Ablehnung der Grenzgängerbewilligung?

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    • Ablehnung der Grenzgängerbewilligung?

      Hallo liebes Forum,
      folgender Sachverhalt, ich schreibe mal alles rein.
      Ich arbeite seit 1.Mai in der Schweiz mit L-Genehmigung (wurde für 3 Monate vom Arbeitgeber angemeldet, und es hiess, ich hätte ja noch Zeit, die Arbeitsbewilligung zu beantragen und mich zu entscheiden).
      Jetzt wollte die Buchhaltung aber ein Konto von mir in der Schweiz für meine Gehaltsüberweisungen; also war ich heute auf einer Bank und die eröffnen nur ein Konto, wenn: "in Aussicht gestellt ist, dass die G- Bewilligung genehmigt wird".

      Nun meine Frage, die mir erst heute gedämmert ist:
      Ich habe meinen sicheren Arbeitsplatz in Deutschland für diese Stele aufgegeben. Was ist, wenn ich die Bewilligung nicht bekomme, dann bin ich arbeitslos. Unter welchen Umständen kann die abgelehnt werden?
      Die zweite Frage ist, wie wird die beantragt, macht das der Arbeitgeber für mich, und wird das alles auf dem Postwege hingeschickt?

      Ich habe fürchterliche Angst, dass ich die G-Bewilligung nicht bekomme.
    • Das Gesuch für Grenzgängerbewilligung ist vom Arbeitgeber einzureichen.
      Und eigentlich kann das Gesuch nicht einfach so abgelehnt werden, da du als EU/EFTA-Bürger vom Freizügigkeitsabkommen mit der Schweiz profitierst - mal davon ausgehend, dass du einer bist.
      Auf dem Antrag gibt es auch keine weiteren Felder bzw. Nachfragen die eine Ablehnung auslösen könnten.
      Als Bedingung für die Zulassung wird nur folgendes genannt:

      " Ausländerinnen und Ausländern sind grundsätzlich die gleichen Arbeits- und Lohnbedingungen wie Einheimischen zu bieten.Sie müssen auch angemessen gegen die wirtschaftlichen Folgen von Krankheit gesichert sein. "

      Somit könnte anhand dieser Voraussetzung nur dann eine Ablehnung erfolgen, wenn dein Arbeitgeber dir einen Dumpinglohn auszahlt und/oder du nicht in der Schweiz krankenversichert bist.

      Ergo: Mach' dir keine Sorgen.
    • meine G-Bewilligung wurde tatsächlich heute abgelehnt. Allerdings nicht von schweizer Behörden, sondern vom Arbeitgeber. Grenzgängerbewilligungen beantragen sie nicht, sie würden mir nur eine B-Bewilligung beantragen. Bin verzweifelt. Hab mit der Krankenkasse telefoniert und denen erklärt, dass ich meine Wohnung auf gar keinen Fall aufgebe, sondern mir im Notfall nur ein Zimmer in der Schweiz suche, damit ich meinen neuen Job nicht verliere und arbeitslos bin. Die Krankenkasse sagt, der privare Beitrag wäre dann sehr hoch. Der Arbeitgeber will 3 Monate abwarten, ich sei ja gemeldet als L-Genehmigung, und gegen Ende der Probezeit würde man sich nochmal zusammensetzen und bis dahin kann ich mihc entscheiden, ob ich mich darauf einlasse oder nicht. Ganz am Anfang, als ich mich auf diese Stelle bewarb, hiess es schon, sie wollen jemand, der bereit ist, auch in die Schweiz zu ziehen. Ich hatte dann, bevor ich in Deutschland gekündigt hatte, nochmal angerufen und gesagt, dass ich meine Wohnung in Deutschland (erst mal) behalten will. Daraufhin hat man mir versichert, ich könnte das selbst entscheiden und müsste das selbst wissen, ob ich immer pendeln will. Jetzt habe ich dort angefanen und den anderen Job gekündigt, und jetzt fangen sie schon wieder so an. Während der Probezeit könnte ich meine Wohnung noch behalten das würden sie verstehen, aber dann würden sie mir nur eine B-Bewilligung beantragen. Ich bin kurz vorm Heulen. Ich kann ein Zimmer bekommen und mich melden in der Schweiz aber bei dem niedrigen Lohn den die zahlen (CHF 30/Stunde) kann ich mir keine doppelten Verischerungen leisten und mein Lebensmittelpunkt ist in Deutschland; hier sind auch meine Ärzte, die ich zum Teil seit über 25 Jahren kenne und deswegen nicht wechseln will. Was soll ich nur machen ich sitze richtig in der Klemme und hab keinen, der mir helfen kann ausser ihr.
    • Hoi Gingy

      nicht böse sein, aber warum hast du dann deine sichere deutsche Stelle gekündigt - wenn du doch eh mit dem Lohn hier nicht einverstanden bist und so an Deutschland bzw. deinen "deutschen Ärzten" hängst? Hier gibt es meiner Meinung nach viel bessere Ärzte, bzw. nehmen sie sich hier viel mehr Zeit für einen. Und wenn das dein einziger Grund ist, deine deutsche Wohnung zu behalten.... kann ich irgendwie nicht nachvollziehen, sorry.

      Es ist eben aber auch hier nicht alles aus Gold - das muss man sich vorher schon ganz genau überlegen. Also wir haben in Deutschland alle Zelte abgebrochen um ganz in der Schweiz anzukommen, obwohl wir auch unsere Eltern, Kinder und Enkel in Deutschland zurückgelassen haben, aber die sind ja nicht aus der Welt. Wir besuchen sie, sie besuchen uns.

      Also ich würde die Probezeit mit deiner L-Bewilligung erst mal abwarten, wer weiss was noch alles kommt? Und mit L-Bewilligung bekommt man auch ein Konto, wir haben über ein Jahr L-Bewilligung gehabt.
      Wenn du nämlich jetzt schon unzufrieden mit den Umständen bist, wer weiss ob du in der Firma überhaupt glücklich wirst und das sollte doch dein Hauptaugenmerk sein.

      Aber das sind nur meine Gedankengänge. Vielleicht steckt ja auch viel mehr hinter deiner Story - also lass den Kopf nicht hängen und denk mal genau darüber nach, was für dich am meisten Sinn machen würde.

      Liebe Grüsse
      Kerstin
    • Liebe Kerstin, vielen Dank für deine Anregungen. Du hast recht, mit der Zeit finden sich dort sicher auch gute Ärzte. Es ist nicht mein einziger Grund. Meine jetzige Wohnung ist supergünstig und liegt vor allem in der Nähe meines schweizerischen Mittelpunktes. Eine Wohnung in der Schweiz zu finden, die finanzierbar ist wird sicher nicht so schnell verfügbar sein und deshalb schaffe ich es sowieso nicht so schnell, mit B-Bewilligung umzuziehen. Und so wie es aussieht behalte ich diese Stelle bei diesem Arbeitgeber vielleicht sowieso nicht allzu lange.