B-Bewilligung: Versteuerung Kapitalerträge DE oder CH?

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    • B-Bewilligung: Versteuerung Kapitalerträge DE oder CH?

      Hallo liebe Community

      ich bin Deutscher und seit einigen Monaten lebe und arbeite ich in der Schweiz mit einer B-Bewilligung.
      Nun erhalte ich in Deutschland noch Kapitalerträge und frage mich, ob ich diese nun in der Schweiz oder in Deutschland über die Steuererklärung abwickeln muss.
      Kann mir da jemand weiterhelfen?

      Als ich einen Broker über ein deutsches Konto eröffnen wollte, wurde ich gefragt, ob ich außerhalb von Deutschland steueransässig bin.
      Dies wäre meines Erachtens nach der Fall, da ich ja in der Schweiz lebe und arbeite, oder?
      Dann müsste ich meine Tin angeben. Ist das die gleiche Nummer wie die AHV-Nummer?
      Und wäre es dann nicht empfehlenswert den Broker von einer Schweizer Bank aus zu eröffnen?

      Fragen über Fragen :D
      Herzlichen Dank vorab! :)
    • Hoi Mike,

      wie lange sind "einige Monate"? Bis zu deiner Abmeldung (z.B. im März 2019) musst du die Kapitalerträge noch in deiner deutschen Steuererklärung geltend machen.
      Ab dann in der Schweizer Steuererklärung.

      Falls es sich um Einnahmen aus Immobilien handelt, bist du weiterhin in Deutschland beschränkt steuerpflichtig. Dann musst du weiterhin eine deutsche Steuererklärung abgeben.

      Ich gehe davon aus, du wolltest ein Depot öffnen (keinen Broker). Die eTIN in Deutschland ist gleichzusetzen mit der AHV-Nummer in der Schweiz, d.h. diese müsstet du bei der Kontoeröffnung angeben.
      Falls du bei einer deutschen Bank ein Depot eröffnest, musst du dort in Euro einzahlen (bzw vorgängig von CHF nach Euro wechseln, was je nach Bank nicht gerade vorteilhaft ist).

      Von einem Depot bei UBS, CS oder Co. würde ich (!) dir abraten. Diese haben sehr hohe Depotkosten. Dann besser Degiro oder Interactive Brokers.


      VG basileus
    • Hallo Mike,

      du musst dein Einkommen in Deutschland bis April 2019 sowie die bis dahin gewonnenen Kapitelerträge in der deutschen Steuererklärung angeben. Hinzu kommt, dass du dein Schweizer Einkommen ab Mai 2019 als ausländische Einkünfte angeben musst. Darauf musst du keine Steuern zahlen, aber es erhöht deinen persönlichen Grenzsteuersatz. Du wirst dann vermutlich in Deutschland ein paar Euro nachzahlen müssen.

      Schau dir die Kosten der Broker in Ruhe an. Es gibt auch einige Online-Broker in der Schweiz (Swissquote, Cornertrader), die aber im Vergleich teurer sind als Degiro oder IB.


      VG basileus