Aufenthaltsbewilligung B mit Erwerbstätigkeit in Deutschland (oder: Grenzgänger mal anders herum)

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    • Aufenthaltsbewilligung B mit Erwerbstätigkeit in Deutschland (oder: Grenzgänger mal anders herum)

      Hallo & Grüezi zusammen,

      trotz intensiver Suche habe ich leider noch keine konkreten Antworten auf meine Fragen erhalten und versuche es deshalb einmal hier im Forum.


      Ich werde zum 01. August eine Stelle in der Schweiz (Basel) antreten und möchte gerne mit meiner Partnerin (nicht verheiratet) auch den Umzug in die Schweiz wagen, Wohnort wird vermutlich die Gegend rund um Frick im Aargau sein.

      Da meine Aufenthaltsbewilligung aufgrund des unbefristeten Vertrags hoffentlich nur Formsache sein sollte, bin ich diesbezüglich recht entspannt. Anders sieht es bei meiner Partnerin aus. Sie befindet sich derzeit noch in ihrem Referendariat (dies dauert noch an bis Juli 2020) und leistet dies an einer deutschen Grundschule im Grenzgebiet D - CH. Ihr Einkommen beträgt während des Referendariats lediglich ca. 1300,00 € netto monatlich abzgl. Krankenversicherung. Vermögen ist in "ausreichendem" Maße vorhanden.

      Ich habe nun aus anderen Forumskommentaren bzw. Webseiten herausgelesen, dass zur Erteilung der Aufenthaltsbewilligung für EU-Bürger mit Erwerbstätigkeit im Ausland bestimmte Voraussetzungen gelten wie bspw. der Nachweis über das Vorhandensein "genügender finanzieller Mittel". Beim Amt für Migration und Integration Aargau (MIKA) steht folgender Text dazu: " Grundsätzlich sind die finanziellen Mittel dann ausreichend, wenn Schweizerinnen und Schweizer in der gleichen Situation keine Sozialhilfe beantragen können. Für die Beurteilung sind die Richtlinien für die Ausgestaltung und Bemessung der Sozialhilfe der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS-Richtlinien) massgebend". Der aktuelle Grundbedarf bei der Sozialhilfe beträgt laut SKOS-Angaben CHF 986,00.

      Nun meine eigentliche Frage: Wart Ihr selbst / Bekannte von Euch in einer ähnlichen Situation beim Zuzug? Wie "streng" sind die Behörden bei unverheirateten Partnern, wenn der/die eine einen vergleichsweise geringen Verdienst hat bzw. im Ausland tätig ist? Rein finanziell (Miete, Verpflegung etc.) könnte ich natürlich für uns beide sorgen, falls dies in irgendeiner Form berücksichtigt werden kann.

      Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen und bedanke mich schon vielmals im Voraus für Eure Unterstützung!

      Beste Grüße
      Michael
    • Das Migrationsamt Aargau hat bei mir hervorragend geholfen :)

      Allerdings spielt Dein Verdienst in der Frage keine Rolle, da zwischen Euch keine Rechtsbeziehung existiert die im Falle einer Trennung den weiteren Unterhalt regelt. Daher wird das Vermögen durch Deine Freundin nachzuweisen sein. Im besten Fall könnte man da jetzt an den Nachweis von "einem Jahr Unterhalt" bis zum Ende des Referendariats denken, ich würde es aber eher auf die Dauer der Bewilligung (i.d.R. 5 Jahre) beziehen. Das wären bei angenommenen 2.000-3.000 CHF dann 120-180k. Ggfs. kann der vorhandene Verdienst gegengerechnet werden, wobei der mit Sicht ab 01.08.2019 ja nur noch für ein knappes Jahr besteht.

      Aber das ist nur Spekulation, ich empfehle dem Migrationsamt ein Telefon zu geben. +41 62 835 18 60

      Dort eine Abklärung machen, die legen u.U. bereits ein Dossier an und können Euch auf Eurem Weg begleiten. Haben sie bei uns wie erwähnt absolut perfekt getan.