Alles nach Plan und dann kommt alles anders

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    • Alles nach Plan und dann kommt alles anders

      Hallo ich bin Neu hier und hoffe dass ich hier ein paar hilfreiche Tipps bekomme.

      Zu meiner Situation

      Mein Freund lebt seit Juni in der Schweiz (Aufenthaltsbewilligung B) ich hab jetzt vor nachzurücken
      Habe meinen Job in DE gekündigt und bin seit 1 November quasi arbeitslos in DE gemeldet wohnhaft bei meinen Eltern
      Mein Freund und ich haben im November eine gemeinsame Wohnung in der Schweiz bezogen
      Ich habe auch endlich Arbeit in der Schweiz gefunden Arbeitsvertrag bereits unterschrieben und fange am 1 Dezember an in Basel in einer Zahnarztpraxis an zu arbeiten.
      Alles lief nach Plan bis ich gestern einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand hielt
      Was soll ich jetzt machen?
      Soll ich wie geplant mich in DE abmelden und meine Stelle in der Schweiz antreten?
      Wenn mein Neuer Arbeitgeber erfährt dass ich schwanger bin Wird er mich höchstwahrscheinlich kündigen
      Oder soll ich in DE angemeldet bleiben?
      Ich weiß grad überhaupt nicht weiter
      Bin sogar am überlegen die Schwangerschaft abzubrechen obwohl das für mich eigentlich überhaupt nicht in Frage kommt
      Das aber einer der ungünstigsten Momente überhaupt ist um eben schwanger zu sein
      Wir wollen Kinder aber erst nach dem wir uns hier eingelebt haben

      Über jeden noch so kleinen Tipp wäre ich dankbar
      Liebe Grüße
    • Hallo Elfi
      Also zuerst einmal Glückwunsch auf allen Ebenen!!!!!
      Ich weiss nicht, ob ich Dir helfen kann. Aus meiner Sicht würde ich alles so weiter laufen lassen, wie es geplant ist. Ein positiver Schwangerschaftstest ist aus meiner Sicht noch lange kein Grund Dein/Euer neues Leben in der Schweiz über den Haufen zu werfen. Auch der Gedanke die Schwangerschaft abzubrechen würde Dir auf keinen Fall weiter helfen... Am Ende würdest Du Dir ein Leben lang Vorwürfe machen und einen hohen Preis dafür zahlen. Einen viel höheren, denke ich!
      Die ersten 3 Monate einer Schwangerschaft gelten wohl noch als kritisch. Die meisten werdenden Eltern, teilen es auch in der Familie meistens erst nach dieser Zeit mit, so war es jedenfalls bei mir als ich Oma geworden bin vor bald 2 Jahren.

      Ich würde die neue Stelle antreten, mit dem Arbeitgeber reden, wenn die Schwangerschaft sicher ist. Allerdings wenn ich davon ausgehe, dass Du in der Zahnarztpraxis auch Röntgen wirst, wäre es wichtig den Arbeitgeber vorher zu informieren und auf sein Verständnis hoffen natürlich. Im Grunde kann es Dir jederzeit passieren, dass der Arbeitgeber Dich in der Probezeit kündigt, ob schwanger oder nicht... Die Erfahrungen haben ja auch schon einige Leute gemacht. Sogar von Schweizerinnen Berufskolleginnen sind mir mittlerweile 2 Fälle bekannt. Von daher wäre mir der Preis auf ein Kind zu verzichten zu hoch...

      Es gibt immer eine Lösung und einen Weg, denke ich.

      Viel Glück für Eure richtige Entscheidung und viele Grüsse
      Anja
    • Finanzielle Unterstützung aus Deutschland wird es nicht geben, mit wäre auch keine Grundlage bekannt. Dafür kann Dein Freund als Elternteil dann Familienzuschlag beantragen, hier im Aargau sind es 200 CHF/Monat. Und damit wäre bereits die abzuschliessende KV für das Kind locker bezahlt, da es in der Schweiz keine Familienversicherung gibt.

      (Vielleicht allgemein für alle Leser noch der Hinweis, dass es Unterstützung durch den Kanton/die Gemeinde für die KV-Prämien gibt wenn der Verdienst niedrig ist. Hier lohnt es immer auf die Grenzwerte zu achten (werden regelmässig festgelegt) und ggfs. einen Antrag zu stellen.)

