Rückzug in die BRD -wie am cleversten Geld transferieren?-

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    • Rückzug in die BRD -wie am cleversten Geld transferieren?-

      Hallo liebe Forengemeinde,

      bald werde ich aus beruflichen Gründen wieder zurück nach Deutschland ziehen.
      Ist bezüglich des Transferierens von Kapital (ca. CHF 50.000) etwas wichtiges zu beachten?
      Wahrscheinlich ist es am einfachsten per Überweisung auf mein deutsches Konto aber bei so einem
      hohen Betrag frage ich lieber nochmal ob das ohne Weiteres geht. Wahrscheinlich ist es auch wichtig
      einen guten Wechselkurs zu erwischen...

      Vielleicht habt Ihr ein paar Tipps oder Erfahrungen diesbezüglich, welche Ihr mit mir teilen könnt :)

      Viele Grüsse
      Markus
    • oh ja, ….da interessieren mich auch die Erfahrungen im Forum. Dieses ganze Geld transferieren/ bei sich haben über Grenzen ist so verworren für mich. Wahrscheinlich ist Überweisung das Leichteste und der Bank auf Anfrage Papiere vorlegen und Einblicke ins Leben (Umzug) geben.
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      Manchmal fährt der falsche Zug an den richtigen Ort.
    • Im Gegensatz zu Deutschland scheint es in der Schweiz keine Regelung zu geben, dass "hohe" Geldtransfers ins Ausland vorher angemeldet werden müssen.
      Möglicher Weise können aber bei deiner Schweizer Bank die Alarmglocken angehen und die Zahlung verzögert werden, wenn du auf einmal so eine Summe überweist.

      Ansonsten muss du selber bei deiner Bank schauen, wie hoch deine Rückzüge (so nennt sich das) ohne vorherige Anmeldung sein dürfen. Die UBS schreibt beispielsweise bei Ihren Sparkonten in die Bedingungen:

      "RückzugsmöglichkeitenCHF 50000 pro Kalenderjahr, für höhereBeträge dreimonatige Kündigungsfrist"

      Wechselkurs ist nur ein Aspekt - Gebühren können ebenfalls eine Rolle spielen. Du solltest vorher recherchieren, welche Kosten bei einer "normalen" Auslandsüberweisung in CHF (nicht SEPA!) anfallen - die Kosten könnten bei so einem Betrag im Endeffekt niedriger sein als man denkt, da die Fixkosten sehr schnell keine Rolle mehr spielen und die variablen Kosten im Promillebereich sind. Je nach Empfängerbank sind auch die Kurse meist ohne oder mit minimalem Aufschlag.
      Ich hätte sonst Transferwise empfohlen, bin aber der Überzeugung, dasss hier eine Auslandsüberweisung günstiger sein könnte. Im Grenzgänger-Forum gibt's auch ein paar Threads zum Thema Geldwechsel.

      Wie auch immer: Mach' nicht SEPA, das ist vermutlich der teuerste Weg. Je nach Senderbank hast du einen Kurs der 0,5 bis 2% schlechter ist.
    • 50 k interessieren bei der Bank vermutlich niemanden. Giro-Konten haben im Gegensatz zu Sparkonten andere Konditionen, bei mir steht überall was von 1 Mio pro Monat drin. Komme ich aber selten in die Verlegenheit das zu tun ;)

      Prinzipiell gibt es mehrere Varianten:

      - Transferwire, muss man aber prozentuale Gebühren bezahlen
      - Wechsel bei Deiner Bank auf EUR, ab 10k kann man i.d.R. mit denen telefonieren und einen Wechselkurs erhalten der gut ist. Niemals einfach Geld zwischen CHF und EUR Konten (auch nicht beim gleichen Institut) hin- und herschieben. Zur Not ein EUR Konto bei Deiner Bank aufmachen, kann man ja auch wieder kündigen. Ab dem EUR-Konto kannst Du das Geld per SEPA gebührenfrei auf ein Konto in Deutschland schicken (das mache ich in verschiedene Richtungen seit Jahren so). Dauert 1-2 Tage, kostet aber nichts. Per "SEPA urgent" geht es in 2 Stunden, dann aber mit Gebühr.
      - Auf keinen Fall die Kohle in bar mitnehmen, Bartransfers über 20k € müssen beim Zoll (vor allem in Deutschland) gemeldet werden. (Wenn Du es in 3 Tranchen machst ist es allerdings unproblematisch, aber ich würde SEPA bevorzugen)

      In die andere Richtung haben wir mit einer deutlich grösseren Überweisung mal einen Rückfrage einer deutschen Bank ausgelöst, verzögert wurde das allerdings nicht sondern nur nachgelagert abgefragt. Entscheidend dafür ist natürlich, dass der Kontoinhaber auf beiden Seiten der Grenze übereinstimmt oder erkennbar der Ehepartner ist etc.
    • @Markus :)

      danke für Deine Ausführungen, was Dir sicher leicht aus der Feder fliest, ist für mich zum Beispiel beim ersten Durchlesen eine "Wissenschaft"; für jemanden, der seine Farm-Arbeiter in UY jeden Freitag in Cash ausbezahlt hat :P

      Wenn ich 50k über Banken laufen lasse, ist die Summe dauerhaft aktenkundig. Wenn ich die Summe in Bar über die Grenze mitnehme, dies aber vorher beim Zoll anmelde, wie läuft es dann? Papiertiger? Man muss sich mit sonderbaren Finanzamt-Menschen hüben wie drüben herumärgern? Jedenfalls schneidet sich dann keine Bank %te ab.

      Ich persönlich würde die Summe in CH lassen und über Karte & Co bei Bedarf aufbrauchen. Außerdem "mag" ich Franken mehr als Euros.

      Schönes Wochenende
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      Manchmal fährt der falsche Zug an den richtigen Ort.
    • Kleine Korrektur noch zu der Aussage von Markus bzgl Bartransfers: anmeldepflichtig beim deutschen Zoll ist Bargeld in Höhe von 10'000€ (oder mehr). Drei Tranchen reichen also nicht, wenn man das als Bargeld mitnehmen möchte.
      Infos siehe hier und hier

      Wenn einen der Schweizer Zoll kontrolliert und man mehr als 10k CHF Bargeld dabei hat, wird dies ebenfalls ins Informationssystem der Zollverwaltung eingetragen (siehe hier)


      VG basileus
    • Völlig richtig, die Zahl war bei mir falsch, irgendwie bin ich von 2 Personen ausgegangen. Jeder dürfte dann 10k dabei haben.

      Und das Ding mit keine %te bei Bartransfer gelingt ja auch nur begrenzt, denn irgendwo muss auch ein Wechsel des Bargelds stattfinden. Tauscht man das vorab via Konto, so ist häufig die Auszahlung der Knackpunkt bei dem Gebühren anfallen. Tauscht man es bar in Deutschland ein gibt es einen schlechten Wechselkurs.

      Es bleibt leider ein Recherche-Aufwand. Da es aber schnell um ein paar Hunderter geht, lohnt es sich.

      Die Deklaration beim Zoll ist auch keine grosse Sache, es muss erklärt werden wem das Geld gehört, dass man nicht im Auftrag Dritter unterwegs ist.

      ezv.admin.ch/ezv/de/home/infor…aehrung--wertpapiere.html