In welcher Branche bzw. Job hat man als Ausländer überhaupt Chancen?

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    • In welcher Branche bzw. Job hat man als Ausländer überhaupt Chancen?

      Hallo liebe Community,

      ich habe mich frisch hier in dem Forum angemeldet, weil mich einfach eine Frage (oder möglicherweise einige?) brennend interessiert. Zurzeit bin ich 25 Jahre alt, also noch sehr jung,
      mache eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement. Wie ihr seht, viel vorzuzeigen habe ich definitiv noch nicht. Dazu muss ich aber sagen,
      dass ich auch noch lange nicht vor habe, auszuwandern. Nur habe halt so meine Träume/Wünsche wie jeder andere Mensch denke ich auch.
      Leider bin ich einer dieser Menschen, die seeeeehr weit und meist sehr früh schon an die Zukunft denken und alles genaustens weit im voraus planen müssen, bevor sie überhaupt
      irgendetwas wirklich angehen.

      Nun ist es so, dass ich mich schon durch einige Foren durchgelesen habe und sehr selten Positives gelesen habe. Die meisten Menschen die es schaffen
      in die Schweiz auszuwandern, haben auch meist einen Job, der sehr oft gefragt ist. Eine Kauffrau ist schon alleine in D meines Erachtens nach "kaum" gefragt...
      Zudem haben viele halt oft einen Schweizern als Partner, was es für viele etwas einfacher macht dorthin auszuwandern. Ich und mein Verlobter leben nunmal beide in Deutschland, was das alles noch schwieriger macht.

      Jetzt glaube ich, dass ich meinen Traum vielleicht eines Tages in die Schweiz zu ziehen (natürlich mit meinem Verlobten, der wirklich Deutscher ist, ich bin eigtl. Luxemburgerin) wohl auf
      Eis legen sollte und mich vielleicht mit der Situation zufrieden geben muss, nicht viel weiter wegzugehen, sondern wohl quasi hier zu bleiben wo ich jetzt lebe. Zumal ich
      glaube, dass im kaufmännischen Bereich nur Leute gesucht werden, die auch Schweizerdeutsch können, was wir alle wissen, ich mir niemals so aneignen könnte,
      ohne dass es lächerlich klingt :D Und allgemein denke ich, dass dieser Beruf dort genau so überlaufen ist wie hier auch...

      Daher weiß ich nicht, ob ich mir wirklich unnötig Hoffnungen machen soll, dass das jemals klappt. Mein Wunsch ist es eines Tages in der Nähe der Berge zu leben. Wir machen seit Jahren
      jedes Jahr zweimal Urlaub irgendwo in der Schweiz, meist Berner Oberland, weil es uns dort am Besten gefällt. Und es wäre schön, wenn man einfach nicht immer nur 2x im Jahr hinfahren könnte,
      sondern man einfach auch mal für ein verlängertes Wochenende in die Berge kann, wenn man einfach mal abschalten möchte. Bisher haben mir Urlaube in Städten oder am Meer einfach nicht zugesagt. Mich zieht es einfach
      immer wieder in die wundervolle Berglandschaft..aber innerhalb Deutschland ist es finanziell wirklich kaum möglich irgendwo hier nahe der Alpen zu wohnen...Besonders als Kauffrau.
      Bayern ist viel zu teuer und dort brauch man ohne 4000 netto zu verdienen erst gar nicht hinziehen, zumindest nach dem was ich preislich gesehen habe. Der Bodenseekreis ist wie ich gesehen habe, mindestens genauso teuer
      und bei mieten i. H. v. 1000 aufwärts unbezahlbar für uns..denn wir rechnen nicht damit zukünftig beide sehr viel zu verdienen. Zumindest kenne ich viele Kauffrauen die gerade mal 1200 Netto verdienen...mehr als welche
      die 1600 netto am Ende raushaben. Daher will ich mir da nicht alt zu sehr große Hoffnungen machen, mal zu den guten Verdienern zu gehören, sondern versuchen mit dem zu leben
      was man hat und damit auch glücklich zu werden...

