60 Tage Regelung, Homeoffice

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    • 60 Tage Regelung, Homeoffice

      Meine Situation

      Ich bin Deutscher, wohne in Würzburg/Deutschland.

      Ich arbeite 5 Tage per Woche im Kanton Thurgau/Schweiz.

      Ich reise Montagmorgen von Würzburg nach Thurgau und Freitagabend zurück.

      = 4 Nichtrückkehrtage/Woche

      Ich habe mehr als 60 Nichtrückkehrtage/Jahr nach Würzburg.

      Ich habe einen Schweizer AusländerAusweis Grenzgängerbewillung G.

      Ich habe eine gemietete Wohnung im Kanton Thurgau.

      Ich habe eine Wohnsitzbestätigung der Gemeinde im Kanton Thurgau.

      Ich habe eine Bescheinigung der Gemeinde im Kanton Thurgau, dass Quellensteuer vollständig vom Kanton Thurgau eingezogen wird.

      Ich habe eine Sozialversicherungs AHV Nr in der Schweiz. = Sozialversicherung

      Ich habe eine Pensionskassen Nr in der Schweiz. = Rente

      Ich habe mich für eine Krankenkasse in Deutschland entschieden.

      Oben beschriebenes alles OK für mich.


      Jetzt das NEUE für mich. Mein Arbeitgeber in der Schweiz bietet mir für die Zukunft an auch mal homeoffice in Würzburg/Deutschland zu machen. Vielleicht 1 Tag in der Woche oder 3 Tage im Monat.

      Was gilt es zu beachten?

      Bei wieviel Tagen homeoffice per Monat wird ein „Wert“ überschritten bei dem sich etwas ändert, bei dem ich etwas anders zu machen habe als bisher in Bezug auf Steuern, Sozialversicherung oder xxxxx ?
    • Das Einkommen ist an dem Ort zu versteuern an dem es erzielt wird. Damit ist ein Home-Office wohl sehr schädlich, da es die Steuerpflicht für diese Tage nach Deutschland verlagert. Ich habe bei einem kurzen Check keine "Freigrenze" gefunden, in meiner ehemaligen Wohnregion (Deutschland/Luxemburg) waren es 12 Tage im Jahre (runtergerechnet auch Stunden) bevor eine Steuerpflicht in Deutschland entstand (im DBA Deu-Lux gibt es keine "Quellensteuer", aber das Verfahren ist analog). Die Finanzämter (ganz besonders das in Trier) "jagen" mit einer eigenen Abteilung die Grenzgänger die auch mal von zu Hause arbeiten und prüfen die Dokumentation penibel. D.h. um eine Rücksprache mit Deinem Wohnsitz-FA kommst Du nicht rum, wenn Du nicht Gefahr erheblicher Probleme laufen willst.

      PS: Für den AG wichtig: Hat er mehrere MA die aus einem Homeoffice in Deutschland arbeiten können läuft er u.U. Gefahr dass in Deutschland eine Betriebsstätte angenommen wird. Im Rahmen der Verhandlungen der OECD zur Besteuerung der Unternehmen werden diese Punkte immer wichtiger.

      (Konkreter Fall bei mir vor 3 Monaten: Selbst ein Teamleiter beim kantonalen Finanzamt aus LU war auch sehr verwundert als im Rahmen einer Anfrage festgestellt wurde, dass bereits die Anmietung eines Servers in der Schweiz für ein 100% luxemburgisches Unternehmen aus fiskalischer Sicht die Gründung einer Betriebsstätte bedeutet.)
    • Neu

      Man muss bei Homeoffice aus D für CH unterscheiden, zwischen Sozialversicherungspflicht und Steuerpflicht. Während die Steuerpflicht andere Randbedingungen hat, geregelt im DBA, ist es bei der Sozialversicherungspflicht anders. Grenzgänger dürfen maximal 25% ihrer Tätigkeit im Home Office arbeiten. Wurde gerade erst wieder bei uns in einem HR Rundschreiben angemahnt. Zusätzlich ist zu beachten was Markus schon geschrieben hat, dass eine Betriebsstätte deiner Firma auf deutscher Seite notwendig ist/sein kann. Gerade wenn der MA auch noch einen Firmenwagen hat, der steuerlich für den MA nach D zolltechnisch eingeführt werden muss, ist die Betriebsstätte obligatorisch nach Aussage unserer Finanz.