Anspruch auf ALG bei Rückkehr nach Deutschland

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Anspruch auf ALG bei Rückkehr nach Deutschland

      Hat jemand damit schon Erfahrung gemacht?
      Länger als ein Jahr unterwegs?
      Wenn Sie länger als ein Jahr unterwegs sind, haben Sie keinen Anspruch auf ALG I, da Sie dafür in einem Rahmen von zwei Jahren mindestens zwölf Jahre beschäftigt sein müssen.

      Aber: Haben Sie bereits vor Antritt der Reise schon einmal ALG beantragt und wurde dies bewilligt, haben Sie diesen Anspruch vier Jahre lang.
      Kündigen Sie jetzt den Auslandsaufenthalt an, bleibt der Anspruch bestehen und ruht während der Zeit der Reise.
      Kommen Sie zurück, dann können Sie sich am ersten Tag erneut arbeitslos melden und haben einen Anspruch auf ALG.

      Mit dem Hintergrund würde es doch Sinn machen sich bei der Auswanderung noch einen Tag arbeitslos zu melden, dann hätte man im Fall der Fälle innerhalb von vier Jahren Anspruch auf Arbeitslosengeld bei Rückkehr. Sprich: Den neuen Arbeitsvertrag mindestens einen Tag nach hinten datieren, damit man mindestens einen Tag arbeitslos in Deutschland wäre.
      (Ansonsten müsste man innerhalb der letzten 24 Monate mindestens 12 Monate Beschäftigung in Deutschland nachweisen.)

      Oder habe ich einen Denkfehler?
    • Ich wüsste nicht was eine Tätigkeit im Ausland mit dem 12 monatigen Anspruch auf Arbeitslosengeld in Deutschland zu tun haben sollte.
      Es geht mir hier nicht darum mich auf Kosten der Solidaritätsgemeinschaft auszuruhen, sondern im Worst-Case, falls in den ersten 4 Jahren in der Schweiz etwas schief gehen sollte (Jobverlust o.ä.) das finanzielle Risiko und den Druck bei Rückkehr zu minimieren.

      Es gibt auch Quellen, die sich nicht auf das Szenario Weltreise beziehen:

      Dieser Anspruch auf Arbeitslosengeld verfällt im Ausland nicht einfach. Die Leistungen können nach einem Auslandsaufenthalt erneut in Deutschland beansprucht werden. Der Antrag muss jedoch vor der erneuten Ausreise gestellt werden und wird nur unter folgenden Voraussetzungen bewilligt:
      • Der Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 ist noch nicht verbraucht.
      • Die Leistungen müssen erneut bewilligt werden, das heißt, eine persönliche Meldung bei der Arbeitsagentur ist nötig.
      • Seit dem Entstehen des Arbeitslosengeld-1-Anspruches sind noch nicht vier Jahre vergangen.

    • Ob das funktioniert kann ich nicht beurteilen. Für die Anfangszeit ist man zu einem gewissen Grad noch abgesichert. Sofern man in den letzten 24 Monaten mindestens zwölf Monate am Stück in die gesetzliche Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat. Sprich Wer 11 Monate im Ausland gearbeitet hat und vorher 12 Monate in Deutschland beschäftigt war hat in Deutschland immer noch Anspruch auf Arbeitslosengeld.

      Als Möglichkeit bietet auch die Schweiz Rückkehrhilfe mit Anspruch auf Arbeitslosengeld an, sofern die Bedingungen dafür erfüllt sind. Für die Genehmigung und die nötige Bescheinigung ist das RAV Zuständig.

      Ansonsten gibt es bei Beschäftigungen im Ausland wohl noch die Möglichkeit mit Zwischenbeschäftigung. Beispiel von Arbeitsagentur.de

      Arbeitsagentur.de schrieb:

      Versicherungspflichtige Beschäftigung in Irland01.06.2016–31.05.2018 = 24 Monate
      Versicherungspflichtige Beschäftigung in Deutschland01.06.2018–31.08.2018 = 3 Monate


      Arbeitslosmeldung in Deutschland01.09.2018


      Die Beschäftigung in Irland wird für einen Anspruch herangezogen. Liegen die sonstigen Voraussetzungenvor (z.B. Verfügbarkeit), entsteht am 01.09.2018 einAnspruch auf Arbeitslosengeld.

      Quellen und Links: bsv.admin.ch/bsv/de/home/sozia…ersicherungsabkommen.html
      arbeitsagentur.de/datei/dok_ba013155.pdf
      deutsche-im-ausland.org/absich…kehr-aus-dem-ausland.html
      arbeit.swiss/secoalv/de/home/m…kkehr-in-die-eu-efta.html

      Erfahrungen von anderen Forenmitgliedern: auswandern-schweiz.net/forum/i…ueckzug-nach-Deutschland/