Jobsuche - so langsam aber sicher verzweifelt .. :(

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    • Jobsuche - so langsam aber sicher verzweifelt .. :(

      Hoi ihr lieben :)

      Ich (Deutsche) habe mich eben hier registriert und hoffe auf ein paar wertvolle Tipps. Im Forum habe ich öfters schon still mitgelesen und leider schon 1-2 Leute entdeckt, denen es ähnlich ging.
      Anfangs muss ich sagen, war die Euphorie recht gross in die Schweiz zu ziehen, allerdings weicht diese so langsam der immer grösser werdenden Verzweiflung, weil ich seit 4 Monaten mich im Raum Bern, Thun bewerbe und kaum Rückmeldung in Form von Vorstellungsgesprächen erhalte. Ich hoffe bisschen auf Gleichgesinnte, die gerade das gleiche erleben oder schon erlebt haben, auf wertvolle Tipps was ich noch besser machen kann und schreibe vielleicht auch kurz etwas zu mir und warum es mich nach Thun zieht:

      Mein Freund (Schweizer) wohnt 5 Minuten von Thun, von Anfang an ist zwischen uns eine absolute Harmonie, das Heiraten war auch schon ein Thema zwischen uns. Mit dem Töff geniessen wir im Sommer die Schweizer Alpen und auch vor seiner Zeit hatte ich bereits 2-3 Freunde im Berner Raum und daher absolut keine Probleme Berndeutsch zu verstehen, egal ob es der Dialekt in Burgdorf ist oder Richtung Thun, Adelboden runter. Vielleicht ist es auch glücklich, dass mein badischer Dialekt relativ ähnlich ist. Da ich ein kleiner Schweiz-Fan bin und mich schon viel mit der Schweiz beschäftigt habe, sei es landschaftlich oder kulturell war es für uns beide relativ schnell klar, dass ich zu ihm ziehen werde. Insbesondere die Entfernung (eine Strecke 250 Km) zwischen uns zerrt so langsam wirklich an der Psyche und den Nerven ;(

      Mittlerweile habe ich knapp 20 Bewerbungen geschrieben und erst ein Vorstellungsgespräch gehabt, welches auch bis zum Zweitgespräch geführt hat (die Stelle war in der Lohnadministration).
      Die Bewerbungen sind alle im Bereich HR (Personalabteilung), da ich bisher immer in dem Bereich gearbeitet habe. Von Gehaltsabrechnung, über Personalentwicklung, zur Vertrags- und Zeugnisausstellung, zum Bewerbermanagement und der einfachen Personaladministration habe ich schon alles gemacht. Meine Ausbildung habe ich zur Bürokauffrau absolviert und in der Abendschule mein Fachabi nachgeholt. Ein Fernstudium BWL - Personalmanagement hatte ich auch angefangen allerdings war das aufgrund des Lernstils ohne jegliche Präsenzphasen absolut nicht meins. Mir ist bewusst, dass ich vom Schweizer Arbeitsrecht und Sozialversicherungsrecht nicht allzu tief drin bin, deshalb habe ich im Anschreiben auch stehen, dass ich gerne an der Wirtschaftsschule in Thun eine Weiterbildung zur Sachbearbeiterin Personalwesen absolvieren würde. Im Internet habe ich mich bereits etwas schlau gelesen, was für Abzüge anfallen, wie sich die Quellensteuer, Ausgleichskasse, Pensionskasse etc verhält, aber ja..

      So langsam bin ich wirklich etwas verzweifelt und habe Mühe die reinkommenden Absagen noch leicht wegzustecken ;( Im Moment würde ich jegliche Bürotätigkeiten annehmen um einfach erstmal bei meinem Liebsten sein zu können. Eine Personalvermittlung in Bern habe ich auch schon kontaktiert, macht es Sinn in dem Fall die RAV zu kontaktieren? Ist die AWA etwas anderes? ?( Am Liebsten würde ich eigentlich erst in die Schweiz gehen, wenn ich einen Job habe, aber ich habe auch schon öfter gelesen, dass quasi "arbeitslos" in die Schweiz umgezogen wird und vor Ort dann nochmal nach einem Job gesucht wird. Damit habe ich wirklich Mühe, da ich bisher nie arbeitslos war und ungern meinen jetzigen Job kündigen möchte um vor Ort dann ebenfalls nicht fündig zu werden, und zu allem übel dazu habe ich auch noch 2 Kredite am Laufen, wo ich die ein oder andere Einnahme haben sollte...

