Führerschein umschreiben

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    • Führerschein umschreiben

      Hallo,

      ich habe mal eine Frage zu dem Thema Führerschein: ich habe den ganz normalen deutschen Führerschein für die B-Klasse (habe den Führerschein seit Juni 2017).
      Mein Auto werde ich leider nicht mit in die Schweiz nehmen können, da noch eine Finanzierung läuft (habe ich alles in den letzten Wochen schon geklärt..das läuft auf meine Eltern und das Auto wird einfach auf meinen Vater zugelassen werden).
      Somit gehe ich ohne Auto in die Schweiz. Muss ich meinen deutschen Führerschein denn nun bei 1. Wohnsitz Basel auch umschreiben lassen? Evtl. fahre ich ja mal das Auto eines Schweizer Freundes etc..
      Vermutlich ja oder?
      Die Dokumente hierfür habe ich bereits bei der Kantonspolizei gefunden, mir ist eben nur nicht klar, ob ich einen Führerschein immer ummelden muss oder nicht?

      Danke für Eure Hilfe :)

      Caroline

      P.S. Falls diese Frage schon gestellt wurde dürft ihr mir gerne sagen wo ich die Antwort finde. Ich habe zwar vieles gefunden aber das nicht...
    • Hallo Caroline,

      willkommen im Forum und herzlichen Glückwunsch zur neuen Stelle. Ich bin mir sicher, dass dir Basel gefallen wird!

      Zum Thema Führerschein umschreiben: du musst den Führerschein nicht umschreiben lassen, aber es würde sich anbieten. Die Umschreibung geht relativ problemlos.
      Wichtig: du darfst dann "dein" deutsches Auto nicht mehr in der Schweiz fahren mit dem Schweizer Führerausweis. Es geht hierbei um steuerliche Aspekte, und das kann sehr schnell teuer werden.
      Falls du den Wagen eines Freundes mit Schweizer Kennzeichen in der Schweiz fahren möchtest, bietet es sich an den Führerschein umschreiben zu lassen.


      VG basileus
    • Hallo Caroline

      Wichtig wäre noch zu wissen, dass wenn du den Führerschein nicht umschreibst, dieser seine Gültigkeit in der Schweiz verliert. Sprich wenn dir in ein paar Jahren in den Sinn kommt doch ein Auto in der Schweiz zu fahren, der Führerschein keine Gültigkeit mehr in der Schweiz besitzt und nur noch mit viel guten Willen der Schweizer Behörden umgeschrieben werden kann. Im schlimmsten Fall müsstest du diesen dann neu machen.

      Schöne Grüsse
      Maik
    • Ich habe meinen Führerschein nicht umgeschrieben und kam nach 3 Jahren in eine Verkehrskontrolle. Die Polizisten haben mich dann gebeten zum OCN in Fribourg zu fahren und einen Wechsel zu veranlassen (Zitat: lassen sie sich nicht erwischen). Eine Strafe gab es keine.

      Beim OCN musste ich dann eine sog. Kontrollfahrt machen. Direkt ohne Anmeldung. 10 Minuten später ging es los. Das ist sowas wie eine vereinfachte praktische Fahrprüfung. Übrigens nur mit dem privat PKW ohne Anhänger und alles. Da wir nicht eingeparkt oder irgendwas kompliziertes gemacht. Anweisung des Experten (so nennen die sich hier) war: fahren sie nach Düdingen und zurück. Habe ich gemacht und war kein Problem. Sein Fazit: ich kann fahren, aber soll mir den deutlichen Schulterblick wieder angewöhnen, beide Hände oben am Lenkrad halten und bei 50 km/h nicht 52 km/h fahren. Gut, waren dann beide happy - ich durfte den Lappen beantragen und er hat mich belehrt. Der „Führerausweis“ (jaja, so heisst der) war ein paar Tage später in der Post. Bei mir war das also halb so wild mit dem nicht umschreiben. Kostete nichtmal einen Franken mehr. Musste nur den Führerschein bezahlen. Sollte man natürlich dennoch nicht nachmachen. Aber ich wusste es damals wirklich nicht und das hat man mir offenbar geglaubt. War dann alles extrem kulant.
    • Hoi Caro 90

      mach das von Jan82 bitte nicht nach... man kann auch ganz fies Pech haben und dann kostet es heftig Strafe.

