Lehrer hier?

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    • Hallo,
      ich arbeite jetzt seit diesem Schuljahr in der Schweiz als Lehrerin.
      Für mich passt es sehr gut, da ich genau das machen darf, wofür ich wirklich brenne.
      Allerdings muss jedem/jeder Lehrerin klar sein, dass wir hier in der Schweiz gänzlich andere Arbeitszeiten haben.
      Es gibt mehr Wochenstunden zu unterrichten, diese Wochenstunden heißen in der Schweiz Lektionen.
      Normalerweise hat man vier Lektionen am Vormittag, dann eine relativ lange Mittagspause, in der in der Regel auch häufig Gesprächstermine laufen, und dann am Nachmittag nochmal zwei bis vier Lektionen.
      Dazu kommen ausführliche Elterngespräche, die protokolliert und entsprechend evaluiert werden müssen, ausführliche Berichtstätigkeit und die eine oder andere Konferenz, meist im wöchentlichen Turnus.
      In Deutschland hatte ich bei vollem Stundendeputat eine vier-Tage-Woche und war meist um 15 Uhr daheim.
      Hier arbeite ich fünf Tage die Woche und bin so gegen 7:30 Uhr an der Schule, habe morgens vor Unterrichtsbeginn eine kurze Besprechung im Kollegium und komme selten vor 16 Uhr aus dem Haus.
      Ich liebe meinen Job und fühle mich hier sehr wohl.
      Schule halten ist jedoch etwas ganz anderes als in Deutschland.
      Auch habe ich mein Beamtendasein aufgegeben und bin jetzt angestellt. Theoretisch bin ich jederzeit kündbar. Das heißt eben auch, dass man wirklich gerne und gut sein muss im Job, sonst muss man auch schnell mal gehen. Da die Lehrergehälter hier relativ hoch sind, wird da auch nicht lange gefackelt. Das ist zumindest meine Erfahrung, auch wenn es mich, wie gesagt, nicht betrifft, weil alles passt.
      Nur sollte man eben sehr genau überlegen und sich wirklich sicher sein, denn Lehrersein in Deutschland bringt große Privilegien mit sich, die man nicht so ohne weiteres ausblenden sollte.
      LIebe Grüße, Tobi
    • Hallöchen,

      meine Frau ist auch Realschul - Lehrerin in Niedersachsen (Fächer: Gelernt:Deutsch, Bio, Deutsch als Zweitsprache, ungelernt unterrichtet: Mathe) und wir fragen uns, ob es leicht ist im Bereich Bern eine Sekundaranstellung zu bekommen.
      Ich habe auf den entsprechenden Jobbörsen geschaut und garnichts gefunden.
      Ist die Kombination Deutschleherin / Bern / Sekundar aktuell etwas schlecht?

      Liebe Grüße
    • Hallo Jim

      Bern ist (wie du vielleicht weisst) ein zweisprachiger Kanton - neben Fribourg und dem Wallis. Ohne gute Französischkenntnisse (und eben Deutsch) - unabhängig von den Unterrichtsfächern - ist es als Staatsangestellter dann ohnehin nicht so leicht mit einer Festanstellung. Es wird erheblich Wert darauf gelegt, dass man sich gut auf beiden Kantonssprachen verständigen kann. Zu den lehrerspezifischen Eigenheiten kann ich Dir leider nichts sagen - da bin ich thematisch zu weit weg.

      Gruss,
      Jan
    • Danke für das schnelle Feedback.
      ~
      Der Zusammenhang zu den Amtssprachen ist absolut nachvollziehbar; nur leider scheint das für uns ein Ausschlusskriterium zu sein.
      Bei Französisch sind wir raus ;)
      Sinnvoller ist dann tatsächlich eins der rein Deutschsprachigen Kantone anzuvisieren.
    • Guten Abend,
      bei meiner Recherche bin auf die Thematik "Lehrermangel Schweiz" gestoßen.
      Ist nach eurer Erfahrung wirklich ein Mangel wahrzunehmen?
      Wenn, dann scheint sich dieser ja eher auf den Kindergartenbereich und die Primarstufe zu beziehen; Im Sek. Bereich habe ich nämlich kaum Stellen gefunden.

