Wohnsitz in Luzern und Deutschland

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    • Wohnsitz in Luzern und Deutschland

      Habe seit 2016 B Bewilligung Luzern. Lasse derzeit meinen D Führerschein umschreiben, musste Deutschen abgeben:-(. Warte nun seit Dienstag. Kann nicht fahren, sagte man mir am StrVAMt Kriens.
      Kann ich mit dem Schweizer FS auch mein KFZ (FirmenKfZ eines deutschen Firma) hier führen, D- Kennzeichen?
      Gilt der CH Führerschein auch in D, kann ich da mit deutschen Kennzeichen fahren?

      Habe demnächst wohl eine 1 Monats Sperre wegen schnellen fahrens. Muss ich dann den CH FS in D abgeben?
    • Hi,

      ich gehe mal auf verschiedene Punkte Deiner Anfrage ein:

      • Du wohnst also seit 2016 in der Schweiz und bist weiterhin mit Deinem Deutschen Führerschein gefahren? Hat das StrVA nichts dazu gesagt? Streng genommen warst Du somit 2 Jahre ohne gültige Fahrerlaubnis in der Schweiz unterwegs! (Es sei denn, Du hast noch einen Deutschen Wohnsitz und eine Bewilligung vom Zoll erhalten...)
      • Wenn Du den Deutschen Führerschein abgeben musst, wirst Du eigentlich keinen Schweizer bekommen. Genau aus diesem Grund muss man den Deutschen abgeben. Wenn Du "Glück" hast, geht das in der Bürokratie unter.
      • Sicherlich ist auch dies von Kanton zu Kanton verschieden, aber im Aargau dauerte die Neuausstellung nur wenige Tage. Am Montag hatte ich alles postalisch verschickt und am Do hatte ich bereits meinen Schweizerischen Führerschein.
      • Die Nutzung eines Firmenfahrzeugs mit Deutschen Kennzeichen innerhalb der Schweiz ist rein betrieblich erlaubt. Du darfst also zwischen Zuhause und dem Büro pendeln oder zu Außendienst Tätigkeiten. Ein Abstecher zum Supermarkt auf dem Heimweg ist aber bereits verboten und wird gebusst!! Und Du benötigst ein Schreiben Deiner Firma mit Nennung der Büro- und Deiner Heimatanschrift, wenn ich mich richtig erinnere. Hier eine schriftliche Stellungnahme aus dem Aargau zu genau dieser Frage

      StrVA AG schrieb:

      Das Fahrzeug ist beim Zollamt zu deklarieren. Wenn der Zoll Ihnen eine Bewilligung ausstellt, das Fahrzeug als Firmenfahrzeug zu verwenden, so ist es möglich, das Fahrzeug mit den ausländischen Kennzeichen zu verwenden. Es gibt allerdings Einschränkungen. Ein Firmenfahrzeug darf nur wie folgt verwendet werden:

      - für grenzüberschreitende Fahrten Ausland/Schweiz/Ausland im dienstlichen Auftrag

      - für private Fahrten zwischen dem ausländischen Arbeitsort und dem inländischen Wohnort

      - für gelegentliche Fahrten in dienstlichem Auftrag ab Wohnort in der Schweiz an einen inländischen Arbeitsort und anschliessender Rückreise an den ausländischen Arbeitsort

      Das Fahrzeug muss in der Schweiz immatrikuliert werden, sofern es nicht mindestens zweimal im Monat über das Wochenende im Ausland abgestellt wird oder wenn es für andere Fahrten als vorstehend aufgeführt, verwendet wird.
      • Wie die Sachlage in Deutschland ist, weiss ich nicht genau. Streng genommen wäre das vermutlich auch nicht erlaubt, aber da so die KFZ-Steuer in Deutschland bleibt, interessiert die Beamten das dann evtl. nicht, aber sicherheitshalber bei der Zulassungsstelle in Deutschland nachfragen.


      Viel Erfolg
    • Hallo, ja zunächst mal vielen Dank.
      Ich hatte meinen CH Führerschein hier in Luzern nach knapp zwei Tagen, also Dienstag den Antrag abgegeben und Donnerstag war der CH FS da.

      Die Sache mit dem Fahren eines deutschen Firmenfahrzeuges ist völlig unklar, ich muss da wohl mal einen Verkehrjuristen konsultieren.
      Obwohl ich meisten mit dem Zug komme und gehe, hier dann Mietwagen, kann es wohl nicht sein, dass derartige Einswchränkungen bei Bürgern bestehen, sie sowohl in den CH als auch in D arbeiten. Irgendwo muss das Kfz angemeldet werden. Schon allein der FS nach 12 Monaten ist ja ein Witz, da er, normalesweise dann in D nach 6 Monaten ungültig wird.

