Was vermisst ihr in der Schweiz an kleinen Dingen des Alltags?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Was vermisst ihr in der Schweiz an kleinen Dingen des Alltags?

      Was vermisst ihr denn so an kleinen Dingen des Alltags, an man in Deutschland gewöhnt war?

      Ich habe jetzt die erste Woche in der Schweiz hinter mir und auch wenn man zur Zeit leider nicht von Alltag sprechen kann, hier so die ersten Dinge, die mir gerade beim Einkaufen aufgefallen sind, alles nicht so ganz bierernst und weltbewegend gemeint :D

      • Es gibt keinen Löwensenf :(
      • Kartoffelknödel scheinen völlig unbekannt zu sein, weder zum Anrühren, als Fertigteig aus dem Kühlregal noch im Kochbeutel. Dafür gibt es zig Sorten Rösti ...
      • Das Angebot an Tiefkühlgemüse ist deutlich kleiner als bei uns und scheint sich auch mehr auf das heimische Angebot zu konzentrieren
      • Das TK-Pizza Angebot ist sehr differenziert, es gibt Salami, Schinken und Mozzarella, progressive Märkte haben auch vegetarische Pizzen. Vermutlich kommt Dr. Oetker nicht gegen Nestle an.
      • Ich werde mein schönes norddeutsches Graubrot oder Doppelback vermissen. Gut das Pumpernickel in Dosen geliefert wird.
    • Huhu

      da wirst du noch auf ganz viele Dinge stossen....

      Es gibt kein Mett - ausser man lässt es sich beim Metzger zubereiten
      Bockwürstchen im Glas? Ich hab noch keine gefunden
      Lakritz gibt es nicht.

      Krass, jetzt fällt mir gar nichts weltbewegendes ein...lach..

      Brot gibt es hier auch mitunter sehr schönes, mit Walnüssen oder Karotten.

      Im Tiefkühler die Plätzli sind gut, egal ob Käse, Champignons oder Spinat.
      Ist für mich eine Kindheitserinnerung weil mit Champignons oder Käse-Schinken gab es die in Deutschland früher auch,
      wurden dann aber gegen "eine verbesserte Form" ersetzt, die total ätzend war. Jetzt liebe ich sie wieder....

      Pizza solltest du im Frischeregal suchen, da sind meist gute Variationen. Ebenso gibt es z.B. bei Lidl eine tolle
      Salatsauce in der Flasche mit Namen Louis.

      Ich bin ein Lidl-Kind - egal ob Deutschland oder hier... ich mag es wenn chinesische oder italienische Wochen sind,
      dann findet man schon einge tolle Dinge.

      Na ja, jetzt hast du ja selbst Zeit alles auszuprobieren.

      LG Kerstin
    • Was Thüringer Mett/Hackepeter betrifft, ich bin in einer WhatsApp Gruppe, da kann man in bestimmten Abständen bei einem Metzger in Kriens bestellen lassen. Lohnt leider nur im Umkreis von Luzern wegen der Abholung. Deshalb mache ich das nur, wenn ich sowieso dort in der Nähe bin. Zweimal hat es bisher geklappt. Da hab ich dIe erste Portion dann gleich im Auto gegessen. Zwiebeln und Brötchen hatte ich schon dabei. :D
    • Schöne Idee mit diesem Thread @fillg1 :thumbsup: Entstehen vielleicht dadurch ein paar Möglichkeiten, wie man an sein Heissbegehrtes kommt, ohne nach Deutschland fahren zu müssen.

      @Carpaccio Kannst du mir bitte eine Privatnachricht schreiben wie ich in diese Whatsapp-Gruppe komme *Sabber*. Bin an diesem Mett-Dealer interessiert. Unglaublich, hab sogar ein Jahr in Kries gewohnt und kenne den nicht.
    • Hi fillig
      ich kann dir sagen das die schweizer keine klöse kennen da ist selbermachen angesagt:-) . Auch rotkraut im glas oder gefrohren giebt es nicht , spnat hab ich auch nicht gefunden ,fleischsalat musst auch selbst machen. Cervela ist wie unsere bockwurst nur weniger gewürzt. es giebt viele dinge aber hey es giebt auch viele sehr leckere sachen probier dich durch findest sicher einiges. lg
    • Wie kein Mett? ;( , was soll ich dann hier? Ich will wieder heim!! :D

      Da fällt mir der britische Austauschschüler ein, der vor 40 Jahren ganz entsetzt an seine Eltern schrieb, dass die Deutschen rohes Fleisch essen :-).

