Migrosbank oder Zürcher Kantonalbank?

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    • Migrosbank oder Zürcher Kantonalbank?

      Hallo!

      Ich schwanke gerade zwischen der Migrosbank und der Zürcher Kantonalbank - könnt ihr mir helfen?

      - Gutes Online-Banking und Mobile-App ist mit wichtig (bin bisher verwöhnt durch die ING-DiBa)
      - Ich bin viel im Euro-Raum unterwegs und kaufe dort auch gerne in Euro ein
      - Kreditkarte notwendig
      - Euros abheben im Ausland (Kurs/Automatenverfügbarkeit?)

      Vielen Dank für jeden Tipp!

      LG
    • Also bei der Migros-Bank würde mich die geringe Bancomaten-Dichte nerven.
      Bei der Kantonalbank hast du deutlich mehr Bancomaten und kannst eigentlich auch bei anderen Kantonalbanken kostenlos Geld abheben.

      Zu den Apps weiss ich nichts; ich kann nur sagen, dass die Mobile Banking der App der UBS ziemlich umfangreich ist - wenn auch nicht zwingend komfortabel.
      Zum Online-Banking: Manche Banken Demo-Zugänge, die du testen kannst.

      Zum Thema Euro: Da solltest du weder zum Einkaufen, noch zum Geld abheben die Lösungen einer Schweizer Bank verwenden - du zahlst einfach zu viel. Entweder Fremdwährungsgebühren/Auslandsgebühren oder schlechte Wechselkurse.
      Falls du tatsächlich viel Umsatz in Euro hast, kannst du auch im Ausland ein Konto bei der DKB eröffnen und bekommst da eine Visa-Karte. Als "Aktivkunde" (mindestens 700 € Geldeingang im Monat) ist dann auch das Geldabheben gratis. Oder du verwendest die Kreditkarten von TransferWise oder Revolut.
    • Wobei man bei Diensten wie Transferwise immer vorher die Gebühren gegenchecken sollte. Gerade bei Kantonalbanken hat man meist einen kurzen Weg zum Berater. Wir rufen den bei bevorstehenden Wechseln immer an und der gibt dann einen Kurs an. Zuletzt haben wir so EUR zu CHF bei 1,1208 getauscht, da stand der aktuelle Wechselkurs bei 1,1230. Gegenüber Transferwise ein paar Hundert CHF mehr erzielt (War eine grössere Summe) und es war innerhalb von 10 Minuten valutiert.
    • Markus Schulz schrieb:

      Wobei man bei Diensten wie Transferwise immer vorher die Gebühren gegenchecken sollte. Gerade bei Kantonalbanken hat man meist einen kurzen Weg zum Berater. Wir rufen den bei bevorstehenden Wechseln immer an und der gibt dann einen Kurs an. Zuletzt haben wir so EUR zu CHF bei 1,1208 getauscht, da stand der aktuelle Wechselkurs bei 1,1230. Gegenüber Transferwise ein paar Hundert CHF mehr erzielt (War eine grössere Summe) und es war innerhalb von 10 Minuten valutiert.
      Da habt ihr wohl einen guten Berater und/oder eine richtig grosse Summe transferiert.
      Bei "Kleinbeträgen" hat man vermutlich kein Handlungsspielraum und es werden bei einem Auftrag (also SEPA-Überweisung oder Auslandsüberweisung in EUR) automatisch die Kurse der Bank genommen, welche in der Regel 1.2% bis 1.8% über dem aktuellen Wechselkurs sind.
      Da sind die 0.35% Gebühren (gemessen am Auftragswert, tatsächlicher Devisenmittelkurs) von TransferWise deutlich drunter.
      Auch würde ich nicht jedes Mal für eine ordinäre Überweisung einen Kundenberater sprechen wollen - zumal ja schriftliche bzw. telefonische Aufträge eigentlich auch nochmal höhere Kosten verursachen.
    • Hoi zäme,

      ich finde die Migrosbank sehr gut. Ab CHF 7'500 auf dem Konto bezahlt man keine Kontoführungsgebühr.

      Die App fürs Tablet ist relativ umfangreich, die fürs Handy ist übersichtlich (reicht aber um Überweisungen zu tätigen bzw den Kontostand zu checken).
      Am WE gibt es allerdings öfter Wartungen, das könnte besser sein.
      Bzgl Bankomatennetz: in grösseren Städten findet man eigentlich immer irgendwo einen Bankautomaten oder eine Filiale. Der Vorteil ist aber, dass man auch im Migros (also dem Supermarkt) kostenlos Geld abheben kann an der Kasse.

