Wochenendpendler - Verkehrsmittel

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    • Wochenendpendler - Verkehrsmittel

      Hallo zusammen,

      ich ziehe ab April dauerhaft in die Schweiz (Luzern), werde aber familiär bedingt zumindest noch in 2020 an den Wochenenden nach Deutschland (Frankfurt a.M.) pendeln.

      Habt ihr Erfahrungen oder Tipps, welches hierfür das günstigste Verkehrsmittel ist: Eigenes Auto vs. Bahn vs. Bus vs. Flug vs. Mitfahrgelegenheit?

      Ich habe persönlich keine Präferenzen, was das Verkehrsmittel betrifft. Meine Zielsetzung ist nur die Fahrtkosten auf Dauer möglichst gering zu halten.

      Mir ist bewusst, dass die jeweiligen Kosten und somit das Ranking variieren können. Trotzdem würden mich eure Erfahrungswerte sehr interessieren:

      Bspw: Wie weit im Voraus sollte man die Öffentlichen buchen, um einen guten Ticketpreis zu erzielen? Welche Internetseiten könnt ihr empfehlen? Gibt es für die og. Strecke auch Monats- oder Jahresticket (zb von der Bahn)?

      Besten Dank vorab für eure Antworten.
    • jan82 schrieb:

      Ich vermute mal, dass die Bahn bei mir beide Rankings (Geschwindigkeit und Preis) gewinnen würde. Bei der Zeit gehe ich mal davon aus, dass Du immer Freitag und Sonntags unterwegs bist. Und da ist die A5 kein Genuss...
      Ja, es wird überwiegend Freitag - Sonntag sein.

      Aktuell tendiere ich auch zur Bahn. Hier wäre nur die Frage, ob es ein passendes Jahresticket gibt, bzw. wie weit im Voraus die Einzeltickets günstig zu kaufen sind.

      Mit der A5 hast du ganz sicher recht :S :D
    • Hoi,

      fliegen ist für mich direkt raus: von Luzern nach Zürich, 90min vorher da sein und dann noch von Frankfurt Fernbhf. weiter ist glaube ich unnötig unkompliziert, und es wird kaum eine Zeitersparnis geben. Preislich wird es ebenfalls erst interessant, wenn man mind. einen Monat im Voraus bucht.

      Auto/Bus: Das Auto bietet natürlich am meisten Freiheiten, allerdings ist es "verlorene" Zeit, da man die gesamte Zeit nichts machen kann im Gegensatz zum Bus. Bei beiden hast Du natürlich das Risiko eines Staus oder einer Vollsperrung. Allerdings sehe ich das nicht so schlimm wie Jan. Ich selber bin die ersten 4 Monate jedes Wochenende von Baden nach Heidelberg gefahren: Freitags um 18:30Uhr gestartet, Sonntags um 19:00-20:00 zurück. Das hat in der Regel problemlos geklappt und die Staus, die es z.B. um Karlsruhe gab, hatten sich aufgelöst, als ich da war.

      Zug: Sehe ich auch als gut an, gerade von Zürich und Basel gibt es viele Verbindungen nach FFM. Du kannst die Zeit aktiv nutzen. Preislich lohnt sich das aber nur mit einer Rabattkarte (BahnCard oder General-Abo, musst Du selber gucken, was besser wäre). Zeitlich bist Du natürlich an den Fahrplan gebunden, was für mich damals ausschlaggebend war, selber mit dem Auto zu fahren.

      Viel Erfolg!
    • Für eine Hin- und Rückfahrt pro Woche wird weder ein Streckenticket noch eine BC100/GA lohnen - das ist einfach zu wenig.

      Eine Fahrt von Luzern nach FFM kostet mit Halbtax und BC50 65 CHF (110 CHF erste Klasse). Vielleicht gibt's ab und an nochmal Spartickets oder was weiss ich - aber Freitag und Sonntag sind wahrscheinlich nicht die Super-Schnäppchen Tage.

