Hallo

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    • Hallo,

      dann will ich mich (uns) auch mal kurz vorstellen:

      Wir (2 Große und ein Kleiner mit knapp 2 Jahren) realisieren gerade den Umzugsplan in die Schweiz. Unser Setup sieht aktuell vor, dass ich meine bisherige Selbstständigkeit aus Deutschland in die Schweiz verlagere, dort allerdings als GmbH bzw. AG domiziliere und dann als Angestellter der eigenen Firma weiterhin meine Kunden betreue. Dieses Setup wurde vom Treuhänder in der Schweiz vor allem mit Hinblick auf bestehende Kundenverhältnisse in Deutschland empfohlen. (Thema Entsendung, Steuerpflicht, USt. und am Ende natürlich auch Vorteile bei Altersrückstellungen aus der Kapitalgesellschaft.)

      Ich habe bereits aktive Kunden in der Schweiz, mein Schwiegervater und Schwager leben ebenfalls dort, der Schwiegervater wurde letztes Jahr eingebürgert. Daher ist unser bevorzugter Raum auch die Nähe zu deren Wohnorten, aktuell suchen wir eine Unterkunft im Kanton Luzern oder im südlichen Aargau (hier die Frage ob das wirklich eine gute Idee ist, frühere Kunden von mir aus Züri und der Ostschweiz haben über den Kanton immer gelacht... :D ).

      Das Migrationsamt Aargau hat aber bereits eine Bewilligung inkl. Familiennachzug (Frau kümmert sich noch vorzugsweise um den Kleinen und arbeitet zur Zeit als meine Angestellte in Deutschland nur ein paar Stunden mit) in Aussicht gestellt. Wir brauchen also nur noch das passende Haus und dann geht es hoffentlich wie geplant los.

      Für Tipps und Vorschläge oder Erfahrungen aus diesem Forum im Voraus schon mal "Merci vilmal" :CH:

      Markus
    • Ich antworte mir hier dann mal selbst, als kleines Follow-Up ;)

      Die Pläne haben sich nun ein wenig beschleunigt, wir haben ein passendes Haus in Aussicht...und erfahren nun die ersten kleinen Änderungen, da es z.B. beim Hauskauf allein schon in der Terminologie der Banken zwischen deutschen und schweizerischen Instituten Unterschiede gibt mit denen der Makler in der Schweiz nicht gut umgehen kann. Daher brauchen wir jetzt, um den Reservationsvertrag machen zu können, auf die Schnelle noch eine schweizerische Bank. Montag ist der erst einmal entscheidende Termin mit einem Berater der LuKB.

      Parallel durfte ich dafür weitere sehr positive Erfahrungen mit dem Migrationsamt des Kanton Aargau sammeln, die zuständige Mitarbeiterin ist sehr hilfsbereit und hat mir schon den (notwendigen) Kontakt zum zuständigen Grundbuchamt besorgt. Denn dort müssen wir als noch im Ausland wohnende ein Gesuch über die Bewilligungsfreiheit des Hauskaufs stellen. (Eine Bewilligung der Bewilligungsfreiheit....oder so ;) ). Auch dort ist aber ein sehr zuvorkommender und hilfsbereiter Mitarbeiter mit dem ich den gesamten Vorgang nun schon besprochen habe und wir uns entsprechend gut vorbereiten können.

      Falls also hier noch jemand einen Daumen drücken kann und will...ziehen wir nach dem neuen Plan bereits im März um. :CH:
    • Hallo Markus und ein verspätetes Willkommen im Forum von mir.

      Vielen Dank für deine Vorstellung und deine spannenden Infos. Als selbstständiger auszuwandern ist nochmal eine ganz andere Nummer.

      Freu mich für euch, dass alles so gut klappt und drücke euch die Daumen, dass es weiter so bleibt. Die Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit bei den Schweizer Ämtern ist schätze ich auch immer wieder sehr.

