Langsam, aber sicher verzweifelt... :-(

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    • Langsam, aber sicher verzweifelt... :-(

      Hallo zusammen,

      ich (Deutsche) bin neu hier, habe dieses Forum aber bereits sehr oft aufgerufen und still mitgelesen. Anfangs vorrangig, um mich im Allgemeinen über meine anstehende Auswanderung zu informieren und meine Vorfreude zu steigern - diese anfängliche Euphorie weicht aber inzwischen leider der immer stärker aufkommenden Verzweiflung, weil ich seit mittlerweile sechs Monaten keinen Job in Basel (und Umgebung) finde und mir durch diesen Post erhoffe, auf Gleichgesinnte zu treffen und / oder wertvolle Tipps zu sammeln. Kurz zu mir und wieso es mich überhaupt nach Basel zieht:

      Mein Mann hat vor zwei Jahren aus dem Nichts ein Jobangebot in Basel bekommen. Er hat das richtige Fach studiert, die passenden Erfahrungen und spricht fließend Deutsch, Englisch und Französisch. Nach langer Überlegung haben wir schließlich entschieden, es zu wagen, zumal er endlich wieder in der Branche arbeiten durfte, die er so liebt und lebt. Voraussetzung war, dass ich nach überstandener Probezeit nachziehe. Inzwischen ist jedoch mehr als ein Jahr vergangen und insbesondere seit unserer Hochzeit vor einem halben Jahr wird diese Entfernung (640 km) von Tag zu Tag schmerzlicher, weil er zusätzlich oft auf Geschäftsreise ist (aktuell turnt er im Kongo herum :( ). Niemals, wirklich niemals hätte ich aufgrund meiner Berufserfahrung und Weiterbildung damit gerechnet, dass ich auch nach über einem halben Jahr keinen Job finde (suche natürlich auch in Zürich und Bern und alles, was dazwischen liegt). Aber insbesondere die letzten Wochen hagelt es nur noch Standardabsagen, die ich einfach nicht mehr so gut wegstecke, wie zu Beginn. Fragt man im Anschluss nach dem wahren Grund, wird man nicht schlauer, weil man mir diesen vermutlich nicht nennen darf oder kann.

      Anfangs sah es wirklich gut aus und ich habe es sogar einmal zum Probetag geschafft (bis heute weiß ich nicht, wieso ich auch hier danach per Standard eine Absage erhalten habe, doch ist die Stelle seit Januar 2018 (!) ausgeschrieben und nach wie vor unbesetzt) und ein weiteres Mal zum zweiten Gespräch, doch hat der Job dann doch so gar nicht zu mir gepasst. Blöderweise bin ich bei einem dritten Unternehmen, das sich erst drei Monate später gemeldet hat, zu einem ersten Bewerbungslauf eingeladen worden, an dem ich aufgrund einer anstehenden Fernreise nicht teilnehmen konnte. Ich war kurz davor, meine Flitterwochen deshalb abzublasen und heute bereue ich, dass ich es NICHT getan habe. Aber hätte ich ahnen können, dass es von da an bergab geht?

      Seit Oktober also nur noch maschinelle Absagen. Egal, ob ich qualifiziert oder sogar überqualifiziert bin. Ich habe mich erst auf die Stellen beworben, die mich wirklich ansprechen und zu mir passen bzw. an meinen jetzigen beruflichen Stand anknüpfen (ich bin seit fünf Jahren Content / Knowledge Managerin und habe parallel Marketing studiert) und mich fordern. Mittlerweile bin ich so weit, dass ich auch wieder eine Assistenzstelle / Sachbearbeiterstelle / Backoffice Tätigkeit annehmen würde, um wenigstens Fuß zu fassen. Doch auch hier sind die ersten Bewerbungen nicht auf Interesse gestoßen.

      Ich habe natürlich auch schon mit dem Arbeitsamt in Basel telefoniert und Personalvermittlungen kontaktiert - sie suchen in der Regel im Auftrag des Arbeitgebers und vermitteln nicht oder aber ich muss erst einen Wohnsitz in Basel vorweisen, um von der AWA unterstützt zu werden (also in punkto Vermittlung / Bewerbungen). Aber ihr versteht vielleicht, dass ich meinen Job hier nicht vorzeitig kündigen möchte, um dann auch nach meinem Wohnortwechsel nicht fündig zu werden.