      Aber ich kann einfach nicht einschätzen, wie realistisch die Chancen überhaupt sind. So einige finden in der Schweiz als Deutsch/Ausländer keinen Job, das sind meist sogar
      Menschen die ne höhere Bildung als ich haben, studiert haben oder Berufe ausüben die händerringend gesucht werden. Und ich will diesen Schritt sicherlich nicht wagen,
      wenn man mit dieser Ungewissheit da rangehen muss. Dann hört man links und rechts, das man ohne Job keine Wohnung findet, aber ohne Aufhenthaltsgenehmigung, die man eigentlich nur
      durch einen Job auch bekommt, keine Wohnung bekommt. Da denke ich mir, Ok dann lass ich es lieber bleiben, anstatt irgendwelchen Träumen hinterherzujagen, die wahrscheinlich
      so nicht einfach zu realisierbar sind. Und ich denke, Niemand kann mir das besser sagen, als die Leute hier im Forum :).

      Ich bin für jeden Rat dankbar :)
    • So richtig eine Frage kristallisiert sich nicht aus Deinem Text für mich heraus.Das ist aber auch überhaupt nicht schlimm..
      Ich denke...Du machst gerade Deine erste Ausbildung( denke ich) und Du musst Dir mehr Zeit geben zu schauen ..was Du wirklich möchtest und was Dir über die Jahre wichtig wird.

      Ich bin 41 und habe mehrere Gründe gehabt hierher zu ziehen..mehr Natur..mehr Ruhe..bessere Verdienstkpnditionen usw.....und sicherlich hatte ich keinen Schweizer Mann der mich mitgezogen hat.Das ist nicht das beste...denn so bleibt man mehr bei sich..mot den eigenen Wünschen.
      Mein Tip: nimm Dir Zeit Deine Ausbildung fertig zu machen und zu schauen..was Dir wichtig ist.
      Gruss Honigbiene
    • Hallo Honigbiene,

      danke dir für deine Antwort. Es scheint wohl wirklich so, dass meine Frage nicht so richtig rübergekommen sein mag :)

      An sich ist meine Frage eigentlich die, wie die Chancen stehen, im kaufmännischen Bereich einen Job in der Schweiz zu finden. Bisher habe ich nur oft gelesen, dass es auch die
      Schweizer schwer haben und irgendwie demotiviert das einen bzw. mag man dann auch nicht mehr daran glauben, dass es wohl irgendwann klappen könnte. Ich bin ein Mensch,
      der es nicht mag, sich da falsche Hoffnungen zu machen. Mein Freund wird nach mir die gleiche bzw. eine ähnliche Ausbildung beginnen. Zurzeit kann aus finanziellen Gründen nur
      ich diese absolvieren...nachher ist er sogesehen mit der Ausbildung dran. Dann wollen wir erstmal noch beide etwas Berufserfahrung sammeln und erst DANN würden wir
      mit dem Gedanken spielen, wirklich wegzuziehen. Vorher ist es definitiv unrealistisch und nicht machbar.

      Aber Gründe habe ich eigentlich schon so einige. Zum einen wäre der Verdienst in der Schweiz, es mag sein, dass die Lebensunterhaltungskosten usw. teurer sind. Aber alles in einem würde
      ich als Kauffrau dort trotzdem mehr verdienen. In meinem jetzigen Bundesland (Saarland) verdient man nur mit Glück vielleicht mehr als 2000 Brutto. Die meisten Firmen zahlen unterdurchschnittlich...
      Dazu kommt, dass man einfach eine menge Steuerabgaben hat und so toll das deutsche Sozialsystem auch ursprünglich angedacht war, frage ich mich dennoch sehr oft wo all mein Geld eigentlich hinfließt. Und
      wenn ich sehe wie viele Menschen hier ohne Arbeit jahrelang Gelder beziehen, dann zweifel ich einfach, dass dieses System das richtige für alle Beteiligten ist...Es ist einfach ein System
      das zu sehr ausgenutzt wird, auf Kosten derer, die arbeiten gehen wollen bzw. auch müssen, denn ohne Geld kann man sich auch nichts kaufen. Man fühlt sich eher beraubt, als das man
      das Gefühl hat, für seine Arbeit belohnt zu werden.