      Meine Freunde habe ich bereits involviert, dass sie bisschen die Augen offen halten. Habt ihr gute Erfahrungen mit Initiativbewerbungen gemacht?

      Ich weiß nicht, ob sich überhaupt jemand die Mühe macht meinen Beitrag durchzulesen und zu kommentieren, aber falls doch: Tausend Dank. Ich bin dankbar um jeden Ratschlag.
      Was mir noch eingefallen ist, in den Bewerbungsunterlagen habe ich jegliche 'ß' verbannt, 'Freundliche Grüsse' am Ende geschrieben, bei der Anrede das Komma weggelassen und im Lebenslauf auch hinzugefügt, dass ich aufgrund der Liebe mich in der Schweiz bewerbe. Im Anschreiben muss ich gestehen weiss ich nicht ganz, wie ich es formulieren soll.

      Mercy und ganz liebe Grüsse,
      Natascha
    • Hi Natascha,

      erstmal Kopf hoch und weiter machen! Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass man im Schnitt 50 Bewerbungen verschickt, bis es dann endlich klappt. Das Du von Anfang an das ß weglässt ist auch schonmal gut.

      • Welche Adresse gibst Du bei Deiner Bewerbung an? Viele Firmen schrecken zurück, wenn da eine ausländische steht, nach dem Motto "Das ist ja noch alles ganz unsicher bei der...". Also wenn es geht, verwende die Adresse Deines Freundes.
      • Lass das mit der Liebe ganz raus! Es interessiert in dem Moment niemand und ich habe ebenfalls einige Schreiben auf meinem Tisch gehabt. Meine erste Frage im Kopf war "Und was ist, wenn die Beziehung nach 5 Monaten zerbricht? Verlässt sie/ er dann wieder die Schweiz?.... Und dann wieder jemand neues suchen?! Nein, Danke!"
        Im Gespräch kannst Du das gerne miteinbringen, dass es Deine Hauptmotivation ist, aber auch, dass Du die Kultur des Landes schätzt, dass Du Dich mit den Werten der Firma identifizierst weil....
      • Mit den rechtlichen Begebenheiten in der Branche kenne ich mich nicht gut genug aus, aber es kann tatsächlich sein, dass Du nicht berücksichtigst wirst, weil man Dich erst anlernen müsste, wogegen es zig Bewerber mit Schweizer Diplomen gibt. Mir ist auch erst jetzt bewusst geworden, dass unsere gesamte HR fest in Schweizer Hand ist....
      • Initiativ-Bewerbung finde ich super. In der Regel zeigt das Motivation und das man sich wirklich für diese Firma interessiert!
      Viel Erfolg!!
    • @MotU - Vielen lieben Dank für Deine schnelle Rückmeldung!

      • Ich gebe zwar meine deutsche Meldeadresse an, habe allerdings dahinter eine Fussnote, dass die zukünftige Adresse eben xy lautet, oder meinst Du ich soll meine deutsche Adresse komplett rausnehmen? Das hatte ich anfangs erst überlegt gehabt, aber die sehen ja dass ich in Deutschland meinen aktuellen Job habe. Des Weiteren habe ich auch schon erwähnt, dass ich alle zwei Wochen bei meinem Freund vor Ort bin und das Wochenende gerne für ein Vorstellungsgespräch verlängern kann.

      • Ok danke für den Tipp, dass ich das mit der Liebe rauslassen soll.

      • Ja das dachte ich mir schon, dass es als Deutsche nochmal zusätzlich schwer ist, im HR reinzukommen, grundsätzlich würde ich im Moment tatsächlich jeglichen kaufmännischen Job annehmen, hauptsache ich bin erstmal bei meinem Liebsten. Das ist mir auch schon zu Ohren gekommen, dass die meisten Schweizer top ausgebildet sind von HR Fachmann mit eidg. Fachausweis bis hin zu Diplom, das machts natürlich nochmal zusätzlich schwer :(

      • Aber gab es durch Initiativbewerbungen tatsächlich auch schon positive Erlebnisse? Weisst Du das?