      Diverse Beiträge im Forum belegen, dass es im kaufmännischen Bereich sehr schwer ist - vor allem als Ausländer/in. Hinzu kommt, dass mein Französisch nicht mehr so gut ist, wie noch zu meiner Schulzeit (ich werde es definitiv per Abendschule aufbessern und übe schon fleißig per Duolingo) und ich null Connections vor Ort habe. Auch mein Mann hat bereits alle Kontakte, die er vor Ort hat, deshalb kontaktiert und nichts erreichen können.

      Ich weiß nicht, ob sich überhaupt jemand die Mühe macht, meinen Beitrag zu lesen oder sogar zu kommentieren, doch falls ihr euch die Zeit nehmt: Tausend Dank. Ich bin für jeden noch so kleinen Tipp dankbar. Auch würde es mir schon helfen, wenn andere User hier ähnliche Erfahrungen gesammelt haben und mich ermutigen können, falls es irgendwann wider Erwartens doch geklappt hat.

      Merci und LG
      Theodora
    • Um dir vorweg erstmal etwas Druck zu nehmen - die Flitterwochen zu verschieben hätte doch auch nicht zwingend Erfolg bedeutet. Am Ende hättest du trotzdem ohne Job und mit falschen Prioritäten dagestanden.

      - Aufgrund deiner Branche würde ich erstmal ein moderneres bzw. selbstreflektiertes Denken unterstellen. Es kann trotzdem aber vllt. nicht schaden, deine Bewerberungsmappe von einer neutralen Person anschauen zu lassen.
      Vielleicht liegen hier gewisse Fallstricke, die zu den kategorischen Absagen führen - z.B. eine Adresse in der Schweiz zu nutzen, statt der bisherigen aus Deutschland. Auch hier gibt es seriöse Headhunter die im Eigeninteresse helfen können.
      - Alternativ könntest du schauen, ob für deine bisherigen Qualifikationen eine formale Anerkennung in der Schweiz möglich ist - der hiesige Titel mag dir vllt. bessere Chancen ermöglichen.
      - Ebenso wäre, je nach finanzieller Situation, eine Weiterbildung im gewünschten Bereich an einer lokalen Schule / Uni denkbar, was sich sicher im Lebenslauf gut machen könnte und dein Netzwerk erweitert.
      - Wie sieht es mit Xing bzw. LinkedIn Profilen aus? Existieren und sind auf dem aktuellen Stand? Hier gibt es über eine Jobsuche-Funktion die Möglichkeit aktiv bei Recruitern angezeigt zu werden.
      Das mag nicht der ultimative erste Schritt sein, aber in so einer Trockenphase zählen erstmal nur Kontakte, Kontakte, Kontakte.
      - Habt Ihr euch hier einen Freundeskreis aufgebaut? Dann binde diesen mit ein. Auch wenn es sicher kein schönes Thema ist, aber einerseits gibt es dadurch Unterstützung andererseits weiss man nie wer über drei Ecken von einer Chance hört.

      Wünsche dir viel Erfolg & durchhalten!
    • Vielen Dank für deine ausführliche Antwort - man mag es kaum glauben, doch sorgt diese bereits dafür, dass ich mich besser fühle, weil ich das Ganze nicht gerne in meinem Umfeld thematisiere. Selbst mit meinem Mann spreche ich möglichst positiv über die Situation, weil er es viel schwerer hat ohne Frau UND Familie UND "seine Homies"...