      Zum Thema Luzern-Zürich, die beiden Kantone mögen sich nicht besonders gern. Von daher wundert mich die Aussage wenig. ;)

      Schöne Grüsse
      Maik :CH:
    • Auch von mir ein herzliches Willkommen! Finde es erstaunlich dass ihr herzieht und euch gleich ein Haus kaufen könnt!

      Maik schrieb:

      Zum Thema Luzern-Zürich, die beiden Kantone mögen sich nicht besonders gern. Von daher wundert mich die Aussage wenig. ;)
      @Maik, das lässt sich aber auf alle anderen Kantone erweitern: keiner mag die Zürcher, ausser sie sich selber :D
    • basileus schrieb:

      Auch von mir ein herzliches Willkommen! Finde es erstaunlich dass ihr herzieht und euch gleich ein Haus kaufen könnt!

      Danke. So ganz einfach ist es durch die Regularien nicht, erschwerend kommt noch hinzu dass ich erst die Firma domizilieren muss und dadurch vorher keinen Anstellungsvertrag habe. Es sind mehrere Sachen die ineinandergreifen müssen. Aber bis jetzt ist die Unterstützung der beteiligten Ämter und Personen wirklich sehr gut und wir fühlen uns an jeder Stelle willkommen. Nur der Herr in der Infozentrale der Zollverwaltung war eher "lustlos" ;)

      Und ein wenig Respekt habe ich dann noch vor den Bauanträgen für die gewünschte Gartengestaltung und eine Solaranlage, die Regularien sind ja auch hier recht komplex.

      Dafür habe ich gestern mal im AGIS vom Kanton gestöbert. Gigantisch was die an Geo-Daten einfach so zur Verfügung stellen.

      Ich freue mich jedenfalls wenn es endlich so weit ist. :CH:
    • Ich antworte mir dann noch einmal selbst:

      Vorgestern war der Notartermin, ab dem 01.03. sind wir in der Schweiz gemeldet. Das Grundbuchinspektorat hat am 11.02. die Bewilligunsfreiheit des Kaufs festgestellt, bereits am 14.02. hatte die Gemeinde Rechtsmittelverzicht erklärt, der Kanton diese zugesagt und das Bundesamt in Bern ebenfalls signalisiert. Alles in allem: Hurra

      Jetzt packen wir fleißig weiter die Kisten, Möbel(ersatz)lieferung organisiert, die ersten Handwerkertermine gemacht, etwas Material bereits im Haus, es scheint alles gut zu laufen :CH: :CH:
    • Grüezi

      Hab ich eigentlich erwähnt dass wir jetzt „hier“ sind? Zoll inkl. Zweitwagen tiptop gelaufen, Umzug insgesamt auch, aufgeräumt, perfekten Nachbarn kennen gelernt, alles gut.

      Jetzt stehen noch Behördengänge an, KV suchen, warten auf weitere Möbel, die Gründung der Firma, Auto suchen, Gewerbeabmeldung in Deutschland usw.

      Cumuluskarte läuft aber schon auf die neue Adresse

      :CH: :CH: :CH:
    • In einer bereits kleinen Tradition führe ich hier mein Selbstgespräch mal fort, vielleicht findet irgendjemand eine passende Info dabei:

      Wir fühlen uns pudelwohl hier, alles läuft mindestens wie erwartet, in weiten Teilen sogar besser. Und weil es so schön in der Schweiz ist, möchten wir jetzt auch noch die Ferien und einige "freie" Wochenenden hier verbringen. Dafür kaufen wir am Freitag eine Wohnung in einem traumhaft schönen Tal auf 2,000 m Höhe im gefühlt hinterletzten Winkel von Graubünden.

