Schweizerdeutsch lernen

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    • Schweizerdeutsch lernen

      Wie sind so eure Erfahrungen mit dem Lernen von Schweizerdeutsch?
      Ich schaffe es inzwischen meinen Schweizer Kollegen meisten zu folgen wenn sie Schweizerdeutsch sprechen, bekomme aber noch nicht alles mit und muss noch vieles aus dem Zusammenhang erschliessen. Inzwischen schaffe ich es aber auch das Schweizer TV ohne Untertitel zu schauen.

      Gibt es eigentlich Sprachkurse für Schweizerdeutsch, vielleicht sogar online?
      Macht es Sinn es soweit zu lernen, dass man es auch selbst sprechen kann? Mein Eindruck ist dass sich auch viele Schweizer, insbesondere wenn sie aus unterschiedlichen Gegenden stammen, sich auch nicht verstehen und auf Hochdeutsch ausweichen ;-). Meine Angst beim eigenen Spracherwerb wäre dann das man sich einen merkwürdig anzuhörenden Sprachmischmasch mit Dialekten aus verchiedenen Region angewöhnt der dann auf die native Speaker befremdlich wirkt. Das deutsche Äquivalent wäre dann vielleicht "Moin moin, wos für a Mordsgaudi, eh guude vie".

      Wie haltet ihr das?
    • Hoi
      Ich habe bisher die Erfahrung gemacht, dass es völlig ausreicht, wenn man Schweizerdeutsch versteht. Bei Gesprächen nicht darauf besteht, dass Hochdeutsch gesprochen wird, das ist bisher immer gut angekommen bei den Schweizern.

      Wie Du schon richtig erkannt hast, haben Schweizer unter sich auch Verständigungsprobleme aufgrund der verschiedenen Dialekte. Das kennen wir ja von Deutschland ;) und das ist den meisten Ländern eben so.
    • Huhu

      es gibt Kurse - aber die sind horrend teuer. Und ob die was bringen?? Im Internet gibts soweit ich rausgefunden habe, nur lustige Darbietungen, also z.B. von den Komikern Rob Spence und Charles Nguela Schweizerdeutsch für Anfänger in 3 Teilen... einfach nur zum wegschmeissen komisch....



      Ansonsten ist es wichtig, das du nach und nach die Leute einfach verstehst, was manchmal echt nicht einfach ist.
      Aber sprechen kommt von ganz allein nach vielen Jahren denke ich mal - also viele Wörter nutzt man ja schon nach einiger Zeit.

      Nur quälen sollte man sich damit nicht - es gibt auch mit hochdeutsch keine Probleme (meistens jedenfalls)

      Liebe Grüsse
      Kerstin
    • Wichtig ist es einfach, die Menschen wo man lebt und arbeitet zu verstehen bzw. eben Schweizerdeutsch.
      Wenn man sich dann nicht bewusst verweigert, nimmt man mit der Zeit ganz von selbst das sprechen ein wenig an, zumindest wenn man länger hier ist.
      Dann gibt es natürlich einige, die selbst nach Jahren kein wenig von Ihrem Hochdeutsch abrücken (wollen), dass sind dann vermutlich meist die beliebteren im Ort...

      fillg1 schrieb:

      Mein Eindruck ist dass sich auch viele Schweizer, insbesondere wenn sie aus unterschiedlichen Gegenden stammen, sich auch nicht verstehen und auf Hochdeutsch ausweichen ;)
      Dieser Eindruck täuscht, wir verstehen uns durchaus (wenn wir wollen)...
      Teilweise schwierig kann es werden wenn die beteiligten aus verschiedenen Sprachregionen kommen, Deutschschweiz/Tessin z.B..
      Gerade ältere Generationen tun sich nach einer gewissen Zeit etwas schwer, da viele, die einst in der Schule gelernte Drittsprache mangels Anwendung nicht mehr beherrschen.
      In der Deutschschweiz lernten wir zwar (gefühlt) ewig französisch aber nur ein Jahr italienisch und das auch nur als Freifach, dass meiste davon ging mit der Zeit einfach vergessen.

