Wohen WG Schweiz, Verheiratet - Partnerin bleibt in Deutschland

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    • Wohen WG Schweiz, Verheiratet - Partnerin bleibt in Deutschland

      Hallo und schöne Grüße in die Runde,

      bin neu hier und bräuchte noch einige Informationen.
      Habe vor in der Schweiz zu arbeiten. Ein Bekannter von mir wohnt schon länger dort und hat mir angeboten seine Wohnung als WG mit zunutzen.
      Ich bin verheiratet und habe mit meiner Frau eine gemeinsame Wohnung in Deutschland. Meine Frau bleibt in Deutschland und hat hier auch Arbeit.
      Kann man erstmal in Deutschland gemeldet bleiben und sich später ( in ein paar Monaten ) in der Schweiz komplett anmelden?
      Welche Regelungen gibt es da aktuell? Würde ich Steuern in beiden Ländern zahlen? Bin da noch nicht so tief in der Materie ?(

      Danke
      mfg
    • Hallo ManCarn

      Vorweg, doppelt besteuert wirst du nicht. Dank dem Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Schweiz und Deutschland sollte das nicht passieren. Fraglich ist aber wo dein Lebensmittelpunkt festgelegt wird. Aufgrund des weiterhin bestehenden Wohnsitzes in Deutschland und das deine Frau in Deutschland lebt, wird dein Lebensmittelpunkt und somit die Steuerpflicht wahrscheinlich in Deutschland liegen. In diesem Fall würdest du als Grenzgänger arbeiten und in der Schweiz den reduzierten Quellensteuersatz zahlen, dieser wird wiederum bei der deutschen Einkommenssteuer mit angerechnet.

      Ob ein Wochenaufenthalterstatus oder die 60-Tage-Regelung für dich interessant sein könnte, kann ich so nicht beurteilen. Solltest du dir aber mit anschauen.

      Aber Achtung ich bin kein Steuerexperte und geb dir nur meine Meinung dazu mit.

      Schöne Grüsse
      Maik
    • Halo Maik
      schön Dank erstmal für deine Antwort. Konnte leider nicht eher zurückschreiben.

      Hab mir mal ein paar Beiträge im Forum schonmal durchgelesen, da gibt es ja sehr viele Möglichkeiten ?( .
      Der Grund das ich die erste Zeit in Deutschland gemeldet bleiben will, ist der, das meine Frau und ich demnächst noch eine medizinische Behandlung haben, die die KraKa finanziell mit unterstützt.
      Dafür müssen wir beide aber in der selben Kraka versichert sein. Wenn diese Sache vorbei ist würde ich mich ummelden, auf Schweiz.
      Heißt ich müsste ja erstmal Grenzgänger sein oder? Hatte noch was gelesen das man sein Hauptwohnsitz in Deutschland und in der Schweiz haben kann..
      Wohnen zur Zeit in Thüringen, glaube Entfernung spielt auch ne Rolle ? Glaube wenn ich Arbeit habe das ich nicht jede Woche nach Hause fahre, eher vieleicht alle 14 Tage.
      Müsste auf jeden Fall erstmal in meiner Kraka bleiben, das ist wichtig. Vieleicht könnt ihr mir da noch ein paar Tipps geben.
      Danke im Vorraus für die Mühe ,

      viele Grüße
    • Der Grund das ich die erste Zeit in Deutschland gemeldet bleiben will, ist der, das meine Frau und ich demnächst noch eine medizinische Behandlung haben, die die KraKa finanziell mit unterstützt.
      Dafür müssen wir beide aber in der selben Kraka versichert sein. Wenn diese Sache vorbei ist würde ich mich ummelden, auf Schweiz.
      Bist du gesetzlich oder privat versichert?
      Falls in der GKV, dann solltest du wissen, dass du die Beiträge in kompletter Höhe (bis zur Beitragsbemessungsgrenze) selber tragen musst. Nur so als Hinweis. Den Maximalsatz (635€ ohne Krankengeld) hat man bei einem Schweizer Gehalt schnell erreicht.

      Deine deutsche Krankenversicherung kannst eh nur behalten, wenn du Grenzgänger wirst - dann kannst du dich von der Krankenversicherungspflicht in der Schweiz befreien lassen. Wenn du in die Schweiz ziehst, also Wohnsitznahme mit Ausweis B, dann musst du zwingend in der Schweiz krankenversichert sein.
    • Zwei Wohnsitzen gehen schon aber haben Einfluss darauf welchen Aufenthaltsstatus du bekommst. Eventuell kannst du prüfen ob Wochenaufenthalter für dich vielleicht zutrifft.

      Den Einwand von Lieberjott solltest du beherzigen. Eine Krankenversicherung in Deutschland kann mit einem Schweizer Gehalt sehr teuer werden und die Befreiung aus Krankenversicherungspflicht hat Folgen. Mehr Infos dazu hier: KVG.org

      Schöne Grüsse
      Maik
    • Hallo,
      ja bin in der GKV.

      Mmh... werde diese Möglichkeit wahrscheinlich nicht so angehen, es spricht doch zuviel dagegen, so wie ich es aus euren Beiträgen entnehme.
      Dann muß ich mein Vorhaben noch ein wenig aufschieben, bis die Behandlung vorbei ist, und nächstes Jahr direkt starten.
      Wie verhält es sich eigentlich wenn man ca halbes Jahr oder länger in der Schweiz arbeitet, und dort versichert ist, und nach Deutschland zurückkehrt?
      Nimmt ein seine alte GKV wieder fliessend auf?


      viele Grüsse
    • ManCarn schrieb:

      Wie verhält es sich eigentlich wenn man ca halbes Jahr oder länger in der Schweiz arbeitet, und dort versichert ist, und nach Deutschland zurückkehrt?

      Nimmt ein seine alte GKV wieder fliessend auf?
      Ja. In der Schweiz gibt es quasi nur "gesetzliche" Versicherungen, daher nimmt dich die GKV auch wieder auf.


      Randbemerkung: Für Grenzgänger war das zwischenzeitlich mal anders - da gab es Tarife nach einem anderen Versicherungsgesetz (VVG), welches quasi einer Privatversicherung entsprach. Da hätte es in der Tat zu Problemen bei Rückkehr in die GKV geben können. Ich war auch in so einem Tarif und habe deswegen alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die die Grundversicherung nach KVG zu wechseln. Das hat auch geklappt.
      Die entsprechenden "Mondial"-Tarife gibt es zwischenzeitlich auch nicht mehr für neue Kunden.