Viele Fragen zur Auswanderung in die Schweiz

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    • Viele Fragen zur Auswanderung in die Schweiz

      Hallo alle miteinander! Ich bin der Bernhard, bin 28 Jahre alt und interessiere mich, wie der Titel schon verrät für die Auswanderung in die Schweiz.

      Ich bin einfach seit letzter Zeit todunglücklich, dass mein Land ein Staat der USA wird. Hier in Deutschland wird man von den Politikern aufs Übelste belogen und hintergangen. Das sind mit meine Steuergelder nicht mehr wert. Ich meine es ernst. Eine schier unfassbare Lügenparade, dass es mir als Ex-Soldat eiskalt den Rücken herunterläuft, dass ich 6 Jahre meines Lebens für dieses Land verschwendet habe. Alles in Allem ist dies aber eine andere Geschichte.

      Zu "unserer" Person:

      Ich bin 28 Jahre alt und meine Partnerin 25. Sie ist gelernte Einzelhandelskauffrau und macht gerade die Weiterbildung zur Handelsfachwirtin. Ich habe KFZ-Mechatroniker für Fahrzeugkommunikationstechnik gelernt (Kfz-Elektriker). Arbeite aber nun schon seit Jahren im Prototypenbau bei AUDI AG und bin dort Trainer (Erwachsenenbildung). Die Frage ist nun: Finden wir mit unseren Berufen Arbeit in der Schweiz? Sind dies gefragte Berufe?

      - Wie viele Euros sollten wir im Vorfeld sparen, damit wir einen guten Start hinlegen können? Wir würden natürlich am Besten noch vor unserem Umzug eine Arbeitsstelle unterschreiben wollen, auch einen Mietvertrag.
      - Ich habe einige Dokumentationen gesehen, dass Schweizer Deutsche nicht besonders gut ausstehen können. Stimmt das, oder ist das schwachsinn?
      - Kann man Schweizer verstehen, wenn man Deutscher ist? Wie lange dauert es, bis die Kommunikation kein Problem mehr darstellt?

      Das wären meine Fragen für das Erste, ich hoffe auf viele kompetente und nette Antworten :)

      Vielen Dank im Voraus,


      Bernhard
    • Hoi Bernhard,

      Ich bin mit meiner Frau seit Januar 2015 hier in der Ostschweiz.
      einen Teil deiner Fragen kann ich aus Erfahrung beantworten.

      1. Vieles was uns sehr geholfen hat findest du auf dieser super Homepage hier die Maik gemacht hat ! Ein Lob an Maik an dieser Stelle.
      2. Ob Eure Berufe hier gesucht werden kann ich nicht sagen, weiss auch nicht wie flexibel ihr seit. Ich komme aus der Automobilindustrie und bin jetzt in einer Führungsposition in der Kunststoffindustrie. Vieles ist möglich, Fachkräfte werden eigentlich immer gesucht. einfach mal auf den Jobportalen der Schweiz schauen ( ostjob.ch, comparis.ch, jobscout24.ch, jobs.ch, jobwinner.ch, stellen.ch, jobagent.ch ) was im Moment so geht. :CH:
      3. Wir hatten kein grosses Grundkaptial zum Start hier in Switzerland. 10000 Euro sollten eigentlich locker reichen für Ummeldung KFZ, Papiere, Krankenkasse, Wohnung etc. Wenn man einen job hat kommt ja 4 Wochen später schon ein gutes Gehalt. :thumbsup: Und ohne Arbeitsvertrag würde ich nicht starten. Ein Tipp. Wir haben in der Probezeit (3 Monate) in einer Ferienwohnung gewohnt und uns in Ruhe den Ort und die Wohnung rausgesucht wo es uns am besten gefallen hat. Nur über Internet ist es schwer möglich Besichtigungen etc. durchzuführen... Das muss aber jeder selber wissen.

