Kurze Vorstellung und ein paar Fragen

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    • Kurze Vorstellung und ein paar Fragen

      Hallo zusammen
      Auch ich plane mittelfristig, eventuell schon nächstes Jahr in die Schweiz in den Raum Zürich auszuwandern. Ich bin mit einer Frau liiert die schon seit vielen Jahren in der Schweiz lebt, sie hat dort das unbegrenzte Aufenthaltsrecht und wird auch bald die Bürgerrechte bekommen, also Schweizerin werden. Ich selbst pendele schon zeitweise zwischen FFM und Zürich und ich habe die Aussicht bei einer Firma, für die ich schon seit längerem arbeite, eine Festanstellung zu bekommen. Die Voraussetzungen für einen Umzug in die Schweiz sind also gut.
      Ich habe da aber ein paar grundsätzliche Fragen
      • Was passiert mit meiner deutschen gesetzlichen Rentenversicherung? Muss/kann/sollte ich da weitereinzahlen?
      • Ich bin in Deutschland privat krankenversichert, muss ich mich dann in der Schweiz nochmal neu versichern? Was passiert mit meinen angesparten Rücklagen da?
      • Zur Alterssicherung habe ich da noch ein Depot mit Fonds und Aktien, können die in Deutschland bleiben und wie schaut es da mit den Steuern aus wenn ich die später mal verkaufen will?
      Ich würde mich natürlich über Antworten freuen oder über einen Link zu einer FAQ oder ähnliches wo ich mich informieren kann. Ich vermute allerdings dass ich für solche steuerlichen und finanziellen Fragen lieber zu einem Fachmann gehen sollte, ich habe aber keine Ahnung wer da Bescheid weiss. Gibt es Auswanderungsberater?

      Viele Grüße und vielen Dank
      Michael
    • Hallo Michael, willkommen im Forum :)

      :CH:

      Fachleute sind immer vorteilhaft, oft aber auch kostenintensiv und in dieser Gemeinschaft hier begegnest Du Menschen, die Dir mit Ihrem Erfahrungsschatz ein ganzes Stück gut weiterhelfen können. :) Viel Erfolg und Prost 8o
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      Manchmal fährt der falsche Zug an den richtigen Ort.
    • Weiter einzahlen bei der Rente sicher nicht, die hat ja nicht gerade eine umwerfende Rendite ;) Der entstandene Anspruch kann bei Eintritt des Rentenfalls aber ganz normal beansprucht werden.

      Die Rücklage der privaten Krankenversicherung wird sich in Luft auflösen da Du in ein völlig anderes System wechselst. Eine Versicherung in der Schweiz ist in dem von Dir beschriebenen Fall obligatorisch und damit wird die Versicherung in Deutschland obsolet. (Ausnahme wäre jetzt ein Optionstarif mit speziellen Alterssicherungsanteilen, hier wären die Versicherungsbedingungen zu befragen, gilt aber nicht für die gesetzlich vorgeschriebene Altersrücklage der PKV).

      Fonds und Aktien, sofern nicht in einem besonderen steuerlichen Kontext, können da bleiben und verkauft werden wie man will. Ich persönlich würde eine Übertragung in ein schweizerisches Depot bevorzugen, dann erledigt sich jegliches Gedöns rund um Freistellung der Kapitalerträge.
    • Hallo Michael und Willkommen im Forum

      Markus hat dir die Fragen schon sehr gut beantwortet. Zum Thema Aktien und Fonds, das kannst du wirklich handhaben wie die du möchtest. Ob in die Schweiz transferieren oder Deutschland belassen, da wird es sehr unterschiedliche Meinungen geben und alle sind berechtigt. Handhabe es so, wie es für dich am besten ist. Wichtig zu wissen ist aber, dass es in der Schweiz eine Vermögenssteuer gib. Das Depot muss in der Steuererklärung als Vermögen mit angegeben und versteuert werden. Egal ob das Depot in Deutschland oder in der Schweiz ist.

      Schöne Grüsse
      Maik
    • Und noch ein kleiner Nachtrag: Wenn man sich nicht sicher ist ob das "Auswandern" funktioniert und man einen überschaubaren Rückkehrhorizont hat kann man für die PKV eine Anwartschaft abschliessen. Dann zahlt man monatlich einen Betrag X und behält so seine Konditionen und so weit ich mich erinnere auch die Altersrückstellungen. Das macht aber nicht ewig Sinn weil man die Gegenrechnung mit den gezahlten aber anspruchslosen Beiträgen machen muss.
    • Mich kostet die grosse Anwartschaft in meiner alten PKV 1 Euro im Monat. Die Pflegeversicherung zahle ich voll weiter, da hier die Anwartschaft nur 2 Euro im Monat günstiger wäre. In Summe zwar 35 Euro im Monat, aber falls es wieder zurückgeht, kann ich in meinen alten Tarif ohne Gesundheitsprüfung zurück.
    • Das hängt immer von den Tarifen und deren Eigenarten ab. Als ich 2017 "Zwangsmitglied" in der luxemburgischen SV werden durfte hätte mich die Anwartschaft bei meiner PKV vergleichsweise sehr viel gekostet. (mehrere hundert € im Jahr)

      Individuelle Nachfrage bei der Versicherung lohnt sicher immer.