      Liebe Grüße
    • jan82 schrieb:

      Hallo Jim

      Bern ist (wie du vielleicht weisst) ein zweisprachiger Kanton - neben Fribourg und dem Wallis. Ohne gute Französischkenntnisse (und eben Deutsch) - unabhängig von den Unterrichtsfächern - ist es als Staatsangestellter dann ohnehin nicht so leicht mit einer Festanstellung. Es wird erheblich Wert darauf gelegt, dass man sich gut auf beiden Kantonssprachen verständigen kann. Zu den lehrerspezifischen Eigenheiten kann ich Dir leider nichts sagen - da bin ich thematisch zu weit weg.

      Gruss,
      Jan
      Hallo Jan,

      meine Frau hat gestern bei einer Schule in Bern zur Sprachthematik nachgefragt und folgende Nachricht bekommen:
      "
      Vielen Dank für Ihre Fragen zu unserer Schule.
      Solange Sie im Kanton Bern nicht im französischen Sprachgebiet oder auf der Grenze zu diesem arbeiten möchten, müssen Sie der französischen Sprache nicht mächtig sein. Dies ist übrigens auch bei einigen Lehrpersonen aus anderen Kantonen bei uns der Fall.
      Es wird sicher von Vorteil sein, wenn Sie bald die Mundart verstehen. Zu Beginn würde dies aber sicher auch anders gehen. Ich war vor meiner Anstellung in Bern im Raum Basel tätig und da hatten wir immer einen grossen Teil unseres Kollegiums aus dem süddeutschen Raum angestellt. Diese Lehrpersonen waren innert kürzester Zeit der Mundart mächtig bzw. Konnten diese verstehen. Ich gehe davon aus, dass auch Sie nicht all zu lange dafür benötigen würden.


      Wir befinden uns derzeit in einem Lehrermangel. Ihre Chancen eine Anstellung an einer Berner Schule zu erhalten, sind wohl entsprechend hoch, wenn Ihr Diplom EDK anerkannt wird.


      Ich hoffe Ihnen mit meinen Angaben weitergeholfen zu haben. Ansonsten dürfen Sie gerne nochmals nachfragen.
      "
      [/quote]Das klingt für uns sehr gut und hilft einigen hier im Forum möglicherweise als Einordnung ganz gut ;)

      Liebe Grüße
    • Ina_niedersachsen schrieb:

      Hallo zusammen,
      nach einer langen Zeit, in der ich immer nur mitgelesen habe, habe ich mich jetzt doch angemeldet. Ich hoffe, so vielleicht Antworten auf Fragen zu bekommen, die mich in Bezug auf das Leben und Arbeiten in der Schweiz interessieren. Mein Mann und ich denken seit längerem darüber nach, in die Schweiz auszuwandern. Die Gründe sind vielfältig, wie bei den meisten von euch. Zum einen reizt uns die Natur in der Schweiz, die insbesondere ich von vielen Urlauben kenne, zum anderen sind wir von vielem in Deutschland genervt (was hier aber zu weit führen würde). Wir arbeiten beide in Berufen, die - soweit mir bekannt ist - in der Schweiz gesucht werden. Mein Mann ist Arzt und ich bin Lehrerin an der Realschule. Wir haben zwei Kinder, der eine wird in diesem Jahr eingeschult, der andere ist in der 8. Klasse des Gymnasiums. Auch das Schulsystem in Deutschland (das ich gut kenne), überzeugt mich nicht wirklich, soweit ich weiß, ist z.B. das Schweizer System sehr viel vielfältiger und durchlässiger.
      Aktuell ist die Auswanderung noch ein Gedankenspiel, wir sprechen aber auch mit den Kindern darüber und alle können es sich vorstellen (der Große hat einen Freund in der Ostschweiz, das hilft bei der Überlegung). Da ich nicht genau weiß, wo ich meine verschiedenen Fragen unterbringen sollte, schreibe ich sie einfach mal hier rein. Vielleicht habe ich Glück, dass sich jemand auskennt (oder jemanden kennt, der sich auskennt ;):
      Mich interessieren die Erfahrungen von deutschen Lehrern, die in die Schweiz gegangen sind (insbesondere Kanton SG). Wie unterscheidet sich der Beruf vom Alltag in Deutschland? Wie sind die Erfahrungen?
      Dann interessiert mich auch sehr, wie die unter euch, die mit Kindern (am besten Schulkindern) umgesiedelt sind, den Wechsel erlebt haben. Auch hierzu habe ich natürlich bereits im Forum gesucht und alles gelesen, was in Frage kommt. Eventuell gibt es aber neuere Informationen dazu.