      4. Das die Schweizer die Deutschen nicht leiden können kann ich bis dato nicht bestätigen. Kommt auch immer darauf an wie man sich verhält. Wir sind in der Ostschweiz im 3 Ländereck/Rheintal , hier ist es durch die Grenznähe zu D / AT denke ich sowieso etwas lockerer. Es haben schon Leute berichtet je weiter man in die Berge kommt desto schwieriger wird es als Deutscher Anschluss zu finden. (wenn du den Grossvater von Heidi kennst weisst du was ich meine )

      5. verstehen.... Also wir kommen ja aus dem deutschsprachigen Raum. Aber so einfach ist es nicht in den ersten paar Wochen alles zu verstehen. Beim ersten Meeting in der ersten Arbeitswoche lag mein Verständis bei 30%, lach.... Aber keine Angst, viele können auf "hochdeutsch" umschalten oder wenn man nett fragt wird auch wiederholt wenn man etwas nicht verstanden hat. Nach ein paar Wochen legt sich die Aufregung und man versteht immer mehr. Kein Problem also.

      Ich hoffe ich konnte dir ein wenig weiterhelfen als noch ziemlich neuer in der schönen Schweiz.

      Gruss
      Mario
    • Ich sehe also, die meisten meiner Ängste sind anscheinend unbegründet. Gibt es denn in der Schweiz national große
      Ingeneursdienstleister, die ihr kennt und mir empfehlen könnt? Weil ich ja mit meinem Werdegang am Besten bei Automobilherstellern unterkomme, weiß ich, was ich in DE machen muss. Nur leider gibt es keine
      Fahrzeughersteller in der Schweiz, zumindest keine, von denen ich wüsste.

      Wie sind denn die Arbeitnehmerrechte in der Schweiz? Muss ich von 40h / Woche und 30 Tage Urlaub irgendwas umstellen, wie es z.B. in den USA der Fall wäre? Oder ist es in der Schweiz ähnlich?
    • Hallo Bernhard und Willkommen im Forum

      Die Automobilindustrie ist in der Schweiz im Verhältnis zu anderen Ländern eher klein. Es beschränkt sich dabei auf Zulieferer die Bauteile und Zubehör fertigen.

      Zusätzlich zu den Links von Mario könnten dir diese noch weiterhelfen:
      Von der Vorstellung 40h Woche und 30 Tage Urlaub kannst du dich in der Schweiz verabschieden. Üblich sind je nach Arbeitgeber 4-5 Wochen Ferien und je nach Beruf wird auch eher mehr als 40 Stunden gearbeitet. Dafür geniesst du in der Schweiz ein gutes Arbeitsklima, gute Entlohnung und faire Arbeitsbedingungen. Gestreikt wird in der Schweiz nicht, die Gewerkschaften sind in der Schweiz dafür da, dass ohne Arbeitskampf zu regeln.

      Mit der Sprache können die ersten Wochen sehr anspruchsvoll werden. Je intensiver man mit Schweizerdeutsch in Kontakt ist, desto schneller kommt man rein. Manche verstehen nach 2 Monaten schon fast alles, andere benötigen dafür zum Teil bis zu einem Jahr.

      Einfacher ist die Integration eher in Städtischen Regionen. Bern, Basel und Zürich zum Beispiel. Wenn man sich an Umgangsformen hält und sich im Vorfeld intensiv mit der Schweizer Kultur beschäftigt wird einem die Integration gelingen. Es gibt natürlich schon gewisse Vorurteile gegenüber Deutschen und wenn ich mir das Verhalten einiger Einwanderer anschaue, muss ich sagen kann ich diese auch verstehen. Wenn man aber freundlich, respektvoll und offen auftritt wird man weniger damit in Kontakt kommen. Österreicher haben es mit Ihrer Art eher etwas einfacher.

      Für dich Manuel kommt es ganz darauf an, Marios Empfehlung wäre für dich wahrscheinlich auch sehr gut. Ansonsten würde ich einfach in die Agglomeration der grösseren Städte gehen.