      Dann habe ich jedes mal einfach so eine Sehnsucht nach der Natur und der Berglandschaft. Diese ist für mich in der Schweiz einzigartig. Als ich damals das erste mal mit 17 einen schweizer Kollegen
      besucht habe und wir nach Interlaken gefahren sind, da war ich hin und weg. Alleine die Autofahrt entlang des Sees war traumhaft. Danach bin ich jedes Jahr mindestens 1x hingefahren. Einmal war ich auch
      mal eine Woche bei diesem besagten Kollegen. Der hat zu dem Zeitpunkt noch in Zug gewohnt. Da fand ich es aber auch sehr schön. Später ist er nach Cham gezogen,
      wo ich dann auch mal besuchte und auch da fand ich es einfach total toll. Alleine den Blick auf die Berge zu haben, hat mich so sehr erfüllt, dass ich am liebsten dort geblieben wäre.
      Wenn ich nach Hause fahre, fehlt mir diese Aussicht jedes mal wieder. Ich lebe zwar eher im Mittelgebirge und auch hier mag es schöne Natur geben, aber alles was man hier
      dann zusätzlich oft vorfindet, ist Plastikmüll oder Sperrmüll. Für mich gibt es nicht schöneres als im Sommer in eines der schönen Seen der Schweiz zu schwimmen. Mit einem Baggersee oder
      anderen Seen wie ich es von Deutschland kenne, kann ich mich wirklichnicht anfreunden, geschweige denn würde ich da jemals ein Fuß hineinsetzen. Zudem bin ich ein Mensch,
      der diese Ruhe auch einfach braucht und auch genießt. Dann wäre einfach noch die Sicherheit die in der Schweiz herrscht ein wichtiger Punkt. Ich habe mich noch an keinem Ort so sicher gefühlt, wie dort.
      Man lässt seine Tasche am See liegen, ohne dass man ständig in Angst leben muss, dass man bestohlen wird. Die Menschen lassen teilweise sogar ihre Chalets offen stehen (habe schon oft über AirBnB übernachtet und
      da war das dann so, dass der Schlüssel halt schon aussen gesteckt hat) und man hat dort sage ich mal, noch so viel Vertrauen. Oder man findet unterwegs beim Wandern quasi eine Selbstbedienungstheke an der man einfach Geld reinschmeißt, wenn man was kaufen möchte..Das wäre in D leider unvorstellbar. Und das vermisse ich hier wirklich enorm. Das einzige was ich befürchte in der Schweiz zu vermissen,
      ist die Offenheit der Menschen. In D hatte ich es nicht so schwer, neue Leuten kennenzulernen. Viele hier sind sehr offen, auch anderen Kulturen gegenüber. Das finde ich eigentlich ganz schön.
      Nur habe ich Angst, dass wir beide in der Schweiz isoliert leben würden. Wobei ich auch sicher nicht in ein Dorf ziehen würde, sondern eher in eine Stadt, wo eventuell auch
      einfach viele Kulturen auf einem Fleck sind. Man hört halt sehr oft, dass die Schweizer etwas zurückgezogener sind und ich muss sagen, wir haben es in Thun schon echt mehrmals so erlebt. In Interlaken
      nicht, weil es eine Touristengegend ist, aber ich sage mal, in Gebieten wo sich weniger Touristen aufhalten, merkt man es deutlich. Es gab auch schon unfreundliche Kellner, wo ich mir dachte,
      sollte man nicht wenigstens da professionell sein, auch wenn man Deutsche vielleicht nicht mag? Manchmal denke ich mir auch, wir machen irgendwas falsch, benehmen uns unnormal. Aber ich finde,
      dass wir keine assozialen Urlauber sind oder dersgleichen...Von Daher verstehe ich manchmal nicht, warum man so behandelt wird. Und genau das, gibt es in D halt nicht. Und
      das ist so eines der Hauptgründe, warum ich vielleicht lieber grenznah der Schweiz in D leben würde..aber wie bereits schon gesagt, ist es mit dem Gehalt hier D einfach unbezahlbar. Es wäre
      eventuell sogar bezahlbar, aber mit Verzicht auf so einiges. Und ich möchte nun wirklich nicht jeden Cent zweimal umdrehen müssen.

