Grenzgänger in Teilzeit (16h/Woche) und >110 km Entfernung - Steuererklärung in DE, Tarifkorrektur in CH

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    • Grenzgänger in Teilzeit (16h/Woche) und >110 km Entfernung - Steuererklärung in DE, Tarifkorrektur in CH

      Hallo z'samme,

      Ich arbeite seit letztem Sommer zwei Tage die Woche (Dienstags und Mittwochs, manchmal fahre ich nach Hause, manchmal nicht) in Basel-Stadt und Wohne mehr als 110 km entfernt.
      Ich habe eine Grenzgängerbewilligung, aber zahle den vollen Quellensteuersatz aufgrund der hohen Entfernung. In DE habe ich kein anderweitiges Einkommen.

      Aufgrund der gegebenen Situation ergeben sich ein Paar Fragen, deren Antworten ich teils recherchieren konnte, aber ich würde gerne noch andere Meinungen hören.

      1. Ich kann einen Antrag auf Tarifkorrektur der Quellensteuer stellen um beispielsweise Werbungskosten wie Anreise mit dem Zug abzusetzen. Habe ich das korrekt verstanden? Wenn ja, hat jemand damit Erfahrung? Was muss beachtet werden und wie gehe ich genau vor? Das Formular der Steuerverwaltung finde ich recht unverständlich.
      2. Mein gesamtes Einkommen wird in CH versteuert. Muss ich trotzdem in DE eine Steuererklärung einreichen?


      Vielen Dank für euren Input.

      Liebe Grüsse
      mretier
    • Hoi mretier,

      wie lange bist du denn schon Grenzgänger? Wenn du den vollen Quellensteuersatz zahlst, fällst du vermutlich unter die 60-Tage Regel.
      Du bist also (umgangssprachlich) internationaler Wochenaufenthalter. Durch die 40%-Stelle reichen dir vermutlich schon 25 Nichtrückkehrtage pro Jahr für die Erreichung der 60-Tage-Regel.

      Zu Frage 1. es gibt die Möglichkeit einer Tarifkorrektur. Dazu stellt der Kanton Basel-Stadt das Programm Baltax zur Verfügung. Dort wird relativ gut erklärt für welche Dinge man Werbekosten ansetzen kann. Fahrtkosten zählen, Verpflegungskosten wg der Nichtrückkehr, Kosten für ein Zimmer. Das kann man alles ansetzen, aber es gibt Maximalbeträge (CHF 3'000 für Fahrtkosten, Maximalsätze für Verpflegung). Wie gesagt: aus meiner Sicht ist das in dem Programm sehr gut erklärt.

      Zu 2. ich denke ja, da du weiterhin einen Wohnsitz in Deutschland hast. Du musst das Schweizer Einkommen als ausländisches Einkommen angeben, aber da du in Deutschland nichts verdienst musst du dort keine Steuern zahlen. Dein Grenzsteuersatz erhöht sich mit dem Schweizer Einkommen, aber 30% auf 0€ Einkommen sind immer noch 0€ Steuerlast .


      VG basileus