Übergangszeit von einem Monat --> Umzug am 01.03.2019 --> Aktueller Arbeitgeber bis 31.03.2019 aber in Deutschland --> Ab dem 01.04.2019 Job-Beginn in der Schweiz

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    • Übergangszeit von einem Monat --> Umzug am 01.03.2019 --> Aktueller Arbeitgeber bis 31.03.2019 aber in Deutschland --> Ab dem 01.04.2019 Job-Beginn in der Schweiz

      Hallo liebe Community,

      wir haben uns entschlossen einen Monat vor Beginn meines neuen Jobs (01.04.2019) in die Schweiz zu ziehen. Mit Resturlaub muss ich noch knapp 15 Arbeitstage im März 2019 für meinen aktuellen Arbeitgeber absolvieren. Jetzt stelle ich mir die Frage bezüglich der Steuerabzüge oder grundsätzliche Fragen für die Übergangszeit von 1 Monat...

      Kann ich mich in Deutschland zum 28.02.2019 abmelden, mich Anfang März (am 04.03.2019) in der Schweiz anmelden und weiterhin mein letztes Gehalt für den März von meinen dt. Arbeitgeber beziehen ohne steuerlich irgendetwas berücksichtigen zu müssen? Versteht Ihr mein Problem? Gibt es so was wie eine Übergangszeit?

      Freue mich auf eure Rückmeldungen.

      Vielen Dank und
      LG
      SNJ1918 :CH:
    • Hoi

      Wird ein Rechenexempel werden nach meiner Meinung.

      Nur mal theoretisch laut gedacht : Bis Ende März in Deutschland arbeitstechnisch dabei, d.h. auch die Krankenkasse läuft solange - Wenn aber ab Anfang März schon in der Schweiz (mit Arbeits- und Mietvertrag) ist auch ab dem Zeitpunkt die neue Schweizer Krankenkasse fällig also doppelt gemoppelt.

      Eigentlich kannst du dich ja auch in der Schweiz "urlaubsmässig" aufhalten - aber ich weiss nicht, wie das mit dem Mietvertrag funktioniert ohne Anmeldung. Meine Gedanken sind ziemlich durcheinander, sorry,

      Für manche Kantone braucht man die Abmeldung aus Deutschland, für andere nicht, also abhängig wo es hingeht

      Steuermässig erwirtschaftest du ja in dem "Zwischenmonat" kein Geld in der Schweiz, also wird da auch nichts versteuert (nach meiner Info)

      Einfach mal auf andere Antworten warten :)

      Liebe Grüsse
      Kerstin
    • Hallo zusammen,

      ich habe gestern mit dem Amt für internationales Steuerrecht in Deutschland telefoniert.

      Folgende Info:

      Für die Übergangszeit (bei mir abzüglich Urlaub 15 Arbeitstage im März 2019) brauche ich keine Steuern in der Schweiz bezahlen. Ich werde ganz normal (wie die letzten Jahre auch) in Deutschland besteuert. Weiterhin melde ich mich in Deutschland auf den 28.02.2019 ab und in Zürich logischerweise an. Ab dem 01. April beginnt dann meine neue Krankenkasse in der Schweiz (für den März bin ich noch bei der Techniker versichert) + mein Arbeitsverhältnis --> Ende April = 1. Lohn in der Schweiz = 1. Besteuerung in der Schweiz.

      Ergebnis:

      Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben :-). Alles relativ einfach! Regulär ab- und anmelden.

      LG
      SNJ1918
    • Im Bereich der Besteuerung ist das sicherlich richtig. Prinzipiell wird im Wohnsitzland versteuert, über das DBA dürfte in dem Fall aber die Versteuerung in Deutschland liegen. Allerdings wird der Verdienst in dieser Zeit trotzdem bei der Steuer in der Schweiz anzugeben sein, da es u.U. zu einem Progressionsvorbehalt in der Schweiz kommen wird.

      Bei der Krankenversicherung wäre ich mir aber nicht sicher. Denn Du schreibst dass "wir" uns entschieden haben. Also mehr als eine Einzelperson. Ich unterstelle mal einen Ehepartner und ggfs. auch ein Kind. Da stellen sich dann Fragen ob es bei der Partnerin Einkommen gibt, ggfs. ja aus Vermietung oder Verpachtung. Und Kinder fallen aus der Familienversicherung erst mal raus, wenn das Versicherungsland nicht gleichzeitig der Wohnsitz ist.

      Es gibt für all das (vor allem auf EU-Basis) Regelungen und viele Formulare, meist auch noch Clearingstellen für Sonderfälle. Mindestens die Krankenversicherung im März muss durch ein Amt in der Schweiz genehmigt werden, da es sich um eine Versicherungspflicht in der Schweiz handelt. Hierfür muss also die Gleichwertigkeit der Versicherung in Deutschland und die Gültigkeit für alle Betroffenen festgestellt werden.

      All das wird ein bundesdeutsches Amt schwerlich für die Schweiz entscheiden können. Es führt also im Zuge einer vernünftigen Abklärung kein Weg am Migrationsamt des entsprechenden Kantons vorbei. Aus meiner Erfahrung kann ich nur empfehlen diese Abklärung im Vorfeld vorzunehmen. Einfach ein kurzes Telefon und sich und das Amt orientieren. Ein "das BZSt hat das aber so gesagt" kommt im Zweifelsfall gar nicht gut an und wird die Kooperationsbereitschaft beim Gegenüber nicht erhöhen.

      Im Normalfall wird das auch problemlos gehen, aber generell immer vorab klären und die Behörden und Ämter nicht einfach vor bereits vollendete Tatsachen stellen.