Kindergeldanspruch Schweiz, Österreich oder Deutschland?

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    • Kindergeldanspruch Schweiz, Österreich oder Deutschland?

      Hallo :CH: ,

      mein erster Beitrag und gleich etwas komplizierter wie ich finde:
      meine Frau und ich sind seit 1,5 Jahren dauerhaft wohnhaft in Österreich (Staatsbürgerschaft: deutsch). Seit diesem Zeitpunkt arbeite ich im Kanton St. Gallen in der Schweiz, meine Frau in Österreich. Unser Sohn (im Januar 25 geworden) ist Student, in Deutschland immatrikuliert und hat dort seinen Wohnsitz. Nun haben wir letzten Jahres Kindergeld für ihn in Deutschland und Österreich beantragt.
      Dabei hat die Familienkasse in Deutschland uns auf die Familienkasse in Österreich bzw. Schweiz verwiesen und sieht keinen Förderungsanspruch.
      Die Familienkasse in Österreich hat unseren Antrag mit der Begründung abgelehnt, dass unser Sohn zu alt bzw. nicht mehr förderungsberechtigt ist.
      Über meinen Arbeitgeber haben wir in der Schweiz einen Antrag auf Familienzulage gestellt. Dieser wurde mit der abgelehnt, da meine Frau erwerbstätig in Österreich ist und dort der Anspruch geltend gemacht werden soll.
      Leider wurde ich hier als Grenzgänger nicht berücksichtigt (zweitanspruchsberechtigt?) und habe von einer sogenannten Differenzzahlung gelesen, welche die Differenz zwischen erst- und zweitanspruchsberechtigten Personen ausgleichen soll. Ist das hier der Fall oder liegen wir hier falsch?
      Momentan ist eine Förderung nicht mehr möglich, da auch in der Schweiz m.M.n. die 25-Jahres-Grenze besteht. Da wir aber seit Beginn seines Studiums (im März 2018) ihm einen monatlichen Betrag zur Verfügung stellen, würden wir gerne hiermit erfragen, ob es möglich ist diese Differenzzahlung rückwirkend auf die Monate zu beantragen?

      Viele Grüße und danke schon mal für euren Rat!
    • Hoi Jeffrie

      Willkommen im Forum

      Ich kenn mich nicht mehr wirklich mit Kindergeld aus, da meine Töchter beide das 25. Lebensjahr überschritten haben (in Deutschland) - aber ich weiss, das man nichts rückwirkend bekommt, was nicht vorweg beantragt wurde. Zumindest war es bei uns so: Meiner Tochter wurden die Zahlungen gestrichen - obwohl noch keine 25 - und erst nachdem wir es zwei Monate später auf Anraten neu beantragt haben und die Bearbeitung fast 3 Monate gedauert hat, hat sie es wieder erhalten, jedoch nicht für die zwei Monate, die nicht im "Antragszeitraum" lagen.

      Kann natürlich heute anders sein, daher freu dich auf die anderen Antworten

      Liebe Grüsse
      Kerstin
    • Ich denke Deutschland ist raus weil weder Arbeitsort noch Wohnsitz. Massgeblich dürfte hier der Wohnsitz in Österreich, die aber aufgrund des Alters bereits eine Ablehnung geschickt haben. (Familienbeihilfe in Österreich bis zum 24. bzw in Ausnahmefällen 25. Lebensjahr).

      In der Schweiz gibt es Familienzulage für Kinder in der Ausbildung bis zu 25 Jahre. Bei Grenzgängern ist aber, wenn der Partner im Wohnsitzland arbeitet, der Wohnsitzstaat zuständig. In der Schweiz kann aber die Differenz beantragt werden.

      Nun lese ich 25 Jahre so, dass es bis zum 26. Geburtstag geht, in Österreich gilt das Lebensjahr, also bis max. 25ster Geburtstag. Demnach ist in Österreich kein Anspruch und in der Schweiz noch ein Jahr Anspruch auf die Differenz, somit eigentlich die vollen 250 CHF.

      ch.ch/de/familienzulagen/

      Ich würde in der Schweiz anfragen, also Antrag über den Arbeitgeber einreichen und die Situation in Österreich schildern.
    • Wie Markus bereits richtig erwähnt hat, ist ausschlaggebend in welchem Land der Erstwohnsitz des Kindes ist, selbst wenn die Eltern dort nicht gemeldet sind, z.B. wenn das Kind bei den Großeltern lebt. In diesem Fall ist das ganz klar Österreich! (Wenn Ihr vorher in Deutschland gelebt hat und KEIN Familiengeld erhalten habt, könnt Ihr es rückwirkend erhalten. Allerdings müsst ihr hier akribisch nachweisen, dass der Sohn tatsächlich in Deutschland war und, wie bei uns, geht das wohl nur über einen Anwalt und monatelanges hin und her.

      Ebenfalls richtig von Markus ist, dass in der Schweiz nur die Differenz bezahlt wird, ob das jetzt wirklich die vollen 250 sind weiß ich nicht. Evtl. nur die Differenz zwischen dem aktiven Kindergeldbetrag und den 250CHF, wäre aber immerhin besser als nichts.
      Die Schweiz argumentiert denke ich eher, dass im "Heimatland" kein Anspruch mehr besteht und dadurch auch nicht mehr in der Schweiz....

      Viel Erfolg
    • MotU schrieb:


      Ebenfalls richtig von Markus ist, dass in der Schweiz nur die Differenz bezahlt wird, ob das jetzt wirklich die vollen 250 sind weiß ich nicht. Evtl. nur die Differenz zwischen dem aktiven Kindergeldbetrag und den 250CHF, wäre aber immerhin besser als nichts.
      Die Schweiz argumentiert denke ich eher, dass im "Heimatland" kein Anspruch mehr besteht und dadurch auch nicht mehr in der Schweiz....
      Ich denke auch dass die Argumentation eher in Richtung "Die Mutter hat keinen Anspruch mehr, daher entfällt die Differenzzahlung" gehen wird, aber wenn es nur ein Gesuch über den Arbeitgeber ist würde ich das für immerhin 3.000 CHF (12x 250) einfach probieren.