Teileinfuhr direkt hintereinander

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    • Teileinfuhr direkt hintereinander

      Hallo,

      ich ziehe demnächst um und meine Umzugsfirma fährt als erstes mit dem Gröbsten über die Grenze, ich am Tag danach mit meinen Tieren und Kleinkram.
      Jetzt lese ich, dass ich das Formular von der ersten Einfuhr im Original vorlegen muss, stimmt das? Ich habe keine Möglichkeit an das Original zu kommen, da meine Umzugsfirma am Abend vorher über die Grenze fährt und mich sicher nicht morgens wieder an der Grenze treffen will ;)
      Geht das irgendwie anders?

      Eine weitere Frage zum Wert der Sachen: Ist das pro Karton oder insgesamt anzugeben?

      Vielen Dank,
      Anja
    • Hoi Anja,

      leider ist das so, dass das Original mit dem offiziellen Stempel vorliegen muss. Ob der Zoll etwas anderes akzeptieren würde, wirst Du nur von denen erfahren:
      Auskunftszentrale Zoll: +41 58 467 15 15

      Die Frage hatte ich auch. Der Grenzwächter meinte alles zusammen, inkl. Auto, falls eins miteingeführt wird.

      Viel Erfolg
    • Hallo Anja

      Ich vermute, dass MotU da richtig liegt.

      Wenn Du mit einem PKW über die Grenze fährst, der nicht in die Schweize eingeführt werden muss, würde ich im Zweifelsfall einfach "durchfahren". Das mag nicht ganz korrekt sein, aber bringen wir es doch auf den Punkt: Die Vorschrift macht es teilweise einfach kompliziert - du möchtest ja nicht aktiv Zollgebühren und/oder Steuern umgehen. Wenn Sie dich dann anhalten, einfach bloss nicht lügen. Entweder hast Du eine netten Zöllner und erklärst es ihm (unter der Uniform sind ja in der Regel nette Menschen) oder aber der ist gleich grimmig und du "orientierst" ihn darüber, dass Du nur Angaben zur Person machen möchtest. Dann wird's wohl eine Strafe geben. Der Umzugsunternehmer wird sich aber auch nicht gratis mit Dir treffen. Ich habe einen Mitarbeiter, der den "Italien-Joker" gezogen hat ("Ich fahre nur nach Italien"). Das ist aufgeflogen und nicht empfehlenswert.

      Wenn Du das Auto aber einführen möchtest, wirst Du wohl den offiziellen und korrekten Weg nehmen müssen.

      Gruss,
      Jan
    • Ich würde vom "Probier es einfach mal" abraten. Immer dann wenn man nach hundert Fahrten denkt die halten einen nicht an passiert es. Und das wäre dann ein Start im neuen Land mit einem Strafverfahren an der Backe. Zollvergehen sind immer direkt Straftaten und keine Owis.

      Also Alternative überlegen. Irgendeine Verwahrmöglichkeit oder gar Hinterlegung wird es geben.

      Vermutlich nutzt das Umzugsunternehmen einen Dienstleister für die Deklaration. Die haben an den Grenzübergängen auch ihre Büros, in Basel sogar im gleichen Haus wie die beiden Zollbehörden. (Die Unternehmer nutzen i.d.R. immer den gleichen Dienstleister, haben u.U. also einen losen Kontakt, da sollte so eine Ausnahme möglich sein.). Dann ist alles korrekt und absolut gefahrlos.
    • Markus Schulz schrieb:

      Vermutlich nutzt das Umzugsunternehmen einen Dienstleister für die Deklaration. Die haben an den Grenzübergängen auch ihre Büros, in Basel sogar im gleichen Haus wie die beiden Zollbehörden. (Die Unternehmer nutzen i.d.R. immer den gleichen Dienstleister, haben u.U. also einen losen Kontakt, da sollte so eine Ausnahme möglich sein.). Dann ist alles korrekt und absolut gefahrlos
      Super Einfall!! in Waldshut sitzen die direkt im Nachbargebäude vom Zoll ohne das man das Gelände verlassen muss.
    • Markus Schulz schrieb:

      Ich würde vom "Probier es einfach mal" abraten. Immer dann wenn man nach hundert Fahrten denkt die halten einen nicht an passiert es. Und das wäre dann ein Start im neuen Land mit einem Strafverfahren an der Backe. Zollvergehen sind immer direkt Straftaten und keine Owis.
      Da bin ich dann einfach mutiger oder dümmer als Du - die Bewertung überlasse ich dem geneigten Leser :evil:

      Wenn ein Auto eingeführt werden muss, ist die Option ja ohnehin vom Tisch. Falls nicht würde ich mir zunächst die Frage stellen, ob man denn überhaupt die Zollfreimenge überschreitet. Ich habe keine Ahnung wie man Haustiere bewertet und was die TE noch so dabei hat. Aber wahrscheinlich sind das ja keine "wahnsinnigen" Werte. Pro Person kannst Du ja 300 CHF steuerfrei einführen, sofern die Warengruppe nicht mit Freimengen belegt ist (bspw. Tabak, Alkohol oder Fleisch). Wenn dann noch die beste Freundin mitfährt bist Du schon bei 600 CHF Warenwert/Zeitwert. Oder man deponiert bei den Eltern/Freunden und führt Stück für Stück die Waren ein (ist bei den Tieren schwierig, aber sonst wahrscheinlich organisierbar). Mein Tipp daher: Die teuren Dinge beim Umzugsunternehmen mitsenden und versichern. Fertig.

      Natürlich kann man auch offiziell einführen: Wenn ich jetzt Artikel im Wert von 1300 CHF privat einführe und davon ausgehe, dass das normales Umzugsgut ist, dann muss ich 7.7% von 1000 CHF zahlen. Natürlich sind 77 CHF auch Geld - aber das verbuche ich dann einfach als Umzugskosten.

      Die Idee mit dem Hinterlegen vor Ort finde ich aber auch interessant. Wenn das so geht, ist das natürlich ebenfalls eine aufwandsarme Variante. Und bei einfachen und offiziellen Varianten bin ich immer dabei. Nur bin ich teilweise nicht bereit jeden "Pfyffetechu" mitzumachen, nur weil sich da irgendjemand gedacht hat, dass ein Stempel auf einem Blatt sein muss, wobei der gesamte Vorgang eindeutig zollfrei wäre. Und sollte es tatsächlich zu einer Anhörung kommen und das Verfahren nicht einfach mit dem doppelten Mehrwertsteuersatz eingestellt werden, wird der Staatsanwalt bestimmt den Zeigefinger erheben, aber eben auch erkennen, dass das eben eher ein Formfehler ist.

      Vielleicht bin ich da auch einfach zu unbedarft oder mache mir über sowas einfach weniger Gedanken als andere. Oder eine Mischung von allem :D