      Ein anderer Punkt, der vielleicht merkwürdig klingen mag, ist dass ich es gut finde, dass es in der Schweiz noch sowas wie regionale Produkte gibt. Ich finde gut, dass die Preise von solchen Dingen wie Fleisch sehr hoch sind, denn es verleitet dazu, einfach mehr vegetarisch zu essen, auf seine Ernährung zu achten. Hier ist Fleisch teilweise günstiger als 3 Paprikas...und ich finde das unmöglich. Wir verdienen leider beide nicht viel
      und fast jedes unserer Gerichte hat irgendwas mit Fleisch zu tun, weils nunmal oft das Günstigste ist. Und selbst wenn man mal hier teures Bio Fleisch käuft, weiß man noch lange nicht wo es her kommt. Und das ist vor
      allem in normalen Supermärkten einfach kaum zu finden. Das man dann einfach für 11 Euro ein Rahmschnitzel im Restaurant essen kann, sagt halt dann auch widerrum viel über die Herkunft und der Qualität aus...
      Deutschland mutiert in meinen Augen was die Ernährung angeht immer mehr in ein zweites Amerika. Zumindest habe ich oft das Gefühl, dass die Regale in den Supermärkten einfach vorgeben,
      was man zu essen hat...Und das man mit 1800 brutto echt kaum die Möglichkeit hat, einfach mal hochwertige Produkte zu kaufen, finde ich einfach nur schade...denn es reicht am Ende
      dann meist vorne und hinten nicht. Manchmal schämt man sich dann dafür, dass man so einkaufen gehen muss. Eigentlich müssten wir sogar auf so Läden wie Netto zugreifen, weil es im Endeffekt doch etwas günstiger für uns wäre, aber ich versuche mich dagegen zu wehren, nicht dort einzukaufen. Überhaupt finde ich schlimm, dass solche Läden in einem Land existieren müssen. Und allein die Kundschaft dort, bringt mich dazu, nie in diesen Laden zu gehen.

      Puh...ich habe jetz so viel geschrieben. Langsam brauch ich eine Pause. Morgen müssen wir früh raus, da geht es nämlich zum Bodensee bis nach Silvester und am Samstag wenn das Wetter gut ist, besuchen wir den Säntis-Berg :CH:
    • Hallo Cookiemonster

      Wie ich lese hast du dich bereits sehr intensiv befasst und weisst genau worauf du dich bei einer Auswanderung einlassen würdest. Deine Ängste und Hoffnungen auf die Schweiz treffen erstaunlich gut. Für deine Ängste habt ihr auch die richtigen Lösungen parat. Von dieser Seite schätze ich eure Chancen, bei einer Auswanderung sich erfolgreich integrieren zu können, daher sehr gut ein.