      Die HR Leiterin hatte nach dem Zweitgespräch zu mir gesagt, dass sie mir den Tipp gibt, in einer grösseren Buchhandlung mir eine Lektüre zur Lohnbuchhaltung zuzulegen, damit ich noch tiefergehende Kenntnisse erwerben kann. Wäre die andere Bewerberin nicht gewesen, die zusätzlich auch noch aus derselben Branche kommt, hätten sie sich definitiv für mich entschieden und sie hatte noch angeboten, dass wenn ich irgendwelche Fragen zur Bewerbung habe, oder wie ich mich verhalten soll, ich mich gerne unter ihrer privaten Handynummer, die sie mir gegeben hat, melden kann. Das fand ich super lieb, hört man immerhin auch nicht allzu oft.

      Ich werde mich gleich auf jeden Fall nochmal an den Laptop setzen und ein paar Bewerbungen aufsetzen.
      Was ich auch schon am Überlegen war, ob ich nicht übergangsweise irgendwo in der Hotellerie einsteige, irgendwas an der Rezeption, nebenher die Weiterbildung mache und versuche dann wieder im HR Fuss zu fassen, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich mich dann endgültig rausgeschossen habe, wenn ich ggf. ein dreiviertel Jahr o.ä. an der Rezeption eines Hotels gearbeitet habe. Andererseits ist noch dazu natürlich mein Französisch auch nicht allzu sehr ausgeprägt. :/

      Liebe Grüsse!
    • Ich kann MotU nur zustimmen:

      - schweizerische Adresse verwenden und alles was nach "Zusatz-Arbeit" oder Ungewissheit für den potentiellen AG ausschaut weglassen. Um die Bewilligung und Co. kannst Du Dich nach vorliegen eines Arbeitsvertrages alleine kümmern, das ist ja auch kein grosser Akt für Bürger der EU.

      - Du bewirbst Dich um einen Job. Um DEN Job. Nicht um ein notwendiges Übel weil Du eben gerne bei Deinem Freund sein willst. Der Eindruck darf nicht entstehen.

      - Das mit dem Fachabi in der Abendschule würde ich explizit betonen. Das zeigt dass der Wunsch nach weitere Fortbildung nicht substanzlos ist und Du jenseits des Berufes tatsächlich noch was arbeiten kannst. (Hier aber beachten, dass die Regel-Arbeitszeit bei 100% 42,5 Stunden in der Woche sind...Fortbildung neben dem Job wird da streng)

      - Du stehst im Bereich HR sowie den gesamten Bürotätigkeiten in der Konkurrenz mit vorzugsweise "Einheimischen". Daher ist der erste Punkt umso wichtiger.

      - Neben den einschlägigen Job-Portalen auch auf die Webseiten von interessanten Firmen / Institutionen gehen. Nicht alle Jobs landen in den Portalen, oftmals ist der Kontakt durch Jobvermittler bei den Firmen auch nicht erwünscht. Also aktiv suchen und ggfs. auch Initiativbewerbungen schicken (manche Firmen bieten das auf ihren Webseiten an, das taucht auch nicht in den Portalen auf.)

      - Frustration, Verzweiflung und Gejammer frühestens nach 100 Bewerbungen. Mit 20 Bewerbungen ist man dafür noch nicht qualifiziert... ;) :)
      • Ja, definitiv die Deutsche Adresse rausnehmen.
      • Ich persönlich hatte keinen Erfolg mit Initiativ-Bewerbungen, da dafür das Timing stimmen muss. Aber mein Kollege z.B. hat seine Position darüber bekommen. Und die kam genau dann rein, als wir gerade das Budget für eine weitere Stelle genehmigt gekriegt haben.
    • Hallo @MotU, hallo @Markus Schulz,

      vielen lieben Dank nochmals für eure Rückmeldungen! Klar, das dachte ich mir schon, dass ich mit 20 Bewerbungen noch nicht qualifiziert bin zu jammern :o)
      aber es ist mit der Zeit einfach nur schwer, wenn man eigentlich einfach nur bei seiner besseren Hälfte sein möchte.. ||

      Im Moment mache ich mir um Bewilligungen & Co. auch noch gar nicht zu viele Gedanken.
      Bezüglich Krankenkasse und Versicherungen hatte ich zwar schonmal bei Comparis geschaut, aber das kann ich alles erledigen, sobald ich ein Arbeitsvertrag habe.
      Denke, das ist recht schnell erledigt.

