Kinderbetreuung unter 4 Jahre

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    • Kinderbetreuung unter 4 Jahre

      Hallo,

      ich bin ja recht neu hier und werde bestimmt noch die ein oder andere Frage haben zu dem Thema Schweiz. Bisher habe ich viel bei euch gestöbert, und zum Thema Kinderbetreuung schon einen Beitrag gefunden, aber möchte doch nochmal selbst die ein oder andere Frage stellen.

      Zu uns:
      Wir sind eine junge Familie mit 2 kleinen Kindern, und würden berufsbedingt in die Schweiz ziehen. Da die Arbeit meines Mannes aber recht grenznah ist, käme auch ein Wohnen in D in Betracht.

      1. Der Kleine ist erst 3 Jahre alt und ich stelle entsetzt fest, dass Kinderbetreuung unter 4 Jahre ein Haufen Geld kostet! Er geht hier in D schon fleißig in den Kindergarten, und auch sehr gern, ihn jetzt nochmal zu Hause festzukrallen, das geht gaar nicht.... Das wäre ein riesen Rückschritt im Bereich soziale Kontakte! X/ Aber - wie im anderen post bereits erwähnt - ein Tagespreis von ca 140 chf ?!?! Kaum machbar! Gibt es da überhaupt nichts anderes?? Sollte man das vlt in der Stadt oder Gemeinde, in die man vorzugsweise ziehen würde, mal anfragen, was man für Möglichkeiten hat? Oder ist das flächendeckend eine kostspielige Angelegenheit, ein Kind unter 4 Jahre in eine Betreuung abzugeben..? Kann man das pauschal beantworten?

      2. bin ich richtig informiert: Ab 4 Jahre ist das kostenlos?

      3. Was machen eigentlich die Mütter mit Kindern unter 4 Jahre, die keine Möglichkeit haben auf Kinderbetreuung? Tun die sich zuammen, um die Kinder auf irgendeine Weise in sozialen Kontakten aufwachsen zu lassen? Gibt es da so eine Art "Krabbelgruppen"? Also für mich ist es nicht auszudenken, meinem Sohn das soziale Netz zu entziehen... aber wir verdienen auch keine Reichtümer in CH, um jeden Monat 500 - 1000 chf für eine Kinderbetreuung zu zahlen... :( :/

      Vielen Dank schonmal für eure Anregungen.

      Sanara
    • Hallo Sanara,

      ich selbst habe (noch) keine Kindern und kann deshalb nur berichten, was ich bei Schweizer Freunden beobachte: In allen Familien (mir fallen auf Anhieb 4 ein, die ich kenne) werden die Kinder, die noch nicht im Kindergarten sind, tatsächlich von den Müttern zuhause betreut. Der Begriff "Kita" ist nach meiner Wahrnehmung gar nicht bekannt.

      Was es gibt, sind sog. "Spielgruppen". So wie ich das verstanden habe, trifft sich da immer dieselbe Gruppe Kinder an einem (!)bestimmten Vormittag der Woche irgendwo zum Spielen. Das kann irgendwo drinnen sein, es gibt aber auch Spielgruppen im Wald oder auf dem Bauernhof. Man kann sein Kind wohl schon bei mehreren Spielgruppen anmelden (die Nichte meines Lebensgefährten ist in zwei Gruppen), aber ich habe keine Ahnung, was das kostet.

      Dass sich Eltern untereinander zusammentun, habe ich noch nicht beobachtet. Meine Wahrnehmung ist, dass die meisten Schweizer Mütter einfach daheim bleiben und diese Form der Betreuung als die beste für ihr Kind bewerten. Finanziell scheint es kein Problem zu sein, ich beobachte jedenfalls keine besonderen Einschränkungen (z.B. Verzicht auf Urlaub oder Wohneigentum). An die (fehlenden) Rentenansprüche im Alter scheint niemand zu denken - was ich in einem Land mit noch höhrer Scheidungsrate als in D jedoch etwas irritierend finde.

      Möglicherweise wäre ja ein AuPair oder "Granny als Nanny" (da gibt es eine Homepage, findet man bei Google) eine Lösung? Letzteres wäre jedenfalls mein persönliches Backup.

      Viele Grüße,
      Carina
    • Salut Sanara,

      kann dir nur berichten wie es mein Arbeitskollege von mir macht, er hat zwei Kinder 3 und 4. Bei uns gibt es eine Kindertagesstätte wo er die Kinder ganztags betreuen lässt, mit Zuschuss vom Kanton zahlt er im Monat noch 1200 CHF für die Betreuung. Pätze für Ganztagsbetreuung sind recht schwer zu bekommen.

      Mit 4 Jahren geht man obligatorish in den Kindergarten ( gehört hier zur Schulplicht) sind aber auch nur 4 Tage die Woche a 3 Stunden, danach ist das Kind wieder in der KiTa. Hier wird zwischen KiTa und Kindergarten unterschieden.
      Zu anfang hatte er aber ein Aupair mädchen, das zuständige Migrationsamt sagte ihm das dass Taschengeld mindestends 400 CHF betragen muss.

