Vermietete Eigentumswohnung in D

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    • Vermietete Eigentumswohnung in D

      Hallo zusammen & Grüezi

      ich hoffe alle Mitglieder hatten einen guten Start ins neue Jahr und ich bedanke mich hier schon einmal für die Hilfe in diesem Forum.

      Ich bin mir nicht ganz sicher in welches Unterforum mein Anliegen passt deshalb versuche ich es einfach hier. Als Anmerkung, ich habe vergeblich nach einer Suchfunktion Ausschau gehalten um meine Frage eventuell schon beantworten zu können aber bin nicht fündig geworden. Habe ich etwas übersehen?

      Ich werde Ende des Jahres mit meiner Freundin in die Schweiz (Kanton Zürich) ziehen um dort einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. im Jahr 2018 habe ich eine Eigentumswohnung in D gekauft die Anfang 2020 fertiggestellt werden soll. Diese wollte ich eigentlich selber beziehen aber nun kam doch alles anders. Da ich irgendwann in diesem Forum mal den Satz "...außer man bezieht noch Mieteinnahmen aus D" im Zusammenhang mit steuerrechtlichen Fragen gelesen habe, wollte ich nun nochmal genau nachfragen.
      Ich habe in solchen Sachen wirklich keine Ahnung und würde nun gerne wissen wie sich das genau mit den Mieteinnahmen aus D und der Steuer verhält und ob es besser wäre die Wohnung an z.b Familienangehörige zu überschreiben etc. ?

      Vielen Dank im Voraus :)

      Neil
    • Hallo,

      da ich noch nicht ausgewandert bin kann ich zur Auswirkungen in der Schweiz noch nichts sagen. Aber da sich in unserem Fall diese Fragen ebenfalls gestellt haben, kann ich sie Dir mindestens für den deutschen Teil bereits beantworten (lt. StB).

      Die Mieteinnahmen lösen nach § 49 EStG (hier Absatz 6) eine beschränkte Steuerpflicht aus. D.h. die Einnahmen unterliegen der deutschen Einkommenssteuer. Du wirst also konkret eine Ekst-Erklärung abgeben müssen und dabei zum Satz eines Singles bei diesen Einnahmen versteuert.

      Ob es dann ein Doppelbesteuerungsabkommen mit der Schweiz gibt und diese Einkünfte dann darunter fallen entzieht sich bisher meiner Kenntnis ;)

      Zusammenfassend: Um eine geregelte Vermietung zu gewährleisten wird man wohl besser auf einen ortsansässigen Verwalter (Notfälle, Neuvermietung, Zahlungskontrollen, Nebenkostenabrechnungen, Kontakt mit Firmen usw.) zurückgreifen und eine Steuererklärung beim StB machen, je nach Renditesituation der Vermietung (ggfs. auch Abschreibungssituation) also eher unattraktiv weil sehr aufwändig.

      Viele Grüße
      Markus
    • Vielen Dank für die Antworten :) Mittlerweile bin ich auch zu den genannten Ergebnissen gekommen. Diese Info habe ich erhalten und will sie auch hier teilen:

      "Laut dem DBA mit der Schweiz, sind die Vergütungen für unselbständige Arbeit die für die Tätigkeit an Bord eines Flugzeugs bezahlt werden am Ort der Geschäftsleitung des Arbeitgebers zu versteuern. Dass müsste dann in der Schweiz sein. Die Einkünfte aus der Vermietung sind in Deutschland zu versteuern (beschränkte Steuerpflicht in Deutschland); diese Einkünfte werden in der Schweiz steuerfrei gestellt, unterliegen aber dem Progressionsvorbehalt. Eine Verlustverrechnung mit negativen Einkünfte aus dem Drittland dürfte in der Schweiz, analog dem deutschen Recht, nicht möglich sein. Sollten daher die Ausgaben für die Vermietung (inklusive Abschreibung; Anschaffungskosten ohne Grund und Boden auf 50 Jahre verteilt) die Mieteinnahmen übersteigen, werden diese nicht direkt mit den „Schweizeinkünften“ verrechnet, sondern mit zukünftigen deutschen Vermietungseinkünften verrechnet.

      Auch wenn sich die Verluste nicht sofort in der Schweiz auswirken, ergibt sich über die Dauerbetrachtet m.M.n. insoweit kein steuerlicher Nachteil (abgesehen von einem möglichen Zinsnachteil), da die Einnahmen aus der Vermietung auf Dauer gesehen die Ausgaben übersteigen werden."

      LG