      - Richtig und ja, deshalb habe ich auch schon eine Personalvermittlung kontaktiert, die mir eine Sichtung angeboten hat. Ich soll im Februar persönlich vorbeikommen (vermutlich, weil mich der Spaß auch was kostet ;) ) und sie hat bereits durchblicken lassen, dass hier und da ein klein wenig Anpassungsbedarf besteht.
      - Das mit der Adresse habe ich auch schon überlegt, den Gedanken dann aber wieder verworfen, weil ich zu ehrlich bin und nunmal in Deutschland lebe. Werde die Frage aber auch an die Personalvermittlung stellen + die Frage zu meiner Jobbezeichnung und ob es gängigere CH Ausdrücke dafür gibt.
      - Da ich beruflich sehr eingespannt bin derzeit, habe ich zunächst Duolingo durchgespielt, aber ja, es geht um meine Zukunft und ich muss auch mal an mich persönlich denken, weshalb ich noch in dieser Woche entsprechende Kursangebote studieren und buchen sollte. Zertifikate machen sich immer gut...
      - Meine Xing und Linked.in Profile sind topaktuell, doch muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich bislang für Recruiter gar nicht sichtbar war, weil ich vor meiner Jobsuche nie aktiv etwas gesucht habe || Angepasst!

      Mein Mann hat bereits Kontakte und Freundschaften schließen können, doch hat er darüber bislang nichts erreicht. Und ich frage wirklich auch hier oben in Deutschland jede mir nahe stehende Person nach möglichen Kontakten. Die Standardantwort lautet: "Puuhhh, merke ich mir, aber aktuell suchen wir niemanden in diesem oder einem ähnlichen Bereich".

      Ich bleibe dran - und ich danke dir noch einmal für deine wertvollen Tipps!!
    • Hey Theodora
      Der erste Schritt ist die Schweizer Adresse Deines Mannes zu benutzen und dann den Termin für die Sichtung Deiner Unterlagen möglich zu machen.Bewirb Dich auch auf Stellen ..wo Du Dich schoneinmal beworben hast.
      Sag auch ..dass Du nicht ständig an der oben genannten Adresse verweilst.Mach Dich interessant.Hartnäckig bleiben.
      Gruss Honigbiene
    • Ich würde auch sagen: Schreib' als Absenderadresse bzw. Kontaktanschrift die Adresse deines Mannes drauf! Mit einer Anschrift, 650 km von der Schweiz entfernt, wirst du vermutlich oftmals direkt aussortiert werden.
      Eliminiere alle Esszet in deinem Anschreiben und Lebenslauf ;)
      Informiere dich, welche kleinen Unterschiede es beim Lebenslauf für die Schweiz gibt. So sind Schweizer Arbeitgeber oft sehr an Referenzen interessiert, sprich Personen die sie direkt anrufen können um Auskunft über dich einzuholen. Diese Referenzen solltest du im Lebenslauf angeben.
      Telefonnummer logischer Weise mit +49 Vorwahl angeben - aber das hast du sicher schon gemacht.

      Auch wenn dein Französisch nicht mehr gut ist, so nenne es trotzdem als Fremdsprachenkenntnis - wenn auch nur auf A1/A2-Niveau.

      Zu guter Letzt ist natürlich deine Konstellation bezüglich deiner Ausbildung etwas exotisch - ich wüsste spontan nicht, wo man die beiden Gebiete Knowledge Management / Content Management und Markteting zusammenführen könnte. Vor allem Ersteres ist heute entweder recht stark IT- oder Prozess-getrieben ist. Somit sollte man nachweisen können, dass man hier in einem der beiden Bereiche etwas drauf hat.

      PS: Ich hab dir eine private Nachricht geschickt mit zwei Stellenausschreibungen die ja vielleicht passen könnten.
    • Hallo Theodora
      Wenn ich Deine Zeilen lese, erinnere ich mich an die Zeit meiner Arbeitssuche von Deutschland aus. Ich hoffe, Dich ermutigen zu können.
      Bei mir hat es 1 Jahr gedauert, bis ich eine Stelle in der Schweiz gefunden habe. Über 100 Bewerbungen habe ich abgeschickt. Eine Personalvermittlung in Basel hatte ich auch, musste nichts zahlen. Das Ergebnis, 2 Vorstellungsgespräche und 2x Probearbeiten, Absagen. Obwohl es in meinem Beruf als MPA an Stellenangeboten nicht gemangelt hat bzw. mangelt.
      Ich denke zum einen war es mein Alter (Ü50), teilweise über- oder unterqualifiziert, zu teuer (wegen der Rente) und mein Wohnsitz in Deutschland.
      Am Ende habe ich durch Selbstbemühung und Zufall eine Stelle bekommen. Ein Deutscher Arzt, der ursprünglich auch aus meiner alten Heimat stammt, hat mich nach Ilanz geholt. Dafür bin ich heute immer noch sehr dankbar.

