Die üblichen Fragen zu Umzug + Sonderfälle

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    • Die üblichen Fragen zu Umzug + Sonderfälle

      Hallo Zusammen,
      zuerst einmal vielen Dank an alle die hier so fleißig weiterhelfen, ich habe mich schon durch einige threads gewühlt und viele nützliche Infos bekommen!
      Zuerst einmal zu mir. Ich bin 25 Jahre alt und fange ab 1.3 meinen neuen Job in Zürich an. Ich habe Glück und ab 15.3 ein Wg zimmer, den Mietvertrag werde ich demnächst unterschreiben. Ich werde also 2 Wochen in einem airbnb / hotel wohnen müssen und werde übers Wochenende wieder nach Deutschland fahren.

      -In Deutschland gehört mir das Haus in dem meine Mutter wohnt, sie besitzt ein Wohnrecht. Macht es hier Sinn für mich eine Grenzgänger-Regelung anzustreben und übers Wochende nachhause zu fahren? Eine "vollwertige" Verlagerung in die Schweiz ist auch okay für mich.

      -Um mein Zimmer einzurichten muss ich mir ein Bett, einen Schreibtisch und einen Schrank besorgen, wie mache ich das am günstigsten / unkompliziertesten?
      Ikea in Deutschland und dann an mehreren Tagen über die Grenze ( vll auch gleich zu zweit) um die Freigrenze nicht zu überschreiten? Dabei wird das Zurückholen der MwSt ja noch nicht möglich sein ohne einen Ausländerausweiß oder?

      -Mein Auto ist aktuell auf meine Mutter angemeldet. Ich habe es vor 2 Jahren gekauft. Muss ich direkt zum Umzug das Fahrzeug anmelden oder kann ich mich erstmal einleben und mein Auto später auf meinen Namen anmelden?

      -Wie bekomme ich am einfachsten, wenn ich vor Ort die ersten Wochen noch im Hotel bin, eine Simkarte?

      -Gibt es nochwas was ich direkt zum Start machen muss, an das ich noch nicht gedacht habe?

      Vielen Dank für eure Hilfe.

      Grüße,

      Ben
    • Hallo.
      Du musat Sachen, die du in die Schweiz einführst (auch im Sinne des Umzugs) beim Zoll anmelden. Dafür gibt es da extra Formulare die du brauchst (Achtung: Öffnungszeiten beachten).
      Alles was du mitbimmst, muss 6 Monate vir dem Umzug schon in deinem Besitz gewesen sein und du musst bestätigen, dass es auch weiterhin in deinem Besitz bleibt.
      Ansonsten musst du es verzollen.
      Da du ja noch nicht gemeldet bist in der Schweiz, kannst du auch nicht einfach so im deutschen Ikea Möbel kaufen und diese dann mitrübernehmen so ganz ohne verzollen.
      Auch die Mehrwertsteuer zurück holen geht ja erst, nachdem du einen Aufenthaktstitel erhalten hast. Wenn du Glück hast dauert das bis zu 6 Wochen, in unserem Fall waren es fast 3 Monate.
      Und ja, dass Fahrzeug.....auch das muss auf dem Formular abgegeben werden. Der Zoll stellt dir dann so ein "helbes Fornular" aus (sorry, weis grad die Nummer nicht mehr) und damit musst du dann erstmal zur MFK (TÜV in der Schweiz). Auch wenn dein Fahrzeug erst in DE geprüft worden ist musst du trotzdem zur MFK weil die Schweiz nicht zur europäischen Union gehört. Bis dahin kannst du dir schon mal eine Versicherung raussuchen und dann, wenn dein Fahrzeug besteht, direkt bei der MFK zulassen.
      Ach ja....Zulassung bzw. Autoversicherung abschließen geht nur mit Ausländerausweis.