      Mit der Aufenthaltsgenehmigung gibt es hingegen kein Problem, die gilt für 5 Jahre und ist an keine weitere Bedingungen geknüpft. Für die Fortsetzung nach 5 Jahren wäre es allerdings gut nicht lange in die Arbeitslosigkeit zu rutschen.

      Das Thema Kinderbetreuung sollte aber gut überlegt sein, die ist in der Schweiz in den ersten Jahren anders und vor allem teuer geregelt.


      Aber: alle möglichen Hindernisse lassen sich lösen, auch wenn das Kind zum ungünstigen Zeitpunkt kommt.


      PS: die romantische Version der Bürgschaft wäre eine Hochzeit, dann gibt es den schönen amtlichen Bewilligungsgrund "Verbleib beim Ehegatten" :rolleyes:
    • Hallo Elfi

      Als gerade jung gewordener Vater darf ich Dir nun auch einen gutgemeinten Rat mit auf den Weg geben.

      Als erstes muss ich sagen, ist dieses Thema hier vollkommen unplatziert, also die Schwangerschaft! Schwanger zu sein ist etwas derart persönliches, da würde es mir nie einfallen ein Forum mit wildfremden Menschen nach deren Meinung zu fragen. Job, Auswanderung oder was auch immer ist in dieser Angelegenheit das unwichtigste überhaupt! Ihr werdet Eltern und es wächst ein Kind in deinem Leib heran. Nur daran zu denken "die Schwangerschaft abzubrechen", da wird mir ganz anders! Ein Embryo in dir zu tragen bedeutet auch, dass ein Leben in dir schlummert, von der ersten Sekunde an...! Dies bedeutet auch, ihr und besonders du tragt die Verantwortung. Kindesmord - und anders kann ich sowas nicht nennen, darüber sollte nur die Natur entscheiden und niemand anderes!
      So sehe ich das zumindest und ich habe wirklich überhaupt nix mit der Kirche zu tun, nur weiss ich wie schön es ist, sein eigenes Kind in den Armen zu halten und es täglich lächeln zu sehen. Keine Sekunde der Anstrengung, des fehlenden Schlafes oder der völlig neuen täglichen Struktur möchte ich missen seitdem mein Sohn geboren wurde! Es gibt immer eine Lösung aber bitte raus aus dem Kopf mit diesen Gedanken!!! Was haben nur unsere Grosseltern gemacht, die teilweise unter furchtbaren Bedingungen ihre Kinder bekommen haben und grossziehen mussten? Heute hat nur jeder davor Angst aus seiner persönlichen Komfortzone herauskommen zu müssen und wenn möglich noch Entbehrungen in Kauf zu nehmen. Kinder zu haben, dass ist unsere Bestimmung, dafür sind wir auf diesem Planeten! Geld zu verdienen, Urlaub zu machen oder sich das neueste iPhone zu kaufen, dass sind nur Instrumente oder Mittel um ein bisschen mehr (oder weniger) glücklich zu sein! Aber Kinder zu haben, dass macht einen Menschen erst richtig glücklich!!!!!!

      Wenn du dann noch überlegst, dass es Familien gibt die verzweifelt versuchen Kinder zu bekommen und aus welchen Gründen auch immer es nicht schaffen, so könnt ihr - und jedes andere Elternpaar mit gesunden Kindern - euch glücklich schätzen das die Natur euch dieses Wunder schenkt!
      Also bitte, triff diese Entscheidung mit deinem Mann und deiner Familie zusammen. Niemand wird dir diese Entscheidung sonst abnehmen können. Und zur Schweiz, nun ja, gekündigt werden kannst du hier wegen weitaus belangloseren Dingen und warum nicht a) das Risiko eingehen und erstmal von einem Gehalt leben oder b) ggf. zu einem späteren Zeitpunkt herkommen. Gut qualifizierte Menschen (aus der EU) haben es aller Voraussicht nach auch in Zukunft nicht schwer in die Schweiz zu kommen.

      Viel Glück bei Eurer Entscheidung.