      Hätte ich nicht den Wunsch gehabt, mich noch eimal zu verändern, vor allem örtlich, wäre ich nun womöglich am Ziel angekommen und könnte mein neues Leben in der Schweiz so richtig geniessen... 1. kam anders und 2. als man denkt.

      Inzwischen habe ich einen erneuten Bewerbungsmarathon hinter mir. Nachdem ich dachte meine Traumstelle in Zürich gefunden zu haben, war das nicht der Fall. Die 2. Traumstelle in Baden war es letztendlich auch nicht. Von Mai bis Oktober 2018 habe ich 130 Bewerbungen geschrieben. Ähnliches wie Du dabei erlebt. Standardabsagen, man hat sich für jemanden entschieden, der dem Anforderungsprofil näher kommt usw. Tage oder Wochen später ist die selbe Stelle wieder ausgeschrieben... Obwohl ich nun bald 3 Jahre in der Schweiz lebe.
      So hatte ich mir das ehrlich gesagt, dann auch nicht vorgestellt. Ich dachte es ist leichter, wenn man einen Fuss in der Tür hat. Klar die vielen Rückschläge sind bitter, aber irgendwie nehme ich es jetzt gelassen. Denke, wenn die Stelle wieder ausgeschrieben ist, hättet ihr doch lieber mich genommen ;)
      Meine Beraterin von der RAV meinte ich bin auf gutem Weg. Im Januar diesen Jahres habe ich die 2. temporäre Stelle angetreten, mich bei der RAV wieder abgemeldet. Meinen nächsten Bewerbungsmarathon werde ich im April starten. Hoffe dann ab August die Stelle gefunden zu haben, wo ich bleibe bis zur Rente. Werde mich auch wieder auf Stellen bewerben, wo ich mich schon x Mal beworben habe. Vielleicht bin ich dann zu überqualifiziert und viel zu alt, mal sehen ;) Die Hoffnung stirbt zuletzt und aufgeben ist nicht. Dazu fühle ich mich hier in der Schweiz und in meinem neuen Leben dann doch viel zu wohl.

      Was ich Dir damit sagen möchte, mach weiter so wie bisher!
      Vor allem hast Du das Glück, eine Adresse in der Schweiz angeben zu können.
      Da es ja letzten Endes eine Familienzusammenführung in der Schweiz wird. Du einen Partner, ja sogar Ehemann hast, der schon in der Schweiz gemeldet ist, hast Du aus meiner Sicht eine Sorge weniger. Könntest sogar pokern, Job in D kündigen, zu Deinem Mann in die Schweiz ziehen und dann intensiv vor Ort nach Arbeit suchen. Oder Du nimmst unbezahlten Urlaub, damit Du so viel wie möglich vor Ort sein kannst. Ich war damals in D auch beruflich sehr eingespannt, habe jeden Urlaub dazu genutzt in die Schweiz zu fahren. Übrigens die Flitterwochen hätte ich auch nicht sausen lassen...

      Vielleicht wäre es auch von Vorteil, Du würdest Deine Bewerbungsunterlagen bei dem einen oder anderen potentiellen Arbeitgeber persönlich abgeben. Ist zwar in der heutigen Zeit nicht mehr so angesagt, hat bei mir nicht wirklich geholfen, aber auch nicht geschadet. Du könntest Dich ja nur zeigen, Dein Interesse bekunden und dann Deine Bewerbung elektronisch schicken.

      Wie heisst es so schön: Aufstehen - Krone richten - weiter gehts! Mit viel Geduld und Beharrlichkeit!
      Selbst manche Schweizer, haben es nicht einfach eine Stelle zu finden, egal ob jung oder alt. Hab ich schon so oft gehört oder gelesen. Also nicht persönlich nehmen.

      Ich hoffe, dass ich Dir etwas Mut machen konnte. Viel Erfolg und vor allem Glück!

