Wohnung mieten in der Schweiz

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    • Wohnung mieten in der Schweiz

      Hallo,

      als typische Neulinge was die Schweiz anbelangt, stolpere ich nun durch den Besichtigungsdschungel. Die Agenturen sind freundlich und laden zu Besichtigungen ein, wir fahren 400 km hin, sehen uns die Wohnung an, und dann lässt man uns am langen Arm verhungern. Rufen wir aus Eigeninitiative an, sagt man uns, dass wir uns gedulden sollen. Warten wir ab, bekommen wir eine Mail, dass man davon ausgehe, wir hätten kein Interesse mehr und man sehe daher von einer Vermietung an uns ab. So oder so, wir haben jetzt schon einige Tagestripps hinter uns und die Ergebnisse sind etwas ernüchternd.

      Nachdem wir jetzt zumindest bei einer Wohnung - auch wenn die nicht unsere Traumbutze ist - Erfolg hatten und uns der Mietvertrag zugeschickt wurde, melden sich bei mir leichte Ängste.
      Im Mietvertrag wird genau beschrieben, wie wir die Wohnung zu putzen und zu pflegen haben. Das ist jetzt erstmal kein Ding, weil wir ja auch hier in D eine schöne Wohnung haben und bei uns alles nett und fein ist, aber diese implizite Forderung beunruhigte mich dann doch.

      Dann fing ich an im Netz zu suchen und bei dem Themenbereich "Wohnungsübergabe bei Auszug" wurde ich leicht kurzatmig. Stimmt es, dass normaler Weise für viele 1000 Franken eine professionelle Putzfirma die Endreinigung übernimmt und im Durchschnitt 20 Stunden putzt. Dann müssen wir uns nämlich echt Geld auf die Seite legen, denn die Wohnung ist zwar für den Anfang o.K. aber auf Dauer zu klein und nicht angemessen.

      Wie ist das mit gemeinsamen Waschküchen? Sind sie tatsächlich so etwas wir Kriegsschauplätze?
      Muss ich mit sofortiger Exekution rechenen, wenn ich eine Socke im Trockner liegen lasse?

      Unabhänging davon freuen wir uns aber auf unseren Neustart und mein neuer Arbeitgeber zeigt sich hilfsbereit und sehr interessiert. Wir verbuchen das alles unter Anfangserfahrungen und nehmen es sportlich.

      Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

      Liebe Grüße,

      Toblerone
    • Hallo,

      die Waschküche wird nicht so heiss gegessen wie gekocht wird. Ich selbst habe noch nie Probleme mit meinen
      Mitbewohnern (wohne hier immerhin schon 4 Jahre) zwecks Waschküche gehabt. Wenn mal was in der Maschine
      geblieben ist, hab ich das auf die Leine gehängt und gut war. Mich hat noch niemand gelüncht, auch kam noch
      keine Brief der Verwaltung zwecks Waschküche, aber es gibt ja überall unterschiedliche Menschen.

      Das mit der Wohnung ist so, aber je nachdem wie lange du in der Wohnung bist, kannst du das auch selbst machen.
      Nur müssen halt so Sachen wie Dunstabzug, Kühlschrank usw. piko bello sauber sein. Dafür kannst du ohne Bedenken
      und ohne vorher (vor allem Küche und Bad) putzen zu müssen einziehen.

      Es kommt auch immer drauf an, wie man sich selbst gibt. Offen und ehrlich und an den anderen Interessiert ohne aufdringlich
      zu sein, dann kommt man schon durch.
      Ich habe jedenfalls noch keine Sekunde bereut, den Schritt in die Schweiz getan zu haben.

      Viel Erfolg und gutes ankommen :CH:
      Beate
    • Hallo Toblerone
      Ich kann mich Beate nur anschliessen.

      Bald werde ich zum 3. Mal innerhalb der Schweiz umziehen. Mich wieder verkleinern und freue mich auf meine Traumwohnung mit eigenem Waschturm.
      Ich habe eine 2seitige Anweisung vom derzeitigen Vermieter bekommen, wie ich was zu putzen habe für die Wohnungsübergabe ... Darüber musste ich schmunzeln. Aber gut zu wissen, worauf ich besonders achten muss.
      Auch dieses Mal werde ich das Geld für die Reinigung meiner 3.5 Zimmer Wohnung sparen und selber putzen. Das Geld ist mir für andere Dinge wichtiger. Und es gab noch nie Beanstandungen.

      Gemeinsame Waschküche hatte ich bisher 2mal. In Ilanz gab es ab und zu Post vom Vermieter. Hier in meiner "Seniorenresidenz", wie ich meine Alterswohnung liebevoll nenne, ab und zu mal eine Unterhose vergessen oder eine Socke. Als ich neu eingezogen bin, habe ich mich einmal amüsiert. Mein Nachbar hatte ein A4 Blatt an der Tür, von weitem konnte ich es nicht deuten. Aus der Nähe dann schon, der Nachbar vom Nachbar hatte das Flusensieb vom Trockner fotografiert und darauf hingewiesen, dass seine Frau für ihn das Sieb reinigen musste...


      Ich wünsche Euch alles Glück der Welt für den Neustart. Wie sagt man hier immer so schön, es kommt gut. Wenn auch nicht gleich alles passt, das wird schon. :CH:
    • Hallo Batschy und AnjaB,
      vielen Dank für eure Antwort.
      Wahrscheinlich wird nicht alles so heiß gegessen wie es gekocht wird.
      Ich freu mich jedenfalls wirklich sehr auf diesen Neustart. Und bis auf eine seltsame Kommunikation mit einer Frau von einer Wohnungsgesellschaft hatten wir bisher auch nur wirklich schöne Erfahrungen.
      Aber ich bin selbst eher soziophob. Im Beruf hab ich so viel mit Menschen zu tun, da bin ich froh, wenn ich daheim meine Ruhe haben darf und niemand plötzlich bei mir reinplatzt.
      Mein Mann regelt momentan die Logistik, ich packe eigentlich nur tumb die Kisten und schreibe fein säuberlich drauf, was wo drin steckt, damit ich ein super Register für den Zoll hab.
      Und wenn wir nächste Woche noch positive Rückmeldung von unserer Traumwohnung bekommen sollten (Wunder können ja durchaus geschehen), dann hat sich die Waschküchengeschichte auch erledigt bevor sie überhaupt anfing, weil wir dann nämlich auch Maschine und Tumbler (ich liebe dieses Wort) bei uns in der Wohnung stehen haben....
      Aber wenn das nichts werden sollte, dann fangen wir halt klein an und strecken langsam die Fühler aus. Das wär auch ok...
      Liebe Grüße, Tobi