig sein. Immerhin ist ja auch der Fall denkbar das in zwei Ländern Wohnsitze bestehen bleiben, also eine Abmeldung gar nicht erfolgt. Zwischen Staaten gibt es auch keine Unterscheidung von Erst- und Zweitwohnsitz. Bei Wohnsitzen in zwei Ländern hat man tatsächlich zweimal einen Erstwohnsitz, was aber bei der Besteuerung i.d.R. sehr nachteilig ist.
    • Generell richtig Markus, aber für die Steuer ist eigentlich nicht ausschlaggebend ob Erst- oder Zweitwohnsitz. Der Lebensmittelpunkt und wo das Einkommen generiert wird, spielt eine wesentlich grössere Rolle.

      Noch als kleinen Nachtrag: In der Stadt Luzern und in Kriens wurde bei mir keine Abmeldung benötigt.

      Schöne Grüsse
      Maik
    • Hallo :)

      Ich greife dieses Mysterium Abmeldebestätigung auch nochmal auf, da es hier im Forum einfach immer wieder Thema ist und ich aber noch nicht ganz schlau daraus werde:
      Ich habe mich bereits erkundigt, welche Formulare ich für die Anmeldung in Basel-Stadt benötige. Hierunter ist KEINE Abmeldebestätigung aus D. Hat es irgendwelche Konsequenzen später, wenn ich mir diese nicht einhole? In einem Beitrag wurde mal geschrieben, dass das „blöd“ sein kann..(ausgenommen, dass evtl.ein Zöllner bei der Einreise diese sehen möchte)

      Ich überlege vl. den Wohnort meiner Eltern als 2. Wohnsitz anzugeben, da ich sicherlich ab und an dorthin fahren werden und erst einmal auch noch ein deutsches Konto haben werde. Damit hätte sich eine Abmeldebestätigung ja eh erledigt...
      Danke für Eure Hilfe.
    • Das wesentlichste Problem ist, dass du deine Angelegenheiten dann nicht bei der Deutschen Botschaft (oder einem Konsulat um die Ecke) in der Schweiz erledigen darfst, sondern alles über deine deutsche Gemeinde abwickeln musst. Das wäre für mich (Norddeutscher) mühsam geworden. Ich brauchte die Bestätigung bisher nie bei der Wohngemeinde. (Die Einschränkungen beim deutschen Personalausweis sind unterdessen weggefallen - das habe ich früher natürlich auch noch miterlebt).

      Bei einer Heirat ist es mit Wohnsitz in Deutschland vielleicht sogar einfacher (Ledigeneid, Ehefähigkeitszeugnis usw.). Das ist aber eben so ein Ausnahmefall und erledigt sich dann, wenn du ein Familienbuch (oder wie diese rote Mappe nun heisst: keine Ahnung) erhältst. Kostete einmalig 80 CHF und das Thema war vom Tisch. Grundsätzlich würde ich aber empfehlen Wohnsitze in unterschiedlichen Ländern zu vermeiden, wenn es nicht sonst grössere Nachteile mit sich bringt (bin da wirklich Experte und das macht es administrativ selten einfacher).

      Auch bei der Einbürgerung wurde ich nach der Abmeldung in Deutschland gefragt. Das war aber optional und diente ihnen als Beleg für den Lebensmittelpunkt. Nach Wohnsitzen in anderen Ländern wurde ich nicht gefragt.
    • Wenn du die Abmeldebestötigung verlierst (oder aktiv entsorgst wie ich), bekommst du die nach einer gewissen Frist nur noch über das Auswärtige Amt in Berlin neu. Ich musste damals 10 Monate warten (das geht noch), aber bei der Nachbeurkundung der Geburt meiner Frau habe ich vor einem Jahr herausgefunden, dass die Wartezeiten unterdessen bei über 2 Jahren liegen. Wir haben sie deshalb in Deutschland angemeldet und es dort im Standesamt nachbeurkundet.

      Also: Bewahr‘ den „Wisch“ gut auf ;)
    • Caro90 schrieb:

      Ja prinzipiell bin ich relativ schnell zu Hause, aber es ist vermutlich gut das alles korrekt zu machen und eine Heirat steht im Moment auch nicht an
      Dann lasse ich das mit dem 2. Wohnsitz auch und verlege alles brav in die Schweiz
      Bitte melde dich besser ab in Deutschland. Gerade wenn du schnell zu Hause bist, kommt das zuständige Finanzamt gerne auf die Idee doch Steuern von dir zu verlangen.
      Du hast dann zwei Hauptwohnsitze (Schweiz und Deutschland) und musst dich erklären, wo dein Lebensmittelpunkt ist.