      Initiativbewerbungen werde ich mal ins Auge fassen. Ich versuche im Moment täglich 1-2 Bewerbungen nach Feierabend noch fertig zu stellen, aber zeitlich gesehen, wird das tatsächlich bisschen zur Geduldsprobe. Was mir noch eingefallen ist - wie seid ihr das Thema "Referenzen" angegangen als ihr in die Schweiz gegangen seid? Wusste euer damaliger Arbeitgeber Bescheid, dass ihr in die Schweiz geht und dadurch konntet ihr ihn als Referenzgeber angeben?

      Was ich im Moment noch nicht ganz verstehe.. selbst wenn ich die deutsche Adresse komplett rausnehme und die Adresse von meinem Freund verwende, sehen die doch spätestens im Lebenslauf dass mein aktueller Job im Schwarzwald ist?! ?( Wisst ihr worauf ich hinaus möchte?

      Donnerstag und Freitag bin ich bei meinem Freund, was ich im Moment auch in den Anschreiben angebe, dass ich dann gerne zur Verfügung stehe.
      Vielleicht gehe ich mal noch bei der Berufsberatung vorbei und erkundige mich, wie es allgemein spezifisch im Bereich HR aussieht oder ob ich mich vielleicht umorientieren sollte, wenn ich nicht gerade in 2 Jahren immernoch im Schwarzwald sein möchte :whistling:

      Wünsche euch noch einen schönen Abend
      und stürmische "Sabine" - Grüße aus dem Schwarzwald :CH:
    • Hoi,

      Dein Freund wird Dir sicherlich da weiterhelfen können, aber ein Verständnis für Franchise, Monatsprämien, Arztmodell jetzt schon aufzubauen kann helfen. Zumindest hat es bei mir etwas gedauert, bis ich den vollen Überblick gewonnen hatte.

      Mit Referenzen ist es für mich etwas schwierig zu antworten, da ich direkt nach meiner Doktorarbeit hierhin gekommen bin. Meinem Betreuer war daher natürlich bewusst, dass ich meine "Stelle" verlassen werde. Ob Du es offen legen möchtest, hängt ganz von Deinem jetzigen Chef und Deine Beziehung zu diesem ab. Wenn Du meinst, dass er es Dir "übel" nehmen wird und nicht professionell damit umgehen kann, dann natürlich besser nichts sagen. Allerdings kannst Du ihn dann auch nicht als Referenz angeben.
      Wenn er Dich aber fördert und sich für Dich persönlich freuen würde, wenn es klappt, dann spricht nichts dagegen.

      Die Schweizer Adresse und Job in Deutschland widerspricht sich nicht. Du könntest Wochenendaufhalterin sein oder sonstwas. Ich hatte mal einen ähnlichen Fall bei einem Bewerber und habe dann das Gespräch genutzt, um die Frage zu stellen. Und das ist ja Dein Ziel, bis zu dem Gespräch zu kommen ;)
    • Natascha_92 schrieb:

      Was ich im Moment noch nicht ganz verstehe.. selbst wenn ich die deutsche Adresse komplett rausnehme und die Adresse von meinem Freund verwende, sehen die doch spätestens im Lebenslauf dass mein aktueller Job im Schwarzwald ist?! ?( Wisst ihr worauf ich hinaus möchte?
      Macht dennoch einen besseren Eindruck beim potentiellen neuen Arbeitgeber als eine ausländische Adresse. Ach wenn klar ist, dass du noch nicht hier wohnst, hebst du dich damit ab und wirkst schon viel näher als mit einer deutschen Adresse. Bei mir hat es damals geholfen.

