Aufenthaltsbewilligung oder Grenzgängerbewilligung? Mit welcher Adresse?

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    • Aufenthaltsbewilligung oder Grenzgängerbewilligung? Mit welcher Adresse?

      Hallo,

      Ich finde das Forum toll, habe viele Themen gelesen, aber meine Frage ist etwas speziell, ich hoffe jemand kann mir Ratschlag geben. :)
      Mein Mann hat einen unbefristeten Arbeitsvertrag in der Schweiz ab 1.3.2020. Er beendet seinen Job in Ungarn eine Woche früher, und fährt am Samstag zwei Tage vor dem Arbeitsbeginn in die Schweiz. Unsere Plan ist, dass wir erstmal auf der deutschen Seite (10 km weit weg) bei einem Bekannten ein Zimmer mieten, und dann schon (während er arbeitet) eine Wohnung in der Schweiz suchen. Das heißt, wir haben keinen Wohnsitz/Adresse in der Schweiz oder in Deutschland, nur eine "Aufenthaltsadresse" in Deutschland, aber keine angemeldete Adresse in der Region. Unser ofizieller Wohnsitz ist in Ungarn.
      Ursprünglich haben wir gedacht, wir hätten einige Wochen, bis wir einen Wohnsitz in der Schweiz anmelden müssen. Wie naiv... es ging alles sehr schnell, das Vorstellungsgespräch war erst Ende Januar, also wir hatten ganz wenig Zeit zu planen. Jetzt wissen wir schon, dass er schon vor dem Arbeitsbeginn eine Aufenthaltsbewilligung B/Grenzgängerbewilligung braucht. Das Problem: wir haben gar keine Addresse in der Region, ohne Adresse geht es aber (wie ich weiss) gar nicht.
      Die HR-Mitarbeiterin sagte, wir sollen einfach die deutsche Adresse in das Formular einschreiben. Ich habe aber nachgelesen, und bei der Grenzgängerbewilligung braucht man auch eine angemeldete Adresse (ist das richtig?), das geht also auch nicht.

      Wir sehen folgende Möglichkeiten:
      1. Grenzgängerbewilligung mit ungarischer Adresse: Darüber habe ich nicht zu viele Informationen gefunden, nur das es mit allen EU-Ländern existiert. In diesem Fall sollte mein Mann wöchentlich einmal nach Ungarn zurückkehren, und wahrscheinlich brauchen wir noch eine "Wochenaufenthaltsadresse", also wo er sich in den Arbeitstagen schläft, das wäre die deutsche.
      Viele Fragen dazu: Geht das eigentlich? Reicht dafür ein "Mietvertrag" von dem Freund, bei dem wir wohnen? Ist das OK, das es in Deutschland ist? Wie wird die wöchentliche Heimkehr nach Ungarn kontrolliert?
      Ich weiss, dass diese Lösung ziemlich kompliziert und blöd ist, es wäre auch nur temporär, und trotzdem, wenn wir nicht früher ausreisen, eine Wohnung suchen, die Adresse anmelden, und dann noch Aufenthaltsbewilligung beantragen können... was bleibt.

      2. Früher ausreisen, schnell eine kurzfristige Wohnung finden, anmelden, Aufenthaltsbewilligung beantragen. Das wäre wegen der Arbeit in Ungarn nur in der letzten Woche vor der Ausreise, am 25.02. möglich, also er hätte ca 3 Tage alles zu machen! Wie ich weiss, dauert es einige Wochen, bis er die Aufenthaltsbewilligung bekommt, also er könnte am 1.03 nicht anfangen, zu arbeiten. Er muss aber. Trotzdem ist das unsere Notplan, wenn nichts mehr geht, wird er trotz Arbeitszeit früher ausreisen... ich habe aber wirklich Angst, dass wir in so kurzer Zeit nichts finden und organisieren können. Und noch eine Frage dazu: Könnte ich das alles für ihn machen (Adresse anmelden, Aufenthaltsbewilligung beantragen), wenn ich die Möglichkeit hätte, nächste Woche für ein Paar Tagen auszureisen? Oder muss er persönlich da etwas unterschreiben?

      (Wir könnten vielleicht auch die deutsche Adresse anmelden, dafür müssen wir aber auch früher ausreisen, sind nicht sicher, das unser Bekannte das erlaubt, und wir wollen später sowieso in der schweiz eine Wohnung mieten, das würde alles noch komplizierter machen.)

      Vielen Dank für eure Hilfe im Voraus,

      Fanni
    • Hallo Fanni

      Warum nicht eine Unterkunft für den Übergang in der Schweiz suchen? Würde vieles vereinfachen. Hotel, Pension, AirBnB usw., genügen für den Anfang als Adresse aus und ihr könntet direkt eine normale Aufenthaltsbewilligung beantragen.

