Rente von der Schweiz & Deutschland beziehen?

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    • Rente von der Schweiz & Deutschland beziehen?

      Hi Zusammen,

      Mich würde mal interessieren wie das ganze mit der Rente in der Schweiz aussieht und zwar wenn man mehrere Jahre in Deutschland gelebt und gearbeitet hat und für eine gewisse Zeit in der Schweiz lebt und dort arbeitet und irgendwann wieder nach Deutschland zurückkehrt kann man die Rente von der Schweiz als auch diese von Deutschland bekommen da man eine gewisse Zeit in beiden Ländern gelebt und gearbeitet hat oder kann man die Zeit wo man in Deutschland gearbeitet in der Schweiz anrechnen lassen um die Rente von der Schweiz in Deutschland zu bekommen?

      Da die Rente in der Schweiz wahrscheinlich ja bedeutend höher sein wird als diese in Deutschland oder?

      Wie sieht es aus wenn man für immer in der Schweiz Arbeiten und Leben möchte kann man sich die Zeit wo man in Deutschland in die Rentenkasse einezahlt hat in der Schweiz auf dass Rentensystem anberechnen lassen oder wie dass genau heißt?
    • Du kriegst für jedes Land, in dem du einen Rentenanspruch hast, eine Rente aus diesem Land. Abgerechnet wird da nichts. Da kann sich aber in den nächsten Jahren noch viel ändert.
      Bei mir sind es bis heute vier Länder. In der Schweiz hast du einen Anspruch nach mindestens einem Jahr Arbeit.
    • Und auf jeden Fall sollte man privat auch vorsorgen, also Geld sparen und irgendwie angelegen, also Aktien, ETF etc. Und bevor jetzt das Argument kommt, dass Aktien und Fonds per se unsicher sind, die privaten Rentenversicherungen machen auch nichts anderes, ziehen aber ihre eigenen Verwaltungskosten und Gewinne ab.
    • Was kann man denn eigentlich generell machen damit man später abgesichert ist wenn man mal in Rente geht damit man zusätzliche einnahmen hat?

      Derzeit Lebe ich in Deutschland noch es war aber die Überlegung da nächstes Jahr für eine gewisse Zeit in der Schweiz Leben und dort zu Arbeiten zwischen 1 - 3 Jahre vielleicht auch für längere Zeit dass weiß ich jetzt noch nicht wollte mich aber mal erkundigen im voraus.

      Da ich auf Immobilien kein wirklichen Wert lege und auch vielleicht in betracht ziehe in denn nächsten Jahren komplett ins Ausland auszuwandern wollte ich mich mal erkundigen ob ich in der Schweiz für immer bleiben würde oder es mich wo anders hinzieht oder irgendwann wieder nach Deutschland dass weiß ich jetzt noch nicht.

      Wenn ich eine gewisse Zeit in der Schweiz arbeite und dort Lebe und in die Rente irgendwann gehe kann man mit der Rente aus der Schweiz besser Leben in Deutschland als wie mit der Rente wo man in Deutschland bekommt?

      Da ja die Rente in Schweizerfranken ja mehr sein müsste die man aus der Schweiz ausbezahlt bekommt oder?
    • Deine Frage kann wohl generell so niemand beantworten. Ein guter Treuhänder macht dir aber gerne eine Vorsorgeplanung. Ich habe mir auch ein Vorsorgekonzept samt Steuerkonzept erstellen lassen, welches der Treuhänder mir jährlich aktualisiert. Das ist aber recht komplex und natürlich nicht gratis.

      Generell verdient man in der CH eher mehr und bekommt dann auch mehr Rente. Ähnlich wie in Deutschland bekommst du auch in der Schweiz eine jährliche Bescheinigung der Pensionskassenbeiträge. Auf diesem steht auch die erwartete Rente aus der 2. Säule. Den Auszug des IK (individuelles Konto) kannst du bei der Ausgleichskasse einholen. Daraus jagst du die Rente der 1. Säule berechnen (der IK Auszug ist gratis und damit sparst du Dir ein paar Franken).
    • Vielen Dank für die Antwort, Bezüglich des Vorsorgeplans macht dieses Sinn in Deutschland zu machen oder lieber warten bis ich wirklich dann in die Schweiz gehen würde?