      Natascha_92 schrieb:

      Was mir noch eingefallen ist - wie seid ihr das Thema "Referenzen" angegangen als ihr in die Schweiz gegangen seid? Wusste euer damaliger Arbeitgeber Bescheid, dass ihr in die Schweiz geht und dadurch konntet ihr ihn als Referenzgeber angeben?
      Wenn dein jetziger Arbeitgeber nichts davon weiss, solltet du einen oder zwei vorherige Arbeitgeber fragen, ob du sie als Referenz angeben darfst und ihnen mitteilen, dass sie Auskunft zu dir geben dürfen. Wichtig ist, dass sie darauf vorbereitet sind. Bei deinem jetzigen Arbeitgeber ruft niemand an, wenn du ihn nicht angibst.

      Schöne Grüsse und viel Erfolg (Ausdauer macht sich bezahlt, wirst sehen) :CH:
      Maik
    • Halli Hallo ihr Lieben :)

      Entschuldigt bitte meine kleine Inaktivität allerdings komme ich mit ein paar Neuigkeiten zurück.

      Diese Woche hatte es wirklich in sich, Dienstagabend bin ich zu meinem Freund in die Schweiz, da ich Mittwochmorgen ein Vorstellungsgespräch hatte, Donnerstag habe ich dann wieder gearbeitet in Deutschland und am Freitag hatte ich ebenfalls ein Vorstellungsgespräch, welches übrigens richtig gut lief. Die Stelle wäre als HR Fachspezialist Payroll und je nach Qualifikation und Interesse natürlich, könnte man noch Aufgaben im Controlling übernehmen - das wäre natürlich absolut ein Traum! :thumbsup: und der Oberhammer, am Ende vom Gespräch sagt mein eventueller zukünftiger Vorgesetzter, ich soll es mir mal durch den Kopf gehen lassen, soll ihnen ein Feedback geben und sie hätten auf jeden Fall Interesse an mir und würden sich freuen, mich im Zweitgespräch begrüssen zu dürfen. Also vom Erstgespräch direkt ins Zweitgespräch hab ich's jetzt wahrlich auch noch nie geschafft!! :thumbsup: in dem ganzen Gespräch hat man wirklich gemerkt, dass die Chemie einfach stimmt. Ich werde gleich auf jeden Fall das Feedback noch verfassen und bin gespannt, wann wir dann den Termin für das Zweitgespräch finden. Drückt mir die Daumen! :CH:

      Bezüglich dem Thema "Referenzen" konnte ich meine aktuelle Vorgesetzte einweihen. Die Thematik ist im Moment einfach, dass sie aktuell noch in Elternzeit ist und quasi "Teilzeit in Elternzeit" arbeitet und Mitte Februar zurück gekommen wäre. Sie wurde jetzt allerdings an einen Standort in Frankreich versetzt und war an unserem Standort nur noch einen Tag, um alles abzuholen und da dachte ich einfach, dass ich sie fast in die Thematik einweihen muss. Denn das Problemchen ist einfach dass die letzten zwei Vorgesetzte von meinen letzten beiden Arbeitgeber selber nicht mehr dort tätig sind und ich diese bisher über Xing leider nicht erreichen konnte. Das Unternehmen davor habe ich letztens mit entsetzen feststellen müssen, hat sich lt. dem Eintrag vom Handelsregister aufgelöst und da davor sind wir eigentlich schon bei meinem Ausbildungsbetrieb, wo sich natürlich die Frage stellt, wie aussagekräftig die Referenz ist, da man sich innerhalb 7 Jahre ja doch weiter entwickelt. Gott sei Dank hat meine aktuelle Chefin, als sie noch ein Tag bei uns war, sich dazu bereit erklärt, eine Referenz zu geben, wenn es in einem Zweitgespräch dazu kommt. Da bin ich ihr sowas von dankbar, da sie als Chefin wirklich super ist und eine aktuellere Referenz kann man nicht bekommen!