      Von beruflicher Seite ist Kauffrau für Büromanagement bzw. Kaufmännische Angestellte für die Schweiz denkbar schlecht. Wie du bereits richtig einschätzt ist dieser Beruf in der Schweiz sehr überlaufen. Auf eine ausgeschriebene Stelle kommen für gewöhnlich sehr sehr viele Bewerbungen. Da muss man sich auch überlegen, warum ein Schweizer Arbeitgeber in diesem Fall einen ausländischen Bewerber berücksichtigen sollte. Sehr gute Sprachkenntnisse (Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch) könnten hilfreich sein. Eine Weiterbildung zur Medizinischen Praxisassistentin würde die Chancen deutlich verbessern.

      Gefragte Berufe in der Schweiz finden sich im medizinischen Bereich, IT, neue Medien und Handwerk.

      Schöne Grüsse
      Maik
    • Hallo ihr Lieben,

      tut mir Leid, dass ich nicht antworten konnte. Wir waren am Bodensee und hatten leider kein W-Lan in unserer Unterkunft, was etwas ärgerlich war, aber naja :D

      Also ich hätte da noch ein paar Fragen zu euren Tipps:

      1. Gleicht diese Weiterbildung zur medizinischen Praxisassistentin bzw. Spitalsekretärin der Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten in D?
      Denn ich kenne diese Ausbildung und ich wüsste, dass ein Job in einer Praxis höchstwahrscheinlich nichts für mich wäre. Zumal man ja auch
      wie das Wort schon sagt, noch nebenbei bei OPs assistieren muss. Und das ist etwas, was ich mir nicht vorstellen kann und mir denke ich kaum
      Freude beraten würde, da ich so schon selber panische Angst vor OPs habe und mir sowas auch nicht gerne ansehe. Zudem ist eigentlich
      die medizinische Angestellte in D zumindest sehr schlecht bezahlt. Wie sieht es denn in der Schweiz aus?
      Außerdem würde so ein rein bürokratischer Job, wie die einer Sekretärin kaum zu mir passen. In meiner Ausbildung kümmere ich mich
      darum, die Reisen unserer Mitarbeiter zu organisieren bzw. zu buchen, überprüfe Reisekosten, bestelle bei Bedarf neues Büromaterial/Getränke für unseren Standort,
      arbeite etwas mit SAP wenns um die Erstellung der Lieferscheine geht oder Reisekostenabrechnungen. Also es ist wie ihr seht, sehr vielfältig.
      Und ich habe nicht vor, später nur denke ich eine reine Sekretärin zu bleiben, die nur für Auskünfte, Post, E-Mail Verkehr und Telefonverkehr zuständig ist. Ich glaube,
      dass nur diese Aufgaben alleine, mich nicht erfüllen würde.

      2. Da wäre noch die Frage, wie es aussieht mit Jobs in der Buchhaltung. Brauch man dafür auch eine spezielle Weiterbildung? Ist das für mich überhaupt möglich?
      Denn zurzeit macht mir alles mit Zahlen am ehesten Spaß und ich würde mich dafür interessieren, auch später in diese Richtung zu gehen.

      3. Müsste ich dann solch eine Weiterbildung in der Schweiz absolvieren oder in Deutschland? WÜsste nicht, dass es sowas wie Spitalsekretärin hier gibt. Habe dazu noch gefunden,
      dass diese 1 Semester dauert. Stimmt das?! Eine Weiterbildung muss einem ja auch finanziell irgendwie möglich sein und daneben auch noch einen Job haben. Das würde denke ich in der
      Schweiz wohl eher unmöglich beides zu haben.