      Danke für's Lesen und ich freue mich über eure Erfahrungen.

      Viele Grüße aus Niedersachsen
      Ina
      Hallo an alle, die das hier lesen. Ich weiss nicht, wie aktuell die Frage noch ist, aber vielleicht findet sich ja immer mal wieder der ein oder andere Lehrer (und Lehrerin), der/ die vielleicht in die Schweiz ziehen möchte. Ich bin Lehrerin und teile gerne meine Erfahrungen.

      Ich bin Gymnasiallehrerin (humanistische Fächerkombi) und habe eine schwierige Bewerbungsgeschichte hinter mir. Zunächst muss mein sein Staatsexamen anerkennen lassen, was in der Regel nicht weiter schwer ist, wenn man eine deutsche Lehrerausbildung hat. Allerdings beginnen Gymnasien in der Schweiz erst ab Klasse 10 und sind nicht obligatorisch. Dementsprechend gibt es nicht so viele Gymnasien wie in Deutschland und die wenigen Stellen sind hart umkämpft. Gymnasien sind dann oft Zentren für alle Schüler der Umgebung, d.h. sie sind meiner Erfahrung nach recht gross und tendenziell anonym.

      Ich habe im Laufe der Jahre mindestens 60-80 Bewerbungen innerhalb der ganzen Schweiz verschickt und nur wenige Vorstellungsgespräche bekommen. Das ist für mich eine neue Situation, weil ich in der Regel eigentlich immer überzeugende Bewerbungen geschrieben habe mit einer guten Rückmeldequote. Natürlich kann nicht immer alles klappen, aber dass fast nie etwas klappt, hat mich schon nachdenklich gemacht. Ich vermute, es ist eben so, dass man als Ausländerin nicht die Wunschkandidatin für eine der raren Stellen an einem Gymnasium ist, wenn es viele Schweizer und Schweizerinnen als Mitbewerber gibt, die natürlich ebenfalls gut sind. Man muss also entweder herausragend gut sein oder es muss einen akuten Mangel geben, was bei meiner Fächerkombi nicht der Fall ist. Sonst hat man es sehr schwer, irgendwo unterzukommen.

      Mir ist es dann doch irgendwann gelungen, an einem Gymnasium eine Teilzeitstelle zu bekommen (Das Stellenprozent ist nicht verhandelbar und wird mit der Stelle ausgeschrieben). Mir wurde gesagt, dass das erste Jahr ein "Bewährungsjahr" sei und der Vertrag entfristet werde, wenn in dem Jahr alles zur Zufriedenheit verläuft. Das Jahr hat gut funktioniert, die Schüler waren zufrieden, die Eltern happy, aber mein Vertrag wurde nicht verlängert. Die ganze Kommunikation war sehr intransparent, es wurde eine Begründung gegeben, die so vage war, dass ich sie nicht anfechten konnte und trotz positiver Unterrichtsbeurteilung. Es bestand deutlich kein Interesse an meiner Weiterbeschäftigung, warum auch immer. Dazu passt, dass die Stelle recht spät im Jahr ausgeschrieben worden war, es also anscheinend eine Art Notsituation gab, für die man dringend eine Lösung suchte. Ich war wohl die "Notlösung" und nach einem Jahr trennte man sich von mir. Zumindest fühlt es sich so an.