      Wenn sich die Lage wieder normalisiert muss ich dann mal in Zürich schauen, vielleicht gibt es ja extra Läden für Expats.
    • Ersatz für Löwensenf, bei mir ist es Bautzner Senf habe ich im Denner gefunden, Du Baron Dijon Senf extra scharf ;)
      Kartoffelklösse und Rotkraut selbst gemacht, geht ganz einfach. Gab es bei uns in der ehemaligen DDR fast jeden Sonntag und ich habe meiner Oma bei der Zubereitung geholfen.
      Mett hat mir einmal ein Metzger im Spar in Ilanz gezaubert und in Baden beim Privatmetzger ging das auch, nur das Würzen musste ich übernehmen. Bockwurst, so ganz nach meinem Geschmack habe ich hier noch nicht entdeckt. Ein schönes dunkles Brot mit Fleischsalat und Spreewaldgurken, das wärs auch mal wieder.


      Obst und Gemüse auf dem Wochenmarkt oder im Hofladen einkaufen, das hilft den einheimischen Bauern und die Zubereitung ist kinderleicht. Jamie Oliver zeigt es im TV mit seiner 15min. oder 30min. Küche.
      Überhaupt ist Do it yourself bei mir immer mehr angesagt, schon weil ich dann weiss, was ich esse. Letztens habe ich sogar Schokocreme (Nudossi, das Ostdeutsche Nutella) selbst gemacht Die kommt verdammt nah dran an die, welche ich beim Chocolatier in Wettingen gekauft habe.

      Entdecke die Möglichkeiten :CH:
    • Hoi,

      also Rotkohl gibt es zwar nicht im Glas, dafür aber in der Dose bei Coop! Muss aber noch etwas nachgewürzt werden.

      Bei Senf kommt mir seit dem wir in Frankreich gelebt haben nur noch Maille ins Haus :D Auch diesen gibt es in Coop.

      In das Knödel-Desaster bin ich auch schon gerannt, das hat dann meine Mutter aus Deutschland exportiert :D

      In Sachen Mett sieht es ja noch viel DÜSTERER aus. Habe im Winter Grünkohl gemacht und traditionellerweise muss für mich ein Pinkel (oder Mettenden) dazu!!! UNMÖGLICH zu kriegen sage ich Euch, da musste es dann nur mit Kassler eben gehen ;(
      In den drei Städten, in denen ich gelebt habe gab es auch keine klassische Fleischwurst. Ich habe jetzt in Fislisbach eine kleine private Metzgerei gefunden, deren Ringwurst immerhin nahe rankommt.

      Beim Brot bin ich auch traurig. Bereits in Frankreich aber auch hier vermisse ich richtig saftige und kräftige Sauerteigbrote. Ja, es gibt auch hier leckere Brote, aber halt nicht das. Aber das ist ein allgemeines AT/DE- Expat Problem, weshalb es tolle Rezepte online gibt!!!


      ivette schrieb:

      spnat hab ich auch nicht gefunden
      Ich schätze, das sollte Spinat heissen. Den finde ich problemlos in allen Formen im Migros: frisch, TK gehackt, TK Rahmspinat, TK ganze Blätter.

      Ich vermisse auch leckeres TK-Buttergemüse, am liebsten das von Aldi. Aber bislang konnte ich nur das von Alnatura im Migros finden. Da wird so ein popliges Gemüse-Päckchen direkt zum Luxusgut :P

      Und gutes trinkbares Bier!! Ich weiss, dass ich da wählerisch bin, aber Feldschlösschen, Müller Bräu und Appenzeller gehen nur nach Bundeswehrprinzip: Der Durst treibts rein, der Ekel treibts runter. Unser Getränkehändler hat Wädenswiler, was okay ist, aber halt nichts im vergleich zu einem Rothaus oder Stauder Pilsene.
    • Der Getränkehändler meines Vertrauens führt eine grosse Auswahl an deutschen Hopfensäften. Vor allem, was für mich wichtig ist, Weissbier. Rothaus, Erdinger, Schneider, Franziskaner, Paulaner... Da hab ich keine Not. Ich wechsele immer zwischen den ersten beiden Sorten.