      Viele Grüsse
      Anja
    • Hallo Theodora

      Ich bin jetzt seit 1,5 Jahren in der Schweiz wohnhaft und auch im kaufmännischen Bereich auf der Suche nach irgendeinem Job :)
      Auch bin ich seit über einem Jahr beim RAV gemeldet und habe endlich im Dezember bei einem Standortbestimmungskurs Ü50 mitmachen dürfen... erst dachte ich, oh Mann, wie langweilig soll das denn sein, aber ich wurde eines besseren belehrt:

      11 Tage Kurs um zu lernen, wie man richtig gute Bewerbungen schreibt und worauf man alles achten muss.. wenn ich meine alten Bewerbungen durchlese, seh ich erst was ich alles falsch gemacht habe im Vorfeld.

      Da ich auch schon Ü50 bin und mittlerweile auch schon ziemlich lange aus dem Beruf raus bin, habe ich jetzt neue Prioritäten gesetzt. Aufgrund des Kurses hat sich heraus kristallisiert, das man überwiegend sogenannte Blindbewerbungen machen soll (Aktivbewerbung) - denn auf die ausgeschriebenen kaufmännischen Stellen bewerben sich so viele Leute, das man wirklich untergeht, wenn nicht alles ganz genau passt.

      Auch bin ich ein Bücher- und Filmfreak, daher hat man z.B. mir empfohlen, mich überwiegend in Bibliotheken zu bewerben - das wäre der perfekte Job für mich. Vielleicht hast du ja auch ganz besondere Interessen, die man beruflich neu umsetzen könnte.

      Da mein Mann genug verdient, das wir hier leben können, kann ich es auch ganz gelassen angehen. Dabei sah es auch für uns mal mau aus, da er auch schon drei Monate arbeitslos war... aber aufgeben war keine Option. Und er verdient lange nicht so viel, wie hier manche mitteilen... ich schmeiss mich immer weg, wenn einer schreibt, wir haben ca. 120 k , können wir da zu zweit oder zu dritt überhaupt von existieren??? ^^

      Wichtigster Tipp im Gegensatz zu Deutschland - da konnte man Standard Bewerbung und Standard Lebenslauf an zig Firmen versenden - das klappt hier nicht wirklich. Da musst du wirklich auf die jeweilige Firma und Anforderung der neuen Stelle eingehen und auch ein Kurzprofil im Lebenslauf sollte auf die aktuelle Stelle ausgerichtet sein. Also alles in allem ziemlich viel Zeitaufwand pro Bewerbung.

      Und wenn möglich, würde ich an deiner Stelle auch versuchen, nach hier zu kommen - dann ist eure Trennung nicht mehr so lange voneinander, du hast mehr Möglichkeiten von hier aus, kannst kurzfristig reagieren ohne viel Aufwand und die Lebensqualität im Ganzen ist auch angenehmer. Ausserdem lernst du schneller die Sprache zu verstehen, denn das ist auch nicht so ganz ohne...

      Hoffe, ich konnte dich bisschen aufmuntern... und wenn ich nicht immer von Höckschen auf Stöckschen alles durcheinander schreiben würde, könnte ich echt ein toller Romane-Schreiber sein... :) :) :) :)

      Wünsche dir alles Gute und denk immer dran, du bist nicht allein auf weiter Flur

      Liebe Grüsse
      Kerstin
    • Hallo zusammen,

      ich habe es eben schon jemandem per privater Konversation mitgeteilt: Ich bin gerührt! Mit so viel Feedback habe ich nicht gerechnet. <3 Eure Worte bauen mich auf, geben Kraft und die vielen Tipps sind goldwert!

      Auf jeden Post im Einzelnen einzugehen würde zu weit führen, doch vielen Dank an alle und ich werde die folgenden Punkte sofort umsetzen:

      • Die Adresse meines Mannes angeben
      • zwei Referenzen angeben, nachdem ich mir bei meinem Vorgesetzten und seinem Chef das Okay eingeholt habe
      • Jetzt gleich einen festen Termin mit der Ansprechperson bei der erwähnten Personalvermittlung in BSL vereinbaren, die mit mir meine Unterlagen besprechen möchte
      • Einen möglichen Komplettumzug gedanklich durchspielen und kalkulieren, wie lange die Situation finanziell tragbar wäre. Ich kriege dabei zwar Bauchschmerzen, weil ich noch nie ohne Arbeit dargestanden habe, aber diese räumliche Trennung ist auf Dauer viel qualvoller - lieber ein paar Monate auf Jobsuche, als noch ein halbes Jahr ohne Mann ||