      Meine Erfahrung in diesem Schuljahr an einer Schweizer Schule war auch leider nicht unbedingt positiv. Viele Kollegen hatten deutliche Hemmungen, mit mir zu sprechen, weil ich nur Hochdeutsch sprechen konnte, kein Schweizerdeutsch. In jeder Konferenz wurde kurz thematisiert, ob alle meinetwegen in Schweizerdeutsch sprechen können oder sich mit Hochdeutsch abquälen müssen (das war die Stimmung zwischen den Zeilen), wobei ich problemlos Schweizerdeutsch verstehe. Ich hatte immer das Gefühl, nicht richtig dazuzugehören, obwohl ich ein sehr unproblematischer, offener Mensch bin, der auch diplomatisch und rücksichtsvoll ist (was die Schweizer oft an Deutschen vermissen). "Angekommen" bin ich in diesem Jahr leider nicht. Die Schule war auch so gross, dass weder die Schüler sich untereinander alle kannten, noch die Lehrer einen Ueberblick darüber hatten, wer eigentlich alle dort arbeiten, viele Lehrer mit Teilzeitvertrag...

      Ich habe wegen dieser Schwierigkeiten deswegen bisher überwiegend an Privatschulen gearbeitet, die ein sehr angenehmes Arbeitsumfeld für mich sind, aber deutlich schlechter bezahlen als eine öffentliche Schule. Mit einer Ausnahme: Für einige Monate war ich an einer Schweizer Sekundarschule, wo meine Fächer ausgeschrieben waren. Es handelte sich um teilweise sehr problematisches Klientel in einer problematischen Stadt. Vielleicht bin ich auch einfach nicht dazu geschaffen, an Gesamtschulen zu unterrichten (Hut ab für die, die es können! Ihr habt meinen ganzen Respekt!), ich bin vielleicht doch ein "Gymnasiumsgewächs". Ich jedenfalls kam überhaupt nicht zurecht mit Klassen, in welcher Sonderschüler zusammen mit Hauptschülern sassen, nicht unbedingt schlimme Kinder, aber kleine Lichtchen, die sich bei jedem Streit direkt an die Gurgel gegangen sind oder aus Frust ihren Kopf an die Wand geschlagen haben. Dazu kommt, dass das Alter (13-15) nicht unbedingt einfach ist. Meine netten Schüler (die gab es auch!) sind definitiv untergegangen und ich habe nach kurzer Zeit gekündigt. Eine frustrierende Erfahrung, die ich mir gerne erspart hätte und die mir auch viel Freude am Beruf genommen hat.

      Uebrigens: Die Lehrer an Sekundarschulen haben eine sehr breite Ausbildung, breiter als wir in Deutschland mit unseren studierten 2 Fächern. Es ist üblich, dass Lehrer dort 5 Fächer und mehr unterrichten. Deutsche Lehrer bekommen deswegen in der Regel keine Anerkennung für Sekundarschulen. Dass ich dort gelandet war, erkläre ich mir wieder mit einer Notsituation. Der Ort hat definitiv einen problematischen Ruf und ich kann mir vorstellen, dass nicht viele Bewerbungen eingegangen sind...
      Die Kollegen an der Sekundarschule waren aber sehr nett! Die Schule war allerdings französischsprachig, es gab also nicht das Problem mit dem Schweizerdeutsch.

      Ich habe in der Zwischenzeit gelernt, dass für mich leider nur Privatschulen oder Gymnasien infrage kommen. Auf Stellen an Gymnasien hoffe ich nicht mehr wirklich, seit mir ein Lehrer gesagt hat, dass auch Schweizer Lehrer in der Deutschschweiz zwischen 5-7 Jahren in Vertretungsverträgen an wechselnden Schulen festhängen, bis sie irgendwo eine Schule finden, an der sie bleiben können. In der französischen Schweiz scheint es einen Bedarf an Deutschlehrern zu geben, falls jemand unter euch Deutschlehrer ist und gut Französisch spricht. Allerdings ist das Bewerbungsverfahren sehr intransparent.

      Zum Stichwort Bewerbung: Die offenen Stellen werden auf den Seiten der jeweiligen Kantone ausgeschrieben, in der Regel im Frühling. Wer also eine Stelle finden möchte, sollte die Homepages der Kantone im Blick behalten und im Frühling alle 2-4 Wochen überprüfen, was sich tut. Dann bewirbt man sich an der Schule direkt.
      In der französischen Schweiz läuft eine Bewerbung nicht über die Schulen direkt, sondern über eine Art Regierungspräsidium, so wie ich das bisher verstanden habe. Es ist deutlich zentralistischer. Es werden auch nicht alle Stellen ausgeschrieben, zumindest habe ich bisher noch keine zuverlässige Information gefunden, wo man suchen muss.