      Was mir eine ehemalige Arbeitskollegin, die zu ihrem Schweizer Mann gezogen ist, gesagt hat, ist dass im Mai Abstimmungen zur Personenfreizügigkeit sind und falls das für "uns" schlecht ausgehen sollte, sollte ich eben schauen, dass ich vor Mai bereits in der Schweiz bin, was mir ehrlich gesagt, fast etwas die Pistole auf die Brust setzt. Wie seht ihr das denn? Ist es so brenzlich und eng zu betrachten?

      Einen tollen Wochenstart wünsche ich euch
      und ganz liebe Grüsse - aktuell aus der Schweiz :CH:
    • Das klingt doch alles super.

      Allerdings sollte sich deine ehemalige Kollegin nochmal von ihrem Mann das politische System in der Schweiz erklären lassen. Trotz direkter Demokratie wird da in der Regel nichts von heute auf morgen umgesetzt, sondern die Exekutive mit einer Änderung beauftragt (so auch hier, aber ja: es gibt Ausnahmen). Die SVP ist zwar populistisch, aber nicht total bescheuert - das ist ein heisses Eisen:

      svp.ch/wp-content/uploads/PVbe…Begrenzungsinitiative.pdf

      Und selbst wenn, würdest du wohl kaum Schwierigkeiten an einer Einwanderung haben. Auch ich bin 2007 noch unter Kontingenten in die Schweiz. Lass dich also nicht wild machen.

      :CH:
    • Herzlichen Glückwunsch zu deinem Gespräch und dem Verlauf. :thumbsup:

      Auch ich kann dir bestätigen, dass du dir wegen der Abstimmung im Mai, keine Sorgen machen musst. Selbst wenn die Begrenzungsinitiative angenommen wird. Können gut und gern 2 Jahre vergehen, bis überhaupt etwas passiert. Wobei ich davon ausgehe, dass die Initiative nicht angenommen wird, auch wenn die SVP ihren Slogan "Für eine massvolle Einwanderung" schlau gewählt hat. Mit der economiesuisse hat die Initiative einen starken Gegner, der dieses Mal mehr investieren wird als bei der Masseneinwanderungsinitiative.

      Schöne Grüsse und weiterhin viel Erfolg bei der Bewerbung.

      Schöne Grüsse
      Maik
    • Hallo ihr Lieben :)

      Ich lass auch mal wieder von mir hören und das mit sehr guten Nachrichten!

      Letzte Woche Donnerstag hatte ich mein zweites Gespräch in Bern und was soll ich sagen, am Ende sagte der Teamleiter er würde mich sehr gerne einstellen. Ich hatte mit dem anderen Unternehmen, welches parallel lief, noch etwas gepokert aber natürlich nicht gesagt, dass ich kurz vorher die Absage von denen erhalten hatte :whistling:
      Naja was soll ich sagen, Schweiz, ich komme! :CH: Ich kann es absolut noch nicht realisieren, vor allem habe ich gerade mal 28 (!) Bewerbungen im kaufmännischen Bereich geschrieben und nun eine Stelle im Payroll mit Zusatzaufgaben im Controlling ergattert, besser geht's ja fast nicht mehr! Nach den ganzen Anstrengungen, Aufregungen und dem Stress der letzten Wochen nehme ich mir diese Woche mal noch Zeit für mich und gehe nächste Woche dann an sämtliche Kündigungen. Die Checkliste auf dieser Seite habe ich mir schon ausgedruckt - an der orientiere ich mich dann mal. Im Moment tut es aber so gut, nach dem Arbeiten einfach mal nichts zu machen und bisschen die Beine hochzulegen, mal wieder die Freunde treffen usw. Den Job trete ich dann übrigens zum 01. Juni 2020 an.

      Das Angebotsofferte habe ich bereits unterschrieben zurück geschickt, meint ihr ich kann auf der Grundlage schon kündigen oder soll ich noch den richtigen Arbeitsvertrag abwarten? Ich hoffe ja, in Anbetracht der aktuellen Corona-Situation (Ich kann's dann schon fast nicht mehr hören :D :S ), dass die Grenzen nicht geschlossen werden und ich Ende Mai keine Probleme habe den Umzug durchzuziehen. Andererseits kann ich ja die Abmeldung von Deutschland sowie den Arbeitsvertrag dann vorweisen.