      Wenn du Geld in Euro abheben möchtest, würde ich auch die DKB empfehlen. Wie lieberjott schon richtig geschrieben hat, kann man ab 700€ Geldeingang monatlich kostenlos Geld abheben.

      Wenn du nicht massig Geld für Gebühren bezahlen möchstest, würde ich an deiner Stelle die Finger von Schweizer Kreditkarten lassen. Also egal ob von UBS, Supercard o.ä. Revolut kann man prima als Debit-Creditcard nutzen, und die Kurse sind sehr gut.

      @Markus Schulz: ich vermute euer guter Wechselkurs kommt von der Kategorisierung (PB). Als Kleinkunde bekommt man diese Kurse bei weitem nicht.

      Generell würde ich für Transfers von CHF nach EUR entweder Revolut oder Transferwise empfehlen. Alternativ Interactive Brokers, aber dazu benötigt man bei denen zuerst einen Account.

      Fazit: am Ende musst du wissen, ob dir mehr Bankomaten und ein grösseres Filialnetz bei der ZKB 60.- Wert sind oder nicht. Kreditkarte am besten nicht über eine Schweizer Bank nehmen. Die Aufschläge sind teilweise heftig.


      VG basileus
    • lieberjott schrieb:

      Da habt ihr wohl einen guten Berater und/oder eine richtig grosse Summe transferiert.<br style="color: rgb(102, 102, 102); font-family: &quot;Trebuchet MS&quot;,Arial,sans-serif; font-size: 13px; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: 400; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: left; text-decoration: none; text-indent: 0px; text-transform: none; -webkit-text-stroke-width: 0px; white-space: normal; word-spacing: 0px;">Bei "Kleinbeträgen" hat man vermutlich kein Handlungsspielraum und es werden bei einem Auftrag (also SEPA-Überweisung oder Auslandsüberweisung in EUR) automatisch die Kurse der Bank genommen, welche in der Regel 1.2% bis 1.8% über dem aktuellen Wechselkurs sind.

      In dem Fall war es eine grössere Summe sowie auf einem anderen Konto eine kleinere, aber alles zum gleichen Kurs. Ich habe mit ihm die Vereinbarung dass ich ab 10.000 € über ihn abwickle, was ja - wenn man im Falle von Gehaltstransfers nicht monatlich sofort wechseln muss und einen Puffer hat - für Schweizer Verhältnisse nicht so spektakulär ist. Aber auch der Wechsel bei der PostFinance geht per Anruf bei deren Devisenhändlern relativ gut und man hat ebenfalls einen Geschwindigkeitsvorteil (Bearbeitung unter einer Stunde).

      Für kleine Summen taugt es aber nicht, das ist korrekt. Da würde ich auch auf Dienstleister zurückgreifen die es ja allesamt besser machen als ein Wechselkurs selbst im Rahmen einer eigenständigen Umbuchung vom EUR aufs CHF Konto beim gleichen Institut.

      Wenn ich es richtig gelesen haben will die CS jetzt sogar wieder massiver an den Wechselgebühren verdienen, d.h. es noch teurer machen. Transferwise & Co. werden sich freuen können.

      Kreditkarten von Schweizer Banken gehen für EUR eigentlich nur dann sinnvoll, wenn man dort auch ein EUR Konto führt und damit dann keine Gebühren durch den Auslands-/Fremdwährungseinsatz entstehen. Das macht für private Belange aber kaum Sinn (da nutze ich selbst auch eine andere aus Deutschland), im Geschäftsumfeld ist es aber gar nicht mal teurer als entsprechende Business-Angebote aus Deutschland.

      Als Migros-Genosse kann ich die Migrosbank auch empfehlen, ich denke die gibt sich mit der PostFinance nicht viel. Zu beachten ist bei der Migrosbank allerdings die relativ "geringe" Rückzugshöhe im Monat. Wer auf dem Konto was anspart (Sparkonten sind ja aktuell eher obsolet) sollte diese Grenze im Blick haben.
    • Dank für die umfangreichen Antworten!!

      Also ich habe eben erfahren, dass ich mein Girokonto+Kreditkarte bei der ING behalten kann, auch wenn ich meinen Wohnsitz in die Schweiz verlege und meinen Steuerstatus bei der ING entsprechend ändere.