      In einem anderen Fred hatte ich es schon geschrieben, dass ich meinen Kaffee und die Kondensmilch vermisse.
      Apostels Zaziki, Sour Cream oder Kräuterquark fehlen mir auch noch, wenn ich mal Appetit drauf habe und es schnell gehen muss. In der Richtung gibts ja mal gar nix. Zum Glück kann man das selbst zubereiten.
      Auch wer auf Kuchen steht, hat nicht so viel Auswahl. Törten und Törtchen en masse, aber keine Blechkuchen. Backe ich inzwischen auch wieder selbst.

      Dafür gibts in der Schweiz viele andere feine Sachen. Alleine die Käseauswahl und Schweizer Weine. Für mich das Paradies.
    • MotU schrieb:

      Und gutes trinkbares Bier!! Ich weiss, dass ich da wählerisch bin, aber Feldschlösschen, Müller Bräu und Appenzeller gehen nur nach Bundeswehrprinzip: Der Durst treibts rein, der Ekel treibts runter. Unser Getränkehändler hat Wädenswiler, was okay ist, aber halt nichts im vergleich zu einem Rothaus oder Stauder Pilsene.
      Calanda Glatsch, Chopfab und diverse Appenzeller Biere kann ich sehr empfehlen. Besonders die Appenzeller Brauerei ist mir sehr ans Herz gewachsen. Einfach mal etwas anderes als das Quöllfrisch probieren. Wobei mir persönlich auch das gut schmeckt. Hat auch sehr feine alkoholfreie Sorten dabei. Das dünne Feldschlösschen würde ich auch nicht als Bier bezeichnen. :CH:
    • Für mich bleibt das beste Schweizer Bier das Boxer. Früher war die Brauerei in der Nähe des Bahnhofs in Lausanne - heute leider nicht mehr.

      Das waren noch Zeiten: Im Sommer mit dem Zug nach Lausanne, jeder Mann fasst einen Träger Bier (und teilt mit den Damen) und dann runter zum Ouchy. Schön ein Bierchen in der Sonne, Blick auf die verschneiten Bergspitzen (in der Sonne sitzend) und danach welschen Apéro und mit dem Schiff Richtung Montreux. Das Leben war schon hart
    • Das ist ja alles ganz nett was Ihr hier so schreibt. Aber das eigentlich Wichtigste was es nicht gibt ist PUDDINGPULVER. :D Es gibt zwar Pudding, der hat aber, selbst von DrOetker, eine andere Zusammensetzung und taugt daher nicht zur Anfertigung von Buttercreme-Torten. Also KEIN Frankfurter Kranz... :thumbdown:

      Zum Bier kann ich als Ganz-Selten-Mal-Eins-Trinker Appenzeller auch empfehlen. Schwarzer Kristall von denen ist lecker, das dunkle Quöllfrisch ebenfalls. Und natürlich Calanda.

      Und da wir gestern erst wieder aus dem Bündnerland zurückgekommen sind muss ich sagen: der Käse entschädigt für fast alles. :CH:
    • Hier gibt es so einiges nicht, was es in D in einem gut sortierten Rewe gibt. Aber man lernt sich schnell anzupassen...

      Ich mache meinen grossen Wocheneinkauf im Coop in Spreitenbach. Gut sortierte Fisch & Fleischtheke mit Reifeschrank für gute Steaks und...Mett ;)

      Ansonsten bekomme ich meinen täglichen Bedarf sehr gut in meinem Konsum um die Ecke, einem Volg. Toll finde ich es auch, dass die Bauern hier Gemüsetüten anbieten und teils auch Hofläden betreiben. Das hatte ich die letzten Jahre im Rheinland sehr zu schätzen gelernt.