Auswandern - allein und Familie in Deutschland

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    • Auswandern - allein und Familie in Deutschland

      Hallo liebe community,
      ich lasse mich wieder verführen in die Schweiz arbeiten zu gehen. Kurz über mich - Softwareentwickler, 54 J.
      In eine Woche habe ich eine Skype Interview. Die Stelle passt sehr gut an mein Profil, so dass es mit der Einstellung klappen könnte. Oder vielleicht eine andere Stelle.
      Die Überlegung, wie ich es am besten mache. Die Eigentumswohnung ist noch nicht abbezahlt. Da bleibt die Frau. Ältere Sohn geht schon nächstes Jahr studieren. Der kleine geht gerade in die 10te Klasse.
      Ich plane mit dem kleinen auswandern. Die Frau und der Sohn werden uns besuchen. Meine Frau verdient mit den Klavierunterricht nicht viel, aber ich werde selbstverständlich unterstützen.

      Was kommt auf mich? Die Familie muss in Deutschland versichert werden, Wohnung weiter abbezahlt (ca. 1200€/mon). Ich plane in de CH eine Wohnung für ca. 1000-1500 CHF zu mieten. Je nach Umstände wird die Frau nach ca 1 Jahr oder etwas später nachziehen.
      Dafür steht durchschnittlich 110.000 bis 120.000 CHF brutto zur Verfügung.

      Was denkt ihr? Übernehme ich mich vielleicht mit der Berechnung? Es sollen doch 2 Haushalte geführt werden. Ich habe keine teure Hobbys, keine weitere große Ausgaben.
      Vielen Dank im voraus für alle Antworten)
    • Hoi Andrey

      willkommen im Forum. Hört sich doch alles ganz gut an. Nur eine Frage... der "Kleine" ist dann zwischen 16-17 Jahre alt - macht er die Schule in Deutschland zu Ende (also Klasse 10) oder soll er in der Schweiz weiter gehen?

      Woher kommt ihr bzw. wie weit ist für euch der Weg in die Schweiz? Die Chance aus der 10. Klasse heraus hier eine Ausbildung zu finden schätze ich sehr gering ein... aber ist ja abhängig davon in welche Richtung es gehen soll...?

      Mein Tipp wäre, wenn es eh geplant ist, erst in einem Jahr die Familie in der Schweiz zusammenzuführen, den Teenager in Deutschland zu lassen und über die Mutter zu versichern, das ist auf jeden Fall günstiger.

      Wir haben das selbst ein halbes Jahr so gemacht und hatten viel weniger Geld zur Verfügung... und es hat auch geklappt ^^

      Viel Glück bei deinem Skype-Interview und liebe Grüsse
      Kerstin
    • Bei doppelter Haushaltsführung und Wohnung in D (Frau und Kind noch dort, D= Lebensmittelpunkt), müßtest du in D versteuert werden und könntest die Zweitwohnung steuerlich geltend machen (doppelte Haushaltsführung, Wohnung bis 1000 Euro monatlich absetzbar). Hinzu kommen die Fahrkosten für wöchentliche Heimfahrten.
      SV Beiträge müssen dann in CH gezahlt werden, wenn Wohnung und Arbeitsort in CH.
      Der mitziehende Sohn braucht seine eigene KV in CH.
      Wie das mit der KV für Frau und Kind in D ist, weiß ich nicht. Wenn das Kind studiert, kann es in die studentische KV, der Beitrag ist tragbar.
      Die Frau bräuchte ihre eigene (freiwillige, schon teurer), falls die Familienversicherung nicht mehr möglich ist, weil du in CH krankenversichert bist.
      Falls du im Grenzgebiet wohnst, sieht das Ganze schon wieder anders aus. Dazu fehlen hier die Infos. Wie ist die Frau denn jetzt krankenversichert?
    • Hallo Kerstin,
      vielen Dank für die nette Antwort. Wir wohnen in Hannover. Der "kleine" Sohn wird erst nächstes Jahr 16. Wir möchten, dass er studieren geht. Ich würde ihn gerne mitnehmen. Ich weiß nicht ob es sinnvoll ist. In D hat er noch 3 Jahre Abitur zu machen.

      Hallo Shanau,
      danke für die informative Antwort.
      Meine Frau ist über mich krankenversichert. Sie gibt von Privat Klavierunterricht - also keine richtige Arbeit mit KV. Die Familie wohnt nicht im Grenzgebiet, in Hannover. So dass ich wahrscheinlich nicht mal jedes Wochenende nach Hause fahren könnte. Älterer Sohn geht erstmal nächstes Jahr studieren.

      Also erstmal viel unklar mit der Familienersicherungen. Mal sehen, was die erste Interview bringt.