      @jan82 - vielen Dank für deine Info zur Abstimmung der SVP im Mai. Vielleicht sollte sich meine ehemalige Freundin wirklich nochmal das politische System erklären lassen :D das habe ich mir insgeheim fast schon gedacht. Das ist ja oft so, dass dann erstmal eine gewisse Zeit vergehen muss, bis die Änderung dann tatsächlich wirksam wird.

      Auf jeden Fall möchte ich euch ganz herzlich Danken für den tollen Austausch hier! Das hat mir wirklich viel weitergeholfen :)

      Liebe Grüsse und erstmal einen schönen Abend noch!
    • @Hennemi vielen herzlichen Dank :) Ich hoffe nur, dass ich aufgrund Corona gut den Umzug durchziehen kann und ich Ende Mai an der Grenze reingelassen werde...

      Jaaa 28 Bewerbungen hätte ich niemals zu träumen gewagt, vor allem heisst es ja immer dass der kaufmännische Bereich so schwierig sei und viele bis zu 100-150 Bewerbungen schreiben. Umso dankbarer bin ich, dass es geklappt hat.

      Liebe Grüsse! :CH:
    • Hallo zusammen

      Ich melde mich nun auch mal wieder. Nachdem ja fast 2,5 Monate die Grenzen geschlossen waren, konnte ich mithilfe einer "Zusicherung zur Aufenthaltsbewilligung" Ende Mai in die Schweiz einreisen und am 1. Juni meinen Job als HR Fachspezialist Payroll angehen.

      Leider lassen die Herausforderungen nicht ganz nach und ich habe Mitte August die Kündigung in der Probezeit erhalten :( die Kündigung selbst kann ich nicht nachvollziehen. Mein Vorgesetzter meinte, dass er in mir aktuell noch nicht den Fachspezialist sieht sondern eher eine gute Sachbearbeiterin. Natürlich kann ich noch kein Fachspezialist sein, da mir noch die ganzen tiefergehenden Kenntnisse im Schweizer Sozialversicherungsrecht und Arbeitsrecht fehlen um hier entsprechend fachsimpeln und mitdiskutieren zu können. Aus diesem Grund habe ich auch die Weiterbildung "Payroll Manager" angefangen, welche Basis für die Weiterbildung "Payroll Experte" ist. Des Weiteren hatte er im Vorstellungsgespräch schon erwähnt gehabt, dass meine Kollegin, die mit mir im Büro sitzt, recht temperamentvoll ist und er deswegen vom Charakter her eine ruhige ausgeglichene Person sucht. Im Kündigungsgespräch hat er dann dieses Thema auch nochmal angeschnitten und gesagt, aufgrund dessen dass sie so extrem dominant ist (ohne Ausländerfeindlich zu klingen, sie kommt aus dem Kosovo), hat er sich auch das Zusammenspiel zwischen uns beiden angeschaut und ist der Meinung, dass das längerfristig zu Gestürm geführt hätte. Ich selbst muss sagen, dass ich gemerkt habe, dass wir noch nicht ganz miteinander harmoniert haben und eingespielt waren, aber kann man das nach 2 Monaten denn schon sein?! 8| Ich selbst bin wirklich eine sehr ruhige Person, bis ich mal ausflippe dauerts eine Zeit lang. In meinen Augen sieht es auch so aus, dass sie den Teamleiter bisschen in den Händen hat. Die beiden haben beim vorherigen Arbeitgeber schon zusammen gearbeitet und kennen sich schon 6 Jahre.
      Naja gut, wie dem auch sei.