      Also ist alles nicht unbedingt so easy-peasy wie manch einer denkt ‍♀️ hab echt viel Geduld gebraucht.
    • Huhu

      erstmal: es gibt auch Ikea in der Schweiz

      Mein Tipp für den Anfang: guck mal unter tutti.ch - da gibt es sehr gute Gebrauchtmöbel für kleines Geld
      Beispiel wir haben 50 CHF für eine Couch (neuwertig) bezahlt, die in Deutschland 1200 Euro kostet

      Dein Auto kannst du noch ein Jahr in der Schweiz mit deutschem Schild fahren, dann muss man Führerausweis und Auto ummelden

      Liebe Grüsse
      Kerstin
    • Kerstin schrieb:

      Dein Auto kannst du noch ein Jahr in der Schweiz mit deutschem Schild fahren, dann muss man Führerausweis und Auto ummelden
      Obacht! Das geht nur, wenn die Deutsche Versicherung das mitmacht. Bis jetzt habe ich noch nicht gelesen, dass eine mehr als 3 Monate akzeptiert ;)

      Am einfachsten erhältst Du eine Sim-Karte, wenn Du irgendwo mit einem Wohnsitz-Nachweis (z.B. Meldebestätigung) und Ausweis reinläufst und dort direkt einen Vertrag abschliesst. Es gibt Aldi-Talk, Sunrise, Salt, Swisscom-Geschäfte oder unabhängige Läden, die dann auch Sim-KArten von mehreren Anbietern vertreiben.
    • Danke für eure Antworten! Das mit tutti ist ein super tipp. Ein Bett und einen Schreibtisch werde ich mir aber trozdem im Vorraus kaufen, das brauche ich nunmal vom ersten Tag an.
      Ich habe mir nochmal die Formulare vom Zoll bezüglich Umzug angeschaut. Im Prinzip überführe ich erstmal keine der Dinge die auf der Liste genannt sind ausgenommen meines Fahrzeugs. Denn ich brauche ja "neue" Möbel und nehme außer meinen Klamotten wirklich nichts mit.
      Bewege ich mich rechtlich sicher wenn ich wie folgt vorgehe?:
      Die ersten 2 Wochen werde ich im Hotel verbringen, kann aber schon Dinge in meiner neuen Wohnung beim Vormieter abstellen.
      Ich fahre also einfach mit "neuen" Möbeln über die Grenze und beachte die die erlaubte Freigrenze von 300 Franken. Falls ich diese überschreite, halte ich an der Grenze und gehe zum Schweizer Zoll mit meinen Rechnungen um die Schweizer MwST nachzuzahlen.
      Nachdem ich meine Wohnung bezogen habe, fahre ich zum Zoll mit dem ausgefüllten Formular für die Übersiedlung meines kfz. (Vorher war ich mit dem Fahrzeug ja nur Tourist, ich habe ja noch einen Wohnsitz ein Deutschland und es ist dort angemeldet)

      So müsste ich doch alles Korrekt erledigen.
    • Mhmmm, ganz streng genommen, sollte das so gehen. Wobei ein Zöllner auch argumentieren könnte, dass es sich um einen Umzug handelt und Probleme machen... Die einzige Möglichkeit eine rechtsverbindliche Aussage und auch Sicherheit zu haben ist einfach mal den Schweizer Zoll zu kontaktieren. Die sind in der regel sehr nett und hilfreich. Mein Tipp wäre das schriftlich z.B. per mail zu machen und einen Ausdruck am Tag der Einfuhr mitzuführen.
      Bedenke auch, dass bei der Freigrenze die mitgeführte Kleidung angerechnet werden könnte.

      Was eine Alternative wäre: Teilumzug. Du erstellst eine Liste vom gesamten Umzugsgut, inkl. Auto und meldest bei der ersten Einfuhr ein Teileinfuhr an. Dann hast Du 2 Jahre Zeit, um alles andere peu a peu einzuführen. Das Auto müsste ab diesem Datum innerhalb von 12 Monaten umgemeldet werden. Ich weiss nur nicht, ob Du den Umzug anmelden kannst ohne Mietvertrag/ Wohnsitz, bzw. ob ein Hotelzimmer ausreicht. Aber auch das kann Dir der Zoll beantworten:


      Auskunftszentrale Zoll
      Tel. +41 58 467 15 15
      Kontaktformular EZV
    • Haary schrieb:

      -Wie bekomme ich am einfachsten, wenn ich vor Ort die ersten Wochen noch im Hotel bin, eine Simkarte?