      Was Sprachen angeht, habe ich das Glück, 12 Jahre in Luxemburg Französisch gehabt zu haben. Wobei ich da in Hören/Verstehen sehr gut bin, aber im Sprechen/Schreiben eher mittelmäßig und im Sprechen meist nicht
      sehr fließend, da ich nun seit 5 Jahren in D lebe und so einiges einfach vergessen habe. Aber ich kann mich immer noch sehr gut verständigen. Es wäre nur eine Sache der Übung denke ich, da wieder etwas reinzufinden.
      Ich weiß aber auch nicht, wie hoch die Ansprüche der Schweiz sind. Mit Englisch habe ich auch kein Problem, das kann ich weitesgehend gut fließend. Nur auch hier müsste ich mir etgwas von dem
      Business Englisch angewöhnen, denn momentan habe ich so gut wie gar keinen telefonischen Kontakt zu Menschen die Englisch sprechen. Uuuund ich kann auch noch luxemburgisch, was meine Muttersprache ist,
      mir aber in der Schweiz sicher nix bringt, es sei es ruft vielleicht mal einer an :D :D Ich erhoffe mir irgendwie, dass ich durch meine Nationalität etwas weniger benachteiligt bin als mein Lebensgefährte :/

      Ich bin sehr anpassungsfähig. Habe 1 Jahr in BaWü gelebt und sehr schnell angefangen rumzuschwäbeln, genauso auch hier im Saarland, do schwätz ich de ganze daach nur saarlännisch mit meine saarlännische Freunde :).
      Ähnelt aber auch sehr dem luxemburgischen, daher fällt mir das sehr einfach :thumbsup:
    • Hallo Cookiemonster

      Das ist so, als MPA oder medizinische Fachangestellte, musst Du in der Regel nur bei kleineren operativen Eingriffen assistieren, nicht bei grossen OP´s. Ausschlaggebender ist, ob Du Dir Blutentnahmen usw. zutrauen würdest? Im Prinzip ist es ein sehr spannender und abwechslungsreicher Beruf, der mir persönlich sehr viel Freude bereitet und mich erfüllt. Auch weil das Berufsbild hier noch vielseitiger ist. Jedoch weiss ich auch, was nicht so meins ist.
      Hauptaugenmerk wird hier in Arztpraxen auf die Röntgenbefugnis gelegt. Die habe ich noch in Deutschland gemacht. Allerdings ist diese nicht gleichwertig, mit der hier in der Schweiz, wie ich jetzt bei meiner letzten Bewerbungsoffensive öfter gemerkt habe.

      Die Weiterbildung zur Arztsekretärin müsstest Du hier in der Schweiz selber finanzieren. Ich denke es wäre eine Alternative zur MPA. Wenn Du auf den Seiten der Spitäler oder unter Praxistellen.ch herum liest, kannst Du Dir ein Bild machen, was gefordert wird. Letztendlich liegt es Dir, was Du Dir zutraust, was eher nicht, was Dich erfüllt. Das ist schon so.
      Kompromisse muss man aber in jedem Beruf eingehen oder auch andere Wege gehen. Vielleicht wäre ja auch Physio- oder Ergotherapeut eine Möglichkeit. Pflegeeinrichtungen suchen manchmal Arbeitskräfte mit Kaufmännischer Ausbildung, was nicht heisst, dass man dann in der Pflege arbeitet. Krankenversicherungen suchen auch kaufmännische Arbeitskräfte. Es wird allerdings auch immer, egal in welcher Branche, Berufserfahrung voraus gesetzt... Auch von ganz jungen Arbeitskräften, was für mich ein Unding ist! Die einen (mit Berufserfahrung) sind zu alt und andere zu jung und unerfahren... Wer ist da im Vorteil, oder besser gesagt am preiswertesten???

      Im Prinzip sind Deine Gedanken richtig. Wie sagt man doch so schön "Träume nicht Dein Leben - Lebe Deinen Traum" Das solltest Du/ solltet Ihr auch!
      Ich hab es getan und bis heute nicht bereut. Trotz einiger Stolpersteine, die im Weg lagen oder immer noch liegen und mit Ü50. Inzwischen bin ich 3mal umgezogen, habe im Januar meine 5. Arbeitsstelle angetreten. Trotz alledem fühle ich mich sehr wohl hier in der Schweiz und kann mir eine Rückkehr nach Deutschland nicht vorstellen. Mein Sohn (31) ist in Deutschland geblieben und geht dort seinen beruflichen Weg. Auch auf Umwegen, aber er ist im April diesen Jahres am Ziel. Dann ist er Berufsfeuerwehrmann, sein Traumberuf.