      Das Einwohneramt in Basel-Stadt verlangt in der Tat keine Abmeldebestätigung.

      Kerstin schrieb:

      Dein deutsches Konto kannst du trotzdem behalten - da braucht es nur eine Adressänderung damit die Post dann in die Schweiz kommt.
      Das war Kerstin geschrieben hat ist korrekt. Du kannst mehrere Konten in Deutschland haben mit Wohnsitz in der Schweiz.
    • Achtung: gesetzlich hast du nur Anrecht auf ein Basis-Konto (bei jeder EU Bank auch ohne Wohnsitz). Das reicht zwar in der Regel, ist aber bei einigen Banken recht teuer. Ich habe deshalb eines meiner deutschen Bankkonten (Volksbank) 2016 geschlossen, weil sie auf einmal 10 EUR pro Monat haben wollen, und bin nun nur noch bei der LzO (Sparkasse). Das habe ich noch immer den Studentenpreis: 0 EUR - trotz Meldung der aktuellen Anschrift im Ausland.

      Siehe dazu auch: eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32014L0092
    • Neu

      Ich kann comdirect und die DKB empfehlen. Das sind kostenlose Direktbanken inkl. vollwertiger Kreditkarte, wobei die DKB bei mind. 700€ monatlichem Geldeingang sogar die Auslandsgebühren für die Kreditkarte erlässt (man zählt dann als Aktivkunde). Von der Sparkasse habe ich mich schon vor Jahren verabschiedet, als sie selbst für das eBanking-Konto auf einmal Gebühren haben wollten...
    • Neu

      Solange die Sparkasse (LzO) mich gratis Kunde bleiben lässt, bleibe ich da. Aber primär aus Faulheit, weil ich nicht überall meine neuen Kontodaten hinterlegen will.

      Im Ausland gibt es natürlich auch ab und an Fallstricke: Wenn man einen TAN-Generator bestellen möchte, leitet einen das e-Banking auf sparkassen-shop.de/lzo/ um. Dort findet man auch alles. Aber: Man kann den nicht in die Schweiz bestellen. Lässt man das "lzo" in der URI allerdings weg (sparkassen-shop.de/), dann geht es. Muss man nicht verstehen, aber so ist es. Solche "aha" Erlebnisse hat man als Auswanderer eben ab und an.

      Die LzO ist auf jeden Fall nicht perferkte Bank für Auswanderer - daran besteht wohl kein Zweifel. 700 EUR monatlicher Geldeingang wären mir aber auch zu viel, wobei ich auch keine weitere EUR-Kreditkarte bräuchte. Wahrscheinlich würde ich es dann mit N26 versuchen, weil mich dieses ganze Post-Zeugs unfassbar nervt. Als Deutsches EUR Konto würde das für mich reichen und ich brauche das Konto nur noch für das Lastschriftverfahren. Das wird wohl jede Bank hinbekommen.

      Zurück zum Thema "Definitiv abmelden":
      Ich würde meine Deutsche SIM Karte in jedem Fall noch schnell in eine e-SIM konvertieren (vor der Abmeldung in Deutschland). Zu diesem Schritt braucht es bei der Telekom ein Post-Ident (und das geht nur mit Wohnsitz in Deutschland). Ich kann da Congstar empfehlen. Keine monatliche Grundgebühr, 9 Cent pro Minute und die e-SIM kann ich bspw. im iPhone parallel zu meiner Schweizer SIM aktivieren, wenn ich in Deutschland bin. Telefoniert habe ich über die SIM noch nie, aber ich werde da recht oft angerufen, wenn ich in Deutschland bin. Ein modernes iPhone ist dann also mit zwei SIM Karten onair (eine physische und eine virtuelle). Macht man das nach der Abmeldung, muss man das Handy auf jemanden umschreiben, der noch in Deutschland wohnt (bei mir die Eltern) und dann muss der Lastschrifteinzug auch von denen erfolgen. Das ist etwas unschön und ich habe das damals vergeigt. Vielleicht hilft's hier ja jemandem. Ich habe unterdessen auch noch weitere e-SIMs aus Polen und den USA. Das ist eine tolle Erfindung für uns Weltenbummler.