Auto als Umzugsgut einführen und in Deutschland wieder verkaufen

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    • Auto als Umzugsgut einführen und in Deutschland wieder verkaufen

      Hallo,

      ich bin deuscher Staatsbürger, werde demnächst in die Schweiz ziehen und plane für die Anfangszeit mein Auto mitzunehmen. Ich würde hierbei folgendermaßen vorgehen:

      1. Das Auto ist auf meinen Vater angemeldet, wurde aber in den letzten 6 Monaten vorwiegend von mir genutzt. Schriftliche Bestätigung von meinem Vater liegt vor.

      2. Beim Umzug deklariere ich das Auto als Umzugsgut und lasse es weiterhin in Deutschland angemeldet.

      3. Nach ca. 3 Monaten will ich das Auto wieder nach Deutschland zurückbringen um es dort zu verkaufen (habe dem Käufer bereits das Auto versprochen, deshalb kommt ein Verkauf in der Schweiz nicht in Frage)

      Da es diese 12-monatige Sperrfrist für einen Verkauf laut mehrerer Aussagen hier im Forum nicht mehr gibt, sollte das ganze doch so klappen? Muss ich die Ausfuhr zurück nach Deutschland beim Zoll anmelden und wenn ja, gibt es hierfür ein spezielles Formular?


      Vielen Dank schon mal für Eure Antworten
    • Willkommen in der Schweiz. :CH:
      Warum willst du das Auto als Umzugsgut anmelden, wenn du sowieso vorhast, es wieder nach Deutschland zurückzubringen? Solange du deinen deutschen Führerschein noch nicht umgetauscht hast, kannst du mit dem Wagen auch hier fahren. Alles andere wäre nur unnützer und teurer bürokratischer Aufwand. Und du brauchst auch nichts unternehmen, wenn du den Wagen wieder zurückbringst.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Carpaccio ()

    • Danke für die schnelle Antwort.

      Ich vermute aber das wird nicht zulässig sein.

      ezv.admin.ch/ezv/de/home/infor…der-schweiz-benutzen.html


      "Personen mit Wohnsitz in der Schweiz
      Sie dürfen grundsätzlich kein unverzolltes Fahrzeug benutzen. Unverzollte Fahrzeuge müssen Sie an der Grenze beim Schweizer Zoll unaufgefordert zur definitiven Einfuhr in die Schweiz anmelden. Dies gilt auch für Fahrzeuge, die ihnen Verwandte oder Bekannte aus dem Ausland zum Gebrauch überlassen möchten. Spezialregelungen sind lediglich in wenigen Fällen vorgesehen."
    • Hallo balou

      Richtig, einfach so kannst du das Fahrzeug nicht in der Schweiz bewegen. Spontan würde ich sagen, dass Formular 15.30 für dich das Richtige ist. Damit kannst du das Fahrzeug bis zu 2 Jahre in der Schweiz unverzollt benutzen. Damit kannst du das Fahrzeug auch unproblematisch wieder nach Deutschland zurückbringen und verkaufen. Wichtig ist noch, dass du dir von deiner Versicherung nach das Ok holst, dass diese im Schadensfall auch in der Schweiz einspringen.

      ezv.admin.ch/ezv/de/home/infor…ffe--flugzeuge-usw--.html

      Schöne Grüsse
      Maik
    • Nein, die Entscheidung trifft man selbst. Teil des 15.30 ist dann auch die spätere Entscheidung, das Fahrzeug einzuführen oder eben nicht. 15.30 "verschiebt" damit die Deklaration um bis zu 2 Jahre.

      Aber: das ist ein zollrechtlicher Aspekt der Schweiz. Das Thema Versicherung hat Maik schon angesprochen, ich werfe dann mal noch den zulassungsrechtlichen Teil mit in die Diskussion, zumal der Eigentümer des Autos (und damit i.d.R. auch die Person auf die es zugelassen ist) ja der Vater ist. Mit der Bestätigung für den Zoll gibt er das Eigentum auf und Du gibst zollrechtliche Erklärungen dafür ab, das dürfte für die Zulassungsmöglichkeit in Deutschland (auf den Vater) ein K.O. Kriterium sein. Ebenso für die Versicherung.

      Lösung dürfte hier sein, das Fahrzeug auf Dich anzumelden, dann das 15.30 (damit kein Zoll anfällt weil kürzer als 6 Monate im Besitz) und in 3 Monaten das 15.30 abschliessen mit "Verbleib in Deutschland".

      Problematisch dabei ist die Versicherung, die sollte schriftlich eine Deckungszusage für den in der Schweiz wohnhaften Besitzer geben. Alles andere kann den nachhaltigen finanziellen Ruin bedeuten. (Ein Unfall mit Personenschaden beim Gegenüber genügt dafür, sofern eine Versicherung dann nicht haften will.)
    • Die Bestätigung seitens meines Vaters sagt nur aus, dass ich der Hauptnutzer bin. An den EIgentumsverhältnissen ändert sich nichts. Steht auch so in der Vorlage hier aus dem Forum, welche schon einige benutzt haben. Das mit der Versicherung muss ich noch abklären.

      Ich hätte noch ein paar weitere Frage:

      1. Darf ich mit meinem deutschen Führerschein und schweizer Wohnsitz in der Schweiz Autos mieten oder muss mein Führerschein hierfür schon umgeschrieben sein?

      2. Wenn ich meinen Führerschein umschreiben lasse, darf ich dann weiterhin mein mit Formular 15.30 oder als Umzugsgut eingeführtes Auto mit deutschen Kennzeichen fahren?

      3. Kann ich mit meinem mit Formular 15.30 oder als Umzugsgut eingeführten Auto (mit deutschen Kennzeichen) für ein paar Tage nach Deutschland zurückfahren um bspw. meine Eltern zu besuchen oder gibt das Probleme mit dem Zoll?