Grenzgänger Schweiz, welche Krankenversicherung? Kontakt? Nettolohn?

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    • Grenzgänger Schweiz, welche Krankenversicherung? Kontakt? Nettolohn?

      Hallo zusammen,
      ich gedenke in der Schweiz als Speditionskaufmann zu arbeiten. Bin momentan noch in Deutschland tätig, aber hatte bereits ein Gespräch in der Schweiz.
      In den nächsten Tagen wird entschieden, ob ich die Stelle bekomme. Jedoch möchte ich gerne wissen, was unterm Strich bei übrig bleibt, ob es sich lohnt.
      Vertrag wird laufen auf 69k im Jahr, auf 13 Gehälter verteilt. Bin Steuerklasse 1, keine Kirchensteuer. Kann mir jemand sagen, was übrig bleibt?
      Kann jemand eine Krankenkasse empfehlen, oder eine Anlaufstelle? Wohne in Lörrach. Stelle wäre in Pratteln. Was muss ich für die KV kalkulieren?
      Wäre super, wenn mir jemand helfen könnte.

      Danke

      Grüße

      Jayjo
    • Steuerklasse interessiert nicht mehr wenn du Grenzgänger bist.
      Krankenversicherung: Helsana oder Sympany. Prämie für Grenzgänger bei Helsana kostet 264 SFr. pro Monat, bei 300 SFr. Jahresfranchise.
      Du kannst dich damit auch bei einer deutschen Krankenversicherung als aushelfenden Träger anmelden und dich in Deutschland behandeln lassen. Dafür fällt auch keine Franchise an.

      Zum Thema "was übrig bleibt": Das ist bei jedem, wie bei Steuererklärungen generell, verschieden.
      Das Schweizer Netto (exkl. Krankenversicherung) kannst du hier ausrechnen lassen: lohncomputer.ch Aber Achtung, auch das ist nicht 100%ig präzise, vor allem bei den Abzügen für Pensionskasse, NBU, KTG.
    • Danke für deine Info. Erhrlich gesagt verstehe ich das mit dem Franchise nicht. Ich zahle 264 im Monat und einmal im Jahr 300 Sfr. Wenn ich mich aber nur in Deutschland behandeln
      lasse, fallen die 300 Sfr weg, ja?
      Den Rechner hatte ich auch gefunden, allerdings geben die ja nur das schweizer Netto an. Interessant ist für mich, was da noch runter geht. 264 Sfr und dann noch die Steuern in Deutschland.
      Für sowas gibts leider keinen Rechner. Dachte hier wären vllt mehrere mit einem ähnlichen Gehalt. Ist ja glaub in der Schweiz auch eher ein Standard Gehalt...
    • Wie das mit der Franchise funktioniert, wird auf vielen Seiten erklärt. Beispielsweise auf hier: auswandern-schweiz.net/schweiz-handbuch/krankenversicherung
      Und ja, wenn du dich nur in Deutschland behandeln lässt, musst du keine Franchise "zahlen".

      Bezüglich der deutschen Steuerlast: Nein, ein Rechner reicht nicht aus. Du müsstest dir eigentlich selber eine Steuersoftware besorgen (z.B. ElsterFormular) und es in der Anlage N-Gre mal selber durchrechnen.
      Auch wenn jemand das gleiche Gehalt hätte, so kann der Steuersatz und auch das sonstige Netto unterm Strich unterschiedlich sein. Das hat vor allem mit der Pensionskasse, KTG und NBU zu tun. Manche Arbeitgeber übernehmen diese Beiträge, diese musst du dann jedoch versteuern. Zahlst du sie selber, mindert das deinen steuerpflichtigen Lohn. Zahlt dein Arbeitgeber grosszügig in die Pensionskasse ein, musst du das ebenfalls als Arbeitseinkommen versteuern.
      Hinzu kommen weitere Dinge individuelle Dinge wie Werbungskosten usw. Der Wechselkurs schwankt ja auch immer etwas.

      Pi mal Daumen dürften da irgendwas zwischen 800 und 1200 € an deutschen Einkommenssteuern pro Monat fällig werden (Quellensteuern bereits berücksichtigt und entsprechend abgezogen).
    • Jayjo82 schrieb:

      Ja das stimmt schon. Ich habe nun eine Aufstellung von Grenzgänger Info bekommen. Es werden je nach Kurs 2600 € Netto sein.
      Dies mal zur Info, falls jemand wie ich Vergleiche sucht. (Einfacher Fahrtweg 24 km, KV Schweiz nach KVG 2504 € p. a.)
      Die 2600 € sind dann vermutlich der best case. Wie gesagt, ein grosszügiger Arbeitgeber kann die Steuerlast erheblich steigern.
    • Jayjo82 schrieb:

      Ich hoffe nicht. Finde das schon unverschämt viel Steuern die da runter gehen. Ist halt mit der günstigsten Krankenversicherung, mit den geringsten Leistungen.
      Tja, das sehen halt viele nicht, sondern die denken "Geil, ich verdiene die fette Kohle in der Schweiz, wohne aber günstig in Deutschland". Dass es eine Menge Fallstricke und vielleicht auch Benachteiligungen gibt, das wird nicht wahrgenommen.
      Es ist übrigens erst seit wenigen Jahren so, dass die überobligatorischen Beiträge des Arbeitgebers in die Pensionskasse versteuert werden müssen.