      MotU schrieb:

      Am einfachsten erhältst Du eine Sim-Karte, wenn Du irgendwo mit einem Wohnsitz-Nachweis (z.B. Meldebestätigung) und Ausweis reinläufst und dort direkt einen Vertrag abschliesst. Es gibt Aldi-Talk, Sunrise, Salt, Swisscom-Geschäfte oder unabhängige Läden, die dann auch Sim-KArten von mehreren Anbietern vertreiben.
      Letzten August konnte ich bei Sunrise als Tourist in der Schweiz eine Prepaid-SIM-Karte kaufen und ohne Wohnsitznachweis etc. aktivieren. Ich brauchte nur meinen Reisepass und eine Kreditkarte. Es dauerte ungefähr 15 Minuten vom Kauf bis zur Aktivierung.

      Es gibt z.B. ein unlimitiertes (4G Internet + Anrufen) Abo für 2,50 CHF pro Tag: sunrise.ch/de/privatkunden/prepaid/sunrise-prepaid.html
    • @MotU Bei uns war es tatsächlich so, das wir die Autoversicherung gerade für ein Jahr komplett bezahlt hatten, dann ging es in die Schweiz und nach drei Monaten habe ich bei der Versicherung angerufen, es Ihnen erklärt, das man noch 12 Monate mit deutschen Schildern fahren kann und der Betrag ja für 12 Monate bezahlt sei und wir ja auch regelmässig zurück nach Deutschland kehren unsere Kinder besuchen... und damit war das für die erledigt. Vielleicht ganz gut das in dem Jahr nix passiert ist, wer weiss wie es dann gelaufen wäre...??? :D
    • Du MUSST auch bei einem Teilumzug alles was du besitzt und mitnimmst auflisten. So genau und detailliert wie möglich. Ich hatte alle Kartons mit jeder Socke darin aufgelistet. 9 mal/Zöllner gaben sich an der Grenze damit zufrieden, einer wollte ganz genau sehen, ob in der Kiste, die ich gerade jetzt mitdabei habe, auch wirklich das und jenes in der und der Stückzahl drinne ist.

      Kann also so und so laufen.
    • Schwede71 schrieb:

      Letzten August konnte ich bei Sunrise als Tourist in der Schweiz eine Prepaid-SIM-Karte kaufen und ohne Wohnsitznachweis etc. aktivieren. Ich brauchte nur meinen Reisepass und eine Kreditkarte. Es dauerte ungefähr 15 Minuten vom Kauf bis zur Aktivierung.
      Interessant! Meine Mutter MUSSTE, grob im selben Zeitraum, für Sunrise Prepaid eine Schweizer Adresse angeben. Der Kundenberater hat aber ohne Nachweis meine akzeptiert. Wahrscheinlich ist das wieder Auslegeungssache von jedem individuellen Mitarbeiter... ?(
    • Hi nochmals vielen Dank für die ganzen Anworten. Ich habe mit dem Schweizer Zoll telefoniert. Also neue Möbel, ohne vorher den Umzug gemeldet zu haben, über die Grenze zu fahren, ist nicht möglich, da es sich schon um Umzugsgut handelt.
      Werde also eine Liste anfertigen (am besten mit jeder Socke wie oben erwähnt) und dann alles auf einmal am Umzugstag anmelden und in die neue Wohnung bringen.

      ---

      Ein Konto werde ich erst vor Ort und wahrscheinlich erst nach dem Umzug / Anmeldung eröffnen können. Das wird mit dem ersten Gehalt natürlich etwas knapp und ich möchte auf die Gebühren verzichten die entstehen wenn noch mein Deutsches Konto genutzt wird.
      Wisst ihr ob ich meinem Arbeitgeber für das erste Gehalt meine Transferwise CH IBAN geben kann? lässt sich das Konto mal übergangsweise als Gehaltskonto nutzen?

