Schweizer Arbeitsmarkt gut auch für Ü50

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    • Hallo Anja,

      die Quellensteuer spielt in der Tat keine Rolle. Einzig der Verwaltungsaufwand ist etwas höher (Anmeldung, plus quartalsweise Meldung an die Steuerverwaltung des jeweiligen Kantons, später dann die Überweisung).
      Im Prinzip macht der Arbeitgeber die Vorauszahlung für deine private Steuer. Dort kann man als Arbeitgeber aber nichts sparen.
      Und wenn du dein 13. Monatsgehalt verprasst, dann bist du selber Schuld. Genau so wie ein Schweizer seine Steuern zahlen muss, musst du das auch machen.

      PS: selbst vom 13. Gehalt muss Quellensteuer einbehalten werden laut Steuertabelle.

      AnjaB schrieb:

      Schweizer Arbeitgeber haben generell viel höhere Lohnkosten für Ihre Mitarbeiter, als in Deutschland oder sehe ich das falsch?
      Die Löhne sind in der Schweiz höher als in Deutschland, das stimmt. Das Gehaltsniveau ist einfach ein anderes.

      Ich habe keine Erfahrung mit einer deutschen GmbH, aber ich bin auch der Meinung dass die Gesamtlohnkosten in der Schweiz niedriger sind als in Deutschland. Plus niedrigerer Gewinnsteuer.


      VG basileus
    • AG Brutto ist in der Schweiz bei ca. 1,12 bis 1,18. In Deutschland kann man grob mit 1,25 rechnen, hierbei ist die Gesellschaftsform egal da die gesetzlichen Regelungen ausschliesslich auf das Arbeits-Vertragsverhältnis abzielen. (Ich hatte früher als Selbstständiger Angestellte in Deutschland und kam mit 1,24 raus, jetzt mit meiner AG in der Schweiz liege ich ungefähr bei 1,17).

      Es gibt ein paar Faktoren die den Wert beeinflussen können: je grösser die Firma, um so eher kann sie mit der Masse der Angestellten punkten. In Deutschland z.B. mit der Einstufung der Gefahrenklassen bei der BU (beliebtes Quicksaving-Thema der Unternehmensberater ;) ) und in der Schweiz mit den Pensionskassen, da die Angebote sich auch mit grösserem Umfang verbessern. Wirklich viel macht das für den einzelnen Angestellten aber umgerechnet nicht aus.

      Da die Löhne in der Schweiz höher sind, sind in der Folge auch die Lohnkosten höher. Die reinen Lohnnebenkosten sind allerdings geringer als in Deutschland.
      .)
    • AnjaB schrieb:

      Es ist und bleibt ein spezielles Thema. Wohl überall auf der Welt.
      Tja, so ist das.
      Ein alter Schulfreund hat mich letztens auf den Boden der Tatsachen gebracht.
      Er ist jetzt selbst Abteilungschef (auch Ü50) und sagte es mir ins Gesicht.
      Ich zitiere:
      „Ich sags ja selbst, jetzt bringt er mir schon wieder so nen Alten...aber die 20-30 jährigen bekommt man ja nicht“
      In seiner Abteilung geht es aber auch um Montagearbeiten und Reinraum usw.

      Ich habe mein Spontanvorhaben erst mal auf Eis gelegt, den Sommer über habe ich mich in meinem neuen Domizil eingerichtet. Ich habe durch meine Selbstständigkeit ein schwindelerregend großes Inventar, ich hätte alles veräußern/wegwerfen müssen.
      Aber ich hätte mich gerne wieder minimiert, weil wer viel hat, braucht auch viel Platz, und der wird bekanntermaßen nicht günstiger. Das war der „Knackpunkt“ dieses Jahr für mich. Aber jetzt weiß ich auch wie einfach man mit dem Smartphone ins Internet kann, wenn man keinen Festnetzanschluss mehr hat.
      Aber egal, es bleibt spannend, wer es nicht so sieht kann schnell vor die Hunde gehen.
      Trotzdem werde ich immer wieder an die Schweizer Zeit erinnert, schließlich steht noch ein Fahrzeug da aus der Zeit, Baujahr 1993 und (auch) bald Oldtimer :)

      schönen Abend
      Schocki
    • @basileus:
      Das mit dem "verprassen" war so nicht gemeint. Als Alleinverdienerin muss ich mit meinem Geld, egal wie viel oder wenig es gerade ist sparsam umgehen. Vielleicht ist es noch das DDR-Gen, was in mir schlummert, dadurch komme ich auch in "schlechten" Zeiten zurecht.
      Nicht nur vom 13. Monatsgehalt, auch vom ALG wird Quellensteuer abgezogen.

      @Schocki:
      Vor einigen Monaten habe ich in einer Zeitung gelesen, dass der Kanton Aargau Langzeitarbeitslose Ü50 zum Arbeiten nach Deutschland schicken wollte... Weil die Gehälter dort geringer sind, bekommen diese noch Ergänzungsleistungen von der RAV. Irgendwie verrückt, wenn das Dein Schulfreund wüsste ;)

      In diesem Sinne, viel Glück allen, die es gebrauchen können egal ob jung oder alt.
    • AnjaB schrieb:

      @lieberjott:

      Wenn die Quellensteuer vom Brutto abgeht, spielt das wirklich keine Rolle? Wenn ich davon ausgehe, dass ich mein 13. Monatsgehalt "verprassen" könnte, weil ich es nicht für die Steuerzahlung benötige. Oder rechne ich da falsch?
      Ich meinte Beides Gesamtlohn und Lohnnebenkosten, wenn ich davon ausgehe, dass der Arbeitgeber KTG und Unfallversicherung übernimmt
      Die Quellensteuer spielt wirklich keine Rolle, da diese nur der Arbeitnehmer zahlt. Der Arbeitgeber hat höchstens Aufwand (und damit indirekte Kosten) für das Abführen der Quellensteuer. Und ja, du kannst den 13. verprassen, weil du das ganze Jahr über schon einen deutlich niedrigeren Nettolohn hattest - im Gegensatz zu deinen Kollegen, bei welchen keine Quellensteuer vom Bruttolohn abgezogen wurde.