      Ich habe allerdings auch noch eine wichtige Frage: Der Chef meines Mannes hat mir dazu geraten, den Grund meines geplanten Umzugs zu erwähnen, also dass mein Mann bereits unten ist und ich nachziehen werde. Unabhängig davon, dass ich jetzt seine Anschrift angebe: Würdet ihr grundsätzlich von so einer (privaten) Info absehen oder den Hinweis aus Sicht eines Recruiters sogar positiv bewerten?

      Vielen Dank noch einmal!!!

      LG
      Theodora
    • Hallo Theodora, zu deiner letzten Frage. Ich weiss nicht ob es immer hilfreich ist. Bei mir hat es zumindest nicht geschadet. Ich hatte in meiner Bewerbung jedenfalls angegeben, dass ich zu meiner Partnerin ziehen möchte und dies der hauptsächliche Grund meiner Jobsuche ist. Wird aber wohl von Fall zu Fall verschieden sein und jeder Chef anders bewerten. Ausserdem hatte ich wie oben schon erwähnt, die Adresse meiner Freundin als Kontaktadresse angegeben. Nach ein paar Absagen hat es dann (obwohl Ü50) bei einem der grössten Arbeitgeber in der Schweiz doch noch geklappt.

      Ich kenne diese blöde Pendelei auch und drücke dir die Daumen, dass es bald klappt.
    • Sali Theodora

      Ich möchte eigentlich nicht mehr so viel hinzufügen, denn es wurde schon fast alles gesagt. Ich kann dich und deine Situation natürlich nachvollziehen. Fernbeziehung über einen so langen Zeitraum ist kraftraubend und ermüdend.
      Meine Vorschläge zum weiteres Vorgehen...

      1) auf jeden Fall Adresse auf deinen Mann ändern! Du hast diesen Trumpf, nutze ihn. Viele AG und Recruiter scheuen Ausländer die so lange Fahrtwege haben (Google Maps nutzen die auch ;) ). Zusätzlich musst du wissen, dass es Kontinente für Firmen gibt, um Ausländer in die Schweiz zu holen, es sei denn es herrscht Mangel (IT, Gesundheitswesen etc.). Es gilt das Prinzip "Schweizer First", dann Bürger ohne Bürgerrecht und dann erst Ausländer
      2) Lasse wirklich deine Bewerbung auf Richtigkeit prüfen (Schweizer Standard) => ich selber habe knapp 1 Monat an der richtigen Bewerbung gearbeitet und Seiten für Seiten, Foren für Foren durchsucht
      3) Initiativbewerbungen...
      Versuche andere Wege zu gehen! Bisher bewirbst du dich - wie es aussieht - auf ausgeschriebene Stellen, aber vielleicht solltest du dich verstärkt um Stellen bewerben die du via Eigenrecherche gefunden hast. Ich habe immer viel auf Websites von Firmen geschaut was in deren Job Portalen gesucht wird und mich so zielgerichteter beworben.
      Vielleicht hilft das auch!?

      Viel Erfolg weiterhin.

      Robert
    • Hallo zusammen,

      ich muss noch einmal nerven - es geht um die Referenzen:

      Mein Vorgesetzter ist gerne bereit, ein entsprechendes Schreiben zu formulieren, fragt aber zurecht, an wen er es richten soll. Ich kann ja schlecht bei jeder individuellen Bewerbung zu ihm hochrennen und um eine Unterschrift bitten. Gleichzeitig befürchte ich, dass die Bedeutung des Empfehlungsschreibens nachlässt, wenn wir alle Unternehmen / HRler gleichermaßen mit "Sehr geehrte Damen und Herren" ansprechen...

      Wie ist eure Meinung / Erfahrung dazu?