      Besten Dank!
    • Ich habe schon ein paar Gehaltszahlungen an TransferWise Konten durchgeführt. Das war jeweils auf solche "Multiwährungskonten" oder wie die heissen (bin da kein Experte.) WIr markieren die Salärzahlungen auch entsprechend und terminieren die. Also ganz regulär wie man das so macht.

      Fazit: Beschwert hat sich niemand. Ich gehe davon aus, dass sich jemand gemeldet hätte, wenn das Geld nicht gekommen wäre ;)

      Wir hatten aber auch mal den Fall, dass ich an eine Zwischenbank (USA) zahlen sollte. Da hatte der Empfänger kein eigenes Konto (keine eigene IBAN) und ich hätte den Verwendungszweck anpassen können müssen. Das kann unsere Lohnbuchhaltungssoftware aber nicht. Da steht immer "Salär MM/YY" und die Nummer der Gehaltsabrechnung. Wenn das TransferWise Konto also wirklich Dein eigenes ist (eigene IBAN) geht es, sonst wohl eher nur, wenn das jemand manuell im eBanking erfasst. Und das würde ich als Arbeitgeber nicht machen.

      Eine Schweizer TransferWise IBAN habe ich noch nicht gesehen, aber vielleicht vertue ich mich da auch. Falls nicht: Die normale SEPA IBAN tut's auch. Ich hatte auch schon Mitarbeiter mit regulären Auslandskonten (Grenzgänger). Das ging ohne Probleme.
    • Ich habe gerade für Dich nachgeschaut. Wir haben definitiv schon CHF an das Multiwährungskonto gezahlt. Wie und zu welchen Konditionen TransferWise das dann gewechselt hat: Keine Ahnung. Bei uns war das eine gewönliche Auslandsüberweisung (nicht SEPA).

      Ich würde einfach mal deren Support kontaktieren. Sollte ja keine super ungewöhnliche Frage sein.
    • MotU schrieb:

      Schwede71 schrieb:

      Letzten August konnte ich bei Sunrise als Tourist in der Schweiz eine Prepaid-SIM-Karte kaufen und ohne Wohnsitznachweis etc. aktivieren. Ich brauchte nur meinen Reisepass und eine Kreditkarte. Es dauerte ungefähr 15 Minuten vom Kauf bis zur Aktivierung.
      Interessant! Meine Mutter MUSSTE, grob im selben Zeitraum, für Sunrise Prepaid eine Schweizer Adresse angeben. Der Kundenberater hat aber ohne Nachweis meine akzeptiert. Wahrscheinlich ist das wieder Auslegeungssache von jedem individuellen Mitarbeiter... ?(
      Ich sagte dem Verkäufer, dass ich ein Tourist mit einem Wohnmobil unterwegs in der Schweiz bin und daher überhaupt keine Adresse vor Ort habe. Das war kein Problem.

      Ich sehe jetzt in meinem Vertrag, dass er eine fiktive Adresse eingegeben hat ("Bahnhofstrasse" ohne Strassennummer). Also, offenbar braucht man eine Adresse, aber es scheint nicht immer so wichtig zu sein, dass es eine richtige Adresse ist. Andererseits hat er meinen Reisepass sehr sorgfältig mit einer speziellen Software gescannt.

      Die SIM-Karte kostet 20 CHF, womit man auch 20 CHF Guthaben bekam. Mit 2,50 CHF pro Tag kann man dann 8 Tage frei Anrufen und 4G Surfen. Unbenutzte Tage sind frei, sie mindert nicht das Guthaben.

      Ich habe auch gesehen, dass man eine SIM-Karte für die Schweiz direkt von Ausland kaufen kann, aber ich weiss nicht, wie gut es funktioniert. Ich habe noch nie einen gesehen, bei dem das Datenvolumen unbegrenzt ist, wie das Sunrise-Abo oben.