      Mit Grenzgängerbewilligung wird es Administrativ und Steuerlich nur unnötig kompliziert. Die Unterkunft in Deutschland könntet ihr bei den Schweizer Behörden als Adresse angeben. Die wöchentliche Rückkehr wäre dann weniger das Problem. Würde aber nach sich ziehen, dass ihr euch zusätzlich in Deutschland anmelden müsst und dort auch Steuern abführen müsst.

      Schöne Grüsse
      Maik
    • nfanni schrieb:

      Hallo,

      Ich finde das Forum toll, habe viele Themen gelesen, aber meine Frage ist etwas speziell, ich hoffe jemand kann mir Ratschlag geben. :)
      Mein Mann hat einen unbefristeten Arbeitsvertrag in der Schweiz ab 1.3.2020. Er beendet seinen Job in Ungarn eine Woche früher, und fährt am Samstag zwei Tage vor dem Arbeitsbeginn in die Schweiz. Unsere Plan ist, dass wir erstmal auf der deutschen Seite (10 km weit weg) bei einem Bekannten ein Zimmer mieten, und dann schon (während er arbeitet) eine Wohnung in der Schweiz suchen. Das heißt, wir haben keinen Wohnsitz/Adresse in der Schweiz oder in Deutschland, nur eine "Aufenthaltsadresse" in Deutschland, aber keine angemeldete Adresse in der Region. Unser ofizieller Wohnsitz ist in Ungarn.
      Ursprünglich haben wir gedacht, wir hätten einige Wochen, bis wir einen Wohnsitz in der Schweiz anmelden müssen. Wie naiv... es ging alles sehr schnell, das Vorstellungsgespräch war erst Ende Januar, also wir hatten ganz wenig Zeit zu planen. Jetzt wissen wir schon, dass er schon vor dem Arbeitsbeginn eine Aufenthaltsbewilligung B/Grenzgängerbewilligung braucht. Das Problem: wir haben gar keine Addresse in der Region, ohne Adresse geht es aber (wie ich weiss) gar nicht.
      Die HR-Mitarbeiterin sagte, wir sollen einfach die deutsche Adresse in das Formular einschreiben. Ich habe aber nachgelesen, und bei der Grenzgängerbewilligung braucht man auch eine angemeldete Adresse (ist das richtig?), das geht also auch nicht.

      Wir sehen folgende Möglichkeiten:
      1. Grenzgängerbewilligung mit ungarischer Adresse: Darüber habe ich nicht zu viele Informationen gefunden, nur das es mit allen EU-Ländern existiert. In diesem Fall sollte mein Mann wöchentlich einmal nach Ungarn zurückkehren, und wahrscheinlich brauchen wir noch eine "Wochenaufenthaltsadresse", also wo er sich in den Arbeitstagen schläft, das wäre die deutsche.
      Viele Fragen dazu: Geht das eigentlich? Reicht dafür ein "Mietvertrag" von dem Freund, bei dem wir wohnen? Ist das OK, das es in Deutschland ist? Wie wird die wöchentliche Heimkehr nach Ungarn kontrolliert?
      Ich weiss, dass diese Lösung ziemlich kompliziert und blöd ist, es wäre auch nur temporär, und trotzdem, wenn wir nicht früher ausreisen, eine Wohnung suchen, die Adresse anmelden, und dann noch Aufenthaltsbewilligung beantragen können... was bleibt.

      2. Früher ausreisen, schnell eine kurzfristige Wohnung finden, anmelden, Aufenthaltsbewilligung beantragen. Das wäre wegen der Arbeit in Ungarn nur in der letzten Woche vor der Ausreise, am 25.02. möglich, also er hätte ca 3 Tage alles zu machen! Wie ich weiss, dauert es einige Wochen, bis er die Aufenthaltsbewilligung bekommt, also er könnte am 1.03 nicht anfangen, zu arbeiten. Er muss aber. Trotzdem ist das unsere Notplan, wenn nichts mehr geht, wird er trotz Arbeitszeit früher ausreisen... ich habe aber wirklich Angst, dass wir in so kurzer Zeit nichts finden und organisieren können. Und noch eine Frage dazu: Könnte ich das alles für ihn machen (Adresse anmelden, Aufenthaltsbewilligung beantragen), wenn ich die Möglichkeit hätte, nächste Woche für ein Paar Tagen auszureisen? Oder muss er persönlich da etwas unterschreiben?

      (Wir könnten vielleicht auch die deutsche Adresse anmelden, dafür müssen wir aber auch früher ausreisen, sind nicht sicher, das unser Bekannte das erlaubt, und wir wollen später sowieso in der schweiz eine Wohnung mieten, das würde alles noch komplizierter machen.)