      Fakt ist, ich darf mich, in der aktuell eh schon schwierigen Zeit, erneut nach einem Job umsehen. Da ich erst 3 Monate in der Schweiz bin und sozusagen im ersten halben Jahr nach der Einwanderung arbeitslos bin, muss ich bis Februar hier einen Job gefunden haben, da ich sonst wieder ausreisen muss, habe ich das richtig recherchiert? Ich habe die B-Aufenthaltsbewilligung, welche aktuell, bis 2025 genehmigt ist. Das Zusammenziehen mit meinem Freund habe ich mir wirklich anders vorgestellt ;( Anspruch auf Arbeitslosengeld habe ich aufgrund der kurzen Zeit hier in der Schweiz auch nicht, hierfür muss ich 12 volle Monate gearbeitet haben. Das Heimweh nach dem Schwarzwald, muss ich sagen, lässt irgendwie auch nicht nach. Zu allem Übel hört man vom vorherigen Arbeitgeber, dass ab Januar eine Stelle als HR Junior Generalist genehmigt wurde, wo vorher alle HR Administratoren waren. Das wäre natürlich ein absolut genialer Karriereschritt, anstatt jetzt - so hart es sich anhört - arbeitslos in der Schweiz zu sitzen. Im Moment weiss ich wirklich nicht, was ich machen soll.

      Bis dann ihr lieben!
    • Hoi @Natascha_92,

      erstmal schade, dass es nicht bei deinem momentanen Job geklappt hat.
      Meist liegen noch andere Gründe vor, weshalb man eine Kündigung erhält, z.B. Beschwerden (was du vllt. direkt mitbekommen hast).
      Ich will damit sagen, dass man nie genau weiß, woran es tatsächlich lag, als das was kommuniziert wurde.

      Ich würde an deiner Stelle das erstmal paar Tage sacken lassen und dann Selbstreflektieren und dies auch als wertvolle Erfahrung sehen und versuchen,
      beim nächsten mal es anders anzugehen.


      Naja gut, wie dem auch sei, dass ganze liegt schon in der Vergangenheit.
      Ich an deiner Stelle würde dir raten, zweigleisig zu fahren.

      - aufs Gaspedal zu drücken und ganz viele Bewerbungen in der Schweiz zu machen
      - in Deutschland sich zu bewerben

      Wenn man in der Schweiz ist, hat man den "Heimvorteil", da fallen einige Hürden aus.
      Allerdings würde ich mich nicht auf die Schweiz einschränken, sondern würde jeden Job, den ich bekommen würde in der heutigen Zeit mit
      Kusshand empfangen.

      Bewirb dich parallel und guck, wie es läuft.
      Ansonsten wäre es ja auch möglich, dass dein Freund in die Schweiz kommt?
      Ich weiß nicht, was er beruflich macht, aber ich denke er würde in Grünwald sicherlich auch was finden.

      Letztendlich kann dir keiner einen "richtigen" Tipp geben, da es an dir liegt, wie du dich dabei am wohlsten fühlst.
      Hauptsache du selbst fühlst dich wohl.

      Liebe Grüsse
    • Hi,

      zum Thema Initivativbewerbung: Also ich hatte da tatsächlich mal Glück.. das war aber nur ein einmonatiges Praktikum.

      Ich habe gefragt, ob die eventuell Lust auf einen Praktikanten haben, weil ich in die Branche reinschnuppern will.

      Also ich weiß, Praktikum ist nicht Festanstellung..

      Aber vielleicht muss man erstmal mit sowas anfangen!
      Also Erfahrung mit dem Schweizer System sammeln und ein paar Monate irgendwo arbeiten, um sich dann mit Schweizer Adresse und ersten Erfahrungen dort zu bewerben.

      Das ist oft viel einfacher, wiel die Firmen da weniger Hemmschwelle haben auch mal eine "Deutsche" einzustellen, da man die Firma eh bald wieder verlässt :D
      :CH:
    • @schweizer2be
      Ich habe z.B. Hemmung vorerst bei meiner Freundin einzuziehen und von der Schweiz aus zu bewerben.
      Ich habe in DE einen guten Job und werde sehr geschätzt.
      Da fällt es mir schwer, dass woran ich gearbeitet habe, wegzuwerfen, ohne eine Gewissheit zu haben, dass es vor Ort besser klappt.

      Ich bin eher der Meinung, dass man so "gut" sein sollte, bzw. solche Fähigkeit haben, dass die ungeachtet dessen, wo man sich aufhält, Interesse für einen wecken.

      Vielleicht denke ich da falsch, mich würde da auch die Meinung von Anderen interessieren.
      Aber man weiß halt nicht, ob es dann vor Ort besser klappt, wenn es von DE schon nicht geklappt hat.