      Danke und LG
      Theodora
    • Gehts da um die Referenzen?
      Ich habe nie eine schriftliche Referenz von dem Unternehmen aufgesetzt sondern eine Verweis geschrieben..dass sie Hr....Schnal von der und der Firma gerne anrufen dürfen.Also Referenz: 0049 40..Vorher Rücksprache mit dem Chef ect.
      Erlich gesagt hat nie jemand in den 2 Jahren angerufen oder sich für soetwas interessiert.Wahrscheinlich habe ich immer überzeugt :thumbsup: .
      Gruss Honigbiene
    • Danke für deine Antwort und interessant zu wissen... :whistling:

      Ich lasse mir jetzt einfach ein "generelles" Empfehlungsschreiben (Datum "Januar 2019") verfassen, von ihm die Unterschrift druntersetzen und reiche es mit ein, sofern die Möglichkeit überhaupt besteht (manche Bewerbungstools sind ja sehr eingeschränkt, wenn es um das Einreichen von Dokumenten geht).

      Und im Lebenslauf verewige ich meinen Chef sowieso.

      Mehr geht nicht... und da ich vor habe, mich in den kommenden Tagen hauptsächlich initiativ zu bewerben, habe ich in der Regel ohnehin keinen direkten Ansprechpartner. Es sei denn, ich kann mich dazu durchdringen, im Vorfeld anzurufen (und mich direkt als Deutsche zu outen :P )!
    • Hey Theodora
      ja..das mit dem anrufen kenne ich auch...fällt mir immer noch schwer..nach dem Ansprechpartner zu fragen.
      Meist sehen Sie es ja eh am Namen..ob Du ausserhalb der Schweiz bist..
      Solltest Du nicht Oberle...Schaub...Rickenbach oder gar Bürgin Rohrer heissen..wissen die Schweizer eh Bescheid.
      Abee es hat ja auch manchmal Vorteile...
      Gruss Honigbiene
    • Nochmals zu den Referenzen: Schreiben habe ich mir bisher auch nie ausstellen lassen. Es geht, wie schon erwähnt, rein darum die Referenzpersonen, ihre Position und Kontaktmöglichkeiten zu nennen.
      Und ich habe es sehr wohl schon mitbekommen, dass sich sich ein zukünftiger Arbeitgeber bei einem früheren Arbeitgeber telefonisch informiert hat.
    • Ich habe mir immer Arbeitszuegnisse ausstellen lassen und diese meinem Berwerbungsschreiben und Lebenslauf ungefragt angehängt, gerade bei Initiativ-Bewerbungen. Als tatsächliche Referenz habe ich zwei ehemalige Arbeitgeber gefragt, ob sie bereit wären und welche ihre bevorzugte Kontaktart wäre. Bei einem war es Email, beim anderen das Telefon.
      Letzterer wurde sogar tatsächlich von meinem jetzigen Chef angerufen und ausgefragt...
    • Genau so lief oder läuft es auch bei mir. Arbeitszeugnisse im Anhang, werde ich im Vorstellungsgespräch nach Referenzen gefragt, gebe ich 2 oder 3 ehemalige Arbeitgeber an. Diese habe ich vorher auch gefragt, ob sie bereit wären Auskunft zu geben.
      Ich weiss, dass mein ehemaliger Chef in Deutschland kontaktiert wurde. Und auch, dass sich beim letzten Bewerbungsmarathon ein Arbeitgeber ohne mein Wissen Referenzen eingeholt hat. Vielleicht waren es noch mehr, keine Ahnung, aber von den Beiden weiss ich es sicher ;)
    • O-K-A-Y... dann wohl doch lieber mindestens zwei Referenzen mit Kontaktmöglichkeiten angeben, als neben dem Arbeitszeugnis (das eh nicht mehr zu toppen ist 8| ) noch ein Empfehlungsschreiben beizulegen, das sich inhaltlich kaum unterscheidet.

      Und ich bin mir sicher, dass meine beiden "Auserwählten" (Chef + Chef meines Chefs) zumindest den E-Mail-Weg in Ordnung fänden, wenn nicht sogar auch einen Anruf in Kauf nehmen würden.

      Ich tue mich noch etwas schwer mit den Initiativbewerbungen und der Suche nach passenden Unternehmen, aber kann es kaum erwarten, zu testen, wie meine überarbeiteten Unterlagen im Vergleich zu den "alten" ankommen... :!: