Fragen zu Elterngeld - Mutterschutz - Krankenversicherung Ehefrau - Krankenversicherung Kind

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    • Fragen zu Elterngeld - Mutterschutz - Krankenversicherung Ehefrau - Krankenversicherung Kind

      Hallo Gemeinde,

      ich lebe und arbeite seit Januar 2019 mit B-Bewilligung in der Schweiz und bis aus Deutschland komplett abgemeldet. Meine baldige Ehefrau - wir heiraten im Mai - lebt und arbeitet mit unbefristetem Vertrag in Deutschland. Nun ist sie endlich schwanger geworden. So weit, so gewollt. Wir möchten das Kind in der Schweiz bekommen und auch dort leben.

      Kommen wir zu meinen Fragen:

      1.) Gilt ihr Recht auf Rückkehr in den deutschen Job auch weiter, wenn sie sich komplett aus Deutschland abmeldet und dann in der Schweiz gemeldet ist?
      2.) Kann Sie trotz Wohnsitz in der Schweiz deutsches Elterngeld beziehen?
      3.) Wie muss sie sich in der Schweiz krankenversichern? Läuft das über mich? Wie haben wir vorzugehen?
      4.) Wie wird das Kind krankenversichert? Über mich, über sie, separat?

      Weitere Fragen werden sicher folgen. Ich danke euch vorab für eure Hilfe.
    • Hi Jonasinho.

      herzliche Glückwünsche und Alles gute, vorweg.

      Ich Antworte direkt zu deinen Punkten:

      1) Jap tut es, solange sie den Arbeitsvertrag hat. Sie muss euren Aufenthalt allerdings beim Arbeitgeber angeben.

      2) Nein, eigentlich nicht. Die Voraussetzung ist Wohnsitz und Arbeitsvertrag in DE. ALLERDINGS! Habe ich bereits beides gesehen, heißt die Familienkasse entscheidet immer individuel. Bei mir und meiner Frau wurde die Fortzahlung negativ entschieden. Dafür gibt es in CH dann eine Differenzzahlung und Familienzulage.

      3) Wenn sie weiterhin einen DE Arbeitsvertrag hat musst du Antrag E106 bei der Krankenkasse beantragen und diesen zur KVG in der Schweiz senden, dort wird der Anspruch geprüft. Du bist nicht Versicherungspflichtig für deine Frau solange sie einen Arbeitsvertrag
      hat.

      4) Selbiges wie bei 3), jedoch bist du für dein Kind Versicherungspflichtig in CH. Heißt die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass du die 100CHF bei deiner Krankenkasse investieren musst.

      Ich hoffe ich konnte etwas helfen, da ich gerade mit Allem durch bin, habe ich noch recht frische Erinnerungen :)

      Beste Grüße aus Bern
    • Danke Dir. Guter Mann. Da merkt man, dass du das alles kennst. Glückwunsche nehme ich noch nicht an, sind noch unter zwölf Wochen - dafür sende ich sie Dir :)

      Aber, du ahnst es schon, es gibt Rückfragen:

      1.) Verstanden.

      2.) Familienkasse? Welche? An wen hat man sich zu wenden? Und falls negativ - wovon ich ausgehe - an wen muss ich mich dann an der Schweiz wenden zwecks Differenzzahlung und Familienzulage?

      3.) Verstanden mit Einschränkung - ist die KVG zentral oder kantonal?

      4.) Verstanden, die 100 Kupeken packe ich.

      Viele Grüße aus dem Öpfelkanton Thurgau :)
    • Danke danke (:.

      Zu 2) Am einfachsten ist es du gehst oder rufst die Elterngeldstelle, welche an euren (vorherigen) Wohnort zuständig war.
      Die können dir die zuständige Familienkasse nennen oder machen den Entscheid direkt selbst fertig. Da ich vorher in Berlin gelebt habe war das jetzt nich so der Akt :)
      Dein Arbeitgeber hier in CH wäre die beste Wahl bezgl. Familienzulage und Differenzzahlung, weil diese meist direkte Ansprechpartner haben.
      Sonst einfach mal bei den Einwohnerdiensten bei deinem Kanton anfragen, die wissen zumindest wer für dich Ansprechpartner ist.
      Es gibt noch das Kantonale Jugendamt, jedoch war das eher nicht so toll (zumindest in Bern gibt es nur eins, mit gefühlten 3 Angestellten (ähnlich wie in Berlin)) :P. Klare Empfehlung mach das über deinen Arbeitgeber!