      Das Grundbuchamt wollte den Kauf verweigern, da es sich bei uns ja zweifelsohne um Ausländer handelt. Eine kurze Recherche hat dann aber gezeigt, dass die zum Schutz vor übermässigen Grundstückserwerb durch Ausländer geschaffene "Lex Koller" mit der damit verbundenen Quotierung (in unserer "Zielgemeinde" liegt die Quote bei 0, daher wäre der Erwerb auch nicht bewilligungsfähig gewesen) nur für "richtige" Ausländer gilt. Wir mit Wohnsitz Schweiz sind beim Erwerb bereits den Schweizern mit Bürgerrecht trotz "nur B" gleichgestellt. Ein Hinweis auf eine entsprechende Webseite des Bundes so wie ein Merkblatt des Bundesamtes für Justiz haben das Grundbuchamt dann doch überzeugen können und wir haben einen Beurkundungstermin erhalten. Pure Freude :)

      Es hilft also auch bei den normalerweise gut informierten Schweizer Behörden hin und wieder eine eigene Recherche zu starten. Leider war das von der Verkäuferschaft beauftrage Immobilienbüro auch keine Hilfe, diese Info hätte ich ja eigentlich von den "Profis" erwartet.

      Nebenbei: der eigentlich gut über die MFK gebrachte Zweitwagen musste einem etwas grösseren Modell weichen. Hierbei haben wir vom "Kennzeichen an Ehepartner übertragen" Gebrauch gemacht und dabei die Erfahrung gesammelt, dass das Auto mit einer "vorläufigen" Immatrikulation ausgeliefert wurde (ein weisser Zettel der die Anmeldung bestätigt), aber halt noch ohne die offizielle Immatikulationsbescheinigung. Mit dem Zettel kann man in der Schweiz problemlos herumfahren, über die Grenze aber nicht.

      Besuch hatten wir hier auch schon: das Steueramt hat nach Ankündigung jemanden zur Schätzung unseres Hauses (wir sind der Erstbezug, daher hatten die noch keine Daten) und damit der Festlegung des Mietwertes vorbeigeschickt. Das kenne ich aus Deutschland so nicht, da ist die Wertbestimmung eher ein Verfahren "im Papier" und der Eigenmietwert ist ohnehin eine schweizerische Besonderheit.

      Und an Silvester konnte ich eine "eingeborene" Schweizerin davon überzeugen, dass Käsefondue auch ganz lecker sein kann, wenn man nicht den Käse von Gerber nimmt. Wyssmüller, mit Wasser und einem Schuss Süssmost zubereitet. Gigantisch lecker (für mich auch mein bisher bestes Käsefondue), mit Auszeichnung vom Gault-Millau.

      Hopp Schwiiz :CH: :CH: :CH:
    • Das Käsefondue von Wyssmüller steht schon lange in meinem Schrank...durch Zufall entdeckt. Zu empfehlen :Höhlenkäse von Coop...?.(..bin mir nicht sicher..) klasse
      Aber Dein Fondue hört sich spannend an...Sylvester haben wir Gerber gegessen.Hat mir nicht zugesagt.
      Das Wyssmüller damit mischen? Hmmhhh....naja

      Sonst kann ich nur sagen...toll wie Du das machst...
    • Gerber Fondue? Um Himmels willen, so was isst man doch nicht... schon gar nicht als "eingefleischte Schweizerin"... grauslig... ;(

      Versuchst es mal so:

      1Knoblauchzehe, fein gehackt
      3.5-4 dl Weisswein oder Champagner
      1 Schnappsglas Kirsch
      1 TL frischer Zitronensaft
      500g Höhlengereifter Gruyère (vorzugsweise kein Emmi Käse)
      200g Höhlengereifter Emmentaler
      100g Tilsiter

      Mit Maistärke abbinden und mit Pfeffer, Muskat, Paprika und etwas Senf abschmecken

      FIGUGEL ;)
      Dateien
    • Markus Schulz schrieb:

      Eben, kein Gerber nehmen. Aber bei ihr in der Familie gibt es traditionell immer nur das. Und daher wollte sie keins.
      Man muss vielleicht anmerken, dass das Gerber Fondue vor 20 Jahren, also vor Emmi und noch nicht ganz so industriell gefertigt wie heute, durchaus auch geniessbar war.
      Nie so gut wie ein frisches, aber gehörte halt in den Notvorrat eines Schweizers.. zumindest in den meiner Oma ^^