      Daher wäre mein Plan jetzt folgender:
      - ING für alle Zahlungen im Euro Raum
      - Migrosbank Privatkonto für Lohneingang (ohne Kreditkarte und ohne zusätzliches Euro-Konto)

      Offene Fragen wären noch:
      1. Was ist der günstigste Weg, um Geld von Migrosbank zu ING zu transferieren (Von Lohn in CHF zu Guthaben in Euro)
      2. Wie zahle ich in der Schweiz (In Läden, Restaurants, online etc.)? Mit der Maestro-Karte der Migrosbank? Mit einer zusätzlichen Kreditkarte (woher Kreditkarte, wenn angeblich so teuer?)
      3. Wie nutze ich Paypal in diesem Kontext? (Zahlungs mal EUR, mal CHF - von verschiedenen Konten?)
    • Günstigste Weg hängt von der Menge des Transfers ab, typischerweise wird es bei kleineren Summen Transferwise und Co. sein.

      Kreditkarten Inland sind nicht teuer, es ging hier nur um den Auslandseinsatz. Von der Migros und Co gibt es auch gratis Karten die für den Inlandszweck taugen, ansonsten Maestro oder PostCard (PostFinance)

      Paypal habe ich keine Ahnung, würde aber, damit Du kein Wechselrisiko hast wohl mit zwei Accounts arbeiten. 2 Kontoverbindungen hast Du ja ohnehin dann.
    • Rainer schrieb:

      Dank für die umfangreichen Antworten!!

      Also ich habe eben erfahren, dass ich mein Girokonto+Kreditkarte bei der ING behalten kann, auch wenn ich meinen Wohnsitz in die Schweiz verlege und meinen Steuerstatus bei der ING entsprechend ändere.

      Daher wäre mein Plan jetzt folgender:
      - ING für alle Zahlungen im Euro Raum
      - Migrosbank Privatkonto für Lohneingang (ohne Kreditkarte und ohne zusätzliches Euro-Konto)

      Offene Fragen wären noch:
      1. Was ist der günstigste Weg, um Geld von Migrosbank zu ING zu transferieren (Von Lohn in CHF zu Guthaben in Euro)
      2. Wie zahle ich in der Schweiz (In Läden, Restaurants, online etc.)? Mit der Maestro-Karte der Migrosbank? Mit einer zusätzlichen Kreditkarte (woher Kreditkarte, wenn angeblich so teuer?)
      3. Wie nutze ich Paypal in diesem Kontext? (Zahlungs mal EUR, mal CHF - von verschiedenen Konten?)
      Das ist doch eine gute Nachricht. Eine Sorge weniger. Mit der ING hast du also ein Euro-Konto und auch eine Maestro-Karte und Visa-Karte (zum Geld abheben).

      Zu 1.) Wie schon gesagt, dürften hier Dienste wie TransferWise am günstigsten sein. Zumal hier die Kosten transparent sind und im Vorfeld konkret kommuniziert werden. Der zweitgünstigste Weg könnte sein, eine klassische Auslandsüberweisung in CHF zu machen. Hier hängt es aber stark davon ab, welche Gebühren die Migros-Bank für die ausgehende Überweisung nimmt, welche Gebühren die ING für den Eingang nimmt (meist erstmal eine hohe Pauschale) und zu welchem Kurs sie umrechnet (Devisenkurs?). Ein Blick in's Preisverzeichnis sollte Klarheit schaffen.

      Mal kurz geschaut: ing.de/girokonto/konditionen/#Entgeltregelungen
      Erst steht da was, dass die Kurse der ING auf Marktkursen beruhen, weiter unten werden jedoch Kursspannen (1.0% bei CHF) bei eingehenden Überweisungen genannt. Ich vermisse jedoch die Angabe, was der Eingang einer Auslandsüberweisung im Gebührenmodell "SHARE" kostet - angeblich sind alle eingehenden Überweisungsarten kostenlos, was natürlich toll wäre.
      Im Zweifelsfall also mal einen Testballon steigen lassen und schauen ob die Kursspanne auch tatsächlich ausgereizt wird.

      Zu 2.) Mit der Maestro-Karte kannst du nur offline zahlen und Geld abheben, dafür aber quasi überall. Online brauchst du fast zwingend eine Kreditkarte (oder nimmst den Umweg über TWINT).