      Wo sollte man den Zoll befragen? Ist der beim StVA? Die antworten, die ich bisher in Kriens erhielt, waren eher albern.

      Beruflich und privat lässt sich ja nicht trennen, denn wenn ich hier arbeite und wohne, zwei Wo im Monat, muss ich auch Wasser und Lebensmittel haben und mal in die stadt fahren.

      Hat alles mit Logik wenig zu tun.
      Obwohl ich Gegner der EU bin, wäre ein Beitritt der CH dann ja wohltuend. dann gäbe es den ganzen Firlefanz nicht.

      Mal schauen.. und besten Dank für die Hinweise
    • Hoi,

      Generell macht das Sinn. Es dient der Vorbeugung des Betrugs, dass Du Dein Auto dort zulässt, wo es am günstigsten ist, obwohl Du es in einem ganz anderen Land fährst. Aber ich stimme Dir zu, dass die aktuelle Rechtssprechung für ausländische Firmenwagen unnötig kompliziert ist und Leuten einen Stein in den Weg legt.

      seoul schrieb:

      Beruflich und privat lässt sich ja nicht trennen, denn wenn ich hier arbeite und wohne, zwei Wo im Monat, muss ich auch Wasser und Lebensmittel haben und mal in die stadt fahren.
      Naja, streng genommen schon. Sobald Du für Dich einkaufen gehst, musst Du halt Deinen privaten PKW nehmen, denn natürlich hast Du zwei Autos: den Firmenwagen und Dein Privatauto, ist doch klar ;)
      Die Mentalität ist halt einfach "Wenn der Typ hier lebt und arbeitet, dann soll der auch hier sein Auto anmelden und an UNS die Steuer überweisen".

      seoul schrieb:

      Wo sollte man den Zoll befragen? Ist der beim StVA? Die antworten, die ich bisher in Kriens erhielt, waren eher albern.
      Die Auskunftszentrale des Zolls erreichst Du z.B. telefonisch unter: +41 58 467 15 15 oder über das Kontaktformular: webapps.ezv.admin.ch/apps/contactForm/?lang=de
      (ezv.admin.ch/ezv/de/home/die-e…len--oeffnungszeiten.html)

      Viel Erfolg
    • Man braucht dafür weder den Zoll befragen, noch einen Verkehrsrechtler. Die geänderte Zollkodex-Durchführungsverordnung lässt keinen Spielraum.
      Eine gute Übersicht gibt es hier: pwc.ch/de/publications/2016/pw…erschreitend_nutzen_d.pdf
      Hintergrund der 2015 geänderten Regelung: steuerportal.ch/news/firmenfah…lung-in-kraft-ab-1-5-2015
    • lieberjott schrieb:

      Man braucht dafür weder den Zoll befragen, noch einen Verkehrsrechtler. Die geänderte Zollkodex-Durchführungsverordnung lässt keinen Spielraum.
      Eine gute Übersicht gibt es hier: pwc.ch/de/publications/2016/pw…erschreitend_nutzen_d.pdf
      Hintergrund der 2015 geänderten Regelung: steuerportal.ch/news/firmenfah…lung-in-kraft-ab-1-5-2015
      Wenn man die Genehmigung zur Nutzung des Fahrzeuges haben möchte, braucht man sehr wohl den Zoll, siehe die Stellungnahme des StVA ;)

      Der PWC Flyer ist sehr gut gemacht, danke für die Resource!
    • MoTU... alles verstanden und akzeptiert.
      Aber, ich als Urdeutscher habe
      Dank meiner Kenntnisse eine Firmengruppe hier angesiedelt, die nun von hier aus nach Südeuropa ausstrahlt.
      Deshalb bin ich als CEO auch immer ca. 14 Tage hier tätig und zahle HIER meine Steuern. Die Firma auch, nicht zu wenig.
      Bisher haben wir, hier viel Geld gelassen.
      Der Firmenwagen wird des Öfteren gebraucht, obwohl ich lieber mit der guten Infrastruktur vorlieb nehmen und die teuren Tickets kaufe:-)

      Das ich den FS wechseln musste, kann ich eventuell noch einsehen, in D wird man mir deshalb eine Ausnahmegenehmigung ausstellen, damit nicht immer nach sechs Monaten gewechselt werden muss.

      Was wäre eigentlich, wenn die Rechtslage in D sagt, nach 6 Monaten ab Ausstellung des FS in der CH, muss dieser wieder in einen deutschen getauscht werden? Dann bin ich wohl lebenslönglich zum Führen eines KfZ in der Schweiz ausgesperrt, oder?

      EU wäre die Lösung...