Auswandern in die Schweiz, Home-Office für deutsche Firma

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Auswandern in die Schweiz, Home-Office für deutsche Firma

      Hallo,


      folgendes Szenario. Meine Freundin hat eine Arbeitsstelle in der Schweiz gefunden und wird diese demnächst antreten. Nun würde ich gerne mit ihr zusammen in die Schweiz ziehen dabei aber gerne meine Arbeit in Deutschland behalten. Mit meinen AG habe ich mich soweit geeinigt das es möglich wäre das ich meine Tätigkeit von einem Schweizer Homeoffice aus weiter durchführe, er wäre auch bereit den Lohn an Schweizer Verhältnisse anzupassen. Nur blicke weder ich noch mein AG durch wie und wo Sozialabgaben und Steuern fällig werden und auch ist mir noch nich so ganz klar ob ich in dieser Konstellation eine Aufenthaltsbewilligung bekomme.

      Kurz zusammengefasst:

      - Verlegung des Hauptwohnsitzes in die Schweiz -> zukünftige Aufenthalte in Dtl auf wenige Tage im Jahr begrenzt
      - Arbeit für deutschen Arbeitgeber via Homeoffice

      a) Bekomme ich so eine Aufenthaltsbewilligung?
      b) Wer zahlt die Steuern und wo werden diese abgeführt?
      c) Sind weiterhin Sozialabgaben in Deutschland nötig oder werden diese in der Schweiz abgeführt?
    • Zu c.) hier ein Anhaltspunkt: infobest.eu/de/themengebiete/artikel/sozialversicherung/
      "Bestimmen" wo du sozialversicherungspflichtig bist, dürfte wohl die https://www.dvka.de sein. Und es ist vermutlich Deutschland. Aber wie das beim Home Office als normaler Angestellter ist, das weiss ich nicht.
      Zumal dadurch b) und c) tangiert werden könnten. Daher solltest du dich vielleicht mal von Infobest beraten lassen.

      Wo in der Schweiz würde deine Freundin denn arbeiten? Als Grenzgänger (bei ihr) wäre das alles ein bisschen einfacher, jedenfalls für deinen Arbeitgeber.

      Zum Thema Steuern: infobest.eu/de/themengebiete/a…elbesteuerungsabkommen-2/
      Auch hier wage es nicht, eine Antwort zu geben. Aber lies mal den Beitrag aus dem Forum: Auswanderung, Grenzgänger in andere Richtung -> anscheinend gleiche Konstellation, Steuerpflicht besteht in der Schweiz. Wobei damit noch nicht geklärt ist, ob der Arbeitgeber Quellensteuern abführen muss.
    • lieberjott schrieb:

      Zu c.) hier ein Anhaltspunkt: infobest.eu/de/themengebiete/artikel/sozialversicherung/
      "Bestimmen" wo du sozialversicherungspflichtig bist, dürfte wohl die https://www.dvka.de sein. Und es ist vermutlich Deutschland. Aber wie das beim Home Office als normaler Angestellter ist, das weiss ich nicht.
      Zumal dadurch b) und c) tangiert werden könnten. Daher solltest du dich vielleicht mal von Infobest beraten lassen.

      Wo in der Schweiz würde deine Freundin denn arbeiten? Als Grenzgänger (bei ihr) wäre das alles ein bisschen einfacher, jedenfalls für deinen Arbeitgeber.

      Zum Thema Steuern: infobest.eu/de/themengebiete/a…elbesteuerungsabkommen-2/
      Auch hier wage es nicht, eine Antwort zu geben. Aber lies mal den Beitrag aus dem Forum: Auswanderung, Grenzgänger in andere Richtung -> anscheinend gleiche Konstellation, Steuerpflicht besteht in der Schweiz. Wobei damit noch nicht geklärt ist, ob der Arbeitgeber Quellensteuern abführen muss.
      Ich habe an Infobest einmal eine Mail geschrieben, aber so wie ich das auf deren Webseite lese sollte ich doch in der Schweiz Sozialversicherungspflichtig sein, zumindest schließe ich das aus dem Satz: "Grundsätzlich unterliegen Sie dem Sozialversicherungsrecht des Landes, in dem Sie erwerbstätig sind. Maßgeblich ist dabei der tatsächliche Arbeitsort (nicht der Sitz des Unternehmens oder das Recht des Arbeitsvertrages)."


      Meine Freundin hat ihre Stelle in Bern. Ziel ist es komplett in die Schweiz überzusiedeln und eben nicht als Grenzgänger zu arbeiten.
    • Du wärst bei NUR Homeoffice in der Schweiz SV pflichtig und auch steuerpflichtig. Es kommt darauf an wo die Arbeit physisch ausgeübt wird, und das ist bei Homeoffice die Privatwohnung, die dann eben in CH liegt.
      Der Arbeitgeber muss aber eine Betriebsstätte in CH begründen, um dort SV Beiträge für dich zahlen zu können. Frag mich bitte nichts genaueres, bei mir ist das kein Problem, da mein Arbeitgeber eine ursprünglich Schweizer Firma ist, die in D eine Niederlassung hatte (wo ich arbeite) und nun aber alles von einem französischen Konzern gekauft wurde. Es gibt bei uns also schon mehrere Mitarbeiter mit Schweizer Arbeitsvertrag. Allerdings wird mein Lohn nicht angepasst. Daher schonmal Glückwunsch dazu ;)
      Es wird kompliziert, sobald Präsenztage in D dazukommen, da der Arbeitgeber in D sitzt.
      Laut meinen Infos müssten dann für die Tage in D die Steuern in D entrichtet werden. Ab 3 Tagen Präsenz auch die SV Beiträge.
      Es ist wirklich kompliziertes Zeug.

      Verbindliche Auskunft erteilen die Finanzämter (eine verbindliche schriftliche Auskunft anfordern. Sollte unter 2 h Bearbeitungszeit auch kostenlos sein). Wichtig dabei ist dann die Sache exakt so durchzuführen wie geschildert, ansonsten ist die Rechtssicherheit dahin.
      Verbindliche Auskunft zur SV Pflicht gibts bei der oben angegebenen dvka Adresse. Da gibts ein Formular, mit dem die SV-Pflicht geklärt wird.
      Nach meinen Recherchen (ich hab dasselbe vor), macht die ganze Sache nur Sinn, wenn wirklich zu 100% Homeoffice gearbeitet wird. Das wegen des Sitzes des Arbeitgebers. Sitzt der in CH wird das ganze wieder anders beurteilt. Wie gesagt, kompliziert.
    • Shanau schrieb:

      Der Arbeitgeber muss aber eine Betriebsstätte in CH begründen, um dort SV Beiträge für dich zahlen zu können.
      Das sollte für die Zahlung der SV-Beiträge nicht zwingend nötig sein. Die Zahlung würde vermutlich die entsprechend zuständige kantonale Ausgleichskasse entgegen nehmen. Und das könnte auch in der Art geschehen, dass der Arbeitgeber die SV-Beiträge dem Arbeitnehmer auszahlt und dieser die an die Ausgleichskasse einzahlt.
      Das ist auch mit etwas Bürokratie verbunden, da die Beiträge auf Basis von CHF berechnet werden (auf jährlicher Basis), weshalb die Beiträge dann jedes Jahr neu festgesetzt werden (nach dem Jahresende) und es auch zu Nachzahlungen kommen kann.