      Vielen Dank für eure Hilfe im Voraus,

      Fanni
      Was mir noch eingefallen ist, als Möglichkeit:

      3. Jetzt in das Formular die deutsche Adresse einschreiben, damit Grenzgängerbewilligung beantragen, und dann, wenn wir schon angekommen sind, nach dem 1. März, bei der deutschen Behörde die Adresse mit dem Mietvertrag anmelden. Ist das eine Möglichkeit? Ich meine, er fängt am 1. März an, warum sollte er früher ankommen und schon anmelden? Oder würde er die Bewilligung so nicht bekommen...?
    • Maik schrieb:

      Hallo Fanni

      Warum nicht eine Unterkunft für den Übergang in der Schweiz suchen? Würde vieles vereinfachen. Hotel, Pension, AirBnB usw., genügen für den Anfang als Adresse aus und ihr könntet direkt eine normale Aufenthaltsbewilligung beantragen.

      Mit Grenzgängerbewilligung wird es Administrativ und Steuerlich nur unnötig kompliziert. Die Unterkunft in Deutschland könntet ihr bei den Schweizer Behörden als Adresse angeben. Die wöchentliche Rückkehr wäre dann weniger das Problem. Würde aber nach sich ziehen, dass ihr euch zusätzlich in Deutschland anmelden müsst und dort auch Steuern abführen müsst.

      Schöne Grüsse
      Maik
      Hallo Maik

      Ich bin jetzt schon total verwirrt. Ich habe gedacht, man könnte nicht einfach die Adresse eines Hotels/Pension/Airbnb in das Formular für Aufenthaltsbewilligung einschreiben, sondern man muss erstmal bei der Behörde die Adresse anmelden., und dann die in das Formukar einschreiben. Oder ist das eine andere Bewilligung, und muss man dann später schon mit Mietvertrag "eine normale Aufenthaltsbewilligung beantragen", wie du das geschrieben hast? Gibt es sowas für den Übergang?
      Wenn wir nächste Woche dieses Formular ausfüllen möchten (ich denke es heißt A1, aber es ist per Post noch nicht angekommen), und ein Hotelzimmer ab dem 29. Februar buchen würden, könnten wir auf das Formular einfach die Adresse des Hotels einschreiben? Was für eine Bewilligung bekommt man so, Ausweis B? Oder muss die Buchung schon beim Zeitpunkt der Beantragung bestehen? Wie wird kontrolliert, ob man in dem Hotel wohnt?

      Entschuldigung, ich verstehe es wirklich nicht mehr...

      Vielen Dank,
      Fanni
    • Hallo Fanni

      An sich sollte das für den Übergang funktionieren, würde mich aber unbedingt vorher beim Amt für Migration absichern. Sicher ist sicher, nicht das es da einen regionalen Unterschied gibt von dem ich nicht weiss. Die Hotel-Adresse würde dann als normale Adresse zählen. Das heisst aber auch, dass ihr euch innerhalb von 10 Tage nach Einzug, sprich erste Übernachtung, bei der Gemeinde der Unterkunft anmelden müsst. Im gleichen Atemzug könnt ihr dann auch die B Bewilligung (sofern der Arbeitsvertrag unbefristet ist) beantragen. Die Buchungsbestätigung wird im Allgemeinen als Nachweis akzeptiert.

      Schöne Grüsse
      Maik
    • Hallo Maik,

      Vielen Dank für die Idee, das wäre wirklich eine tolle Lösung für uns. Ich werde das zuständige Amt für Migration unbedingt fragen, ob ein Hotel als Adresse in Ordnung ist.
      Ich hätte noch zwei Fragen dazu allgemein:
      - Wie lange dauert es normalerweise, bis man die Aufenthaltsbewilligung bekommt? Wir machen jetzt eine neue Plan, und haben gedacht, mein Mann könnte am 24. Februar ausreisen, und dann die Adresse anmelden und die B Bewilligung beantragen. Reicht die Zeit bis zum 1. März? Oder braucht man mehrere Wochen dazu? (In dem Fall würde er erst nur für einen Tag nächste Woche ausreisen, und alles erledigen.)
      - Kann er mit einer Buchungsbestätigung, die ab dem 29. Februar gültig ist (Arbeitsbeginn 1. März), auch schon früher (z.B am 24. Februar) die Adresse anmelden, oder muss die Buchung schon in dem Zeitpunkt der Anmeldung gültig sein?

      Mit freundlichen Grüssen,
      Fanni
    • Die Bewilligung muss bei Staatsangehörigen des Schengenraums nicht bis zum Arbeitsantritt vorliegen. Das gilt nur für Drittländer. Wichtig ist das die Bewilligung beantragt ist. Normalerweise trifft diese, je nach Gemeinde, innerhalb von 1 - 4 Wochen ein. Die Anmeldung bei der Gemeinde geht meines Wissens erst nach dem Einzug, sprich Anreisetag beim Hotel. Frag das aber bitte direkt beim Amt nach, ich bin mir da überhaupt nicht sicher.

      Schöne Grüsse
      Maik