      Du darfst deinen deutschen Führerschein noch ein Jahr behalten - da du aber kein eigenes Auto hier hast, ist das eigentlich nicht relevant.

      Und um auf der sicheren Seite zu sein, schreibe doch den Führerschein dann gleich um und dann kannst du auch ohne Probleme ein Auto eines Freundes "ausfahren"

      Während du für den Neuantrag den deutschen Führerschein einschicken musst, ausserdem einen Sehtest machen musst kannst du aber trotzdem während dieser Zeit Auto fahren wenn du die Kopien des Antrages dabei hast. Die Kosten für den Führerausweis liegen bei 60-80 CHF und der Sehtest kosten zwischen 15 und 25 CHF.

      Liebe Grüsse
      Kerstin
    • Maik schrieb:

      Wichtig wäre noch zu wissen, dass wenn du den Führerschein nicht umschreibst, dieser seine Gültigkeit in der Schweiz verliert
      Ich verweise hier mal auf den sehr guten Artikel vom Schweiz-Handbuch eines namentlich nicht erwähnten Autors: hier ;)
      Dort ist eigentlich fast alles beschrieben. Falls man von der Schweiz nach Deutschland zurückzieht, hat man übrigens nur ein halbes Jahr Zeit, den Führerausweis wieder in einen deutschen Führerschein umzuschreiben.

      Kerstin schrieb:

      mach das von Jan82 bitte nicht nach... man kann auch ganz fies Pech haben und dann kostet es heftig Strafe.
      Die Aussage von Kerstin ist wichtig! Ich denke bei Jan lag es am Umstand, dass er in der Suisse Romande gelebt hat (also im französischsprachigen Teil der Schweiz). Dort fahren die Einwohner auch gerne etwas schneller (die hohen Strafen für zu schnelles Fahren sind dieselben) und sind nicht so borniert wie in der Deutsch-Schweiz. Der Röstigraben lässt grüssen...

      Damit du ein Gefühl für die Höhe der Strafe bekommst: ein Freund von mir ist vor Jahren mit dem deutschen Auto seiner Mutter in St. Margarethen in die Schweiz gereist (da hat er schon ein paar Jahre hier gewohnt). Er wusste das damals nicht mit Schweizer Führerausweis und dem deutschen Kennzeichen. Die Zöllner haben ihn angehalten und es hätte ihn CHF 2'500 Strafe gekostet. Zum Glück ist er gut im Improvisieren und durch ein Telefonat mit der Mutter haben die Schweizer auf die Strafe verzichtet. Das war aber auch nur guter Wille der Zöllner.


      Kerstin schrieb:

      kannst du aber trotzdem während dieser Zeit Auto fahren wenn du die Kopien des Antrages dabei hast
      Wichtig dabei: mit der Kopie darfst du in der Schweiz fahren, nicht aber nach Deutschland. Gerade in Basel eine Erwähnung wert.


      VG basileus
    • Ich habe ja selber geschrieben, dass ich es nicht empfehlen würde, aber das ist offenbar nicht nur im Welschland so:

      tagesanzeiger.ch/zuerich/regio…ein-wollen/story/31687135

      Ohne den Fall zu kennen vermute ich, dass die 2500 CHF „Strafe“ die Zollabwicklung des Deutschen Fahrzeugs beinhalteten (das Ermessen der Zöllner wäre hier theoretisch 0).