      Zu 3.) Bei PayPal kann man mehrere Konten hinterlegen, aber ich weiss nicht, ob du auch explizit ein CHF-Konto dort führen kannst und dies von einem CHF-Konto aufladen lassen kannst. Auf jeden Fall würde ich PayPal nie umrechnen lassen, die Aufschläge auf den Kurs sind horrend. Ansonsten ist die Frage, ob du überhaupt CHF mit PayPal zahlen musst. In der Schweiz ist PayPal im Online-Bereich nicht so wirklich verbreitet und im Zweifelsfall kannst du mit (CHF-)Kreditkarte zahlen - dann bräuchtest du eigentlich kein PayPal.
    • Fantastische Nachrichten - das hört sich alles ziemlich solide an und deckt alle Notwendigkeiten ab.

      Alles letztes nun meine ursprüngliche Frage: Migrosbank oder Züricher Kantonalbank? Ich möchte heute ein Konto eröffnen, weil ich heute einen Tag in Zürich bin, um eine Aufenthaltsbewilligung B zu beantragen. Einen Termin bei der Migrosbank habe ich heute Nachmittag schon. Allerdings war die am Telefon nicht ganz sicher, ob ich lediglich mit der beantragten Aufenthaltsbewilligung ein Konto eröffnen kann.
      Ein ZKB ist hier auch direkt um die Ecke, was mich wieder an deren dichters Netz erinnert. Dafür sind die Gebühren ingesamt höher.

      Ich tendiere zur Migrosbank....
    • Meine Eröffnung bei der Migrosbank (Basel) hat damals 10 Minuten gedauert. Ich musste eine Unterschrift leisten und war sehr schnell fertig.
      Überhaupt kein Vergleich zur Kontoeröffnung in Deutschland.

      Das Problem mit der Bewilligung hättest du vermutlich auch mit der ZKB. Ich denke die Bestätigung dass du es beantragt hast sollte reichen.


      VG basileus
    • Hoi zäme,

      der Frage würde ich mich gerne anschliessen. Ich liebäugel ebenfalls mit dem Konto der Migrosbank. Wie handhabt ihr das denn mit monatlichen Rücklagen (für Steuern etc.)? Braucht man dafür neben einem normalen Privat-/ Girokonto auch noch eine Art Sparkonto? Oder spart man alles auf dem einen Konto (wie Markus oben geschrieben hat)? Bin gerade etwas ratlos und dankbar für jeden Tipp! :)

      En liebe Gruess
      Vivienne
    • Vivienne schrieb:

      Hoi zäme,

      der Frage würde ich mich gerne anschliessen. Ich liebäugel ebenfalls mit dem Konto der Migrosbank. Wie handhabt ihr das denn mit monatlichen Rücklagen (für Steuern etc.)? Braucht man dafür neben einem normalen Privat-/ Girokonto auch noch eine Art Sparkonto? Oder spart man alles auf dem einen Konto (wie Markus oben geschrieben hat)? Bin gerade etwas ratlos und dankbar für jeden Tipp! :)
      Egal ob in Deutschland oder in der Schweiz, ich würde auf jeden Fall die Verwendung von (ggf. mehrerer!) Sparkonten empfehlen - auch wenn es nicht unbedingt mehr Zinsen drauf gibt.
      Aber es macht IMHO das budgetieren einfacher und gibt einen schnelleren Überblick auf die tatsächlich verfügbaren Mittel.
      Ich bin daher ein Hardcore-Aufteiler und habe mehrere Sparkonten bzw. Tagesgeldkonten: Für die Steuern, für's Auto, für's Jahresabo, allgemeines Sparen, sonstige Rücklagen.
    • Hoi Vivienne,

      ich habe keine zusätzlichen Sparkonten. Von einem Bekannten weiss ich, dass man z.B. bei der Postfinance verschiedene Unterkonten anlegen kann.
      Soweit ich das auf die Schnelle gesehen habe, geht das bei der Migrosbank nicht.

      Die meisten Deutschen, die in die Schweiz auswandern, zahlen erstmal Quellensteuer. D.h. wir müssen nicht so viel zurücklegen für eine grosse Steuerzahlung am Jahresanfang.
      Ich persönlich habe ein elektronische Haushaltsbuch als App, in dem ich sämtliche Ausgaben (ich sage mal 98%) tracke.

      Einlagensicherung gibt es hier auch bis CHF 100'000 pro Konto.


      VG basileus