      Wenn Du nun 40 Mal die Tour auf Dich nehmen würdest, würde das heissen:

      2. Klasse:
      Halbtax + BC50 + Fahrten = 185 CHF + 250 CHF (229 EUR) + 5200 CHF = 5635 CHF

      1. Klasse:
      Halbtax + BC 50 First + Fahrten = 185 + 500 CHF (463 EUR) + 8800 CHF = 9485 CHF


      Nur BC50: 77/131 CHF
      Nur HT: 98/166 CHF
      Ohne: 129/219 CHF

      Kurzum: Es lohnt sich relativ schnell beides zu kaufen: Halbtax und BC50 (First). Wenn Du bei der Deutschen Bahn kaufst, bekommst Du noch die lustigen Bahn Bonus Punkte. Die könntest Du am besten die Upgrades in die erste Klasse einlösen (so mache ich das immer), zumindest, wenn Du erste Klasse fährst.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von jan82 ()

    • MotU schrieb:


      Das hat in der Regel problemlos geklappt und die Staus, die es z.B. um Karlsruhe gab, hatten sich aufgelöst, als ich da war.
      Ich stehe meisst vor dem Wechsel von der A5 Richtung Sauerland-Linie (45?) oder bei dem Übergang auf die A7. Und wenn ich da erst drin stecke, dann richtig. Anders als ihr muss ich dann aber meist noch 400 oder 800km weiter. Und es wird dann für mich extrem mühsam, wenn man schon in der "Anrollphase" so viel Zeit liegen lässt 8)

      Noch viel schlimmer ist's aber, wenn ich über Nürnberg fahre. An dieser Stadt kommt man einfach nicht ohne 1h Stau vorbei.

      Meine Autos können bei meiner Buchhaltung auch preislich nicht mit dem Zug konkurrieren (ich weiss: Man kann auch nur den Most rechnen). Und wenn ich mir mit dem Tesla und dem gratis Supercharger-Strom die Statistik schönrechne, dann stehe ich halt schon das erste Mal in Hirschberg (Höhe Mannheim) und muss aufladen. Bis Frankfurt schaffe ich nicht, wenn ich mich nicht hinter den LKW einreihen möchte. Manchmal gebe ich mir auch die 1350km nach Polen elektrisch, aber immer schaffe ich das rein nervlich nicht.

      Ich denke: Luzern/FFM ist eine ideale Zugstrecke. Viele Verbindungen, in 4h bist Du da (theoretisch), kannst gemütlich ein Bier nehmen und preislich ist das okay.
    • Also ich führe eine Fernbeziehung und pendle auch oft am Wochenende in Richtung Frankfurt (bis Giessen). Mal nehme ich die Bahn, mal das Auto. Fliegen lohnt sich nicht, das hab ich auch schon gemacht. Ist aber preislich meist teurer als die Bahn und keine Zeitersparnis.

      Bahntickets: Da findet man oft Spartickets, die buche ich dann Monate im Voraus. Manchmal ist auch die Strecke ab Basel Bad Bahnhof günstig über die deutsche Bahn zu bekommen. Und dann noch ein Schweizer Sparticket dazu bis Basel.
    • jan82 schrieb:

      MotU schrieb:

      Das hat in der Regel problemlos geklappt und die Staus, die es z.B. um Karlsruhe gab, hatten sich aufgelöst, als ich da war.
      Ich stehe meisst vor dem Wechsel von der A5 Richtung Sauerland-Linie (45?) oder bei dem Übergang auf die A7. Und wenn ich da erst drin stecke, dann richtig. Anders als ihr muss ich dann aber meist noch 400 oder 800km weiter. Und es wird dann für mich extrem mühsam, wenn man schon in der "Anrollphase" so viel Zeit liegen lässt 8)
      Noch viel schlimmer ist's aber, wenn ich über Nürnberg fahre. An dieser Stadt kommt man einfach nicht ohne 1h Stau vorbei.