      Ich hoffe ich konnte etwas helfen.

      a schönä

      Meik
    • Hallo alle miteinander!Ja das mit der Kinderbetreuung ist hier nicht so einfach, weil es tatsächlich richtig teuer ist.(Allgemein sind Dienstleistungen ziemlich teuer), aber es ist einkommensabhängig gestaffelt, da sollte man sich bei der Wohngemeinde schlau machen. Und ich kann Carina rechtgeben, die meisten Frauen bleiben einfach zu Hause und den Trend zu 3 Kindern konnte ich auch beobachten!Kleine Info noch nebenbei... In der Primarschule (Kanton Luzern) findet auch Nachmittagsunterricht statt (2-3 in der Woche), die Kinder kommen für 2 Std zum Mittagessen nach Hause und gehen dann wieder in die Schule! Auch hier müsste dann der betreute Mittagstisch herhalten, wenn Frau arbeiten geht. Zu den sozialen Kontakten.... Die Dörfer sind wahnsinnig gut organisiert, viele Frauen treffen sich am Vormittag auf dem Spielplatz oder wie oben auch schon erwähnt in Spielgruppen. Ich denke, es sollten sich auch soziale Kontakte in der Nachbarschaft ergeben. Die Kinder sind sehr frei hier in der Schweiz und sehr selbstständig (sogar Kindergartenkinder gehen alleine in den Kindergarten und wieder nach Hause), in der alten Heimat undenkbar:-)))Zum Thema Rente: Wenn ich das alles richtig verstanden habe, müssen auch Nichterwerbstätige in die Rentenkassse einzahlen, ein Betrag der durchaus leistbar ist! Aber wie gesagt, so ganz schlau bin ich noch nicht....Demnächst werde ich einen Erfahrungsbericht schreiben, wie unser Leben nach über 2 Monaten Schweiz aussieht:-)Bis baldLG Ulli
    • Mit diesem Thema der Kinderbetreuung befasse ich mich auch sehr...auch ich habe gehört das es in der Schweiz wohl sehr schwer ist einen Betreuungsplatz zu bekommen (wohl auch finanziell)....weis jemand ob man sein Kind auch in Deutschland in der Einrichtung lassen kann( wo es sich schon befindet) wenn man in der Schweiz (Grenznah zu D)wohnt...da sind die Kosten ja etwas weniger...
    • Hallo ihr lieben,
      vielen Dank für die Beiträge. Hat mir geholfen, bin gespannt auf deinen Erfahrungsbericht, Uli :)
      Ich merke dass mich das Thema von woche zu Woche entspannt mit der Kinderbetreuung. Mir gefällt der Gedanke, dass die Orte sich evtl. gut organisieren, ich habe schon in den entsprechenden Gemeinden nachgefragt und habe einige Adressen bekommen. Also wenn ich ca 2x die Woche eine Spielgruppe bekomme für meinen Sohn, dann bin ich schon zufrieden.

      Also vielen dank euch! viele Grüße!
    • Hallo ich hoffe jemand guckt nochmal in den Beitrag,
      jetzt habe ich doch noch eine Frage zu Kinderbetreuung für ÜBER 4-Jährige. (ich will nicht schon wieder einen neuen Thread öffnen :saint: )

      Gerade heute morgen bin ich durcheinander gemacht worden. Ich dachte Betreuung UNTER 4 Jahre kostet, und das nicht zu wenig.
      Aber ab 4 Jahre dann kostenlos. So dachte ich, ich hab das irgendwo gelesen bei meinen vielen Internetrecherchen.

      Wer weiß ob meine Annahme stimmt..??? :huh:
    • Salut Sanara,
      das ist richtig, ab 4 Jahren beginnt die obligatorische Schulpflicht. Kann dir nur sagen wie des hier bei uns ist. Mit 4 Jahren gehen sie in den Kindergarten ( obligatorische Schulpflicht ) 4x die Woche für einen halben Tag, zweimal Vormittags und 2x Nachmittags. Damit unterliegt das Kind dann auch den jeweiligen Schulferien. Dieser Kindergarten dauert 2 Jahre und dann wechselt das Kind in die Primarschule.
      Man muss hier leider die Begriffe Kindertagesstätte und Kindergarten unterscheiden. Ersteres muss man selbst zahlen, mit evt. Subventionen vom Kanton, für einen Ganztagsplatz ca. 600 CHF pro Monat. Kindergarten ist Schulplicht und kostenlos, bei jedoch nur an 4 halben Tagen in der Woche.

      Ich hoffe nun dich nicht noch mehr verwirrt zu haben.

      a schönä

      Meik
    • Hallo Evelina,
      so wie ich aus meinen Recherchen rausfinden konnte, müssen wir mit unseren Kids wohl warten, bis zum August im darauffolgenden Jahr :/
      meiner wird Ende Dezember 4... also genau wie bei dir, wir beißen in den sauren Apfel, und die Kids können quasi erst mit 4 1/2 Jahren in den Kindergarten. Ich bin gespannt wie es bei uns wird; hier in D geht der Kleine nämlich schon in den Kiga und eigentlich ist er dort sehr gern.

      Aber in scheinbar jeder Ortschaft gibt es die "Spielgruppen"; die kosten dann bissl was, aber bei weitem nicht so viel wie die Kinderkrippen. Also dort wo wir hinziehen,gibt es Betreuungen,heißen "Waldspielgruppen" meistens, und kosten im Semester was um die 270 - 500 chf. Dabei bringt man sein Kind 1-2x die Woche von 9-11 in diese Gruppe.

      Das ist nicht die Welt aber - gottseidank - eine Möglichkeit, dass die Kleinen nicht komplett ihrer sozialen Kontakte beraubt werden.
      Sobald wir wissen wohin genau wir ziehen, melde ich meinen Kleinen sofort in so eine Gruppe an; die haben meistens ein Kontingent von max. 10 Kinder....

      Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen.
    • Hallo Sanara,
      danke für deinen Beitrag.
      Also so wie ich das sehe, wird es auch mit vier Jahren nicht wirklich günstig.
      Will man oder muss man einer Ganztagsbeschäftigung nachgehen, braucht man ja noch die Frühbetreuung, den Mittagstisch und am Nachmittag auch noch was. Diese Teile (Module) kann man dann wohl buchen und kosten auch nicht wenig.
      Vll sollte ich selber eine Kindergruppe gründen, dass wird auch vergütet.
      Liebe Grüße