      Schöne Grüsse
      Maik
    • Hallo Adamo

      Krankenkasse: Nur für die Grundversicherung und je nach Franchise für dich und deine beiden Kinder zwischen 250 und 500 Franken im Monat

      Privathaftplicht und Hausrat: zwischen 250 und 400 Franken im Jahr.

      Wenn du es genauer wissen möchtest, schau mal hier: "Comparis" dort kannst du dir einiges Online rechnen und Offerten/Angebote per Mail zusenden lassen.
    • Vorweg würde ich beim Amt für Migration St.Gallen nachfragen, was sie von dir benötigen, da du in Liechtenstein arbeitest und in der Schweiz wohnen möchtest. Damit du sichergehen kannst, dass alles so funktioniert, wie du es dir vorstellst.

      Kontaktdaten Amt für Migration St.Gallen

      Einreise, Aufenthalt & Ausreise:

      Oberer Graben 38

      Schalter Nr. 1 + 2

      CH-9001 St. Gallen

      Telefon: +41 58 229 31 11



      Dann heisst es Wohnung suchen und nach dem Umzug kannst du dich bei der Gemeinde anmelden und beim Amt für Migration deine Aufenthaltsbewilligung beantragen. Die Aufenthaltsbewilligung dauert in etwa 3-4 Wochen.

      Schöne Grüsse
      Maik :)
    • Schönen guten Morgen!

      Ich bin noch ganz neu hier im Forum und meine Pläne in die Schweiz auszuwandern werden auch langsam aber sicher konkreter. Nun würde ich von Euch mal gerne wissen, wie ihr das damals mit eurem Umzug und euren Sachen gemacht habt. Ich habe da ein paar Dinge und Möbelstücke, die ich unbedingt mit in die Schweiz nehmen möchte. Ein bisschen habe ich mich auch schon im Internet umgesehen und dort ein Unternehmen gefunden, das seinen Firmensitz in der Nähe meiner neuen Heimat hat. Wisst ihr vielleicht, ob solche Firmen auch Umzüge aus Deutschland in die Schweiz machen und wenn ja, mit welchen Kosten muss ich da rechnen?

      MfG
      Mareike
    • Hi @MareikeS
      diese Umzugsfirma hab ich kürzlich auch angeschrieben. Ja es ist möglich, dass die von DE in die CH transportieren. Die Kosten variieren beim Ladevolumen, gefahrene km, montieren der Möbelstücke usw. Es ist sicherlich ein Vorteil wenn man Umzugsfirmen beauftragt, sonst muss man alles selbst erledigen was zB Zoll etc betrifft
      LG

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    • Hallo Mareike,

      weder selber umziehen noch die Beauftragung einer Spedition noch eine Mischform aus beidem stellen ein Problem dar.
      Die Mischform praktiziere ich gerade selber. Grundvoraussetzung ist ohnehin, dass du eine Auflistung für dein Umzugsgut erstellst (die Vorlage findest du auf der Homepage vom Schweizer Zoll).
      Wenn man sog. "Teilumzüge" plant, soll man pro Umzugsaktivität eine separate Liste erstellen. Da ich wusste, dass ich den Umzug an zwei bestimmten Tagen machen werde, war das kein Problem. Am Tag 1 bestand das Umzugsgut aus dem Auto und allem, was so in ein Auto passt. Tag 2 ist der eigentliche Möbelumzug. Den macht eine Spedition, die ich über eine Internetplattform gefunden habe. Zum Beispiel auf MyHammer.de kann man Aufträge an Handwerker einstellen und sich so verschiedene Angebote einholen. Die Angebotsbreite reichte bei mir von 1290 bis 3500 - für jeweils dieselbe Anzahl an Möbeln. Insofern kann man wohl auch hier keine Pauschalaussagen treffen, sondern muss sich einfach ein paar vergleichende Angebot geben lassen.

      LG Carina