      LG
      Andrey
    • Eigentlich ist es einfach. Familienversicherung geht dann nicht mehr, dh. Frau muß sich selbst versichern. Der Beitrag war soweit ich mich erinnere ziemlich hoch, aber im Vergleich zum Mindestbeitrag in CH doch noch human (vor meiner Hochzeit hatte ich kurz eine freiwillige Versicherung, es waren damals um die 230 Euro monatlich wenn ich nicht irre). Ich würde das rechtzeitig vorher mit der Krankenkasse abklären, so dass es auch keine Lücken gibt.
      Solange Frau und Kind noch in D leben, wird das Finanzamt auf jeden Fall die volle Versteuerung "an sich reißen". Mit Eigentumswohnung für die du Raten bezahlst und wo Familie wohnt, gibt es keine Argumente dagegen.
      Die Anmeldung einer doppelten Haushaltsführung und wöchentlicher Heimfahrten beim Finanzamt können die Kosten etwas drücken.Bei einem guten CH Gehalt werden die Steuern aber sicherlich dennoch ziemlich hoch sein.
      Hier kannst du das mal durchrechnen: biallo.sueddeutsche.de/tz/sued…oppelhaushaltrechneri.php
      Der Rechner ist ganz super, da er auch die veränderten Fahrtkostenpauschalen bei der ersten/letzten Fahrt und den Verpflegungsaufwand in den ersten 3 Monaten sowie die Einrichtung der neuen Wohnung berücksichtigt.
    • Hoi Andrey

      Also das mit der KV für deine Frau stimmt dann definitiv - sie muss sich selbst versichern... ich hatte mir für diesen Zeitraum einen Job gesucht, damit ich mir die Kosten sparen konnte, ausserderdem würde ich dazu raten, den jüngeren Sohn erst die Schule zu Ende machen zu lassen (falls möglich) - da hier schon sehr früh Französisch unterrichtet wird soweit meine Infos und dann wird es bestimmt nicht so leicht.

      Ausserdem könnte er dann bei seiner Mutter evtl. mit versichert werden. Ansonsten muss er hier eine eigene Krankenversicherung haben, d.h. du zahlst diese zusätzlich zu deiner Versicherung dazu.

      Dieses doppelte zahlen läppert sich doch ganz schön...

      Da würde ich eher Nägel mit Köpfen machen und alle zusammen einwandern, die Wohnung in Hannover zu vermieten versuchen und studieren kann man hier meines Wissens auch.... ;) und wenn deine Frau hier Klavierunterricht geben könnte, dann würde sie theoretisch richtig gut dazu verdienen können.

      Aber das muss man natürlich alles mal in Ruhe auseinander "klamüsern"...

      Liebe Grüsse
      Kerstin
    • Andrey,

      Du hast geschrieben:
      "Was denkt ihr? Übernehme ich mich vielleicht mit der Berechnung?"

      Meine ganz ehrliche Meinung dazu:
      Ein Skype Interview sagt gar nichts aus, die Dinger mache ich mit Bewerbern ja schon fast täglich. Problem ist dabei immer der subjektive Eindruck des Bewerbers. Was Du aber sicher besser beurteilen kannst ist Dein Berufsfeld als SW-Devel.
      110000 CHF sind kein anspruchsvolles Gehalt für einen guten SW-Devel, das kostet uns bereits ein IT-Supportler. Da müsste schon weit mehr drin sein und wenn es Deine dargestellte Situation angeht wird es mit dem genannten Gehalt doch eng werden....

      Viel Glück,

      Koadl
    • Hallo zusammen,

      vielen Dank für eure freundliche Antworte!

      Einiges, was die Versicherung angeht ist schon klar.
      Mit Skype-Interview war aber nichts. Wir haben telefonisch kommuniziert. War sehr positiv. Am Ende des Gesprächs wurde ich gefragt, ob ich schon in der nächsten Woche Freitag zum persönlichen Gespräch kommen könnte(in eine Filiale in D). Ich wollte am nächsten Tag meine Antwort geben, ob ich kann. Die Firma hat aber der Termin bis auf weiteres verschoben. Also - das Gespräch findet (wenn schon) Anfang des nächsten Jahres. Wie mein Vermittler mir später sagte, war der Chef-Entwickler von meiner Vorstellung überzeugt, nur HR-Frau hatte bedenken. Familie in D und so.
      Was das Gehalt angeht, ich sagte - für den Einstieg ist akzeptabel, aber was danach - sollen wir besprechen und falls dazu kommt vertraglich festlegen.
      Der Vermittler meinte mit meinen Skills und Erfahrung ca. 125.000 wären angemessen. Aber gut, mal sehen wie es kommt.
      Falls es neues gibt, schreibe ich weiter. Das Thema Schweiz interessiert mich schon längere Zeit.

      Viele herzliche Grüße!
      Andrej