      Man kann das Leben nie so genau planen... Wie sagte die Mutter von Forest Gump so treffend: " Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel, man weiss nie, was man bekommt."
      Ihr seid noch jung und habt noch jede Menge Möglichkeiten, das herauszufinden.

      Es ist aber auch wirklich nicht mehr so einfach, auch für jüngere Leute, denke ich, hier in der Schweiz eine Arbeit zu finden. Bestimmte Berufsgruppen sind da schon im Vorteil, wo Fachkräftemangel herrscht. Da Ihr ja nicht zu dieser Kategorie gehört, könnte man vielleicht überlegen für den Anfang auch Ggf. eine artfremde Tätigkeit auszuüben, wenn man die Möglichkeit bekommt. Erst mal den Fuss in der Tür haben, dann weiter sehen.
      Finanzielle Mittel für Fort- oder Weiterbildungen sind in Eurem Alter sicherlich begrenzt. Ein neues Leben kostet nicht wenig.

      Manchmal muss man einfach los laufen... ;)

      Viele Grüsse
      Anja
    • Neu

      Hallo Anja,

      danke dir für deine Antwort.

      Blut abzunehmen wäre definitiv nichts für mich. Ich sträube mich schon selbst davor nur bei der Blutabnahme zuzuschauen und auch selber kann ich kein Blut sehen. Das in der Pflege viel gesucht wird, ist auch in D so. Leider habe ich die Ausbildung dazu nicht, zudem möchte ich auch nicht in Schichten arbeiten, da mir die Zeit mit dem Partner auch irgendwo wichtig ist. Mit dem sozialen Bereich hatte ich nach meinem sozialen Jahr relativ schnell abgeschlossen, da der Job einfach unterbezahlt ist und knochenhart ist. Sowohl physisch als auch psychisch. Ich denke, dass das Gesundheitswesen allgemein nicht meins ist. Vielleicht als Kauffrau in einem Krankenhaus an der Rezeption arbeiten wäre noch eine Alternative, aber ich möchte nichts mehr machen, wo ich zu nah an den Menschen ran muss. Leider machen mir Zahlen auch Spaß und ich würde echt gerne später lieber was
      in Richtung Buchhaltung machen. Wenn das in der Schweiz gar nicht möglich ist, dann ist das nun mal leider so. Dann müsste ich den Traum halt aufgeben. Aber ich habe nun schon mehrmals Jobs gemacht, die mir kein Spaß gemacht haben und ich weiß leider wie das ist, wenn man morgens eigentlich nicht mehr die Lust verspürt überhaupt noch aufzustehen...Ich bin ganz froh, dass ich aus dieser Spirale raus bin und jetzt etwas mache, was mir auch Spaß macht. Möglicherweise habe ich auch einfach Glück und finde doch was. Immerhin habe ich noch meine sprachliche Kompetenzen, die nicht jeder hat und von Vorteil sein können. Es wäre nicht Sinn der Sache,
      nur einen Job zu machen der mich nicht wirklich glücklich macht, nur um in dem Land leben zu können, wo ich eigentlich leben möchte. Ich möchte nach meinem Abschluss 2020 sowieso erstmal noch in Deutschland bleiben, etwas Geld ansparen und noch paar Jahre Berufserfahrung sammeln, bevor ich diesen Schritt wirklich wage.

      Die Arztsekretärin könnte ich mir jedenfalls überlegen und ich würde denke ich auch voerst für sowas hinsparen, damit ichs mir problemlos finanzieren kann. Ohnehin gehe ich ohne Kapital nicht ins Ausland. Wenn ich das schon nicht wirklich habe, wäre es blöd hier alles liegen und fallen zu lassen. Daher hoffe ich, dass wir in den nächsten 5 Jahren noch so einiges sparen können.