      Da ich mittlerweile schon 29 bin wollte ich jetzt schon was machen dass wenn ich in Rente mal gehe noch zusätzliches einkommen da ist und in der Schweiz würde man wahrscheinlich auch mehr dann raus bekommen als wie in Deutschland?

      Werde mich aber mal Erkundundigen dies bezüglich nochmal in Ruhe danke dir :)
    • Investiere erst in einen Plan, wenn du in festen Verhältnissen lebst. Jede Strategieänderung kostet die Berater viel Arbeit und dich damit Geld. In der Schweiz kannst du dann mit einer Säule 3a starten und doch Jahre später beginnen deine PK Lücke zu schliessen (Frist Kanton Bern). Das ist schonmal ein Anfang.
    • Ich wollte heute eigentlich empfehlen jeden Monat etwas Geld zurückzulegen und in einen Fond- oder ETF-Sparplan zu investieren, um sich dann in 20-30 Jahren über den stetigen Zuwachs zu freuen, aber ich muss feststellen dass solche Sparpläne in der Schweiz offenbar nicht so bekannt sind und offenbar horrende Gebühren kosten würden.
    • jan82 schrieb:

      Schau mal bei Swissquote. Bin wegen der Gebühren zu denen gewechselt und das geht so halbwegs.
      Danke, das schaue ich mir mal an.
      Im Moment tendiere ich eher dazu meine Sparpläne in Deutschland einfach weiter laufen zu lassen und und 1-2mal im Jahr mein jetziges Girokonto mit einem grösserem Betrag aufzufüllen. Oder sprechen da irgendwelche steuerlichen Gründe dagegen?
    • jan82 schrieb:

      Schau mal bei Swissquote. Bin wegen der Gebühren zu denen gewechselt und das geht so halbwegs.
      Ich würde eher DEGIRO oder Interactive Brokers empfehlen. DEGIRO ist günstiger als Swissqoute, hat aber wohl eine Lizenz aus den Niederlanden. DEGIRO hat keine Grundgebühr
      Aus meiner Sicht am besten ist aber Interactive Brokers (IB). Swissquote / Cornertrader / DEGIRO und Co. lassen sich Käufe/Verkäufe in Fremdwährungen (z.B. ETFs in Euro) teuer bezahlen. Und das Handeln an der SIX (Schweizer Börse) ist oft teurer, wegen der kleineren Volumina.

      Mit IB kann man weltweit handeln und bekommt echte Wechselkurse für Fremdwährungen. Also kein Aufschlag, und eine Transaktion zum Wechseln kostet 2$ (egal wie viel man wechselt).

      fillg1 schrieb:

      Oder sprechen da irgendwelche steuerlichen Gründe dagegen?
      Steuerlich spricht da nichts dagegen, bis auf das von Jan schon erwähnte DA-1 Formular. Allerdings musst du schauen, wie du deine Schweizer Franken in Euro tauscht. Wenn du es direkt über die Bank machst, bekommst du oft schlechtere Wechselkurse. Das Thema hatten wir aber schon mal hier im Forum.


      VG basileus
    • Swissquote ist halt so "halb" online und "halb" offline. Ich kaufe mir jeden morgen mein Brötchen neben ihrem Büro - deshalb bin ich da wohl etwas "vorbelastet". Auf jeden Fall haben Sie (abgesehen von US-Anleihen) damals mein gesamtes Portfolio von unterschiedlichen Banken und aus unterschiedlichen Ländern gratis zusammengeführt. Ohne Gebühren und Aufwand habe ich da von heute auf morgen erheblich gespart. Musste nur ein paar Formulare ausfüllen. Aber ich werde mir IB mal anschauen - die kenne ich noch nicht.
    • Ab 100k USD Depotwert ist IB kostenlos, sonst sind es 10USD pro Monat. Die Gebühren für den Kauf von Aktien/ETFs und Wechselgebühren werden aber davon abgezogen.
      IB ist zudem der einzige Depotanbieter, bei dem man noch US-Fonds kaufen kann. DEGIRO und Swissquote bieten diese nicht mehr an. Die US-Fonds haben deutlich niedrigere TERs.
    • fillg1 schrieb:

      Und auf jeden Fall sollte man privat auch vorsorgen, also Geld sparen und irgendwie angelegen, also Aktien, ETF etc. Und bevor jetzt das Argument kommt, dass Aktien und Fonds per se unsicher sind, die privaten Rentenversicherungen machen auch nichts anderes, ziehen aber ihre eigenen Verwaltungskosten und Gewinne ab.
      Das stimmt so pauschal definitiv nicht.
      Akten bzw. ETF machen bei klassischen Rentenversicherungen nur einen sehr kleinen Anteil am Portfolio aus. Oft allein schon aus regulatorischen Gründen, weil eben keine riskanten Anlageklassen gewählt werden dürfen (oder nur zu einem geringen Anteil).
      Und ja, Versicherungen ziehen natürlich ihre Kosten ab - aber sie versichern eben auch dein Langlebigkeitsrisiko. Angenommen du hast zum Renteneintritt ein Vermögen in deinem Depot und entnimmst jeden Monat x Euro. Dann ist das Geld irgendwann aufgebraucht, aber du lebst noch ;)
      Eine Versicherung (mit entsprechendem Vertrag) zahlt dann trotzdem deine Rente weiter.
    • lieberjott schrieb:

      Das stimmt so pauschal definitiv nicht.Akten bzw. ETF machen bei klassischen Rentenversicherungen nur einen sehr kleinen Anteil am Portfolio aus. Oft allein schon aus regulatorischen Gründen, weil eben keine riskanten Anlageklassen gewählt werden dürfen (oder nur zu einem geringen Anteil).
      Und ja, Versicherungen ziehen natürlich ihre Kosten ab - aber sie versichern eben auch dein Langlebigkeitsrisiko. Angenommen du hast zum Renteneintritt ein Vermögen in deinem Depot und entnimmst jeden Monat x Euro. Dann ist das Geld irgendwann aufgebraucht, aber du lebst noch ;)
      Eine Versicherung (mit entsprechendem Vertrag) zahlt dann trotzdem deine Rente weiter.
      Ich bezog mich da eher auf das Thema Aktien als solches, viele die sich nicht damit auskennen, wollen damit nix zutun haben weil sie das für Zockerei udn aus Prinzip nichts damit zu tun haben wollen.

      Einen klassischen Onlinebroker suche ich eigentlich nicht, ich bin da mehr der buy & forget & hold Typ ;-). Ich suche eher eine Bank wo man günstig monatliche Fond-Sparpläne haben kann und die habe ich in der Schweiz noch nicht so gefunden.
    • Cena90 schrieb:

      Wie sieht es aus wenn man für immer in der Schweiz Arbeiten und Leben möchte kann man sich die Zeit wo man in Deutschland in die Rentenkasse einezahlt hat in der Schweiz auf dass Rentensystem anberechnen lassen oder wie dass genau heißt?
      Das geht leider nicht. Bei meiner Auswanderung in die Schweiz hatte ich auch diesen Plan. Ich habe mein privates Versorgungswerk in Deutschland angefragt ob sie mir meine gezahlten Beiträge auszahlen und ich diese in meine Schweizer Vorsorge einbezahlen kann?

      Antwort: Nein! Geht nicht!
      Der Grund liegt darin, dass Du im Alter ein Sozialfall werden könntest und nach Deutschland zurück kehrst. In diesem Fall werden dann für Deinen Unterhalt die Beiträge herangezogen.

      Dies gilt auch umgekehrt mit den in der Schweiz gezahlten AHV Beiträgen. Man hat nach dem Verlassen der Schweiz nur Anspruch auf Teilrente entsprechend der eingezahlten Beiträge.

      Anders verhält es sich mit den Beiträgen der Pensionskasse (2. Säule). Diese kann man sich wenn man die Schweiz verlässt voll ausbezahlen lassen.

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