      Und zum Schluss: Ich bin mit einer positiven Grundhaltung in die Schweiz gegangen und mittlerweile sehr frustriert. Ich habe mir die Zähne ausgebissen an der Zurückhaltung der Schweizer und an ihrer Aversion gegen das Hochdeutsch. Deutschschweizer sind sehr lieb, aber fühlen sich so schrecklich unwohl, wenn sie Hochdeutsch reden müssen, das habe ich deutlich unterschätzt. Sie sind zudem rücksichtsvoll bis zur Ueberangepasstheit (aus deutscher Perspektive geschrieben) und ich bin nie durch die Mauer an Höflichkeit gedrungen, die einem entgegengebracht wird, aber das war es dann auch. Freunde unter Schweizerdeutschen zu finden, ist wirklich schwer (Mir hat es gut getan zu lesen, dass es vielen auch so geht und dieselbe Erfahrung von vielen Deutschen bestätigt zu bekommen, sonst zweifelt man irgendwann an sich). Wenn ich nach meinen Erfahrungen einen typischen Deutschschweizer beschreiben müsste (und in jeder Karikatur liegt vielleicht ein Körnchen Wahrheit), so würde ich sagen, sie sind sehr verwurzelte Menschen, die nicht offen sind. Sie haben ihren Freundeskreis aus der Grundschulzeit behalten, sind im Leben nicht weiter als 20 km von zuhause weggezogen, versuchen vor allem, nicht aufzufallen, haben sehr starke Meinungen von dem, was richtig ist und "was sich so gehört". Deutschen gegenüber legen sie eine merkwürdige Mischung aus Minderwertigkeitsgefühl und Ueberlegenheitskomplex an den Tag, Patriotismus steht hoch im Kurs zusammen mit gequälten Gesichtern beim Hochdeutschen. Es gibt viele Vorurteile gegenüber Deutschen, durch die man sich erst mal durchkämpfen muss. Der Waschplan ist heilig. Es wird viel gearbeitet ("gekrampft", wie es hier heisst), "Bünzli".

      In der französischen Schweiz gibt es nicht dieses Unwohlsein gegenüber Deutschen und die Menschen scheinen mir entspannter zu sein als in der Deutschschweiz.

      Ich hoffe, dass meine Erfahrungen vielleicht ein bisschen helfen konnten. Sie sind natürlich subjektiv, jeder kann/ darf/ soll sich gerne selbst ein Bild machen.
      Liebe Grüsse an alle!
    • Hallo Schweizweit
      Ich bin zwar keine Lehrerin, aber in einem ebenso "Systemrelevanten" Beruf tätig. Deinen Beitrag habe ich mit grossem Interesse gelesen.
      Nach nunmehr 4 Jahren habe ich auch ein ganz anderes Bild von der Schweiz bekommen und arrangiere mich damit.
      Ich will mich nicht beklagen oder jammern, auf keinen Fall.
      Inzwischen hat sich hier (m)ein kleiner Kreis sozialer Kontakte aufgebaut, welcher in der Überzahl aus Schweizern besteht und worauf ich stolz bin.

      Wir Deutschen werden von den meisten Schweizern als zu direkt wahrgenommen. Aus meiner Sicht besteht ein gewaltiger Unterschied zwischen Direktheit und Ehrlichkeit. Ich ziehe die Ehrlichkeit vor, auch zu mir selbst.
      Manchem bin ich dann einfach zu direkt, das ist aber nicht mein Problem, sondern generell ein Phänomen in der Kommunikation miteinander und liegt wohl in der Natur der Menschen.
      Meine Art von Direktheit hat letztens einer Schweizerin eine Gänsehaut gezaubert, als ich mich bei ihr bedankt habe, für unser angenehmes Gespräch in diesen speziellen Zeiten. Immer häufiger treffe ich auf Schweizer, die sich im eigenen Land nicht mehr so recht wohl fühlen. Zu viele Gesetze, Heiratsstrafe, zu viel Arbeit...

      Ich denke, dass Du alles richtig gemacht hast, Dich wacker geschlagen hast und wünsche Dir, dass Du doch noch die Stelle findest, die für Dich passt.

      Viel Glück und nicht aufgeben.