      Zu 3) Es gibt nur die eine KVG und diese ist zentral, was die Prüfungen der Anträge ganz schön in die Länge zieht. Am besten direkt schon von eurer KH das E106 besorgen.

      Zu 4) Ich glaube bei Babys und Kindern hast du selbst mit Hausarzttarif die freie Arztwahl, hier bin ich mir "mal" nicht sicher (:.
    • Nochmals vielen Danke, das hilft mir sehr weiter.

      Folgendes fiel mir gerade noch ein:

      1.) Du meinst, man soll das E106 der Krankenkasse JETZT schon beantragen und nach Erhalt bereits jetzt zur KGV nach Solothurn senden? Immerhin wissen wir ja noch nicht sicher, ab wann Sie in der Schweiz sein wird.

      Was mich zur nächsten Frage bringt:

      2.) Muss die Anmeldung in der Einwohnergemeinde (wir wissen noch nicht, wo wir leben werden) innerhalb der Elternzeit erfolgen? Weil: Theoretisch ist es schon der Plan, dass sie spätestens ab dem 7.Monat bei mir in der Schweiz ist.

      3.) Vielleicht verstehe ich das falsch, aber gibt es die Familienzulage (=deutsches Kindergeld?) nicht so oder so? Wo habe ich diese Zulage zu beantragen? Auch mal beim Arbeitgeber nachfragen?

      Vielleicht kannst du mir auch diese Fragen noch beantworten, du Maschine :)
    • Hi Hi, sehr gerne.

      Zu 1) Genau es schadet ja nichts wenn das Stück Papier bei euch rumliegt bis ihr es versendet. Wann genau sie dann zu dir zieht, kannst du ja per Hand nachtragen.

      Zu 2) Sobald sie bei dir lebt in CH sollte sie sich auch anmelden bei der Gemeinde, theoretisch müsstest du auch checken ob du ein Familiennachzugsgesuch stellen musst, weil sie ja weiterhin in DE angestellt ist aber mit dir in CH lebt ohne zu arbeiten. (Das war bei mir und meiner Frau so) -- geht aber bei deutschen relativ flott.

      Zu 3) Familienzulage gibt es hier, korrekt. Kindergeld gibt es in DE, auch korrekt. Elterngeld gibt es keines in der Schweiz, dafür gibt es diese Differenzzahlung. Anspruch auf Kindergeld in DE habt ihr theoretisch auch, sofern deine Frau in DE angestellt ist. Allerdings ist dies wieder individual Entscheid.
      Ich habe bei mir Alles über den Arbeitgeber beantragt, würde ich so empfehlen, ja :)

      Ich hoffe ich konnte dir dienlich sein, Beste Grüße
    • Hoi,

      Ich wollte noch kurz ein paar Informationen in puncto Kindergeld beisteuern, da ich (leider) auch einige Erfahrungen gesammelt habe:

      Ausschlaggebend für die Zuständigkeit, welches Land den Zuschuss bewilligt, ist der Aufenthaltsort des Kindes!!
      Wenn der neue Erdenbürger das Licht der Welt in der Schweiz erblickt und auch hier bei seinen Eltern bleibt, dreht Euch die Deutsche Familienkasse ne lange Nase.

      In der Schweiz kommt die Familienzulage direkt mit dem Lohn, weshalb alles über Deinen Arbeitgeber zu regeln ist. Hier in der Personalabteilung einfach nach dem entsprechenden Formular fragen.

      Den Differenzbetrag haben wir nicht beantragt, da es sich für uns nicht gelohnt hätte mit dem Geburtsjahr, aber inzwischen mit den Anhebungen sind das schon mehr als 20CHF pro Monat...
    • So, die Zeit des Familiennachzugs rückt näher - WAS ich machen muss ist klar, nur das WO und die Reihenfolge nicht so ganz.

      Könnt ihr mir da helfen?

      Erst zum Migrationsamt des Kanton St.Gallen oder erst zur Wohngemeinde im Kanton St.Gallen?

      Für Infos wäre ich euch wie immer sehr dankbar.

      Das mit der Krankenversicherung gestaltet sich auch schwierig, KVG ist für den Kanton St.Gallen nicht zuständig und ich bekomme keine vernünftigen Auskünfte von keiner Seite...