      Meine Autos können bei meiner Buchhaltung auch preislich nicht mit dem Zug konkurrieren (ich weiss: Man kann auch nur den Most rechnen). Und wenn ich mir mit dem Tesla und dem gratis Supercharger-Strom die Statistik schönrechne, dann stehe ich halt schon das erste Mal in Hirschberg (Höhe Mannheim) und muss aufladen. Bis Frankfurt schaffe ich nicht, wenn ich mich nicht hinter den LKW einreihen möchte. Manchmal gebe ich mir auch die 1350km nach Polen elektrisch, aber immer schaffe ich das rein nervlich nicht.

      Ich denke: Luzern/FFM ist eine ideale Zugstrecke. Viele Verbindungen, in 4h bist Du da (theoretisch), kannst gemütlich ein Bier nehmen und preislich ist das okay.
      Okay, mit dem Bier hast du mich jetzt endgültig von der Bahn überzeugt @jan82 :thumbsup:

      Nein im Ernst, vielen Dank für eure schnellen und zahlreichen Antworten.
      Dann werde ich mich jetzt mal intensiver mit den verschiedenen Bahntickets/Sparangeboten auseinander setzten.
    • Wenn du zu den Pendlerstosszeiten unterwegs bist (Freitag, Sonntag) dann würde ich mir schon mal vorher überlegen, wie das möglichst bequem wird. Also entweder Sitzplätze reservieren, schnell den BahnComfort-Status erreichen (weil es für die extra reservierte Sitzplätze gibt die man nicht reservieren muss) oder gleich die erste Klasse nehmen.
      Andererseits hast du zumindest ab Basel (SBB!) noch die Chance auf Sitzplätze ohne Reservierung. Spätestens ab Freiburg dürfte der Zeig dann voll sein...

      Und möglichst immer (falls vorhanden) direkte Zugverbindungen wählen. Umsteigen in Mannheim geht oft in die Hose und/oder kostet einfach Nerven. Wobei man dann mit 1. Klasse-Ticket wenigstens in die verranzte "Lounge" kommt - wenn man mal den verwinkelten Weg dahin gefunden hat.
    • lieberjott schrieb:


      Und möglichst immer (falls vorhanden) direkte Zugverbindungen wählen. Umsteigen in Mannheim geht oft in die Hose und/oder kostet einfach Nerven. Wobei man dann mit 1. Klasse-Ticket wenigstens in die verranzte "Lounge" kommt - wenn man mal den verwinkelten Weg dahin gefunden hat.
      Das mit den Lounges geht aber nicht mit allen Sparpreisen. Und man kann dann auch nicht nachzahlen, sondern die lassen dich einfach draussen oder verweisen dich auf dne noch gammligeren 2. Klasse Lounge Bereich, wenn du den Comfort-Status erreicht hast...
    • Hallo @Michel
      Hast Du schon mal nach dem Europa Super Sparpreis bei der Deutschen Bahn geschaut. Bedingungen sind: Grenzüberschreitend und in D muss ein ICE dabei sein. Dafür sind die Preise dann (allerdings mit Zugbindung) extrem preiswert.
      Man kann sie Retour oder auch separat (auch von CH-Bahnhöfen nach D) buchen. Fängt bei 19 EUR an, musst nur früh genug buchen.
      Beste Grüße
      tobi
    • Für häufigere aber "flexible" Fahrten kann man sich auch Interrail-Tickets anschauen. Voraussetzung ist Wohnsitz im anderen Land als für das Ticket. Man zahlt also innerhalb der Schweiz den normalen Halbtax-Tarif und ab der Grenze dann das Interrail, ist bei dem aber in der Zugwahl frei. Das ist flexibler als Sparpreisbuchungen mit Zugbindung. Kauft man es z.B. für 3 Fahrten, kann man die Tage der Gültigkeit sogar selbst eintragen.