      Robert
    • Hallo Robert :) Ich habe Deine ausführlichen Zeilen mit "gefällt mir" angeklickt, weil ich Dir in einigen Aussagen grundlegend sehr zustimme. Andererseits nutzt Du Worte wie "Kindesmord" und reklamierst, dass sich Elfi in einer ersten Phase des Schockzustands an das Forum hier gerichtet hat; der ungebremste Druck im Kopf über die Existenz suggerierte akuten Handlungsbedarf. Wildfremde Menschen auf einer anonymen Ebene nach ihrer Meinung zu fragen ist manchmal informativer, als den eigenen Freundeskreis zu befragen; weil da existieren überschneidende Interessenlagen.

      Dein Beispiel mit den Großeltern finde ich gut. Als ich Elfis Zeilen gelesen habe, da dachte ich beim Stichwort Komfortzone an eine Frau in einem syrisch-libanesischen Flüchtlingslager, mit rationiertem Wasser, Nahrungsmangel, Nachtfrost, keinem Strom, Religionsbekloppten auf Rekrutierungs-Rundgang und keine medizinische Versorgung. @Elfi, freue Dich auf das Erlebnis Mutter zu werden und alles andere erscheint im Schatten dieses Ereignisses wie Beiwerk; aber es ist dennoch gut, auch sachlich die existenziellen Fragen für Dich und für Dein künftiges Kind "abzuklopfen"

      RobLenaHH2016 schrieb:

      Aber Kinder zu haben, dass macht einen Menschen erst richtig glücklich!!!!!!

      Robert, da nehme ich Dich in meiner Zukunft beim Wort. :P
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      Manchmal fährt der falsche Zug an den richtigen Ort.
    • Respekt Amadeus..Du triffst den Nagel auf den Kopf.Sehe ich sehr änlich.Man kann auch ohne Kinder richtig! glücklich sein.Wenn ich es auch recht schwierig finde...in einem doch sehr fremden Forum um so eine Antwort zu fragen.
      Sachlich kann man an so eine Frage eher nicht wirklich rangehen..aber der Versuch ist es wohl wert.
      Also weiterhin viel Erfolg.
      Honigbiene
    • Ich kann Elfi ehrlich gesagt verstehen, sich mit dieser doch sehr persönlichen Angelegenheit ans Forum zu wenden. Nur hatte der Gedanke die Schwangerschaft abzubrechen hier wirklich nichts zu suchen, da gebe ich Robert Recht.
      Trotzdem denke ich konnten gerade diejenigen Elfi Kraft geben sich mit der neuen Situation auseinander zu setzen und ihre Verzweiflung dämpfen, die sich in der Materie bestens auskennen. Auch in Hinblick auf die Zukunft der kleinen Familie in der Schweiz.

      Übrigens ich war auch kein Wunschkind. Hätte ich als Embryo gewusst, was mich im Leben alles erwartet, hätte ich mich wahrscheinlich nicht so fest geklammert ;) Heute kann ich behaupten, vielleicht auch meine Eltern, es war gut so. Wahrscheinlich bin ich deshalb so eine Kämpfernatur geworden.

      In diesem Sinne wünsche ich Elfi nun erst einmal einen guten Start in der Schweiz, denn der 1. Arbeitstag rückt in die Nähe :CH:
      Alles Glück der Welt
      Anja
    • AnjaB schrieb:

      Nur hatte der Gedanke die Schwangerschaft abzubrechen hier wirklich nichts zu suchen,
      ist aber legitim im Sinne des Selbstschutzes und warum sollte man da nicht ein anonymes Umfeld vorab befragen? Eine kollektive Frage. In diesem Zusammenhang allerdings, "schnödes" Wechseln eines Land, eher ein klares Indiz für Verzweiflung im Schockzustand.

      @Anja: Du warst kein Wunschkind? =O So sanft und mitfühlend wie Du hier immer schreibst dachte ich bisher, Du bist ein Mensch der vom ersten Tag der Geburt bis zum Auszug aus dem Elternhaus tagtäglich "abgeschmusst" und "abgebusselt" wurde. *lach* ^^
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      Manchmal fährt der falsche Zug an den richtigen Ort.