      Die Strafen sind hier höher, keine Frage. Das höchste was ich aber bisher zahlen musste waren 100 CHF für das falsche Einspuren (Einordnen) an einer Kreuzung in Genf (kam ne 4 Wochen später per Post, ich habe es nicht gemerkt). Gesamthaft habe ich wahrscheinlich 200 CHF gezahlt. Und das im nun 14. Jahr Schweiz mit 50-60tkm pro Jahr, wovon etwa 20tkm in der Schweiz anfallen. Man sollte sich tunlichst an die Gesetze halten - als Ausländer im Gastland noch mehr. Und wenn Fehler passieren, steht man dafür ein, zahlt die Strafe und macht es nächstes mal besser. Und wer das versucht wird auch in der Schweiz nicht von Bussgeld zu Bussgeld laufen.

      Habt da also keine Angst, wenn ihr von irgendwelchen hohen Strafen hört. Haltet euch euch an die Regeln so gut ihr könnt und informiert euch (wir hier geschehen).

      Denn Unwissenheit... Ihr wisst schon...
    • jan82 schrieb:

      tagesanzeiger.ch/zuerich/regio…ein-wollen/story/31687135
      Der Artikel ist echt interessant! Da drückt das Berner Verkehrsamt ein Auge zu und verlangt nur eine Kontrollfahrt, und dann klagt ein Düütscher gegen den Kanton.
      Sorry, da fehlt mir jegliches Verständnis! Er sollte lieber froh sein, dass ihn die Schweizer nicht nachträglich für Fahren ohne Fahrerlaubnis belangt haben.

      jan82 schrieb:

      Ohne den Fall zu kennen vermute ich, dass die 2500 CHF „Strafe“ die Zollabwicklung des Deutschen Fahrzeugs beinhalteten
      Das ist vermutlich richtig. Wie gesagt, er musste zum Glück ja nichts bezahlen. Allerdings musste er das Auto dort stehenlassen und von einem Familienmitglied wieder abholen lassen.

      jan82 schrieb:

      Man sollte sich tunlichst an die Gesetze halten
      Das definitiv. Es hat aus meiner Sicht aber auch etwas Gutes: es geht entspannter zu auf den Autobahnen. Aktionen wie in Deutschland, wo man mit selber schon 10km/h über der erlaubten Höchstgeschwindigkeit fährt, dann aber trotzdem noch von zwei anderen Autos mit 30 oder 40km/h mehr überholt wird, gibt es hier sehr selten.
      Wie hat mal ein Bekannter so schön gesagt: in der Schweiz darf jeder so schnell fahren, wie sein Geldbeutel es erlaubt.


      VG basileus
    • Mein damaliger Nachbar hat mir das so erklärt: “AutoBAHNfahren in der Schweiz ist wie BAHNfahren in Deutschland. Komplett das selbe. Wenn man schneller ankommen will, zahlt man in beiden Ländern einen Zuschlag. In Deutschland nennen sie das einfach anders: ICE Zuschlag. Und klar: in Deutschland ist das wieder günstiger.“

      so wahr...

      PS: Die meisten werden es kennen, aber hier sind ja auch viele neu zuwandernde:
    • Hallo ihr Lieben,

      vielen vielen Dank für Eure Hilfe und die ganzen Ratschläge und Antworten dazu.
      Nachdem ich ja wirklich erst einmal länger in Basel bin und mir auch vorstellen kann evtl. dort zu bleiben, schreibe ich den Führerschein einfach um, sobald ich mich ein bisschen eingelebt habe. Je nachdem fahre ich ja wirklich mal das Auto eines Freundes oder so..