      Das von Dir verwendete Wyssmüller kannte ich noch gar nicht (Tante Google hat geholfen), werde ich auf jeden Fall auch probieren, danke für den Tip man lernt eben nie aus...
    • Markus Schulz schrieb:

      Coop verkauft auch Wyssmüller, je nach Grösse der Filiale haben sie aber nicht alle Sorten. Knapp 20 Stutz für 600gr. Käse ist dann allerdings schon deutlich teurer als die üblichen Mischungen, aber das isst man ja nicht jeden Tag.
      Wenn ich das richtig sehe ist die Mischung vom Wyssmüller eigentlich auch nur das klassische geriebene Moité-Moité-Mischung (ohne weitere Zusättze) oder nicht?
      Ich nehme in der Regel einfach die Bio-Version vom Coop. Nicht so teuer und trotzdem sehr schmackhaft. Nicht mit fix-fertig-Fondue zu vergleichen.

      Ansonsten sehr spannende Berichte, vor allem das mit der Wohnung im Bündnerland finde ich sehr interessant (Averstal?). Falls du sie mal an Feriengäste vermieten willst ... ;)
    • Die haben sowohl pure Mischungen als auch welche in denen bereits ein paar Gewürze drin sind (aber kein Fix-und-Fertig). Wir hatten zwei Varianten und die waren sehr lecker. Lokale Käsereien haben wir noch nicht durchgetestet, sollten aber ähnlich gut sein.

      Und ja, das Averstal. Richtig vermarkten wollen wir die Wohnung vermutlich nicht, bisher hatten wir nur in Richtung Family & Friends gegen Kostenersatz angedacht. Wir lassen aber erst mal das Bad renovieren, statten sie dann mit Möbeln aus und schauen ob wir nicht doch ein paar mal vermieten. Sie ist echt traumhaft relativ gross und mit viel Sonne. Aber man muss es halt mögen dass es da sehr ruhig ist und kein grosser Trubel. Der Skilift ist sehr klein, das Apres-Ski findet auf 3 Bänken statt, für uns ist das genau richtig. Und im Sommer kann man vom Balkon die Gämsen und Murmeltiere sehen :)
    • Hoi an Euch
      Es macht mir richtig Spass mit Euch zu schreiben.

      Mein Freund ist auch Schweizer und ich musste schon viele Prinzipien hier lernen....
      Er geht nur! zum Metzger und holt sein Fleisch komplett dort. Das es schnell mal 130 Stutz werden für eine Fondue Chinoise Platte ....aua...Gestern habe ich 5kg fertig verarbeitetes Trutenfleisch vom Bauernhof hier um die Ecke abgeholt...aua..aber auch super..kurze Wege usw.
      Raclett gibt es nur vom Milchhüsli...nochmals aua..
      Einkaufen in Deutschland...das geht ja mal garnicht...usw. Zum Glück verdienen wir beide gut...
      Aber Prinzipien sind auch etwas tolles und irgendwie gehen sie auch schon in Richtung Tradition. Und das gefällt mir super.

      Markus...dass mit der Hütte hört sich prima an...wir stehen ggf auch auf der Liste.

      Liebe Grüsse aus dem schönen Baselbiet.
      Honigbiene
    • Wow, da lag ich mit meinem Tipp ja echt richtig :)
      Kenne die Gegend bisher nur vom Hörensagen...eine unserer Auszeitrefugien ist ein ganz kleines Dorf auf 1500m Höhe oberhalb der A13 bei Zillis, hinter der Viamala-Schlucht. Da gibt's bis auf eine Postauto-Anbindung und einen kleinen Parkplatz auch keine touristische Infrastruktur und genau das ist das tolle daran. Und die Inhaberin der Pension wo wir immer nächtigen hat uns das Tal eben auch ans Herz gelegt.