      AnjaB schrieb:

      Bei Gesprächen nicht darauf besteht, dass Hochdeutsch gesprochen wird, das ist bisher immer gut angekommen bei den Schweizern.
      Sehr gute Idee, es sei denn man ist Tourist, da erwartet ja niemand das man erst die Landessprache lernt bevor man in die Ferien fährt.

      AnjaB schrieb:

      Wie Du schon richtig erkannt hast, haben Schweizer unter sich auch Verständigungsprobleme aufgrund der verschiedenen Dialekte.
      Ähm.. nö - möglicherweise wenn jemand aus dem tiefsten Wallis auf jemanden aus der hintersten Schwyzer Ecke trifft, aber innerhalb der Sprachregionen verstehen wir uns bestens.


      Lange Rede kurzer Sinn, verstehen erwartet man einfach, wie dies in anderen Ländern auch erwartet werden würde.
      Ansonsten einfach "drauflos-quatschen" der Rest kommt von ganz alleine so man den will und das wirkt dann auch nicht so künstlich, meist etwas mit Hochdeutsch durchmischt, aber daran stört sich niemand, ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen.
    • fillg1 schrieb:



      Macht es Sinn es soweit zu lernen, dass man es auch selbst sprechen kann? Mein Eindruck ist dass sich auch viele Schweizer, insbesondere wenn sie aus unterschiedlichen Gegenden stammen, sich auch nicht verstehen und auf Hochdeutsch ausweichen ;-). Meine Angst beim eigenen Spracherwerb wäre dann das man sich einen merkwürdig anzuhörenden Sprachmischmasch mit Dialekten aus verchiedenen Region angewöhnt der dann auf die native Speaker befremdlich wirkt. Das deutsche Äquivalent wäre dann vielleicht "Moin moin, wos für a Mordsgaudi, eh guude vie".
      Ich denke, es macht auf jeden Fall Sinn, es so zu lernen, dass man es selbst sprechen kann. Das wirkt sympathisch und es muss ja auch nicht perfekt sein.
      Natürlich gibt es verschiedene Dialekte, aber ich bin noch nie auf Hochdeutsch ausgewichen ?( Ich quassle halt in gemütlichen Berndeutsch andere zu und falls ich ein Wort nicht verstehe dann frage ich gerne nach.

      Ich denke, ein Gemisch ist auch nicht weiter schlimm. Da ich an der Grenze Bern / Freiburg aufgewachsen bin habe ich sowohl Berner- als auch Sensler (also Freiburger-)dialekt in meiner Sprache. Schlussendlich passt du dich aber hauptsächlich daran an, was die Leute um dich reden. ;)

      Ich finde es jedenfalls toll, wenn du dir solche Mühe gibst, Schweizerdeutsch zu lernen.
    • Moin moin
      Mein Schweizer Lebenspartner hat sich gewünscht, das ich die Sprache verstehe aber mit meinem Hochdeutsch nicht spreche.Hört sich in seinen Ohren grusig sn.
      Somit wechsele ich nur ein paar Worte in Schweizerdeutsch aus und der Rest bleibt halt meine Muttersprache.Das ist ein guter Kompromiss.
      Gruss Honigbiene
    • Ich hab auch das Gefühl, dass es sich in 96% der Fälle grusig anhört, wenn Deutsche krampfhaft versuchen, Schwyzerdütsch zu reden. Vielleicht klappt das noch am ehesten für Schwaben wegen gewisser Ähnlichkeiten. In meinen elf Jahren dort hab ich aber auch kein Wort Schwäbisch gesprochen.
      Die Schweizer sind eigentlich schon zufrieden, wenn man sie versteht und das ist für sie wichtiger, als sich die Zunge zu verbiegen. Sagt meine Frau und die muss es ja wissen. :D