      Viele Grüße,

      Caroline
    • nochmal eine Anmerkung: Dürfte ich mit einem CH-Führerschein in Deutschland ein Auto mit deutschem Kennzeichen (auf meinen Vater zugelassen) alleine fahren? Ich würde das Auto eigentlich gerne zum Fahren in die Heimat oder in Deutschland noch nutzen und habe einen Tiefgaragenstellplatz in Weil am Rhein in Aussicht ;)
      Gibt das Probleme?
    • Lieber @Maik - zu deiner Tabelle hätte ich noch folgende Frage, wie in diesem Thread gestellt wurde: auswandern-schweiz.net/forum/i…%C3%9Cberblick/#post11583

      Wie siehst Du das? Geht das mit D-Kennzeichen und D-Wohnsitz aber noch mit CH-FS nach CH zu fahren ohne Probleme? (kein CH-Wohnsitz!), wäre mal interessant zu wissen ob ein CH-Führerschein in so einem Fall noch seine Gültigkeit in der Schweiz hat wenn man dort nicht mehr seinen Wohnsitz hat? :rolleyes:

      Danke vorab.
    • Hallo marcpexl

      Gute Frage. Da kein Wohnsitz in der Schweiz vorliegt würde ich sagen, dass es gehen sollte. 100% sicher bin ich mir aber nicht. Zur Sicherheit würde ich dir raten eine kurze Mail an den Schweizer Zoll zu schicken, dann bist du dir ganz sicher.

      Schöne Grüsse
      Maik
    • Nein, es geht nicht. Bei Adressänderung ist man verpflichtet diese innert 14 Tagen dem kantonalen Strassenverkehrsamt zu melden.

      Hier kommt nun eine Besonderheit: Seit Einführung der Führerausweise im Kreditkartenformat erfolgt die Adressänderung beim Strassenverkehrsamt über die Änderungsanzeige bei der Gemeinde. Wer sich also auf einer neuen Gemeinde anmeldet, muss sich um die Weitergabe an das Strassenverkehrsamt nicht kümmern.

      Nachzulesen hier: ch.ch/de/auto-fuhrerausweis-und-umzug/

      "Wenn Sie umziehen, müssen Sie beim Strassenverkehrsamt Ihres Kantons die neue Adresse im Führerausweis anpassen lassen. Die Adressänderung muss innerhalb von 14 Tagen vorgenommen werden. Ziehen Sie innerhalb des Kantons um, dürfen Sie das Nummernschild behalten.

      • Sie besitzen bereits einen neuen Führerausweis im Kreditkartenformat? Dann kann die neue Adresse telefonisch oder schriftlich dem zuständigen Strassenverkehrsamt gemeldet werden."


      Beim Umzug ins Ausland liegt ein Adresswechsel sicherlich vor, insofern würde hier mindestens ein Meldevergehen zu büssen sein.
    • Ehhhm, Markus, Du widersprichst Dich selber in Deinem Post. Als ich Mitte letztes Jahr umgezogen bin, ging das nicht über die Gemeinde einfach so, wir in Deinem zweiten Absatz beschrieben. Sondern ich musste proaktiv zum Strassenverkehrsamt, allerdings nicht persönlich, wie in Deinem Zitat beschrieben.

      In Zürich geht das ganz einfach und unkompliziert über das Internet:
      stva.zh.ch/internet/sicherheit…aw/AWumzug/AWumzugZH.html

      Gruss
    • Oh ja, ich habe meine "Quellen" vermischt... :huh:

      Im Kanton Aargau muss man sich nur auf der Gemeinde melden, die leiten das dann an das Strassenverkehrsamt weiter.


      Adressänderung (unbedingt vorher der Wohnsitzgemeinde melden)BetrifftBenötigte Dokumente

      Führerausweis im Kreditkartenformat
      • Keine, nur bei der neuen Wohnsitzgemeinde mitteilen. Die Adressänderung wird uns danach automatisch von Ihrer Wohnsitzgemeinde mitgeteilt.



      Aber vom Grundsatz bleibt es für diesen Fall hier dabei, dass die Benützung eines schweizerischen Führerausweises ohne vorherige Änderung der Adresse nicht möglich ist. Und da die Adressänderung einen Umzug ins Ausland beinhaltet, dürfte eine Umschreibung hier notwendig werden.